Gemeinwohl-Ökonomie: Sparda-Bank München und Polarstern gehen Wertekooperation ein | Polarstern
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Zusammen für mehr Gemeinwohl: Sparda-Bank München und Polarstern.
Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München (links) und Florian Henle, Gründer und Geschäftsführer von Polarstern (rechts).

Gemeinwohl-Ökonomie: Sparda-Bank München und Polarstern gehen Wertekooperation ein

Ziel der Zusammenarbeit: die Wirtschaft verändern. Weniger Ellenbogen, mehr Verantwortung, mehr Gemeinwohl. Die ersten Aktionen laufen gerade an. Wir haben die Geschäftsführer Helmut Lind von der Sparda-Bank München und Florian Henle von Polarstern dazu befragt.

Was macht diese Kooperation so besonders?

Helmut Lind: Man liest ja derzeit viel über Kooperationen in der Wirtschaft. Aber dass sich zwei Unternehmen aufgrund ihrer gemeinsamen Werte entscheiden, zusammenzuarbeiten – das ist schon etwas ganz Besonderes!

Florian Henle: Dass Werte in der Wirtschaft eher ein Feel-Good-Faktor sind, ist schlimm. Unternehmen haben einen so großen Einfluss auf unser Leben, auf unsere Umwelt und unser Wohlbefinden, da dürfen Werte nicht in den Hintergrund rücken. Sie müssen in der Wirtschaft die gleiche Rolle spielen wie finanzielle Erfolgskennzahlen.

Wie kam es eigentlich zu der Wertekooperation mit Polarstern? 

Florian Henle: Wir kannten die Sparda-Bank von verschiedenen Veranstaltungen der Gemeinwohl-Ökonomie und wir waren uns direkt sehr sympathisch. So kam die Idee der Kooperation auf, um den Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie zu stärken. Letztlich ist daraus ein erstes Projekt geworden, bei dem wir den Kunden der Sparda-Bank München einen speziellen Ökostromtarif anbieten. Damit können sie nicht nur bei ihren Finanzen, sondern auch bei ihrem Energiebezug, und damit bei zwei sehr einflussreichen Aspekten ihres Lebens, auf wertegetriebenes Handeln setzen.

"Unternehmen haben einen so großen Einfluss auf unser Leben, auf unsere Umwelt und unser Wohlbefinden, da dürfen Werte nicht in den Hintergrund rücken." – Florian Henle

Was haben beide Unternehmen gemeinsam? Was können sie aber auch voneinander lernen?

Helmut Lind: Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass uns viel trennt. Wir sind ein Finanzinstitut mit einer rund 85-jährigen Geschichte, über 700 Mitarbeitern, einem auf Oberbayern begrenzten Geschäftsgebiet und zahlreichen vorgegebenen Strukturen und Regularien. Polarstern ist ein relativ junges Unternehmen, das an vielen Stellen deutlich flexibler agieren kann als wir. Trotzdem verstehen wir uns als Partner auf Augenhöhe, die zusammen eine Menge erreichen wollen.

Florian Henle: Beide Unternehmen verbindet auf jeden Fall die Achtung und Wertschätzung von Kunden, Partnern und Mitarbeitern. Wir haben einen hohen Serviceanspruch und legen Wert auf ein partnerschaftliches Miteinander. Auch nachhaltiges Handeln beziehen wir beide nicht nur auf ein Produkt, sondern verstehen es ganzheitlich – ganz im Sinne der Gemeinwohlökonomie. Damit gehören wir in unseren Branchen jeweils zu den Pionieren.

Wie haben Sie Ihre Mitarbeiter auf diese Kooperation vorbereitet?

Helmut Lind: Uns war es wichtig, dass alle Mitarbeiter den Hintergrund dieser Kooperation verinnerlichen – die gemeinsame Wertebasis von Polarstern und Sparda-Bank München. Es ist auch grundsätzlich ein fester Teil unserer Unternehmensphilosophie, dass wir unsere Mitarbeiter bei solchen Themen frühzeitig mitnehmen und einen offenen Dialog pflegen. Gerade unser Vertrieb war schon lange eingebunden, da wir Polarstern-Strom ja künftig auch in all unseren Geschäftsstellen anbieten. Diese Kooperation ist für uns alle eine neue Erfahrung, aber schon jetzt ein großer Gewinn!

Die ersten GWÖ-Unternehmen ihrer Branche
Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München.

Welche Ziele hat die Wertekooperation?

Helmut Lind: Wir möchten gemeinsam wachsen und voneinander profitieren – und zwar nicht im Sinne des wirtschaftlichen Profits, sondern im Sinne der positiven Weiterentwicklung. Dass man offen ist für die Impulse des Anderen, sich achtsam begegnet und voneinander lernen will. Und wir würden uns sehr freuen, wenn wir weitere Unternehmen zur Kooperation ermutigen können. Unser Wirtschaftssystem könnte so viel erfolgreicher sein, wenn es weniger Konkurrenzdenken und mehr Miteinander geben würde!

Florian Henle: Wir wollen zeigen, dass wirtschaftlich erfolgreiche Kooperationen genauso oder sogar noch besser funktionieren, wenn man Werten dabei einen hohen Stellenwert einräumt. Es ist eine wichtige Chance, die Zukunft aktiv und umfassend mitzugestalten. 

Gute Aussichten: mehr Gemeinwohl
"Früher war ich selbst ständig im Wettbewerb – mit mir selbst, aber auch mit anderen. Doch irgendwann kam die Erkenntnis, dass das weder mich noch andere glücklich macht." – Helmut Lind

Wie kooperativ sollte man sein? Oder ist das eher hinderlich?

Florian Henle: Mitarbeiter orientieren sich in ihrem Verhalten daran, was von ihren Kollegen und ihren Führungskräften geschätzt wird und wie sich diese selbst verhalten. Als Führungskraft muss man daher das Vorleben, was man schätzt und von seinen Mitarbeitern fordert.

Helmut Lind: Ich komme ja aus der klassischen Manager-Welt, in der leider noch viel zu oft die Ellenbogen-Mentalität dominiert. Früher war ich selbst ständig im Wettbewerb – mit mir selbst, aber auch mit anderen. Doch irgendwann kam die Erkenntnis, dass das weder mich noch andere glücklich macht. Heute lebe ich das Prinzip der Achtsamkeit, nach innen und nach außen. Das schafft erst einmal viele Vorbehalte aus der „alten“ Welt, aber wenn man etwas aus Überzeugung macht, dann wächst man daran auch.

"Ich glaube fest daran, dass der Kooperation die Zukunft gehört!" – Helmut Lind

Sind Kooperationen die Zukunft der Wirtschaft?

Helmut Lind: Ich glaube fest daran, dass der Kooperation die Zukunft gehört! „Wir statt Gier“ hat die ZEIT in ihrem Wirtschaftsteil kürzlich getitelt – diese Meinung teile ich voll und ganz!

Können Sie sich weitere Kooperationen vorstellen? Wenn ja, welche? Bzw. welche schließen Sie aus?

Helmut Lind: Wenn das Wertebild eines Unternehmens passt, sind wir da erst einmal offen für Vieles. Denn auch das ist ein Teil der Achtsamkeit. Doch nun konzentrieren wir uns erst einmal auf Polarstern und lassen den Baum der Wertekooperation wachsen und gedeihen. Ich freue mich sehr darauf!

Wie fördern Sie ein partnerschaftliches Arbeiten in Ihrem Unternehmen?

Florian Henle: Bei uns sind die Strukturen bewusst sehr flach. Wir bilden Projektteams, in denen Mitarbeiter aus verschiedenen Feldern ihr Wissen einbringen. Solche gemischten Teams fördern das Teamgefühl und ein partnerschaftliches Verhalten. Wer den anderen besser kennt, kann auch besser mit ihm zusammenarbeiten. Das fördern wir auch über interne Veranstaltungen wie Kinoevents oder gemeinsame Ausflüge. Es gibt jeden Mittwoch bei uns ein Mittagessen mit dem ganzen Team sowie wöchentlich wechselnde Lunch-Dates, bei denen alle inklusive Geschäftsführung und Schülerpraktikant mitmachen.

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