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Urlauber am Strand am Meer

Neue Reiseziele & Trends: So verändert die Klimakrise unser Urlaubsverhalten.

Urlauber am Meer mit Strand
Extreme Hitze, Überflutungen, eine Klimasteuer in Griechenland, Wasserstress in Spanien, aber auch Reiseziele, die ganzjährig attraktiv werden: Die Klimakrise hat große Auswirkungen auf den Tourismus und unser Urlaubsverhalten in Zukunft. Neue Trends und Gewinner der Klimakrise kristallisieren sich schon heraus. Wir stellen sie vor!

von Ludwig. - Lesezeit: 7 Minuten

Sommer 2023, Urlaubsinsel Rhodos in Griechenland: Als sich die Flammen des Waldbrands immer weiter in Richtung Swimmingpool eines Hotels auf der beliebten Insel vorarbeiten, dürfte wohl auch dem letzten Gast Angst und Bange sein. Erst wenige Meter vor dem Pool des Hotels in Lardos macht das Feuerinferno am Ende Halt. Am Tag nach dem Feuer bleiben am Pool schwarz-verkohlte Liegestühle und ein abgebrannter Kiosk zurück. Endzeitstimmung mitten im Paradies.

Solche schaurigen Geschichten gab es im Sommer 2023 in Griechenland, aber auch anderen Mittelmeer-Ländern, oft. Zwar sind viele Waldbrände meist auf Brandstiftung zurückzuführen, doch große Trockenheit und wochenlange Hitze im Mittelmeerraum bilden auch die „perfekte“ Voraussetzung, dass die Feuer große Schäden anrichten können. Die Sommer am Mittelmeer werden erwiesenermaßen immer heißer und unerträglicher.

Die Mittelmeerregion erwärmt sich laut Helmholtz Klima-Initiative etwa 20 % schneller als der globale Durchschnitt. Die Lufttemperatur liege hier bereits um 1,5 Grad Celsius höher als vor der Industrialisierung. "Dass sich diese Region schneller erwärmt als andere, hat unter anderem mit der zunehmenden Trockenheit der Böden und der abnehmenden atmosphärischen Trübung durch Aerosole zu tun", schreibt die Helmholtz Klima-Initiative. 2023 gab es viele Tage, an denen in mehreren südeuropäischen Ländern die 40-Grad-Marke geknackt wurde. Und Urlaub bei knapp 45 Grad Celsius ist auch trotz Meer kaum noch erträglich. So macht der Klimawandel altbekannte beliebte Urlaubsziele unattraktiver und schafft umgekehrt neue Reisetrends.

Waldbrände, leere Pools, Klimasteuer: Was die Klimakrise für Touristen bedeutet.

Die Erderwärmung sorgt auch und ganz besonders in Europa für mehr Extremtemperaturen, warnt die Wissenschaft. Unser Kontinent gehört zu den sich am schnellsten erwärmenden Erdteilen aufgrund des Klimawandels. Für Urlauber:innen hat das schon in den vergangenen Jahren spürbare Folgen gehabt:

  • Extreme Hitze: z. B. wurde die Akropolis in Athen schon temporär geschlossen.
  • Feuer und Waldbrände in Ländern wie Griechenland, Portugal und Spanien zerstörten Gebäude und Natur, brachten Menschen in Gefahr.
  • Langanhaltende Trockenheit wie die Dürre in Katalonien, führt zu großen Einschränkungen beim Wasserverbrauch.
  • Große Überschwemmungen wie im September 2023 in Griechenland überfluteten ganze Landstriche.

Gerade die Flutkatastrophe von 2023 in Griechenland hat weite Teile verwüstet und sie für den Tourismus unbrauchbar gemacht; abgesehen von noch schlimmeren Folgen wie für die heimische Landwirtschaft. Wer damals gerade vor Ort im Urlaub war, spürte das direkt. Doch auch wer erst im darauffolgenden Jahr Ferien in Griechenland macht, wird die großen Schäden durch Waldbrände und Überflutungen sehen und auf unterschiedliche Weise zu spüren bekommen. Der Wiederaufbau und die Erholung der Wälder brauchen nach solchen Katastrophen weitaus länger als ein Jahr. Und da kommen die Tourist:innen ins Spiel.

Neue Klimasteuer in Griechenland, Wasserknappheit in Katalonien.

Griechenland will für den Wiederaufbau nach der Jahrhundertflut auch Urlauber:innen zur Kasse bitten. Dazu wurde die Übernachtungssteuer in Hotels und anderen Unterkünften zum 1. Januar 2024 für die Hauptsaison angehoben und durch eine Klimaabgabe ersetzt. Die Höhe der neuen Klimasteuer, wie sie genannt wird, fällt in den Monaten März bis Oktober – also zur Hauptsaison – höher aus als für Urlaubsgäste in der Nebensaison. Die Folgen des Klimawandels bekommen Griechenland-Urlauber:innen also auch finanziell zu spüren. Die seit Januar 2024 gültige Klimasteuer in Griechenland wird pro Tag und Zimmer bzw. Apartment erhoben. Konkret bedeutet das für Griechenland-Reisende ab 2024 Folgendes:

  • Für Hotels mit ein bis zwei Sternen sind in der Hauptsaison 1,50 Euro zu zahlen.
  • Bei Unterkünften mit drei Sternen beträgt die Klimasteuer 3 Euro.
  • Für Hotels mit vier Sternen sind 7 Euro pro Tag fällig.
  • In Luxus-Hotels mit fünf Sternen kostet die Klimasteuer die Tourist:innen 10 Euro pro Nacht.
  • In vermieteten möblierten Zimmern oder Appartements (z.B. Airbnb) sind 1,50 Euro pro Tag zu zahlen.

Quelle: ADAC

Auch in Spanien, das 2024 die schlimmste Dürre seit Beginn der Wetteraufzeichungen erlebt, gibt es spürbare Auswirkungen. Im von der extremen Dürre betroffenen Katalonien und in Barcelona wurde die Wassernutzung von den Behörden Anfang 2024 schon stark eingeschränkt. Hotels dürfen etwa keine Pools mehr mit Wasser befüllen bzw. nachfüllen, sobald das Wasser verdunstet ist. In Lloret de Mar behelfen sich Hoteliers deswegen schon mit Entsalzungsanlagen, um ihre Pools im Sommer mit entsalztem Wasser zu füllen und für Tourist:innen offenzuhalten.

Einheimische Bevölkerung stärker eingeschränkt als Tourist:innen.

Während die Einschränkungen bei der Wassernutzung für die einheimische Bevölkerung in der Region um Barcelona groß sind, merken Tourist:innen meist wenig von der dramatischen Wasserknappheit in Katalonien. Nur wenige Hotels weisen ihre Gäste offenbar auf den Wassernotstand hin und informieren sie über einen sparsamen Umgang mit Wasser. Katalonischen Umweltschützern gehen die Einschränkungen für Tourist:innen längst nicht weit genug. Sie fordern eine Begrenzung der Wassernutzung: "Seit Januar sind die Wasserpreise bereits um 30 Prozent gestiegen. Bürger zahlen für die Krise, während der Tourismus ungeschoren davonkommt. Das kann zu sozialen Konflikten führen", sagt Dante Maschio von der Organisation "Aigua és Vida" laut tagesschau.de.

Diese drei Urlaubsländer sind am stärksten vom Klimawandel betroffen.

Die ETC hat Meinungen von Tourist:innen abgefragt über ihr Reiseverhalten allgemein und Reisen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Dabei kristallisierten sich Spanien, Italien und vor allem Griechenland als die am stärksten betroffenen Destinationen heraus, die unter den negativen Folgen von Wetterextremen leiden. Wurde ein Land im Zusammenhang mit der Klimakrise genannt, ergab sich bei allen drei Nationen ein deutlich schlechterer Wert (vgl. zu Reisen ohne den Klimaaspekt), also ein pessimistisches Stimmungsbild der Befragten über das jeweilige Land. Am schlechtesten fiel der Stimmungswert für Griechenland aus (-18), das 2023 gleich von extremer Hitze, Waldbränden und schweren Überflutungen getroffen wurde. Die Differenz bei Griechenland zwischen Reisen allgemein und Urlaub explizit vor dem Hintergrund des Klimawandels betrug ganze 57 Punkte im Sentiment Score. Die Studie zeigt klar, dass Klimaereignisse deutlich negativen Einfluss auf das Stimmungsbild eines Landes bei Tourist:innen haben können.

© European Travel Commission

Quelle: Climate Change & Tourism in Europe, Exploring the Impact of Climate Change on Future Tourism in Europe. (PDF-Ansicht) Untersuchungszeitraum: 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Tourismuswirtschaft hat.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind schon heute teilweise weitreichend und können sich je nach Destination auf unterschiedliche Weise äußern. Das Umweltbundesamt sieht folgende Auswirkungen und Risiken für die Tourismusbranche:

  • Touristische Infrastrukturen sind durch Extremwetterereignisse stärker beansprucht – mit steigenden Kosten für ihre Instandhaltung.
  • Eine Verschlechterung der Gewässerqualität schränkt die touristische Nutzbarkeit ein.
  • Häufige Niedrigwasserstände in Flüssen beeinträchtigen die Schifffahrt.
  • Extremwetterereignisse wie Unwetter, Waldbrände, Hochwasser oder andere Naturgefahren können die Sicherheit von Tourist:innen gefährden.

Klimawandel und Urlaub: Diese 4 Trends in der Reisebranche gibt es.

Es verändert sich also etwas. Die Symptome der Klimakrise und ihre Folgen für den Sommerurlaub sorgen laut Reisebranche schon jetzt für erste Veränderungen und Trends im Urlaubsverhalten einiger Menschen. Wer schon immer bei 30 Grad geschwitzt und gelitten hat, der oder die dürfte beim Gedanken an einen zweiwöchigen Spanien-Urlaub mit knapp 40 Grad Celsius eher abgeschreckt sein. Weil sich die Klimazonen ohnehin immer weiter nordwärts schieben, also zum Beispiel in Berlin und Hamburg laut einer Studie in Zukunft ein ähnliches Klima wie heute in Zentral- oder Südfrankreich herrscht, kommt das Mittelmeerklima quasi zu uns – und verändert das Leben und die Natur.

Trend 1: Mittelmeer-Destinationen werden zu Ganzjahreszielen.

Nach wie vor fahren jeden Sommer Millionen Menschen ans Mittelmeer zum Urlaub. In Spanien etwa gab es im Jahr 2023 laut Statistikbehörde keine Anzeichen dafür, dass wegen der Sommerhitze weniger Menschen kamen. Im Gegenteil: Spanien verzeichnete für 2023 einen neuen Tourismusrekord mit mehr als 85 Millionen ausländischen Gästen. Ein Grund: Wegen der immer wärmeren Winter wird Spanien inzwischen zum Ganzjahresziel. Es gibt keinen Tourismus-Winterschlaf mehr. Laut Hotelverbänden blieben immer mehr Ferienunterkünfte ganzjährig geöffnet, etwa auf Mallorca, wo es bislang eine klassische Off-Saison in den Wintermonaten gab. Die Kehrseite davon ist, dass den Einheimischen künftig womöglich gar keine Tourismuspause mehr vergönnt ist.

Künftig 25 % weniger Urlaubsgäste in den Sommermonaten.

Dennoch könnte der Sommerurlaub am heißen Mittelmeer künftig deutlich unattraktiver werden. Wer will schon bei 40 Grad Celsius oder mehr in der Sonne schmelzen? Das ist auch das Ergebnis einer Tourismus-Studie des italienischen Tourismusbüros Enit mit dem Namen "Klimasensitiver Tourismus". Ein zentrales Ergebnis der Studie: Die Zahl der ausländischen Gäste in Italien werde in den Sommermonaten um voraussichtlich 25 % abnehmen. Zugleich werden mehr Menschen im Frühjahr und im Herbst ins Land kommen.

Trend 2: Nördlichere Länder in Europa profitieren.

Es gibt Anzeichen für kleine Veränderungen und neue Reiseziele. Bei einer europaweiten Umfrage fand die European Travel Commission (ETC) heraus, dass Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland und Kroatien von Juni bis November 2023 zwar am höchsten in der Gunst der europäischen Urlauber:innen standen. Allerdings planten 2023 schon 10 % weniger Menschen als 2022 eine Reise ans heiße Mittelmeer. Die wichtigsten Motive dafür liegen offenbar in der Hitze und den überfüllten Orten – Stichwort Overtourism. Gewinner werden laut ETC-Umfrage künftig Länder wie Tschechien, Bulgarien, Irland und Dänemark sein. Also Länder, die in kühleren Temperaturregionen liegen. Die Tourismusanalyse 2024 kommt zum Ergebnis, dass Skandinavien zuletzt als Reiseziel die Türkei knapp überholt hat. Neben Klima-Aspekten können dafür auch politische Unsicherheiten ein Grund gewesen sein. In Deutschland wird seit kurzem die polnische Ostseeküste als Alternative zum Badeurlaub am Mittelmeer beliebter, das zeigen die gestiegenen Urlauberzahlen an den polnischen Ostsee-Orten. Polen punktet mit niedrigeren Preisen und angenehmeren Sommertemperaturen als das heiße Mittelmeer.

Trend 3: Spontanes Umplanen wegen Klima-Einflüssen.

Klimaextreme wie Hitzewellen könnten zukünftig dafür sorgen, dass die Menschen spontaner buchen oder spontan umbuchen. „Wir gehen davon aus, dass die Reiseströme in Europa in Zukunft stärker von unvorhersehbaren Wetterbedingungen beeinflusst werden“, sagt Eduardo Santander von der European Travel Comission. Reisende dürften während Hitzewellen südliche Reiseziele eher meiden. Das könnte dazu führen, dass es mehr Europäer:innen auf der Suche nach milderen Sommertemperaturen zu Zielen in Mittel- und Osteuropa zieht. Südliche Destinationen am Mittelmeer könnten dann eher mehr Urlaubsgäste im Frühjahr und Herbst bekommen.

Trend 4: Indoor-Angebote und Aktivitäten in den Morgenstunden.

Die Reisebranche rechnet damit, dass Länder wie Spanien, Italien und Griechenland ein Interesse haben, die Urlaubsmöglichkeiten trotz Klimawandel aufrecht zu erhalten. Immerhin ist der Tourismus für diese Länder ein enormer Wirtschaftsfaktor. Susanne Wohlgemut von FTI kann sich deshalb vorstellen, dass die Destinationen am Mittelmeer mehr Freizeitangebote schaffen, die an sehr heißen Tagen Abkühlung bringen. Das könnten demnach neue, attraktive Indoor-Erlebnisse sein oder auch Sightseeing- und Ausflugsmöglichkeiten für die frühen Morgenstunden, wenn es noch angenehm ist. Inwiefern Indoor-Angebote bei Tourist:innen wirklich gefragt sind, wenn die Gäste eigentlich wegen der Schönheit der Natur und des Meeres kommen, ist ungewiss und darf stark bezweifelt werden. Aber wer weiß, Indoor-Skihallen haben sich ja auch durchgesetzt, auch wenn sie nicht das Skifahren in den Bergen ersetzen.

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Tipps für heimische Urlaubsziele in Zeiten des Klimawandels.

    Schwarzwald.

    Der Schwarzwald liegt zwar im warmen Südwesten Deutschlands, durch seine Höhenlage ist er aber dennoch kühler als die Umgebung. Wer Urlaub im Schwarzwald macht, kann viel erleben: Wandern, Klettern, Radfahren sind nur ein paar Aktivitäten von vielen, die du im größten Mittelgebirge Deutschlands unternehmen kannst. Zudem lohnt sich ein Städteausflug ins nahegelegene Freiburg.

    Nord- und Ostsee.

    Klare Sache: Auch in Zeiten des Klimawandels bleibt es im Norden Deutschlands im Schnitt am kühlsten. Und wenn es doch heiße Tage gibt, lohnt sich ein Sprung in die kühle Nord- oder Ostsee. Neben Wattwanderungen, Wassersport und Radtouren entlang der Küsten gibt es an beiden Meeren viel zu sehen – historische Städte und Orte inklusive.

    Spreewald.

    Der Spreewald liegt in Brandenburg und bietet im Sommer eine tiefgrüne Oase entlang der Spree. Wer hier Urlaub macht, kann im Sommer in schattigen Wäldern und am Wasser der Hitze entfliehen, etwa bei einer Bootstour.

    Mecklenburgische Seenplatte.

    Wasser soweit das Auge reicht: Wer in der Mecklenburgischen Seenplatte Urlaub macht, hat die Auswahl aus mehr als 1000 kleinen und sehr großen Seen. Erfrischung selbst im Hochsommer ist hier garantiert – wegen der Seen, aber auch weil es im Nordosten Deutschlands selten richtig heiß wird. Weil die Landschaft nur sanfte Hügel hat, eignet sich das Mecklenburgische Seengebiet auch super für Radtouren mit der ganzen Familie.

    Eifel.

    Die Eifel ist im Sommer ebenfalls ein lohnendes Urlaubsziel in Deutschland. Hier lässt es sich bei Hitze besser aushalten, weil das Mittelgebirge, das sich auf Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erstreckt, relativ hoch gelegen ist und es somit immer um einige Grad kühler ist. Von Radtouren, Wanderungen und Fachwerkhäusern bis hin zu erloschenen Vulkanen gibt es in der Eifel viel zu sehen.

    Allgäu.

    Das Allgäu gehört mit seinen imposanten und hohen Bergen (auf denen es trotz Klimawandel noch relativ kühl ist), vielen Seen und Schloss Neuschwanstein definitiv zu den Top-Urlaubsregionen Deutschlands. Oberstdorf, das Zentrum der Allgäuer Alpen, lockt dazu mit viel Alm- und Bergkultur und sportlichen Aktivitäten. Bergsteigen, Klettern, einfache Wanderungen und Radltouren (auch mit E-Bike bei steilen Touren) sind im Allgäu angesagt. Wer es ein bisschen ruhiger angehen will, kann die Königsschlösser bei Füssen oder die Skisprungschanzen in Oberstdorf besichtigen.

    Berchtesgadener Alpen.

    Watzmann, Königssee, Kehlsteinhaus: Wer diese drei Highlights des Berchtesgadener Lands gesehen hat, hat schon die wichtigsten Orte besucht. Aber natürlich bietet die Region noch weitaus mehr, etwa schöne mehrtägige Hochtouren durch das Steinerne Meer oder kleinere und weniger besuchte Berge. Wer im Sommer Erfrischung sucht, ist auf den Bergen rund um Berchtesgaden richtig.

Ostsee.

Allgäu.

Eifel.

Berchtesgadener Alpen.

Unsere Tipps für einen klimafreundlichen Urlaub

Weitere Reiseziele: Urlaub an der Ostsee und mit dem Zug.

Wenn du nicht gerade in abgelegenen Regionen Urlaub machen willst, wo die nächste Großstadt weit weg ist, kannst du auch umweltfreundlich mit dem Zug anreisen und dir bei Bedarf vor Ort ein Elektroauto mieten. Kleinkinder fahren mit dem Zug sogar oft kostenlos, während du für im Flieger schon ab 2 Jahren den Sitzplatz bezahlen musst. Wenn du den Zug früh genug buchst, sparst du zusätzlich mit Sparpreisangeboten. Außerdem sind Zugreisen in EU-Ländern wie Österreich, Frankreich, Spanien oder die Schweiz schnell und komfortabel, da sie eine super Bahninfrastruktur haben. Auf Portalen wie Raileurope und Trainline kannst du europaweit nach Bahnverbindungen suchen und Tickets buchen. Schließlich ist auch das Interrail-Ticket eine super klimafreundliche Form des Reisens.

Urlaub in Skandinavien und Ostsee als Gewinner des Klimawandels.

Urlaubsalternativen zum Mittelmeer gibt es in unseren Nachbarländern viele. Laut Tourismusanalyse 2024 stehen 2023 und auch 2024 die skandinavischen Länder hoch im Kurs. Aber auch ein Strandurlaub an der Nordsee in Holland ist eine angenehme Alternative zur Mittelmeerhitze. Die Ostsee mit gemäßigteren Temperaturen zählt laut Reise-Expert:innen ohnehin zu den Gewinnern des Klimawandels.

Um neue Reiseziele wie Polen mit dem Zug zu entdecken, haben wir einen cleveren Tipp für dich: Check doch mal das Portal Chronotrains und hol dir Inspiration, wohin es diesen Sommer in den Urlaub gehen könnte. Die interaktive Website zeigt dir für fast jede Stadt mit Bahnhof in Europa an, wie weit du von dort jeweils mit dem Zug innerhalb von acht Stunden kommst. Wer beispielsweise von Nürnberg aus mit dem Zug verreisen will, kommt innerhalb von acht Stunden easy bis Amsterdam, Budapest, Paris, London oder auch an den Comer See.

Von Köln sind mit der Bahn in maximal acht Stunden schöne Ziele wie Bordeaux, Marseille am Mittelmeer, Odense und Wien erreichbar (Stand: April 2024). Probier das interaktive Tool einfach selbst mal aus. Es gibt wirklich viele Optionen. Chronotrains ist gerade auch für Städtetrips eine gute Recherche-Seite, wenn du deinen nächsten klimafreundlichen Trip in eine europäische Großstadt ohne Flugzeug machen willst. Auch DirektBahnGuru ist ein gutes Tool für die Reiseplanung mit der Bahn.

Portrait von Ludwig.

Ludwig. | Team Wirklich

E‑Mail:  ludwig.o@polarstern-energie.de

Ludwig ist ausgebildeter Journalist und hat viele Jahre bei einem großen Medienhaus in München gearbeitet. Bei Polarstern ist er Redakteur im Marketing-Team und schreibt Artikel für das Polarstern-Magazin und Neuigkeiten für unsere Newsletter. Außerdem kümmert er sich um Events wie die Earth Hour und den Isar Cleanup.