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  • Wo ist mein Zähler? Wo steht die Zählernummer?

    Damit wir dich erfolgreich von deinem alten Energieversorger abmelden können, brauchen wir deine Zählernummer. Du findest sie auf der letzten Stromrechnung deines bisherigen Energieversorgers oder auf dem Übergabeprotokoll, das du beim Einzug bekommen hast. Wenn du die Papiere gerade nicht parat hast, kannst du deine Zählernummer direkt von deinem Zähler ablesen.

    Dein Zähler ist im Keller, in deiner Wohnung oder im Treppenhaus. In Mehrparteienhäusern gibt es einen eigenen Zählerraum. Dein Zähler ist mit deiner Wohnungsnummer oder deinem Namen gekennzeichnet und eindeutig deiner Wohneinheit zugeordnet.

    Die Zählernummer findest du dann entweder unter – oder über dem Strichcode. Bei einem analogen Zähler kannst du die Zählernummer ganz leicht vom Zählerstand unterscheiden: Der Zählerstand besteht aus aneinandergereihten Zahlenrädchen. Diese Nummer ist also NICHT die Zählernummer. Vor der Zählernummer steht meist „Eigentum“, „Eigentum der Stadtwerke xyz“, „Nr.“ oder „No“.

    Gerne kannst du uns auch ein Foto von deinem Zähler schicken, dann finden wir gemeinsam deine Zählernummer heraus.

    Wie findet man seine Zählernummer
  • Wie kann ich meinen Abschlag ändern?

    Am schnellsten kannst du deinen Abschlag – egal wo du bist und wann du es machen willst – online im Kundenportal ändern. Natürlich kannst du es auch telefonisch unter 089 309 042 914 oder per E-Mail an [email protected]. Idealerweise informierst du uns auch kurz darüber, warum der Verbrauch in Zukunft höher oder niedriger ausfallen wird, dann können wir die Verbrauchsänderung gegenüber deinem örtlichen Netzbetreiber vertreten. Und willst du deinen Abschlag um mehr als 20 % senken, dann rufe oder maile uns am besten.

  • Wie stark steigen die Preise bei Polarstern?

    Das ist so pauschal nicht zu beantworten. Wie alle anderen Energieversorger sind wir von den steigenden Energiekosten im Markt betroffen. Wir beschaffen Energie bei unseren Partnerkraftwerken im Voraus und kalkulieren ein gewisses Wachstum ein. Allerdings beschaffen wir nicht alles komplett. Das ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. Nun steigen seit über einem Jahr die Preise in den Energiemärkten drastisch. Je länger das andauert, umso weniger Mengen haben wir im Voraus beschafft. Und so schlagen sich die krassen Preise in der Energiebeschaffung zunehmend auf die Endkundenpreise nieder. Den Energiebedarf unserer Bestandskund:innen haben wir besser in der Beschaffung einplanen können als die Neukundenentwicklung. Letztere haben daher höhere Preise als wir es unseren Bestandskund:innen anbieten können.

  • Wie wirkt sich der Wegfall der EEG-Umlage auf meine Stromkosten aus?

    Ab 1. Juli 2022 entfällt die EEG-Umlage im Strompreis. Das bedeutet, du zahlst als Stromkund:in ab dann 3,72 Cent je Kilowattstunde weniger (4,43 Cent inkl. Umsatzsteuer). Das berücksichtigt dein Stromversorger automatisch in der Jahresabrechnung. Du musst dafür nichts weiter tun.

    Das ist Pflicht für alle Energieversorger und wird selbstverständlich genauso auch von uns umgesetzt. Eine Benachrichtigungspflicht dazu besteht nicht. Der Wegfall des EEG-Umlage ist auch keine (!) Preisanpassung, so dass hieraus kein Sonderkündigungsrecht ergibt.

    Finanziert wird die EEG-Umlage künftig übrigens dann aus den Energie- und Klimafonds (EKF).

  • Welche neuen Gas-Umlagen gibt es?

    Es gibt die Gasspeicherumlage (0,059 Cent/kWh netto) und die Umlage für die Beschaffung von Regelenergie (0,57 Cent/kWh für Privathaushalte, Unternehmen mit einem hohen Verbrauch zahlen etwas weniger). Am 29.9.2022 wurde beschlossen, die ursprünglich geplante die Gasbeschaffungsumlage (2,419 Cent/kWh netto) doch nicht zu erheben.

    Alle drei Umlagen betreffen alle Verbraucher:innen mit Gasverträgen gleichermaßen, unabhängig von den tatsächlichen Lieferanten und ob sie fossiles oder erneuerbares Gas beziehen. Um die Privathaushalte zu entlasten, wurde beschlossen, bis März 2024 die Mehrwertsteuer bei Gasverträgen von 19 auf 7 % zu reduzieren.

    Unabhängig von den genannten Umlagen wird die Beschaffung von Gas immer schwieriger, weil Lieferanten wegfallen und sich alle um die verbliebenen Mengen bemühen. Das verteuert Erdgas genauso wie Biogas. Zwar federt die reduzierte Mehrwertsteuer die Gaspreiserhöhung infolge der drei neuen Umlagen für Privathaushalte ab, doch die Beschaffungskosten für Gas erreichen enorme Höhen, was den Gaspreis für Endverbraucher:innen deutlich erhöht.

    Weitere Details zu den drei neuen Umlagen:

    Gasbeschaffungsumlage: --- Update vom 29.9.2022: diese Umlage soll doch nicht erhoben werden --- Sie liegt netto bei 2,419 Cent je Kilowattstunde. Erhoben wird sie von der Trading Hub Europe GmbH (THE), basierend auf einer Verordnung der Bundesregierung, s. §26 Energiesicherungsgesetz. Über die Energieversorger wird die Umlage an die Endverbraucher:innen weitergereicht. Mit der Gasbeschaffungsumlage werden die unmittelbar betroffenen Gasimporteure unterstützt, die aufgrund des Ausfalls von russischen Gasmengen teure Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung haben. Ziel der Umlage ist es, Insolvenzen und damit schwerwiegende Folgen für die gesamte Gasversorgung in Deutschland zu vermeiden. Die Gasbeschaffungsumlage gilt ab dem 1. Oktober 2022 und wird nach aktuellem Stand bis zum 1. April 2024 erhoben.

    Gasspeicherumlage: Hierfür fallen netto 0,059 Cent je Kilowattstunde an. Sie beruht auf dem novellierten Energiewirtschaftsgesetz, durch das die Gasspeicheranlagen gewisse Füllstandsvorgaben erreichen müssen. Auch diese Gasspeicherumlage wird über die Trading Hub Europe GmbH (THE) erhoben und gilt ab 1. Oktober 2022. Sie wird grundsätzlich alle sechs Monate definiert, ausgenommen sind die erste und die letzte Umlageperiode für die eine dreimonatige Gültigkeit angesetzt ist. Die letzte Umlageperiode beginnt am 1.1.2025.

    Umlage für die Beschaffung von Regelenergie: Sie wird bei der THE als Bilanzierungsumlage geführt. Es ist eine Umlage, mit der die Kosten gedeckt werden, wenn Regel- und Ausgleichsenergie nötig ist, um die Gasversorgung stabil zu halten. Diese Umlage gab es schon länger, sie lag aber bei 0 Euro und wird nun zum 1. Oktober 2022 für Privathaushalte 0,57 Cent je Kilowattstunde betragen; Unternehmen mit einem hohen Verbrauch zahlen 0,39 Cent je Kilowattstunde.

    Hinweis für alle Polarstern-Kund:innen: Wir erheben alle geltenden Umlagen, Abgaben und Steuern gemäß unserer AGBs. Entfällt eine Umlage wird sie selbstverständlich auch von uns nicht eingezogen.

  • Fällt die Gas-Umlage auch für Wirklich Ökogas an?

    Nach aktuellem Stand sind alle Gaskunden von der Gas-Umlage betroffen, unabhängig von dem durch ihren Versorger tatsächlich beschafften Gas. Das betrifft auch unsere Wirklich Ökogas-Kund:innen. 

    Nach aktuellem Stand liegt die Gasumlage bei 2,419 Cent je Kilowattstunde. Sie gilt ab 1.10.2022. Die Kund:innen werden diese Umlage vermutlich erst ab 1.11.2022 auf ihrer Gasabrechnung sehen. Das liegt an den gesetzlich vorgesehen Ankündigungsfristen bei Preisanpassungen.

    Politisch betrachtet wird die Umlage auf alle Gaskund:innen als faire Lösung gesehen: Es zahlt wie gesagt nicht je­de:r das, was beim eigenen Versorger und seiner Lieferanten anfällt, sondern alle zahlen den Durchschnitt. Es trifft somit nicht einige extrem und andere kaum, sondern alle moderat, so das politische Kalkül. Die Umlage soll bis April 2024 gelten.

    Dass die Gas-Umlage unsere Ökogas-Kund:innen trifft, bedauern wir sehr. Schließlich haben sie sich mit uns bewusst für Biogas entschieden und dafür auch mehr bezahlt in der Vergangenheit als für damals billiges Erdgas. Das Angebot von Biogas zur Versorgung war schon immer knapp und ist es nun durch die Gaskrise einmal mehr. So steigen auch für Biogas-Kund:innen die Kosten.

    Wir können am Ende der Analyse des Handelsblatts Newsletters nur zustimmen: „So zahlt die Allgemeinheit für eine völlig schief gelaufene Energiepolitik von Eon, BASF, Angela Merkel und Gerhard Schröder, um nunmehr einen Gasversorgergiganten wie Uniper vor der Pleite zu retten.“

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