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  • Wer bekommt die Soforthilfe im Dezember?

    Die Soforthilfe entlastet einmalig:

    • Letztverbraucher wie private Haushalte, die über Standardlastprofile (SLP) abgerechnet werden.

    • Letztverbraucher, die über eine registrierende Leistungsmessung (RLM) abgerechnet werden und deren Jahresverbrauch 1,5 Mio. kWh Gas nicht überschreitet, soweit sie das Erdgas nicht für den kommerziellen Betrieb von Strom- oder Wärmeerzeugungsanlagen nutzen.

    • Letztverbraucher, die im Gesetz ausdrücklich genannt sind.

    In Bezug auf Wärme sind dies alle Kund:innen, die mit einem Wärmeversorgungsunternehmen einen Wärmeliefervertrag abgeschlossen haben und deren Jahresverbrauch 1,5 Mio. kWh Wärme nicht überschreitet. Unabhängig vom Jahresverbrauch sind zudem Kund:innen erfasst, die die bezogene Wärme im Zusammenhang mit der Vermietung von Wohnraum an ihre Mieter:innen weitergeben sowie staatliche, staatlich anerkannte oder gemeinnützige Einrichtungen des Bildungs- Wissenschafts- und Forschungsbereichs.

    Außerdem werden Kindertagesstätten und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Leistungserbringer der Eingliederungshilfe, sowie bestimmte weitere Bildungseinrichtungen (z.B. der Kammern) in den Kreis der Einrichtungen aufgenommen, die die Soforthilfe unabhängig von ihrem Verbrauch erhalten.

  • Wie erhalte ich die Soforthilfe im Dezember?

    Du musst dafür nichts weiter tun. Die Soforthilfe erhalten Gas-Kund:innen automatisch über ihren Energieversorger.

    • Wenn du eine Einzugsermächtigung erteilt hast, setzen wir bei Polarstern die Abbuchung des Dezember-Abschlags aus.
    • Wenn du einen Dauerauftrag erteilt hast, musst du diesen für Dezember selbst ändern. Vergisst du es, dann verrechnen wir den zu viel überwiesenen Betrag mit deiner nächsten Jahresrechnung.
  • Wo ist mein Zähler? Wo steht die Zählernummer?

    Damit wir dich erfolgreich von deinem alten Energieversorger abmelden können, brauchen wir deine Zählernummer. Du findest sie auf der letzten Stromrechnung deines bisherigen Energieversorgers oder auf dem Übergabeprotokoll, das du beim Einzug bekommen hast. Wenn du die Papiere gerade nicht parat hast, kannst du deine Zählernummer direkt von deinem Zähler ablesen.

    Dein Zähler ist im Keller, in deiner Wohnung oder im Treppenhaus. In Mehrparteienhäusern gibt es einen eigenen Zählerraum. Dein Zähler ist mit deiner Wohnungsnummer oder deinem Namen gekennzeichnet und eindeutig deiner Wohneinheit zugeordnet.

    Die Zählernummer findest du dann entweder unter – oder über dem Strichcode. Bei einem analogen Zähler kannst du die Zählernummer ganz leicht vom Zählerstand unterscheiden: Der Zählerstand besteht aus aneinandergereihten Zahlenrädchen. Diese Nummer ist also NICHT die Zählernummer. Vor der Zählernummer steht meist „Eigentum“, „Eigentum der Stadtwerke xyz“, „Nr.“ oder „No“.

    Gerne kannst du uns auch ein Foto von deinem Zähler schicken, dann finden wir gemeinsam deine Zählernummer heraus.

    Wie findet man seine Zählernummer
  • Wie kann ich meinen Abschlag ändern?

    Am schnellsten kannst du deinen Abschlag – egal wo du bist und wann du es machen willst – online im Kundenportal ändern. Natürlich kannst du es auch telefonisch unter 089 309 042 914 oder per E-Mail an [email protected]. Idealerweise informierst du uns auch kurz darüber, warum der Verbrauch in Zukunft höher oder niedriger ausfallen wird, dann können wir die Verbrauchsänderung gegenüber deinem örtlichen Netzbetreiber vertreten. Und willst du deinen Abschlag um mehr als 20 % senken, dann rufe oder maile uns am besten.

  • Wie wirkt sich der Wegfall der EEG-Umlage auf meine Stromkosten aus?

    Ab 1. Juli 2022 entfällt die EEG-Umlage im Strompreis. Das bedeutet, du zahlst als Stromkund:in ab dann 3,72 Cent je Kilowattstunde weniger (4,43 Cent inkl. Umsatzsteuer). Das berücksichtigt dein Stromversorger automatisch in der Jahresabrechnung. Du musst dafür nichts weiter tun.

    Das ist Pflicht für alle Energieversorger und wird selbstverständlich genauso auch von uns umgesetzt. Eine Benachrichtigungspflicht dazu besteht nicht. Der Wegfall des EEG-Umlage ist auch keine (!) Preisanpassung, so dass hieraus kein Sonderkündigungsrecht ergibt.

    Finanziert wird die EEG-Umlage künftig übrigens dann aus den Energie- und Klimafonds (EKF).

  • Welche neuen Gas-Umlagen gibt es nun?

    Es gibt die Gasspeicherumlage (0,059 Cent/kWh netto) und die Umlage für die Beschaffung von Regelenergie (0,57 Cent/kWh für Privathaushalte, Unternehmen mit einem hohen Verbrauch zahlen etwas weniger). Am 29.9.2022 wurde beschlossen, die ursprünglich geplante die Gasbeschaffungsumlage (2,419 Cent/kWh netto) doch nicht zu erheben.

    Die Umlagen betreffen alle Verbraucher:innen mit Gasverträgen gleichermaßen, unabhängig von den tatsächlichen Lieferanten und ob sie fossiles oder erneuerbares Gas beziehen. Um die Privathaushalte zu entlasten, wurde beschlossen, bis März 2024 die Mehrwertsteuer bei Gasverträgen von 19 auf 7 % zu reduzieren.

    Unabhängig von den genannten Umlagen wird die Beschaffung von Gas immer schwieriger, weil Lieferanten wegfallen und sich alle um die verbliebenen Mengen bemühen. Das verteuert Erdgas genauso wie Biogas. Zwar federt die reduzierte Mehrwertsteuer die Gaspreiserhöhung infolge der drei neuen Umlagen für Privathaushalte ab, doch die Beschaffungskosten für Gas erreichen enorme Höhen, was den Gaspreis für Endverbraucher:innen deutlich erhöht.

    Weitere Details zu den neuen Umlagen:

    Gasbeschaffungsumlage: --- Update vom 29.9.2022: diese Umlage soll doch nicht erhoben werden --- Sie liegt netto bei 2,419 Cent je Kilowattstunde. Erhoben wird sie von der Trading Hub Europe GmbH (THE), basierend auf einer Verordnung der Bundesregierung, s. §26 Energiesicherungsgesetz. Über die Energieversorger wird die Umlage an die Endverbraucher:innen weitergereicht. Mit der Gasbeschaffungsumlage werden die unmittelbar betroffenen Gasimporteure unterstützt, die aufgrund des Ausfalls von russischen Gasmengen teure Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung haben. Ziel der Umlage ist es, Insolvenzen und damit schwerwiegende Folgen für die gesamte Gasversorgung in Deutschland zu vermeiden. Die Gasbeschaffungsumlage gilt ab dem 1. Oktober 2022 und wird nach aktuellem Stand bis zum 1. April 2024 erhoben.

    Gasspeicherumlage: Hierfür fallen netto 0,059 Cent je Kilowattstunde an. Sie beruht auf dem novellierten Energiewirtschaftsgesetz, durch das die Gasspeicheranlagen gewisse Füllstandsvorgaben erreichen müssen. Auch diese Gasspeicherumlage wird über die Trading Hub Europe GmbH (THE) erhoben und gilt ab 1. Oktober 2022. Sie wird grundsätzlich alle sechs Monate definiert, ausgenommen sind die erste und die letzte Umlageperiode für die eine dreimonatige Gültigkeit angesetzt ist. Die letzte Umlageperiode beginnt am 1.1.2025.

    Umlage für die Beschaffung von Regelenergie: Sie wird bei der THE als Bilanzierungsumlage geführt. Es ist eine Umlage, mit der die Kosten gedeckt werden, wenn Regel- und Ausgleichsenergie nötig ist, um die Gasversorgung stabil zu halten. Diese Umlage gab es schon länger, sie lag aber bei 0 Euro und wird nun zum 1. Oktober 2022 für Privathaushalte 0,57 Cent je Kilowattstunde betragen; Unternehmen mit einem hohen Verbrauch zahlen 0,39 Cent je Kilowattstunde.

    Hinweis für alle Polarstern-Kund:innen: Wir erheben alle geltenden Umlagen, Abgaben und Steuern gemäß unserer AGBs. Entfällt eine Umlage wird sie selbstverständlich auch von uns nicht eingezogen.

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