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Das Wichtigste in Kürze.

  • Solaranlagen auf dem Dach rechnen sich meist ab einem jährlichen Strombedarf von mind. 3.000 kWh.
  • Lokal erzeugten Solarstrom besser zuhause nutzen statt ins Netz einspeisen. Stichwort: hoher Eigenverbrauch.
  • Die EEG-Einspeisevergütung gibt es noch bis 2027.
  • Nutze Steuervorteile wie die Befreiung von der Mehrwertsteuer beim Kauf einer Solaranlage sowie weitere Einkommensteuer-Vorteile.
  • Vielerorts gibt es auch Solar-Förderprogramme.

Wer ein Eigenheim besitzt, wird sich früher oder später mit der Frage beschäftigen, ob eine Solaranlage und vielleicht noch ein Stromspeicher sinnvoll sind. Wenn man schon ein eigenes Dach überm Kopf hat, bietet es sich einfach an, Strom selbst zu erzeugen und unabhängiger zu werden. Mit einer PV-Anlage kann eine Familie im Schnitt rund 30 % ihres Strombedarfs selbst erzeugen. Ein Speicher kann diesen Autarkiegrad schnell verdoppeln. Die Kosten für selbst erzeugten Strom liegen pro Kilowattstunde aktuell bei einem Drittel oder eher sogar einem Viertel der Stromkosten aus dem öffentlichen Netz. Da fällt die Entscheidung für eine PV-Anlage recht leicht. Aber ab wann lohnen sich die Investitionen? Wir haben nachgerechnet.

Hinweis. Wir arbeiten hier mit Durchschnittswerten. Wenn du mit dem Gedanken an eine PV-Anlage und vielleicht noch an einen Speicher spielst, solltest du die Rentabilität mit den konkreten Werten zu deinem Eigenheim einmal nachrechnen.

So berechnest du die Wirtschaftlichkeit deiner PV-Anlage.

Dazu gilt es, die Einnahmen und Einsparungen den Kosten gegenüberzustellen. Du kannst die Wirtschaftlichkeit aus zwei Perspektiven anschauen:

Faustformel: Ist eigener Solarstrom für mich günstiger als reiner Netzbezug?

Um das herauszufinden, nimmst du eine einfache Faustformel:

Investition in die Anlage + deine Stromkosten für die Reststromversorgung - deine Einnahmen aus der EEG-Einspeisevergütung.

Das Ergebnis vergleichst du mit dem Betrag, den du nur für Strom aus dem öffentlichen Netz beziehst:

Dein Jahresstrombedarf * 0,37 Euro/kWh*.

Wichtig: Die Investitionen in die Anlagentechnik rechnen sich immer erst nach mehreren Jahren. Siehe dazu weiter unten im Artikel die Frage "Ab wann rechnet sich eine Solaranlage mit Speicher".

* Wir setzen hier gemäß BDEW-Analyse im April 2026 einen Preis von 37 Cent pro Kilowattstunde an.

Genauere Berechnung der Rendite deiner PV-Anlage.

Um zu beantworten, wie profitabel eine Solaranlage ist, hilft die Return-on-Investment-Formel (ROI) über die gesamte Lebensdauer. Die Anlage ist wirtschaftlich, wenn der ROI > 0 liegt.

  • ROI = ((Einsparungen + Einspeisevergütung − Investitionskosten) / Investitionskosten) × 100

Einsparungen umfassen den Wert des selbst verbrauchten Stroms. Die Einspeisevergütung ergibt sich aus dem ins Netz eingespeisten Strom. Die Investitionskosten sind die Gesamtkosten für die Anschaffung, Installation und den laufenden Betrieb der Anlage.

Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage berechnen mit Renditerechner.

Ab wann sich eine Solaranlage lohnt, hängt von vielen Faktoren ab, die einander auch beeinflussen. Ergänzt man die Anlagentechnik um einen Batteriespeicher, steigen die Anschaffungskosten und damit oft aber nicht immer die Amortisationszeit. Im Schnitt kannst du davon ausgehen, dass sich eine Solaranlage nach rund 8 bis 12 Jahren amortisiert, mit Speicher sind es meist ein paar Jahre mehr. Mehr zur Wirtschaftlichkeit und wann sich die Kombination PV-Anlage und Speicher lohnt, liest du unten im Artikel.

Tipp: Mit dem Renditerechner der Stiftung Warentest kannst du dir den möglichen PV-Ertrag und die Wirtschaftlichkeit deiner Anlage berechnen. Der Rechner ermittelt spezifisch für deine Situation Kosten, Rendite und die Amortisationsdauer deiner Anschaffung.

    Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus?

    Die häufigste Konfiguration für Einfamilienhäuser – eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher – kostet etwa 12.100 Euro (Quelle: priwatt.de). Allerdings gibt es große Schwankungen bei den Preisen, d.h. es kann auch mal deutlich mehr sein.

    Typischerweise sinken die Kosten pro kWp mit zunehmender Anlagengröße. Während eine kleine 5-kWp-Anlage mit Speicher etwa 1.620 € pro kWp kostet, liegt der Preis pro kWp bei einer 10-kWp-Anlage bei rund 1.210 € und bei einer 15-kWp-Anlage zwischen 1.470 und 2.310 €, abhängig von der gewählten Qualitätsstufe der Komponenten.

    Wichtig zu wissen: Bei der Anschaffung kannst du oft auch Solar-Förderungen erhalten und es entfällt seit 2023 bei Kauf, Lieferung und der Installation die Mehrwertsteuer für viele Solaranlagen.

Diese Faktoren beeinflussen Kosten und Wirtschaftlichkeit.

Die wichtigsten Größen für deine Wirtschaftlichkeitsberechnung – neben den Investitonskosten – sind die 1. Autarkie, der 2. Eigenverbrauch und die 3. EEG-Einspeisevergütung.

Hinzu kommen staatliche "Bonbons" wie der Wegfall der Mehrwertsteuer bei der Neuanschaffung einer PV-Anlage (gilt auch für Balkonkraftwerke). Genauso ist der sogenannte Nullsteuersatz attraktiv. Er macht PV-Anlagen potenziell nochmal günstiger und verkürzt die Amortisationsdauer.

Deine Autarkie.

Sie beschreibt deine Unabhängigkeit vom Stromnetz, also den Anteil am gesamten Strombedarf, den du aus eigener Erzeugung deckst.

Angenommen du bist zu 69 % unabhängig vom Netz und hast einen jährlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh, dann beziehst du nur noch 1.240 kWh aus dem öffentlichen Stromnetz. Bei einem Preis für eine Kilowattstunde Netzstrom zu rund 37 Cent zahlst du also etwa 459 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Wärst du zu 55 % Prozent autark, bräuchtest du beim gleichen Jahresstrombedarf von 4.000 kWh noch 1.800 kWh aus dem Netz und würdest dafür 666 Euro im Jahr bezahlen. Das ist in diesem Beispiel ein Kostenvorteil durch die höhere Autarkie von jährlich rund 207 Euro.

Berechnung:

Jahresstrombedarf * (100 % - Autarkiegrad in %) = Reststrombedarf

Jährliche Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz: Reststrombedarf * Preis pro Kilowattstunde

Rechne am besten auf der Seite der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin aus, welche Leistung deine Solaranlage und dein Stromspeicher haben müssen, um eine hohe Autarkie zu erreichen.

Deine EEG-Vergütung.

Für selbst produzierten Ökostrom, den du mit deiner PV-Anlage ins Stromnetz einspeist, bekommst du Geld. 20 Jahre lang. Allerdings sinkt diese sogenannte EEG-Einspeisevergütung kontinuierlich. Bekamst du vor 15 Jahren etwa 57 Cent pro eingespeister Kilowattstunde, sind es aktuell 7,78 Cent/kWh (Stand PV-Inbetriebnahme zwischen 1.2. und 31.7.2026).

    Wichtig: EEG-Novelle sieht Abschaffung der Einspeisevergütung ab 2027 vor.

    Die geplante EEG-Novelle sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue kleine Photovoltaikanlagen (unter 25 kWp) zum 1. Januar 2027 vollständig abzuschaffen. Stattdessen ist eine Pflicht zur Direktvermarktung vorgesehen. PV-Anlagen, die vor 2027 installiert wurden, genießen Bestandsschutz.

    Wichtig: Die entsprechende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wird aktuell diskutiert, beschlossen ist sie aber noch nicht - Stand Anfang Mai 2026.

Diese Einspeisevergütung gilt nur für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 10 kWp. Bei größeren Anlagen bis einschließlich 100 kWp sinkt die Vergütung bei Teileinspeisung, wie die Tabelle zeigt.

Tabelle: Einspeisevergütung für PV-Anlagen 2026 und 2027.

ZeitraumAnlagengrößeVergütung bei Teileinspeisung
1. Februar bis 31. Juli 2026bis 10 kWp7,78 ct/kWh
bis 40 kWp6,74 ct/kWh
bis 100 kWp5,50 ct/kWh
1. August bis 31. Januar 2027bis 10 kWp7,71 ct/kWh
bis 40 kWp6,67 ct/kWh
bis 100 kWp5,45 ct/kWh

Quelle: Kalkulation auf Basis des EEG, energie-experten.org, Stand: Mai 2026.

Dein Eigenverbrauch.

Der Eigenverbrauch ist der Anteil deines selbst erzeugten Stromes, den du direkt nutzt und nicht ins Netz einspeist. Je höher dein Eigenverbrauch ist, desto rentabler ist deine PV-Anlage.

Gut zu wissen: In der Regel sollte ein Haushalt jährlich mindestens einen Strombedarf von rund 3.000 kWh haben, damit sich eine Photovoltaikanlage zur Eigenversorgung lohnt. Dahinter steckt die Grundregel, dass der erzeugte Solarstrom am besten auch selbst genutzt wird. Und je höher dein Strombedarf zuhause eben ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du den selbst erzeugten Strom auch nutzen kannst.

Nach jetzigem Stand kostet eine selbst erzeugte und genutzte Kilowattstunde, wenn man die Kosten für Anschaffung und Betrieb berücksichtigt, 6 bis 14 Cent (Quelle: Fraunhofer ISE); eine Kilowattstunde aus dem öffentlichen Netz dagegen im Schnitt 37 Cent (Quelle: BDEW, Stand: April 2026).

Übersicht der Stromgestehungskosten verschiedener PV-Anlagen:

  • PV-Dachanlagen (gewerblich/groß): 7,5 bis 10,4 ct/kWh
  • PV-Dachanlagen (privat): 6 bis 14 ct/kWh

Kurzum: Du sparst also deutlich mehr, wenn du eine selbst erzeugte Kilowattstunde nutzt, statt sie ins Netz einzuspeisen.

Rechenbeispiele zu Autarkie und Eigenverbrauch.

Wann sich eine Solaranlage im Eigenheim lohnt, kannst du mithilfe des Rechners der HTW Berlin herausfinden. Der spuckt dir je nach Jahresstrombedarf die prognostizierten Werte für Autarkiegrad und Eigenverbrauch aus. Die folgenden Rechenbeispiele zeigen einen unterschiedlichen Jahresstromverbrauch pro Haushalt und die Autarkiegrade sowie den Eigenverbrauch mit einer Solaranlage plus Speicher. Wir haben dabei diese Jahresverbräuche im Rechner der HTW Berlin zugrundegelegt:

  • Bild 1: 3.000 kWh, was etwa dem durchschnittlichen Verbrauch eines 2-Personen-Haushalts entspricht
  • Bild 2: 5.000 kWh, d.h. etwa der durchschnittliche Verbrauch eines 5-Personen-Haushalts oder eines 2-Personen-Haushalts mit Wärmepumpe
  • Bild 3: 9.000 kWh, d.h. etwa der durchschnittliche Verbrauch eines 4 bis 5-Personen-Haushalts mit Wärmepumpe

Lohnt sich Photovoltaik im 2-Personen-Haushalt und auf Nordseite?

    Ist eine PV-Anlage im 2-Personen-Haushalt sinnvoll?

    Das hängt vor allem vom Jahresstromverbrauch ab. Liegt er unter 3.000 Kilowattstunden, ist eine PV-Dachanlage häufig wenig wirtschaftlich. Wie gesagt, sollte der erzeugte PV-Strom am besten auch von dir genutzt werden und das ist bei einem kleinen Strombedarf eben schwer.

    Alternativ kann eine Mini-PV-Anlage bzw. ein Balkonkraftwerk sinnvoll sein. Hier sind die Anschaffungskosten viel geringer. Eine Mini-PV-Anlage kann bei kleinen Haushalten durchaus den Großteil des Grundlastbedarfs decken – sofern die Sonne scheint. Und das Praktische ist, die PV-Module können am Balkon genauso wie auf einem Carport-Dach etc. montiert werden.

    Kann sich eine Solaranlage auf der Nordseite lohnen?

    Eine Photovoltaikanlage auf der Nordseite eines Hauses erzeugt rund 30 bis 40 % weniger Solarstrom als unter optimalen Bedingungen. Manchmal kann sie sich dennoch rechnen. Wichtig bei einer PV-Anlage auf der Nordseite ist die Dachneigung. Denn je flacher das Dach ist, desto mehr Ertrag erwirtschaftest du auf der Nordseite, weil die Verschattung durch das Dach geringer ausfällt.

    Während bei einer Dachneigung um 35° nur ungefähr 60 % der Stromerträge im Vergleich zu einer Südausrichtung realisiert werden können, steigt dieser Wert bei einer Neigung von 20° auf bis zu 70 % (Quelle: Grünes Haus). Im Winter senkt bei sehr flacher Dachneigung auch Schnee die Solarstromerzeugung.

    Ein Pro-Argument für eine Solaranlage auf der Nordseite: Bei diffusem Licht, also etwa an bewölkten Tagen, liefern Nordanlagen nahezu den gleichen PV-Ertrag wie Südanlagen. Das liegt nicht zuletzt an immer moderneren, leistungsfähigeren Solarmodulen und dem technischen Fortschritt in der Herstellung.

    Fazit: Wenn dein Dach also sehr flach (unter 30°) ist und du den PV-Strom direkt selbst verbrauchst, kann sich eine PV-Anlage auch auf einer Nordseite rechnen.

    Lohnt sich eine Photovoltaikanlage im Alter?

    Im Alter fragt man sich schnell zweimal, ob eine große Investition “noch Sinn” macht. Eine Solaranlage amortisiert sich wie gesagt oft innerhalb von 8 bis 12 Jahren und kann sich so auch für Haushalte mit älteren Bewohnern lohnen, zumal sie auch den Wert der Immobilie steigert. Allerdings sollte natürlich nicht nach der Installation eine Dachmodernisierung anstehen - eh klar.

Strom selbst nutzen oder einspeisen: Lohnt sich PV-Anlage ohne Förderung und EEG-Vergütung?

Ja, eine Photovoltaikanlage lohnt sich in den meisten Fällen auch ohne eine staatliche Förderung, primär aufgrund eines hohen Eigenverbrauchs. Die mögliche Abschaffung der Einspeisevergütung ab 2027 verunsichert Haushalte. Doch auch danach kann sich eine PV-Anlage rechnen. Wie du das herausfindest, haben wir dir oben bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung beschrieben.

Eine Analyse der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen von März 2026 kommt zum Ergebnis:

  • Wirtschaftlichkeit sinkt: Ohne EEG-Einspeisevergütung verlängert sich die Amortisationszeit. Bei einer 10‑kWp-Anlage ohne Speicher kann sich die Zeit bis zur Kostendeckung laut Studie auf mehr als das Doppelte erhöhen, von 11,4 auf 30 Jahre.
  • Eine Frage der Größe: Kleine 5‑kWp-Anlagen amortisieren sich durch den hohen Eigenverbrauch schneller. Größere Photovoltaikanlagen rutschen ohne EEG-Vergütung schnell in den Bereich der Unwirtschaftlichkeit. Es ist hier also einmal wichtiger, den erzeugten Strom auch selbst zu nutzen (= hoher Eigenverbrauch). Eine Überdimensionierung ist unwirtschaftlich.
  • Speicher als Chance: Ein Batteriespeicher, so die weitere Analyse, kann die Amortisationszeit einer Anlage verbessern, weil mehr Strom selbst genutzt wird.

Volleinspeisung mit Photovoltaik? Eher nein.

Typischerweise nutzen private Haushalte einen Teil des Solarstrom selbst und speisen überschüssigen Strom ins Stromnetz (= Teileinspeisung). Theoretisch gibt es auch die Option der Volleinspeisung. Dabei erhält der Anlagen-Betreiber eine höhere Einspeisevergütung als bei der Überschuss- oder Teileinspeisung. Den eigenen Stromverbrauch deckt man dann aber weiterhin zu 100 % über den Stromversorger – zu den üblichen Marktpreisen.

Keine Einspeisevergütung bei negativen Strompreisen.

In Stunden mit negativen Börsenstrompreisen – also bei starker Solarstromerzeugung und zu viel PV-Strom im Netz – gibt es seit 2025 keine Einspeisevergütung mehr. Das gilt für neue Anlagen seit Februar 2025. Der Grund dafür sind die Regelungen des 2025 in Kraft getretenen Solarspitzengesetzes.

Unser Rat: Eine Volleinspeisung ist für Privathaushalte wenig attraktiv. Wirtschaftlich besser ist es, dass du deinen Solarstrom selbst nutzt und auch überschüssigen PV-Strom intelligent im Haushalt verteilst, etwa für Großverbraucher wie ein E-Auto oder die Waschmaschine. Wer einen Speicher hat, kann überschüssigen Strom gut bunkern und ihn zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.

Die Speicherfrage: Solaranlage mit Speicher kombinieren und Autarkie steigern.

Ein Stromspeicher steigert den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms. Unter Umständen verlängert sich die Amortisationsdauer. Das hängt vor allem mit den höheren Anschaffungskosten zusammen.

Der Grund, warum es sich trotzdem oft lohnt: Mit einem Speicher steigerst du deine Autarkie vom Stromnetz. Je nach Ausstattung im Haushalt (Wärmepumpe, E-Auto, Speicher) sind laut Studie der HTW Berlin Autarkiegrade von bis zu 73 % möglich (siehe Grafik).

Im Allgemeinen lohnt sich ein Speicher als Ergänzung zur PV-Anlage vor allem dann bzw. umso schneller, wenn dein Strombedarf am Abend bzw. in der Nacht hoch ist, die Differenz zwischen den Kosten für den eigenen Solarstrom und dem Netzstrom hoch ist und natürlich kommt es auf die richtige Größe von PV-Anlage und Speicher an, sprich eine überdimensionierte Anlagentechnik ist zu vermeiden.

PV-Anlage plus Speicher: Mit einem Batteriespeicher erhöhst du deine Autarkie vom Stromnetz deutlich.

Beantwortet am Beispiel einer vierköpfigen Familie lässt sich sagen:

  • Ohne PV-Anlage zahlt eine Familie für ihren Jahresstrombedarf von 4.000 kWh bei einem Kilowattstundenpreis von ca. 37 Cent etwa 1.480 Euro.
  • Mit einer PV-Anlage und einem Stromspeicher bei einer Autarkie von 69 % braucht sie nur noch 1.240 Kilowattstunden aus dem Netz. Dafür zahlt sie rund 459 Euro.

Weil es Tage und Stunden gibt, an denen sie den ganzen erzeugten Solarstrom gar nicht nutzen oder speichern kann, wird sie immer auch Solarstrom ins Stromnetz einspeisen. Dafür bekommt sie die besagte Einspeisevergütung.

Gehen wir zurück zu unserem Rechenbeispiel: Die Familie braucht 4.000 Kilowattstunden Strom im Jahr, die PV-Anlage produziert 9.000 kWh Strom im Jahr. Bei einem Autarkiegrad von 69 % speist sie also 6.240 erzeugte Kilowattstunden ins Stromnetz ein. Dafür bekommt sie mit der Einspeisevergütung in Höhe von 7,71 Cent je kWh pro Jahr Einnahmen in Höhe von 481,10 Euro.

Zusätzliche “Speicher” durch Wärmepumpe und Elektroauto.

Wärmepumpen und Elektroautos können durch ihren Wärmespeicher bzw. Batterie zeitversetzt zum Strombedarf Energie aufnehmen. Anders gesagt: Sie können so Strom speichern. Das unterstützt den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms und damit die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage. Gleichzeitig ist es attraktiver, den günstigen Solarstrom beim Heizen oder beim Laden des E-Autos Geld zu nutzen und so auch hier Stromkosten verglichen zum Netzstrombezug zu sparen.

So ergänzen sich PV & Wärmepumpe

Amortisation: Ab wann rechnet sich eine Solaranlage mit Speicher?

Die aktuelle Diskussion um die Abschaffung der Einspeisevergütung und Förderungen für private PV-Anlagen verunsichert viele Eigentümerinnen und Eigentümer. Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Eigenheim noch?

Dazu noch einmal zu unserem vereinfachten Rechenbeispiel:

  • Stromkosten ohne PV-Anlage: Die jährlichen Netzstromkosten liegen bei einem Haushalt mit 4.000 kWh/Jahr und Stromkosten von 37 Cent/kWh bei 1.480 Euro.
  • Mit PV-Anlage und Speicher: Bei einer Autarkie von 69 % zahlt dieser Haushalt im Jahr nur noch rund 459 Euro für seinen Reststrom und bekommt durch die Einspeisevergütung rund 481 Euro (bei 9.000 kWh Solarstromerzeugung).
  • Die Differenz zwischen den beiden Fällen liegt also bei 1.502 Euro im Jahr. Nun kann man schauen, in wie vielen Jahren sich die Anlagentechnik amortisiert. Bei 18.000 Euro für Solaranlage und Speicher würde es in dem Fallbeispiel rund 12 Jahre dauern.

Tatsächlich spülst du oft dein Geld sogar viel früher rein.

Denn dies ist ein vereinfachtes Fallbeispiel, weil u.a. steigende Netzstromkosten, genauso wie sinkende Erträge bei PV-Anlagen über 10 Jahren etc. nicht berücksichtigt wurden. Die Strompreise aus dem Netz etwa sind bisher um jährlich etwa 3 % gestiegen. Auch unter Berücksichtigung von großen Stromverbrauchern wie E-Auto oder Wärmepumpe kann sich die eigene Stromversorgung schon nach deutlich weniger Jahren rentieren. Etwa wenn du überschüssigen PV-Strom zum Laden des E-Autos nutzt.

So kann deine eigene Stromversorgung aussehen.

Jetzt kann man zu diesem Video sagen: Werbung halt. Aber die Realität zeigt: Solarenergie boomt.

Dein Einstieg in die Unabhängigkeit vom Stromnetz.

Es ist immer schwierig, sich vorzustellen, was in 10, 20 Jahren ist. Einfacher ist es zurückzublicken, wie schnell die Zeit vergangen und wie sowieso alles beim Alten geblieben ist. Zum Glück. So gesehen, lohnt es sich einfach, die dezentrale Energiewende aktiv mitzugestalten und loszulegen.

Und für den restlichen Strombedarf – falls du mal nicht ausreichend Strom erzeugst – gibt es Ökostrom von Polarstern. Abhängig davon, welche großen Stromverbraucher du daheim hast wie Wärmepumpe und Elektroauto und welche Zähler, sind verschiedene Stromtarife oder auch spezielle Lösungen wie eine Kaskadenmessung spannend. Wer keine große Stromverbraucher zuhause hat und keinen Speicher, für den kann auch unser Tarif Wirklich Eigenstrom spannend sein.

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Portrait von Michael.

Michael. | Team Wirklich

E‑Mail:  michael@polarstern-energie.de

Michael ist ein alter Hase im Marketing-Team und schon seit 2012 dabei. Als Online-Redakteur stammen viele Texte auf unserer Seite und im Polarstern Magazin aus seiner unverwechselbaren Feder.