Beim Umzug hat man die Chance, gründlich aufzuräumen, Unterlagen zu sortieren und dabei Verträge zu kündigen, die nicht mehr zum eigenen Leben passen. Ein Umzug ist deshalb auch ein guter Anlass, den Stromanbieter zu wechseln.

von Nora

 

1. Strom an der alten Adresse kündigen.

Du ziehst in eine neue Wohnung? Dann solltest du deinem Energieversorger rechtzeitig vor dem Umzug kündigen. Die Kündigungsfrist steht in deinem Stromvertrag. Bei manchen Anbietern beträgt sie ein paar Monate, bei anderen kannst du jederzeit kündigen. Beachte auch, dass nicht alle Anbieter ein Sonderkündigungsrecht beim Umzug anbieten. Wie du die Kündigung schreibst – als Vordruck, getippt oder handschriftlich – ist egal. Hauptsache du unterschreibst den Brief.

Diese Infos müssen in deine Kündigung rein:

• Betreff: Kündigung des Stromvertrags.

• Name und Kundennummer.

• Alte und neue Adresse bzw. Kontaktmöglichkeit.

• Zählernummer.

• Datum der Übergabe.

• Um Kündigungsbestätigung bitten.

• Datum, Ort, Unterschrift.

Wenn sich dein Vormieter bei seinem Stromanbieter korrekt abgemeldet hat, kannst du dich zum Einzug ganz einfach online bei einem Anbieter deiner Wahl anmelden.

Hier meldest du dich an :)

 

Zählernummer finden, Zählerstand ablesen und übermitteln.  

Für den Wechsel zu einem Stromanbieter brauchst du immer die Zählernummer. Du findest sie direkt auf dem Stromzähler, auf deiner Stromrechnung und auf dem Übergabeprotokoll der Wohnung, das du zum Einzug bekommen hast. Der Stromzähler wird bei deinem Auszug nicht automatisch abgelesen, das solltest du selbst machen. Teile deinem Stromanbieter den Zählerstand per E-Mail mit oder schicke ihm ein Foto vom Zähler, auf dem der Zählerstand gut sichtbar ist. Den Zählerstand trägst du ins Übergabeprotokoll für den Nachmieter ein. Kurz nach deinem Umzug schickt dir dein Anbieter dann eine Abschlussrechnung. 

 

Stromvertrag auf andere Person übertragen. 

Möchtest du deinen Stromvertrag auf den Nachmieter oder einen Mitbewohner übertragen? Bei Polarstern ist das zum Beispiel total einfach. Du loggst dich im Kundenbereich ein, rufst deinen Vertrag auf und trägst den neuen Vertragshalter ein. Sobald die Vertragsübertragung vom Nachfolger bestätigt ist, wird alles Weitere in die Wege geleitet. Zum Termin der Übergabe müsst ihr dann auch noch mal den Zählerstand ablesen, damit ihr die Verbräuche gut trennen könnt.

 

2. Strom ummelden beim Umzug.

Bei vielen Stromanbietern kannst du deinen Stromvertrag bei einem Umzug einfach in die neue Wohnung mitnehmen. Das Prozedere ist nicht so viel anders als bei einer Kündigung. Auch in diesem Falle wird der bisherige Zähler beim bisherigen Stromversorger abgemeldet. Dazu braucht dein Anbieter die gleichen Infos wie in der Kündigungsvorlage unter Punkt 1, also:  

• Name

• Alte und neue Adresse

• Übergabedatum alte und neue Wohnung

• Zählernummer und Zählerstände bei Ein- und Auszug.

Bei Polarstern ist die Ummeldung supereinfach. Du loggst dich mit deinem Account im Kundenportal ein, öffnest deinen Vertrag oder deine Verträhe und klickst auf "Ich ziehe um". Dort trägst du deine neue Adresse ein, sowie Einzugs- und Auszugstermin. Das war's auch schon. 

Artikel: So nimmst du deinen Stromvertrag in die neue Wohnung

 

3. Nach Einzug: Strom rückwirkend anmelden.

Du kannst dich bis zu 5 Wochen nach dem Einzugstermin von neuen Stromanbieter rückwirkend beliefern lassen und deinen Vertrag entsprechend anpassen. Der Zweck: Angenommen du hast es in dieser Zeit nicht geschafft, Ökostrom zu bestellen, kannst du mit der rückwirkenden Belieferung dafür sorgen, dass du keinen Kohlestrom genutzt hast. Danach geht Wechseln natürlich auch – nur eben nicht mehr rückwirkend. Der Stromwechsel dauert nur 5 Minuten und ist besonders einfach, weil der neue Anbieter die Wechselformalitäten für dich erledigt. 

Wechselformular ansehen

 

4. Wechseln: Stromanbieter für die neue Wohnung finden.

Du willst nach dem Einzug möglichst schnell den Stromanbieter wechseln? Du kannst dich schon vor dem Umzug darum kümmern. Achte auf beim neuen Stromtarif auf:

• kurze Kündigungsfristen

• faire Preise 

• Ökostrom ohne CO2-Emissionen

• Unabhängigkeit des Ökostromanbieters. 

>>> Deshalb ist Unabhängigkeit so wichtig. 

 

Vorsicht vor Wechselprämien.

Lass dich nicht von Wechselprämien blenden, wenn du einen neuen Stromanbieter suchst. Oft macht ein Bonus den Tarif anfangs rechnerisch günstig und nach 12 Monaten steht eine deftige Preiserhöhung an. Anlass zur Skepsis bieten auch billige Kampfpreise und hohe Prämien, die nicht sofort ausbezahlt werden. Ausschlusskriterien sind Vorauszahlungen, Mindestabnahmen und lange Vertragslaufzeiten. Mit einer Kündigungsfrist von rund zwei Wochen ohne Mindestvertragslaufzeit bleibst du hingegen flexibel. Solche Anbieter müssen ihre Kunden dauerhaft überzeugen und bieten deshalb meist einen guten Service, faire Preise und transparente Bedingungen. Davon profitierst du langfristig mehr, als von einer Wechselprämie. Probiere doch einfach mal den Kundenservice eines Anbieters aus – oder lies dir die Kundenbewertungen im Internet durch. 

>>> Mehr über Wechselprämien. 

 

5. Nach dem Umzug zu Ökostrom wechseln.

Nutze deinen Umzug, um endlich nachhaltigen Ökostrom zu beziehen. Damit förderst du den Ausbau der erneuerbaren Energien und unternimmst aktiv etwas gegen den Klimawandel. Ökostrom ist meist nicht teurer als konventioneller Strom, oft sogar günstiger. Entscheidend ist, dass du einen unabhängigen Ökostromanbieter wählst. Dieses sind nicht mit Atom- oder Kohlekonzernen verflochten und fördern die Energiewende etwas mehr. Bei Polarstern zum Beispiel gehen mit jeder Kilowattstunde, die du verbrauchst, 1 Cent in den Ausbau von Ökostromerzeugungsanlagen. Über die EEG-Umlage hinaus. Außerdem ermöglicht jeder Wechsel einer Familie in Kambodscha den Bau einer eigenen Biogasanlage. So wird der Klimaschutz zu einer weltweiten Sache. Tipp: Wenn du in deiner neuen Wohnung einen Gasanschluss hast, dann wechsle gleich noch zu Ökogas. Bei der Wärme wird im Haushalt die meiste Energie verbraucht. 

Was du mit Polarstern bewirkst. Weltweit.

 

6. Stromverbrauch nach Umzug richtig schätzen.

Deinen Stromverbrauch kannst du anhand der Personenzahl im Haushalt schätzen. Ein 1-Person-Haushalt verbraucht jährlich rund 1.300 kWh, zwei Personen verbrauchen etwa 2.400 kWh, drei Personen ca. 3.000 kWh und vier Personen um die 3.500 kWh. Die größten Anteile am Stromverbrauch haben übrigens meistens die Informations-und Unterhaltungselektronik, Kühl-und Gefriergeräte sowie Herd und Ofen. 

 

Abschlag anpassen. 

Wenn du dir nicht sicher bist, ob zu viel verbrauchst, kannst du schon rund drei Monate nach deinem Umzug noch mal einen Zählerstand an deinen Stromanbieter übermitteln. Bei Bedarf kann er deinen monatlichen Preis an deinen tatsächlichen Verbrauch anpassen. Dadurch vermeidest du Nachzahlungen und Rückzahlungen. Ansonsten kannst du auch selbst einschätzen, ob du zu viel verbrauchst – und ganz einfach seinen Stromverbrauch senken. 

>>> Finde heraus, ob dein Stromverbrauch zu hoch ist.

>>> Senk deinen Stromverbrauch.

 

7. Warum deine Stromversorgung beim Umzug sicher ist. 

Auch wenn du dich vor deinem Umzug nicht um einen Stromanbieterwechsel gekümmert hast, ist in der neuen Wohnung selbstverständlich Strom da. Man nennt dies Grundversorgung. Der Anbieter, der diese leistet, wird Grundversorger genannt. Das ist immer jeder Stromanbieter, der in einer Region die meisten Haushalte mit Strom versorgt. 

 

Nachteile der Grundversorgung. 

Der Nachteil der Grundversorgung ist, dass es kein sauberer Strom ist. Sondern ein Mix aus Kohle und anderen Quellen. Außerdem gehört die Grundversorgung zu den teuersten Stromtarifen. Deshalb lieber:

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Stromanbieter und Gasanbieter wechseln beim Umzug: die wichtigsten Fragen und Antworten.

 

In diesem Abschnitt:

• Wie wechsle ich rückwirkend nach dem Umzug?

• Habe ich sofort Strom und Gas nach dem Einzug?

• Ist meine Stromversorgung beim Umzug sicher?

• Wie schätze ich den Verbrauch von Strom und Gas in der neuen Wohnung ein?

• Wie korrigiere ich die Abschläge?

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Strom anmelden: Wie wechsle ich rückwirkend nach dem Umzug?

Wechseln kannst du in der neuen Wohnung natürlich immer. Ein Stromanbieter kann dich auch 5 Wochen rückwirkend zum Einzugstermin beliefern. Der neue Energieversorger übernimmt dann nachträglich die Belieferung zu seinen Konditionen. 

 

Habe ich sofort Strom und Gas nach dem Einzug?

Ja, hast du. Du bist automatisch in der Grundversorgung. Etwa drei Viertel aller Haushalte bleiben auch beim Grundversorger. Aus Bequemlichkeit. Der Grundversorger ist immer jenes Unternehmen, das in einer Region die meisten Haushalte mit Strom und Gas versorgt. Bei ihm ist automatisch jeder Kunde, der nicht aktiv zu einem anderen Anbieter gewechselt ist. In der Grundversorgung gibt es keine Mindestvertragslaufzeit und du kannst jederzeit kündigen. Das lohnt sich nicht nur aus ökologischen Gesichtspunkten – die Grundversorgung ist immer Graustrom, also ein Mix aus allem. Es lohnt sich auch preislich. Denn der Standard-Stromtarif beim Grundversorger ist sehr teuer. 

 

Ist meine Stromversorgung beim Umzug sicher?

Deine Strom- und Gasversorgung ist immer gesichert und nie unterbrochen. Weder beim Umzug, noch beim Gas- und Stromwechsel: das ist gesetzlich so geregelt. Nach dem Umzug hast du automatisch Strom vom Grundversorger. Falls du sechs Wochen nach dem Einzug keinen neuen Anbieter ausgesucht hast, übernimmt weiterhin der örtliche Grundversorger deine Stromversorgung.

 

Stromverbrauch und Gasverbrauch richtig schätzen.

Wenn du den Gas- oder Stromanbieter wechselst, musst du deinen Verbrauch nicht auf die Kilowattstunde genau wissen. Du kannst schätzen: den Gasverbrauch anhand der Größe der neuen Wohnung und den Stromverbrauch anhand der Personen im Haushalt. Die Schätzwerte findest du in unserem Tarifrechner. 

Jetzt zum Tarifrechner

 

Nach dem Umzug: Zähler ablesen und Abschläge anpassen.

Du bezahlst monatlich Abschläge für Strom und Gas. Bei der Jahresabrechnung wird dann der tatsächliche Verbrauch gegengerechnet. Die Abschläge können nach dem Umzug viel höher oder niedriger ausfallen als bisher. Warum? Ein Stromfresser ist zum Beispiel das Erhitzen von Warmwasser mit Strom statt Gas. Und der Stromverbrauch ist abhängig von der Personenzahl und der Effizienz der genutzten Geräte (Waschmaschine etc.). Den Gasverbrauch treibt eine höhere Grundfläche in die Höhe, das Alter des Gebäudes (Qualität für Dämmung) und natürlich, wie oft und wie stark geheizt wird. Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit für abweichende Abschläge nach dem Umzug: der Energieanbieter schätzt die Abschläge für eine Wohneinheit zunächst auf der Basis ihres bisherigen Verbrauchs, wie sie vom Netzbetreiber gemeldet werden. 

 

Gleiche Wohnung, unterschiedliche Verbräuche.

Angenommen, du ziehst in eine WG. Jeder Mitbewohner ist viel zuhause, ihr habt es gerne warm. Meist sind außerdem noch Partner und Freunde da. Davor wohnte in derselben Wohnung aber eine berufstätige Wochenendpendlerin, die wenig Strom verbraucht hat und es gerne kühl hatte. Für dich ist es dann ungünstig, wenn der Strom- oder Gasverbrauch deiner Vormieter von deinem Verbrauch stark abweicht. Denn der Netzbetreiber (der den Verbrauch an den Stromanbieter meldet) darf den Verbrauch für die Wohneinheit auf der Basis des bisherigen Verbrauchs schätzen. Nur alle drei Jahre muss er gesetzlich die exakten Zählerstände selber ablesen. Dein monatlicher Verbrauch wird also eventuell vom Netzbetreiber zu hoch oder zu niedrig kalkuliert und so an den Stromanbieter oder Gasanbieter übermittelt. Damit du weder eine saftige Nachzahlung leisten musst noch monatlich zu viel zahlst: Lies deinen Stromzähler einfach 3 bis 4 Monate nach dem Einzug selber ab und lass deinen wirklichen Verbrauch nebst Abschlägen beim Energielieferanten anpassen! Du kannst jederzeit – mit oder ohne Umzug – den Zählerstand für deine Wohnung selber ablesen und den Stand an den Gas- oder Stromanbieter melden. Halte auch beim Auszug aus der bisherigen Wohnung den Zählerstand (Verbrauch) im Übergabeprotokoll fest.

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