Deutschland ist das Land der Pendler:innen. Und die Pendlerpauschale quasi das Geschenk an Millionen Deutsche, die Tag für Tag im Stau stehen, die Luft verschmutzen und deswegen über eine unausgewogene Work-Life-Balance klagen. Okay, das ist ein bisschen provokant. Aber auch irgendwie Realität. Geht das nicht besser? Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir pendeln neu denken: Weniger Autos und Emissionen, mehr Sharing und ÖPNV. Trends und Forschungsergebnisse sind vorhanden. Machen wir den Pendelverkehr umweltfreundlicher und stressfreier, so dass jede:r Bock drauf hat.

von Ludwig und Michael

Zum Einstieg eine Quizfrage: Was haben Pendeln und Grillen gemeinsam? Beides geht fast schon als „Volkssport“ der Deutschen durch und weckt so viele Emotionen. Ein Fünftel des gesamten deutschen Verkehrsaufkommens in Deutschland ist laut Agora Verkehrswende auf Berufspendler:innen zurückzuführen. Das war jahrelang der Status quo – bis Corona kam und die Pandemie viele von uns ins Homeoffice katapultierte. Inzwischen füllen sich die Büros wieder, genauso wie die Straßen zu den klassischen Hauptverkehrszeiten.

Manche Prognosen machen nicht gerade Hoffnung auf leerere Straßen: Weiter steigende Mieten sorgen für eine zunehmende Stadtflucht, mehr Menschen ziehen ins Umland von Großstädten. „Weil die Mieten in den Städten so hoch sind und es kaum Platz für neue Wohnungen gibt, ziehen die Menschen in das weite Umland, auch weil sie wegen Homeoffice nicht mehr jeden Tag zur Arbeit fahren müssen“, prognostiziert Verkehrsforscher Joachim Scheiner von der TU Dortmund.

Pendelstrecken immer länger.

Über die vergangenen Jahrzehnte ist die Zahl der Pendler:innen immer weiter gestiegen. Inzwischen pendeln berufsbedingt hierzulande gut 18 Millionen Menschen täglich. Und deren Wege werden immer länger: Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat sich die mittlere Pendeldistanz seit dem Jahr 2000 um 21 % erhöht. Die Pendlerpauschale sprudelt also.

Pendeldistanz
Es geht in nur eine Richtung bei der durchschnittlichen Pendeldistanz: nach oben (Quelle: Agora Verkehrswende).

Das Verkehrschaos braucht echte Alternativen.

Wenn man so will, ist die Pendlerpauschale eigentlich ein politischer Dinosaurier. Zwar fahren nach wie vor täglich Millionen Menschen mit dem Auto zur Arbeit und wieder nach Hause. Aber zeitgemäß erscheint das in Zeiten krass gestiegener Spritpreise und immer weniger Raum auf unseren Straßen nicht mehr. Und so fordern auch Expert:innen, dass sich bei der Politik für Pendler:innen etwas ändern muss. Weniger Fokus aufs Auto, mehr Mut zu Alternativen, die es schon längst gibt.

Der Thinktank Agora Verkehrswende fordert, dass ein radikaler Abbau von Autoprivilegien gerade in Sachen Preis und Infrastruktur „unabdingbar“ sei, um das Verkehrschaos auf der Straße zu reduzieren. Das heißt also: Bahnfahren muss attraktiver und günstiger werden. Auch das Fahrrad, Sharing-Angebote verschiedenster Arten und E-Bikes müssen eine echte Alternative zum Auto werden. Außerdem ein Trend, den Forscher:innen sehen: Weil wir künftig seltener pro Woche pendeln werden, steige die Entfernungstoleranz beim Pendeln. Das beschleunige  den Trend zu langen Pendelwegen nochmals deutlich.

Laut Verkehrsexpert:innen muss das Auto in Zukunft für Pendler:innen ein unattraktiveres sein als klimabewusste Alternativen. Sie sehen dazu folgenden Maßnahmen:

  • Einführung einer City-Maut in Städten.
  • Fokus auf Bus und Bahn inklusive Ausbau des ÖPNV.
  • Ein generelles Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde innerorts.
  • Weniger kostenfreien Parkplätze für Autos.
  • Die Pendlerpauschale soll in ein einkommensunabhängiges gezahltes Mobilitätsgeld umgewandelt werden, um pendelnde Erwerbstätige mit niedrigem Verdienst finanziell gegenüber dem Status quo zu entlasten.

Pendlerpauschale – Geld für’s Pendeln vom Staat.

Die Pendlerpauschale soll Berufstätige steuerlich entlasten. Für die Berechnungsgrundlage wird immer die kürzeste Verbindung zwischen Wohn- und Arbeitsort herangezogen. Die Höhe der Pendlerpauschale beträgt 0,30 Euro und ab dem 21. Kilometer dann 0,38 Euro pro Kilometer. Sie ist unabhängig vom verwendeten Verkehrsmittel, also ganz gleich, ob du Auto, Bahn oder Fahrrad fährst. Die Kosten für das Pendeln werden dabei von der Steuer abgesetzt, sie werden dir also nicht direkt ausgezahlt. Aber Achtung: Die Höhe der Pendlerpauschale ist auf einen jährlichen Maximalbetrag von 4.500 EUR gedeckelt.

Pendeln – aber wie? Die gängigsten Verkehrsmittel für Pendler:innen hinsichtlich Kosten, Umwelt und Zeit im Vergleich.

  Kosten Umweltfaktor Zeit nutzen Fahrzeit
Auto hoch sehr schlecht schlecht Über Land gut, innerstädtisch oft schlecht
E-Auto mittel sehr gut (mit Ökostrom) schlecht Über Land gut, innerstädtisch oft schlecht
ÖPNV mittel bis niedrig* sehr gut sehr gut mittel
Fahrrad/E-Bike sehr niedrig sehr gut schlecht In der Stadt oft sehr schnell
Car-Sharing** niedrig mittel*** schlecht Über Land gut, innerstädtisch oft schlecht

*Monats-/Jahreskarten günstiger, sehr günstig mit befristetem 9-Euro-Ticket im Sommer 2022
**klassisches Car-Sharing und nicht Mitfahrgelegenheit
***Umweltfreundlichkeit abhängig von Auto oder E-Auto

Was Pendeln für die CO2-Emissionen und die Kosten bedeutet.

Welchen Unterschied es fürs Klima macht, ob man nun mit dem Auto, der Bahn, dem Bus oder dem Fahrrad pendelt, kann jede:r grob für sich überschlagen. Laut Umweltbundesamt verursacht ein Pkw in Deutschland pro Kilometer 143 Gramm CO2, die Schienenfahrzeuge im Nahverkehr 55 Gramm und Linienbusse 80 Gramm CO2 pro Kilometer. Für eine typische Arbeitsstrecke von 16,9 Kilometer pro Tag ergibt sich damit folgendes:

Verkehrsmittel CO2-Emissionen auf 16,9 km An 232 Arbeitstagen
Auto 2,41 kg CO2 559 kg CO2
Schiene 0,92 kg CO2 213,44 kg CO2
Bus 1,35 kg CO2 313,2 kg CO2

Quelle: Umweltbundesamt. 

Ne klare Sache: Bus und Bahn sind in ihrer Klimabilanz dem Auto überlegen. Und Inlandsflüge sind sowieso zu hinterfragen. In den kommenden Jahren wird sich dieser Klimavorteil vergrößern, da der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien schnell steigt, so der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Je nach Verkehrsmittel bist du also mehr oder weniger umweltfreundlich, aber auch mehr oder weniger kostengünstig unterwegs. Und: Innerstädtisch kann auch der Faktor Zeit eine große Rolle spielen, etwa wenn man mit dem Auto im Stadtverkehr nur langsam vorankommt. Das zeigt diese Tabelle des VCD:

CO2-Fußabdruck der Verkehrsmittel im Vergleich.
Gerade in den Städten ist das Rad dem Auto oft überlegen (Quelle: VCD).

Wegen der zuletzt stark gestiegenen Spritpreise liegen die Kosten beim Auto heute sogar noch höher.

Wenn Auto, dann nach Möglichkeit Sharing.

Noch ein Hinweis: Kosten und Emissionen eines Verkehrsmittels hängen auch von der Auslastung ab. Beim Vergleich der Verkehrsmittel ist es wichtig, den Auslastungsgrad zu berücksichtigen, da sich mit der Anzahl an Mitfahrenden die CO2-Bilanz und die Kosten pro Person sinken. Wenn du deine Mobilitätskosten und -emissionen wissen willst, empfehlen wir auch den Mobilitätscheck des VCD.

Jeder Homeoffice-Tag schützt das Klima.

Gut, dass sich laut DLR-Studie 66 % der Arbeitnehmer:innen im Homeoffice wohlfühlen. Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) hat im Auftrag von Greenpeace folgendes ausgerechnet: Wenn 40 % der Beschäftigten in Deutschland an zwei Tagen die Woche im Homeoffice blieben, könnte man 5,4 Millionen Tonnen CO2 und 18,4 Milliarden Personenkilometer pro Jahr sparen. Das ist viel. Aber nicht unrealistisch, sofern man die Selbsteinschätzung der Arbeitnehmer:innen ernst nimmt. Einer Umfrage von 2021 zufolge will eine große Mehrheit, nämlich 76 % der Deutschen auch nach dem Ende der Home-Office-Pflicht am hybriden Arbeiten festhalten.

Anteil der Beschäftigten    25 % sind im Homeoffice                                 40 % sind im Homeoffice                                
Homeoffice pro Woche 1 Tag 2 Tage 1 Tag 2 Tage
CO2-Ersparnis/Jahr     1,6 Mio. t 3,2 Mio. t 2,8 Mio. t 5,4 Mio. t
Gesparte Personenkilometer 10,9 Mrd. 20,9 Mrd. t 18,4 Mrd. 35,9 Mrd. t

Quelle: IZT-Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung i. A. v. Greenpeace.

Pendeln mit E-Bike: Auf was du achten solltest.

Klimatechnisch sind Fahrräder natürlich nicht zu toppen. Abgesehen von der Herstellung und der Entsorgung emittieren sie keine direkten Emissionen. Für die täglichen 16,9 Kilometer sind vor allem E-Bikes eine große Chance. Ihr Stromverbrauch ist gering – laut Umweltbundesamt braucht ein E-Bike für 10 Kilometer etwa so viel Energie, wie man benötigen würde, um 0,7 Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Außerdem sind die Treibhausgase, die bei der Herstellung und der Entsorgung eines E-Bike-Akkus anfallen, laut Umweltbundesamt im Schnitt nach 165 Kilometern ausgeglichen.

E-Bike muss Autofahrten ersetzen.

Großes Aber: Das E-Bike kann die CO2-Emissionen nur ausgleichen, wenn es Autofahrten ersetzt. Ein E-Bike, das nur in der Garage steht, während sich das Auto draußen vergnügt, bringt dem Klima absolut gar nichts. Außerdem beginnt der Klimaschutz schon beim Kauf. Der Akku und das Rad sollten etwas aushalten können, Reparaturen einfach durchzuführen – und Ersatzteile leicht zu beschaffen sein. Und natürlich muss es nicht immer was Eigenes oder das Neueste sein, das spart nämlich CO2 und Ressourcen.

E-Bikes: mieten und gebraucht Kaufen.

Wer das auch so sieht, findet zum Beispiel mit ebike-abo.de eine wundere Anlaufstelle. Bei dem Angebot, das zu unserem Partner Rebike gehört, gibt es für alle Bedürfnisse E-Bikes zum Mieten, vom City- bis zum Fully-Mountainbike. Versicherung, Reparatur- und Wartungskosten sowie ein Fahrradschloss sind im Mietpreis inklusive. Bei Rebike selbst findest du beste gebrauchte E-Bikes der Top-Marken zu kaufen. Gebraucht heißt in diesem Fall: praktisch neu. Preislich liegen die Räder deutlich unter dem Neupreis, sind frisch gewartet, und die Garantie auf den Akku und Motor gilt zwei Jahre.

Fahrrad forever: So wirst du begeisterter Rad-Fan.

Die Städte sind noch nicht auf E-Bikes eingestellt.

Damit mehr Menschen auf das Rad steigen, bedarf es aber mehr als gute Bike-Angebote. Die Gemeinden müssen mehr Platz für die Zweirad-Pendler:innen schaffen. Berlin zum Beispiel hat gezeigt, was man erreichen kann, wenn man die Rad-Infrastruktur provisorisch ausbaut. Der Pop-up-Radweg entlang der U1, der in der Pandemie errichtet wurde, reduzierte den Autoverkehr an dieser Strecke laut eines SPIEGEL-Berichts um 40 %. Klar definierte Fahrradspuren können den Autoverkehr sogar entlasten, ihn fließender machen, weil nicht alle in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen hintereinander her eiern. Und sicherer für die Radfahrer:innen ist es auch. Bei diesem Thema gibt es noch richtig was zu tun. Während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt zurückgeht, steigt sie bei den Radlern. In unseren Städten ist also Handlungsbedarf für eine bessere Radinfrastruktur. Es braucht gesicherte und breitere Radwege sowie mehr Parkplätze für Räder.

Pendeln mit Sharing-Angeboten.

Sharing is caring, sharing ist cool. Wirklich. Auch und gerade in Sachen Mobilität. Wer Sharing-Angebote nutzt, ist günstiger und umweltfreundlicher unterwegs. Erst recht, wenn das Auto oder der Roller mit Ökostrom fahren. Bei den Anbietern kannst du nicht nur aus unzähligen Sharing-Dienstleistern, sondern auch aus Car-, Roller- oder E-Bike-Sharingangeboten wählen. In Kleinstädten unter 100.000 Einwohner:innen ist das Angebot aber oft noch mau.

Der Boom der Sharing-Economy ist ungebrochen. Rund zwei Drittel bis drei Viertel der Deutschen nutzen laut Analyse der Verbraucherzentrale Sharing-Angebote. Car-Sharing ist dabei am bekanntesten, gefolgt von Bike-Sharing.

Sharing-Dienste gibt’s vor allem in den Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln und München. Aber auch in vielen weiteren Städten. Nachstehend eine Auswahl an Sharing-Angeboten für Pendler:innen:

Car-Sharing.

  • Share Now  
  • Miles Mobility                     
  • Stadtmobil               
  • Sixt Share               
  • We Share    
  • Cambio                    
  • Teil Auto                  
  • Book-n-Drive                      
  • Scouter                    
  • Stattauto München

 

Roller-Sharing.

  • Felyx
  • Emmy
  • Tier
  • Lime

 

Bike-Sharing.

  • Nextbike
  • Call a Bike
  • Donkey Republic
  • Limebike
  • Uber
  • Fahrräder der städtischen Verkehrsgesellschaften

 

Generell lässt sich sagen, dass Kosten und verursachte Emissionen beim Sharing geteilt werden und Sharing somit umweltfreundlicher ist, als alleine mit dem eigenen Pkw zur Arbeit zu pendeln. Außerdem sparst du dir beim Auto die laufenden Kosten für Sprit und die Kfz-Versicherung. Sharing bietet für Pendler:innen, gerade wenn man in einem Single-Haushalt lebt, große Chancen, die Mobilitätskosten zu senken. Wer jedoch im ländlichen Raum wohnt, der guckt bei Sharing-Angeboten oft in die Röhre und ist auf Mitfahrgelegenheiten, den ÖPNV oder das private Auto angewiesen.

Pendeln mit den Öffentlichen.

Es könnte so schön sein, aber der ÖPNV ist fast immer eine Hassliebe. Einerseits ist Bahnfahren sehr populär, was nicht zuletzt das 9-Euro-Ticket bewiesen hat. Andererseits hat der öffentliche Personennahverkehr so viele Schwächen im System, dass er uns doch immer wieder in den Wahnsinn treibt: Weichenstörungen, kaputte Oberleitungen und ausgefallene Züge kennen wir alle. Nichtsdestotrotz gilt der ÖPNV immer noch als Top-Alternative zum Auto, wenn man in die Arbeit pendeln muss. Auch wenn sich die Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr laut Statistischem Bundesamt verglichen zu 2015 um 19 % verteuert haben.

Das Beratungsunternehmens Civity, das den öffentlichen Nahverkehr in 55 deutschen Großstädten getestet und dafür unter anderem Fahrpreise, Netzdichte und Taktdichte miteinander verglichen hat, kommt zum Ergebnis:

Der Ticketpreis ist eher nebensächlich bei der Entscheidung, ob jemand Bahn fährt oder nicht. Viel wichtiger ist ein gut ausgebautes Verkehrsnetz, um schnell und zuverlässig ans Ziel zu kommen. Und je höher die Zahl der Abfahrten an einer Haltestelle ist, desto häufiger wird ein ÖPNV-Angebot genutzt. Das Gesamtfazit: Eine hohe Taktdichte und ein gut ausgebautes ÖPNV-Verkehrsnetz sorgen laut der Studie dafür, dass Busse und Bahnen häufiger genutzt werden.

Als Positivbeispiel sehen Expert:innen von Civity übrigens die Stadt Wien, die dank einer umfassenden Parkraumbewirtschaftung deutlich mehr Einnahmen als Kommune erwirtschafte als deutsche Großstädte im Vergleich. In Wien werden die Einnahmen durch Parkraumwirtschaft demnach zweckgebunden direkt in den Ausbau des ÖPNV-Netzes und in attraktive Tarife gesteckt. „Die damit erzielten Einnahmen übertreffen die deutscher Städte um ein Vielfaches und tragen ganz wesentlich zur Finanzierung eines attraktiven ÖPNV bei“, so die Autor:innen der 2021 veröffentlichten Civity-Studie. Es brauche dringend eine dritte Säule der ÖPNV-Finanzierung, so das Fazit.

Wien

 

Warum E-Autos für den Pendelverkehr sinnvoller sind. 

Nicht alle Pendler:innen können aufs Auto verzichten. Aber gerade für die typischen Alltagsfahrten von Gemeinde zu Gemeinde sind Elektroautos eine Chance. Ein E-Auto entlastet zwar auch nicht die Verkehrsdichte, dafür aber Luft und Klima. Während ein Verbrenner auf den klassischen 16,9 Pendelkilometern 2,41 Kilogramm CO2 ausstößt, emittiert ein E-Auto im Betrieb praktisch keine direkten Emissionen. In der Produktion verursacht ein Elektroauto wie der e-Golf zwar knapp doppelt so viel CO2 wie sein Verbrenner-Kollege, der Golf 1.6 TDI. Da der e-Golf jedoch beim Fahren praktisch emissionsfrei unterwegs ist, ist seine Klimabilanz schon nach wenigen Jahren positiv. Ein Zustand, den der Verbrenner nie erreichen wird.

Sogar mit dem aktuellen, herkömmlichen Strommix ist ein e-Golf laut CO2-Rechner des Magazins EFAHRER nach fünf Jahren klimaneutral. Mit Ökostrom ist dieser CO2-Break-Even noch schneller erreicht. Nach einer Berechnung des Fraunhofer-Instituts ist die CO2-Bilanz eines Mittelklasse-Pkws mit einer 40 kWh-Batterie, die konsequent mit Ökostrom geladen wird, gegenüber einem Mittelklasse-Verbrenner schon nach 20.000 Kilometern positiv. Viele Pendler:innen dürften das schon innerhalb eines Jahres schaffen.

Pendler:innen mit Eigenheim fahren besser.

Pendler:innen mit Eigenheim können mit einer PV-Anlage ihren eigenen Ökostrom erzeugen und mit diesem auch ihr E-Auto laden. Der Mobilitätswende würde es einen wichtigen Schub verpassen. Denn auf die Frage, wo der ganze Ökostrom eigentlich herkommen soll, um damit unsere Haushalte und E-Autos zu versorgen, könntest du sagen: Na, von mir! Wenn du dein Elektroauto mit selbst gemachtem Strom versorgst, steigert dies den Eigenverbrauch, senkt aber gleichzeitig deine Energiekosten zu Hause. Eine selbst gemachte Kilowattstunde Strom kostet dich aktuell rund 10 Cent. Geritzt, oder?

Die passenden Autostromtarife. 

Für alle, die noch keine eigene Anlage besitzen, gibt es Ökostromtarife, die für Haushalte mit Elektroauto konzipiert sind. Bei Polarstern gibt es Wirklich Autostrom für Alltagsfahrten, Wirklich Autostrom Plus für echte Vielfahrer:innen, die für ihre eigene Ladestation einen separaten, unterbrechbaren Zähler nutzen. Mit beiden Tarifen fährst du CO2-frei, förderst die Energiewende weltweit und erhältst von uns als Dankeschön, dass du die Mobilitätswende unterstützt, eine Ladekarte plus einen Gutschein für Ladezubehör. Die Energie- und Mobilitätswende ist eine Entscheidung. Wirklich.

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Die Pendel-Tipps der Polarsterne.

So nutzt Anja die Zeit im Zug.

Wenn es irgendwie machbar ist, antizyklisch fahren und ein gutes Buch mitnehmen oder auch ein Fachbuch, das man schon immer einmal durchsehen wollte und für das man abends einfach zu müde ist. Oder auch aus dem Fenster schauen und dabei eine bestimmte Problemstellung daheim, den nächsten Urlaub oder auch ein Konzept, eine Idee für die Arbeit durchdenken und -planen. Das Wichtigste ist, die Zeit bewusst und in Ruhe für was zu nutzen, das man daheim nicht so einfach schafft, statt es als "verlorene" Zeit zu sehen. Mein Handy nutze ich beim Pendeln tatsächlich so gut wie nie, dafür Stift und Papier umso mehr. Oder - mein alltime favourite für zwischendurch - die anderen Leute beobachten und sich wundern.

Anja

So nutzt Simone die Zeit in der S-Bahn.

Ich lege die größte Strecke in der S-Bahn zurück und find's da sehr wertvoll, ein gutes Buch, eine gute Zeitschrift, einen bereits heruntergeladenen Podcast oder die Blinkist-App dabeizuhaben, um die Zeit in der Bahn gut und erholsam zu nutzen und nicht als Zeitverlust zu empfinden. Am Handy daddeln geht natürlich auch, aber wenn man davor und danach eh am Computer arbeitet, ist mir das manchmal zu viel Bildschirmzeit.

Polarstern Mitarbeiterin Simone

So nutzt Florian die Zeit auf dem Rad.

Oft telefoniere ich auf dem Rad, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin. Mein wertvollster Tipp für Heavy-Pendler:innen: Die Kette immer gut ölen! Macht einen echten Unterschied. Läuft wirklich leichter und viel leiser (psychologisch nicht zu unterschätzen). Noch besser, aber auch teurer: Riemenantrieb. Läuft von selbst, fast verschleiss - und wartungssfrei, man hört nichts und es verfängt sich keine Kleidung mehr in den Ritzeln oder wird schmutzig.

Florian Henle
Florian Henle

So nutzt Norman die Zeit im Zug.

Ich pendle jede Woche zwischen Köln und München und muss daher früh los. Wer wie ich früh morgens startet, braucht ein Nackenkissen, Schlafmaske, Ohrstöpsel zur Lärmreduzierung – so bekommt man auch im Zug ein Auge zu. Am Bahnsteig lieber ganz bis zum letzten Waggon gehen. Den Aufwand sparen sich viele, daher sind die Waggons am Ende in der Regel leerer. Fast mein wichtigster Tipp: Entspannt bleiben und Ruhe bewahren – auch die Bahnmitarbeiter:innen machen nur ihren Job und auch im Stau ist Warten angesagt.

Die Tipps für die Arbeit im Zug hab' ich noch:

  • Nah an der 1. Klasse sitzen, da dort das WLAN in der Regel besser ist.
  • Sichtschutz für das Notebook, so lässt sich ungestört arbeiten.
  • Kundengespräche und vertrauliche Informationen übers Telefon gehören nicht in die Bahn.
Norman von Polarstern

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