Home Office Arbeit am Laptop

Wegen des Corona Virus und der notwendigen Ausgangsbeschränkung verbringen wir viel mehr Zeit zu Hause. Damit dein Stromverbrauch und deine Stromkosten in dieser Zeit nicht steigen, haben wir Stromspartipps für dich.

von Michael

 

In jedem Haushalt stecken Stromsparpotenziale.

Jetzt wo alle mehr zu Hause sind, wird dort auch mehr gekocht, mehr gearbeitet, gelernt, gegammelt. Und üblicherweise hat man dazu mindestens ein elektronisches Gerät in der Hand. Eine gute Gelegenheit einmal seinen Stromverbrauch kennenzulernen – und ihn trotz Lockdown mindestens zu halten, wenn nicht sogar zu senken. Denn in den meisten Haushalten wird ohnehin mehr Strom verbraucht als nötig. Laut Energieberatung co2online könnten die deutschen Haushalte im Schnitt 230 Euro pro Jahr sparen. Wirklich? Wirklich. Und jetzt ist die Zeit, dieses Potenzial zu nutzen. 

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Wo im Haushalt der meiste Strom verbraucht wird.

Tatsächlich wird in vielen Haushalten der Stromverbrauch falsch eingeschätzt. Zum Beispiel sparen viele Haushalte penibel am Licht, dabei führen Computer, Fernseher und sonstige Spaßgeräte mit weitem Vorsprung die Charts der Stromfresser an. Der Tabelle kannst du entnehmen, in welchen Mengen der Strom im Haushalt typischerweise hinfließt. So sparst du nicht ins Blaue rein.

 

Tabelle: So verteilt sich der Stromverbrauch im Haushalt. 

Info-/Unterhaltungselektronik27 %
Kühlen und Gefrieren17 %
Sonstiges16 %
Waschen und Trocknen13 %
Kochen11 %
Licht9 %
Spülen7 %

Quellen: co2online, BDEW.

Homeoffice: So viel Strom fällt an – so reduzierst den Verbrauch.

Gehen wir die Bereiche der Reihe nach durch. Wir zeigen, wie viel Strom jeweils in einem Monat Homeoffice theoretisch anfällt – und wie du dafür sorgst, dass es weniger wird. Für den zusätzlichen Stromverbrauch nehmen wir 22 Werktage pro Monat. 

 

Ja, ja ;)

Die exakten zusätzlichen Kosten sind natürlich immer modell- und nutzerabhängig, und eine genaue Aufstellung wäre buchumfassend. Für alle, die eine ungefähre Hausnummer haben wollen, welche zusätzlichen Kosten anfallen, wenn Geräte jetzt auch werktags zu Hause genutzt werden, haben wir trotzdem schon mal ein bisschen vorgerechnet. Wer selbst rechnen möchte: Du multiplizierst Stromverbrauch des Geräts pro Kilowattstunde (kWh) * Betrieb pro Tag * Betriebstage im Monat *  Preis für eine Kilowattstunde Strom. Dieser liegt laut Bundesnetzagentur derzeit bei durchschnittlich 0,308 Cent. 

 

1. Unterhaltungs- und Informationsgeräte. 

Der Bereich, der am meisten Spaß macht (und fürs Homeoffice unumgänglich ist) verbraucht am meisten Strom. Leider. Fernseher, Laptops, Computer und andere IKT-Geräte haben im Schnitt zusammen einen Anteil von 27 % am Stromverbrauch. Durch Homeoffice und Homeschooling werden die Geräte jetzt vermutlich noch intensiver genutzt. Was heißt das für die Stromkosten?

 

Zusätzlicher Stromverbrauch Fernseher. 

Angenommen ein Fernseher der neueren Produktgeneration mit einem Verbrauch von 0,1 kWh läuft jetzt auch werktags 5 Stunden: dann zahlst du nach 23 Werktagen zusätzlich 3,54 Euro. Nutzt du einen Plasmafernseher mit einem Verbrauch von 0,175 kWh bist du bei 6,20 Euro. 

 

Das ist zu tun.

• Schau mit deiner Familie gemeinsam fern. Viele Haushalte sind doppelt und dreifach ausgestattet. Rund 2 Millionen Haushalte haben laut einer Befragung durch statista sogar vier oder mehr Fernseher im Haus. 

• Verschenk mindestens den Zweitfernseher. Vielleicht hast du ja einen Nachbarn, der ihn gerade gut gebrauchen könnte.

• Mach die Kiste aus, bevor du einschläfst und lass ihn nicht im Hintergrund laufen.

• Wenn du dich dabei ertappst, wie du während des Fernsehens eh nur mit dem Handy beschäftigt bist – tja, auch dann weißt du, was zu tun ist. 

• Wer mehrere Fernseher im Haus hat, nutzt am besten den kleineren. Die Bildschirmgröße hat einen entscheidenden Einfluss auf den Stromverbrauch. 

• Fernseher sind vom Hersteller voreingestellt: oft viel zu hell und mit zu viel Kontrast. Dreh beides einfach runter. 

 

Zusätzlicher Stromverbrauch PC. 

Laut Umweltbundesamt verbraucht ein PC im Betrieb durchschnittlich 80 Watt. Angenommen du nutzt jetzt deinen Rechner jeden Tag zusätzlich acht Stunden fürs Homeoffice, dann hast du nach 22 Werktagen 4,34 Euro zusätzlich ausgegeben. Es können aber weit mehr sein. Es kommt immer darauf an wie leistungsstark der Prozessor und die Grafikkarte sind. Hat der PC beispielsweise einen Verbrauch von 140 Watt pro Stunde, bist du bei 22 Tagen Homeoffice schon bei 7,59 Euro. Laptops fallen nicht so stark ins Gewicht. Ein aktuelles MacBook mit 13-Zoll-Bildschirm (58,2 Watt) verursacht in 22 Tagen Homeoffice 3,15 Euro auf der Stromrechnung. 

 

Das ist zu tun. 

• Geh in die Systemeinstellungen und setze unter Energiesparen alle Häkchen. 

• Zieh auch mal den Stecker, wenn der Laptop aufgeladen ist.

• Versetz den Computer häufiger in den Ruhezustand.

• Senke die Bildschirmhelligkeit.

• Vermeide den Standby-Betrieb. Allein der verursacht schon um die 20 Euro im Jahr. 

 

2. Kühlen und Gefrieren.

Zusätzlicher Stromverbrauch: 

Beim Kühlschrank sollte sich der Stromverbrauch nicht stark ändern. Der ist sowieso immer an, außer man taut ihn gerade ab.

 

Das ist zu tun: 

Aber Abtauen muss ab und zu sein. Wann? Wirf einen Blick ins Gefrierfach und du weißt es. Eine Eisschicht von nur einem Zentimeter erhöht den Stromverbrauch des Kühlschranks bereits um 10 bis 15 %. Die empfohlene Temperatur liegt übrigens bei bei 7 °C,  die fürs Gefrierfach bei -18 °C. Und: ist ein Kühlschrank gut gefüllt, arbeitet das Gerät effizienter. Denn gekühlte Produkte sind auch ein Kältespeicher. 

 >>> Mehr Tipps für den Kühlschrank. 

 

3. Waschen und Trocknen. 

Zusätzlicher Stromverbrauch.

Waschen ist so eine typische Homeoffice-Mittagspausen-Tätigkeit. Da wird die nächste Mail im Selbstgespräch vorformuliert und dabei Wäsche sortiert. Kennt man. Beim Waschen sollte nicht mehr Strom anfallen als sonst, vielleicht sogar weniger. Selbst Karl Lagerfeld (R.I.P) dürfte jetzt in der Jogginghose rumlaufen.

 

Das ist zu tun. 

Beim Waschen gelten jetzt die gleichen Regeln wie immer. Ein volle Waschmaschine verbraucht bei 30 °C nur halb so viel Strom wie eine halbvolle bei hohen Temperaturen. Normalerweise geben wir den Tipp auf niedriger Temperatur zu waschen. Im Krankheitsfall solltest du aber aufdrehen, das killt die Keime. Kill sie! Der Vorteil  ist jetzt, dass du immer das Ökoprogramm nutzen kannst. Üblicherweise kommt es mit nur halb so viel Wasser aus und erhitzt es auch nicht so sehr. Es läuft zwar länger, aber die Zeit hast du. 

 

4. Kochen. 

Zusätzlicher Stromverbrauch. 

Gekocht wird auf alle Fälle mehr. Allein schon, weil die gehorteten Nudeln wegmüssen. Aber was kostet das? Angenommen du kochst jetzt auf einmal 22 Werktage im Monat eine Stunde, dann fallen bei einem Elektroherd mit einem Energieverbrauch von 0,77 kWh zusätzlich 5,22 Euro im Monat. Bei einem Induktionsherd mit einer kleineren Leistung von 0,9 kWh wärst du bei 6,10 Euro.

 

Das ist zu tun. 

Zu einer guten Küche gehört auch die richtige Stromdosierung. Gerade fürs Kochen gibt es viele klassische Stromspartipps. Sie bringen wirklich was, also schreib sie dir hinter die Kochlöffel: 

• Herdplatte und Deckel sollten immer auf den Topf passen und nicht mehr Wasser erhitzt werden als nötig. Nach einer Faustregel gehen bei einem falschen Deckel bereits 30 % der Energie ungenutzt verloren. Nutze beim Kochen auch die Restwärme.  

Apropos Nudeln kochen. Unser Anspruch ist, dass der Wechsel zu Wirklich Ökostrom und Wirklich Ökogas nicht länger dauert als Pasta kochen. Probier’s aus!

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• Mach dir eine Thermoskanne Tee oder Kaffee. Du bist nicht im Büro, wo der Weg zum Wasserkocher ein schöner Fluchtgrund vom Schreibtisch ist. Apropos Wasser: Erhitz immer nur so viel Wasser, wie du wirklich brauchst, und bitte: Entkalke den Wasserkocher regelmäßig mit Essigessenz. Eine 5 Millimeter dicke Kalkschicht verbraucht schon bis zu 30 % mehr Strom – und sieht hässlich aus. 

 

4 ½. Backen.

Zusätzlicher Stromverbrauch Backofen.

Angenommen du nutzt jetzt jeden Werktag den Ofen, weil du mehr Zeit zum Backen hast oder dein eigenes Brot machen willst. Dann solltest du bei einem Ofen mit geringerem Stromverbrauch pro Backvorgang von 0,4 kWh mit 3,08 Cent rechnen. Hat dein Ofen mehr Power, sagen wir, 1,6 kWh pro Backvorgang, bist bei 10,84 Euro. 

 

Das ist zu tun.

Beim Backen frisst Vorheizen rund 20 % der Energie. Klar, bei vielen Rezepten, wo es auf Feinheiten ankommt, muss man Vorheizen, zum Beispiel bei Kuchen, Fleisch oder Fisch. Aber bei einer Tiefkühlpizza, die es jetzt vermutlich öfters geben wird, kann man die Angabe wirklich ignorieren. Umluft kommt ebenso mit weniger Energie aus, und: Wie beim Kochen auch lohnt es sich, Restwärme zu nutzen. 

 

5. Licht. 

Zusätzlicher Stromverbrauch. 

Die Tage werden länger, deshalb wirst du jetzt mit weniger Licht auskommen. Wenn du deine Leuchten bereits auf LED umgerüstet hast, bist du gut aufgestellt. Sie verbrauchen rund 80 % weniger Strom als die alten Glühbirnen.

 

Das ist zu tun. 

Auch jetzt sollte man beleuchten, wie man es gelernt hat: Lichter ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Ansonsten sollte sich jetzt niemand unnötig ins Dunkle setzen. Licht tut gut. Zur Earth Hour am 28.3.2020 kannst du es ab 20:30 Uhr einmal ganz ausschalten. Das ist eine wirklich schöne Klimaschutzaktion, die in allen Ländern der Welt zur selben Zeit stattfindet. 

 

6. Spülen. 

Zusätzlicher Stromverbrauch. 

Wer zu Hause ist, muss öfters spülen. Typisch Homeoffice ist, zwischendurch die Kaffeetasse zu spülen oder andere Prokrastinationshandlungen durchzuführen. Tatsächlich ist es effizienter, die Spülmaschine zu nutzen, als alles mit der Hand zu spülen. Laut co2online verbraucht ein Geschirrspüler der Energieeffizienzklasse A+++ zum Spülen von zwölf Maßgedecken nur etwa 10 Liter Wasser. Mit der Hand kann für die gleiche Menge zwischen 40 und 60 Liter anfallen. 


Das ist zu tun. 

Mach die Spülmaschine erst an, wenn sie wirklich voll ist. Wenn das Geschirr nur leicht verschmutzt ist reichen auch Kurzprogramme. Am besten sind Eco-Programme. Sie verbrauchen weniger heißes Wasser und sind effizienter. Sie laufen länger – aber die Zeit hast du. 

 

Wie du herausfindest, ob dein Stromverbrauch okay ist.

Jetzt kann man sagen: Die paar Kröten im Monat sind doch egal. Aber die Summen läppern sich. Dafür spricht auch das durchschnittliche Stromsparpotenzial von 230 Euro im Jahr, wie es der Stromspiegel ausweist. Wenn du wissen willst, wie viel Potenzial in deinem eigenen Haushalt schlummert, kannst du deinen Stromverbrauch mit anderen Haushalten vergleichen. Für jede Haushaltsgröße gibt es Durchschnittswerte, die Energieberatung co2online jährlich veröffentlicht. co2online hat außerdem viele Tricks, wie du deinen Stromverbrauch im Blick behältst und noch besser kennenlernst. Empfehlenswert dafür ist die kostenlose App EnergieCheck. Dein bisheriger Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) steht übrigens auf deiner letzten Stromrechnung. 

 

Wie du dein CO2 für Strom auf 0 senkst.

Und wenn du die Stromrechnung schon parat hast, kannst du direkt noch dein CO2 für Strom auf 0 senken. Mit Wirklich Ökostrom machst du genau das, unabhängig davon, wie viel du verbrauchst. Außerdem förderst den Ausbau der erneuerbaren Energien mehr als bei Durchschnittsanbietern und sorgst dafür, dass die Energiewende auch in Mali und Kambodscha passiert. Engagement geht eben auch von zu Hause. Und jetzt – hat jeder die Zeit dafür. Wie gesagt: Dauert nicht länger als Pasta kochen. Probier's.

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