Strommessgerät Zwischenstecker

Wie viel Strom zieht der Kühlschrank? Was kostet Wasser erhitzen? Und ist der Stromverbrauch insgesamt zu hoch? Berechtigte Fragen. Um sie zu beantworten, musst du kein:e Expert:in sein – jede:r kann seinen Stromverbrauch messen und verstehen. Mit diesen einfachen Mitteln.

von Michael

Morgens gurgelt die Kaffeemaschine, mittags dreht die Waschmaschine Pirouetten und über allem röhrt der Kühlschrank nach Aufmerksamkeit. Das hört sich nicht immer gut an. Und dann poppt sie manchmal auf die Frage, wie viel Strom die Geräte eigentlich ziehen. Ob sie nicht längst das Zeitliche gesegnet haben. Ob sie die Stromkosten in die Höhe treiben. 

Zum Glück hast du verschiedene Möglichkeiten, den Strombedarf deiner Geräte zu messen. Meist kannst du den Stromverbrauch auch im Zeitverlauf nachvollziehen, um etwa zu erkennen, was Stromsparmaßnahmen gebracht haben. Auf alle Fälle wirst du immer Strom verbrauchen. Willst du Kosten und Klima schonen, dann setze auf echten Ökostrom. Das bringt mehr als du denkst. Wirklich.

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1. Stromverbrauch von Geräten mit smarten Steckern bzw. WLAN Steckdosen testen.

Ein einfacher und günstiger Weg den Strombedarf eines Gerätes herauszufinden, sind smarte Stecker oder auch WLAN-Steckdosen. Sie können nicht nur jedes noch so alte elektrische Gerät per App oder Sprachsteuerung an- und ausschalten; viele Modelle zeigen als zusätzliches Feature den Stromverbrauch von Elektrogeräten in Echtzeit und im Zeitverlauf an. Wer erst einmal weiß, wie viel Strom einzelne Geräte verbrauchen, wird verantwortungsvoller mit ihnen umgehen – und auf lange Sicht Strom sparen.

Smarte Stecker gibt es schon ab 10 Euro, wirklich gute kosten um die 60. Wenn du dir einen Stecker zulegst, solltest du auf ein paar Dinge achten. Zum Beispiel

  • dass er mit deinem Smartphone, das heißt mit den Betriebssystemen Android und iOS kompatibel ist
  • dass die Maximalleistung des Steckers (in Ampere) für die elektronischen Geräte reicht, die du testen willst. Je leistungsstärker das Gerät, desto höher muss die Maximalleistung des smarten Steckers sein. 
  • dass der Stecker auch ohne Smart-Home-System auskommt, wenn du keins nutzt. Dass er "solo" funktioniert, erkennst du zum Beispiel am Etikett Plug’n’Play auf der Packung.
  • dass alle Geräte, die du mit dem Stecker vernetzen möchtest, eingeschaltet sind.
Mehr über smarte Stecker erfahren

 

2. Stromverbrauch mit einem Strommessgerät testen.

Anwendung Strommessgerät
Was hoch sind die Stromkosten von Geräten? Ein Strommessgerät weiß es.

 

Wer's genau wissen will, wie viel Strom zum Beispiel ein alter Kühlschrank oder ein Gaming-PC wirklich zieht, kann dies auch mit einem Strommessgerät herausfinden. Wobei man da unterscheiden muss: Es gibt Strommessgeräte, die die Stromstärke ermitteln und solche die den Verbrauch und die Kosten ermitteln. Man spricht deshalb auch von einem Energiekostenmessgerät. Um so ein Gerät geht es hier. Um es zu nutzen, muss man kein:e Expert:in sein. Es funktioniert genauso wie ein smarter Stecker, nämlich als Zwischenstecker zwischen Steckdose und zu messendem Gerät. Typischerweise erfährst du mit einem Strommessgerät

  • den Stromverbrauch in kWh
  • die Stromkosten
  • die Wattzahl (Wirkleistung)des Geräts – sowohl augenblicklich als auch maximal
  • manchmal auch die Spannung (Volt), den CO2-Austtoß oder die Temperatur.

Die Stromkosten ermittelst du, indem du (d)einen Strompreis in das Gerät eingibst. Im Bundesdurchschnitt kostet eine Kilowattstunde Strom für einen privaten Haushalte im ersten Quartal 2021 laut BDEW 31,89 Cent.

Die Ergebnisse deiner Messungen mit einem Strommessgerät findest du in der Regel in einer dazugehörigen App. Manche Strommessgeräte speichern die Daten auch auf einer SD-Karte. So einen Stromverbrauchsmesser kann man sich übrigens auch ausleihen, zum Beispiel bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Manche Landesregierungen wie Bayern geben auch Listen mit Ausleihmöglichkeiten heraus. Und zur Not: Energiekostenmessgeräte kosten nicht die Welt. Manche gibt es schon um die 15 Euro. Nach dem Senken des eigenen Strombedarfs steht der Wechsel zu echter Ökoenergie an. Damit tust du wirklich was fürs Klima. 

Das kostet Wirklich Ökostrom von Polarstern

 

3. Stromverbrauch mit einem Smart Meter prüfen.

Smart Meter
Smart Meter decken Stromsparpotenziale im Haushalt auf.

Smart Meter messen den Stromverbrauch des gesamten Haushalts, lassen aber auch Rückschlüsse auf den Stromverbrauch ganzer Haushalte zu. Mit einem intelligenten Zähler kannst du in Echtzeit sehen, wie die Stromverbrauchskurve nach oben schnellt, wenn die Waschmaschine startet. Über eine App kannst du dir die Verbrauchskurven auf dem Computer oder Handy ansehen.

 

Das ist eine Verbrauchskurve aus einem Haushalt mit PV-Anlage und Stromspeicher. Die gelbe Spitze ist ein Kaffeevollautomat.

Eine gleichmäßige hohe Linie kann ein Hinweis für einen hohen Standby-Betrieb sein. Ein Smart Meter hält einem unter die Nase wie unnötig dieser Leerlaufbetrieb ist. Das durchschnittliche Einsparpotanzial eines 3-Personen-Haushalts durch den Verzicht des Standby-Betriebs liegt laut co2online bei 115 Euro im Jahr.

Wasch- und Spülmaschinen, Fernseher oder andere Spaßgeräte verursachen keine gleichmäßigen Linien, sondern Spitzen. So lassen sich die nutzungs- und energieintensivsten Geräte bestimmen. Die Konsequenz ist entweder ein bewussterer Umgang mit ihnen – oder der Tausch des Geräts. Mit dem Wissen über den Stromverbrauch sparen typische 4-Personen-Haushalte nach Einbau eines Smart Meters durchschnittlich 150 Euro im Jahr. Smart Meter sind bereits Pflicht für Haushalte, die

  • mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen. 
  • eine PV-Anlage mit einer Leistung ab 7-kW-Peak nutzen.
  • einen großen Verbraucher wie etwa eine Wärmepumpe als "steuerbare Verbrauchseinrichtung" nutzen.

Smart Meter kann man sich auch freiwillig einbauen lassen. Wie hoch die Ersparnis ist, hängt von mehreren Kostenfaktoren ab. Zum Beispiel, ob ein neuer Zählerschrank eingebaut werden muss. Haushalte, die ihren Strom mit einer PV-Anlage selbst erzeugen, erhalten von den Wechselrichterherstellern in der Regel ebenso Komponenten zur Datenvisualisierung. Der Gesamtstromverbrauch ist so immer sichtbar, aber nicht unbedingt der Verbrauch von einzelnen Geräten. 

Mehr über Smart Meter erfahren

 

4. Stromverbrauch mit Apps testen.

Mit Apps den Stromverbrauch im Blick behalten.

Eine meist kostenlose Alternative für die Strommessung sind Stromspar-Apps. Auch sie helfen dabei, den Stromverbrauch dauerhaft zu überblicken und zu senken. Für iPhone-Nutzer gibt es zum Beispiel die Apps

  • Energy Tracker
  • Stromkostenrechner
  • Energiekosten-Rechner.

Für Android-Phones die Apps

  • Verbrauchsrechner
  • Energieverbrauchs-Analysator
  • EnergieCheck von co2online.

Indem man die Apps mit Wattzahlen und Betriebszeiten füttert, lassen sich Stromverbräuche und Stromkosten von Einzelgeräten und Wohnbereichen ermitteln. Wer regelmäßig Zählerstände in die App einträgt, sieht bald im Zeitverlauf, ob der Stromverbrauch sinkt, stagniert oder steigt.

Eine der hilfreichsten Apps ist unserer Ansicht nach der EnergieCheck von co2online. Hier kann man sein eigenes Energiesparkonto anlegen und auch den Energieverbrauch anderer Lebensbereiche, zum Beispiel den Wärmeverbrauch oder die Mobilität erfassen. Der Energieverbrauch wird im Zeitverlauf per Diagramm, Tabelle oder Kurve angezeigt, ebenso die Strom- und CO2-Ersparnis. Bei erstmaliger Nutzung fragt dich die App nach deiner Wohnsituation. So kann sie deinen Energieverbrauch mit ähnlichen Haushalten vergleichen, und du weißt, ob du schon Klimaschutzprofi bist oder noch was zu tun hast. Laut co2online sparen Besitzer einer Energiesparkontos mehr als doppelt so viel Energie wie der Bundesdurchschnitt.

Mehr über Stromspar-Apps erfahren

 

5. Jahres-Stromverbrauch online mit anderen Haushalten vergleichen. 

Etwa einmal im Jahr bekommst du eine Jahresstromabrechnung. Auch sie kannst du dazu nutzen, deinen Stromverbrauch einzuschätzen. Dazu brauchst du nur deinen jährlichen Strombedarf mit dem ähnlicher Haushalte zu vergleichen. Hier hilft dir der Stromspiegel. Liegt dein Verbrauch im grünen Bereich, heißt das, dass du schon sehr bewusst mit Strom umgehst. Mit gelb liegst du im Durchschnitt, kannst aber jede Menge Strom sparen. Rot heißt: tu was! Laut Energieberatung co2online lassen sich im Schnitt 320 Euro pro Jahr und Haushalt sparen. Wie? Zum Beispiel mit einem Klick auf den nächsten Button.

Stromspartipps, die wirklich was bringen

 

Nutz den StromCheck. 

Alternativ kannst du gleich das Tool StromCheck von co2online nutzen. Mit ein paar Angaben zu deinem Haushalt erfährst du, ob dein Stromverbrauch niedrig, mittel oder hoch ist, und wie viel Geld und CO2 du jährlich sparen kannst. Die richtigen Maßnahmen, die auf deine persönliche Situation zugeschnitten sind, kriegst du beim StromCheck nach Registrierung gleich mitgeliefert. Kostenlos natürlich.  

Berechne jetzt deinen Preis für Wirklich Ökostrom

 

Wieso du mit Stromsparen allen hilfst. 

Nur wenn du deinen eigenen Stromverbrauch kennst, weißt du, wie viel Strom du sparen kannst. Neben der Kostenersparnis darfst du den noch viel größeren Gewinn nicht vergessen: Energieeffizienz ist ein ganz wichtiger Pfeiler der Energiewende. Unser Ziel ist ja, unseren Strombedarf mit Ökostrom zu decken. Den kann man aber nicht einfach so herzaubern. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist es daher wichtig, dass wir mit weniger Strom auskommen. Dahinter steht kein Verzicht, sondern das Lernen, dass es auch mit weniger geht. Dafür gibt es viele Wege. Zum Beispiel unsere Tipps zum Strom sparen, Heizenergie sparen und Warmwasser sparen. 

Und natürlich ist der Wechsel zu Wirklich Ökostrom einfach wichtig. So verursachst du mit deinem Stromverbrauch kein CO2 und reduzierst deinen CO2-Fußabdruck um ein richtig großes Stück. Finde mit unserem Tarifrechner heraus, was Wirklich Ökostrom für dich kostet und viele CO2 du damit jährlich sparst.

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