Thermostat richtig einstellen

Wie schwer ist es, ein Thermostat zu bedienen? Ja, gar nicht schwer. Und trotzdem neigen wir dazu, uns da irgendwie zu verdrehen. Denn laut Heizspiegel könnten die Haushalte in 90 % der Wohngebäude durchschnittlich 500 Euro Heizkosten pro Jahr sparen. Daraus sollte man jetzt zwar noch nicht schließen, dass jede:r seine Heizkosten um diese Summe senken kann. Aber mehr Feingefühl beim Heizen wird in jedem Fall belohnt. Und einfach ist es auch. Diese Basic-Tipps kriegt jeder hin.

von Michael

 

Heizkosten sparen – Tipp 1: Dreh ein Grad runter. 

Ob es jetzt 20 °C oder 21 °C hat, merkst du nicht. Aber bei der Heizung spart jedes Grad weniger rund 6 % Energie. Und das macht sich auf der Heizkostenrechnung bemerkbar. Kennst du die empfohlenen Raumtemperaturen? Es sind 20 °C im Wohnzimmer und 18 °C in der Küche. Hier darf das Thermostat schon mal runtergedreht werden, weil die Töpfe oder der Backofen eh für Hitze sorgen. Im Bad darf es mit 22 - 24 °C etwas wärmer, im Schlafzimmer dürfen die Heizkörper mit ca. 18 °C etwas kühler sein. Man deckt sich ja zu.

 

So stellst du dein Thermostat richtig ein.

Für alle, bei denen nur Zahlen von 1 bis 5 auf dem Thermostat stehen: Stufe 1 entspricht etwa 12 °C, und mit jeder weiteren Stufe erhöhst du die Temperatur um etwa 4 °C. Wichtig zu wissen: Stufe 5 heizt nicht schneller als beispielsweise Stufe 3. Du bestimmst lediglich die Endtemperatur. Und die ist bei 5 ohnehin zu hoch. Also schenk sie dir!

Hier gibt's mehr Infos rund ums Thermostat
Grafik: Thermostat richtig einstellen
Thermostate richtig einstellen: Jede Stufe erhöht die Temperatur um 4 °C.

Heizkosten sparen – Tipp 2: Entlüfte die Heizung.

Du träumst in letzter Zeit von Wasserfällen? Das ist die gluckernde Heizung, die sich deine Träume schleicht, um dir zu sagen, dass du sie entlüften sollst. Eine aufgeblähte Heizung nervt und wird auch nicht richtig warm. Bei Heizungen mit Ventil ist Lüften aber keine große Sache. Hol dir im Baumarkt einen Entlüftungsschlüssel, dreh damit vorsichtig das Ventil an der Seite auf und lass behutsam die Luft raus. Wenn statt Luft Heizwasser rauskommt, kannst du das Ventil wieder zudrehen. Halte beim Entlüften ein Gefäß unters Ventil und einen Lappen bereit. Du weißt dann schon, warum.

 

Heizkosten sparen – Tipp 3: Stopp den Wärmeverlust hinter der Heizung.

Hinter der Heizung geht viel Wärme verloren, die eigentlich für dich gedacht ist. Hol dir aus dem Baumarkt eine mit Alu beschichtete Dämmmatte und befestige sie hinter der Heizung. Das Alumaterial strahlt die Wärme dann zurück in den Raum. Denke auch bei dieser Maßnahme daran, regelmäßig zu lüften, um Schimmel vorzubeugen. 

Hast du eine Wärmepumpe? Da haben wir auch ein paar Heiztipps.

Heizkosten sparen – Tipp 4: Halte die Heizkörper frei.

Wenn die Heizung an ist, sollte sie frei von Stühlen, Sesseln oder Regalen sein, damit sich die Heizenergie dort nicht staut. Die Heizung soll ja den Raum wärmen und sich nicht in der hintersten Ecke verkriechen. Möbel vor der Heizung können bis zu 15 % der Wärme „vernichten“. Auch bei zugezogenen Vorhängen kann sich die Wärme nicht im Raum verteilen. 

 

Heizkosten sparen – Tipp 5: Smart heizen.

Ein smartes Thermostat funktioniert folgendermaßen: Eine App auf deinem Smartphone erkennt, ob du zu Hause bist oder nicht. Es reagiert auf die aktuelle Wetterlage und stellt die Raumtemperatur von alleine ein. Laut dem Hersteller tadoº kannst du mit smarten Thermostaten bis zu 31 % deiner Heizkosten sparen. Ein 2-Personen-Haushalt in einer 100-m2-Wohnung kann so mehrere hundert Euro im Jahr sparen. 

Mehr über smartes Heizen erfahren

Heizkosten sparen – Tipp 6: Isoliere deine Fenster.

Zieht’s? Hol dir beim Baumarkt Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen und fülle damit die Fensterspalten. Klingt aufwendig, ist aber tatsächlich nur ein Handgriff. Da die Luft nach dem Abdichten allerdings nicht mehr automatisch ausgetauscht wird, musst du öfter lüften.

 

Heizkosten sparen – Tipp 7: Zieh die Vorhänge zu.

Wenn du die Rollos runterlässt oder die Vorhänge zuziehst, kannst du machen, was du willst, und: Du sparst Wärme, die sonst über die Fenster nach draußen verloren geht. 

 

Heizkosten sparen – Tipp 8: Stoßlüften ist besser als kippen.

Dauerhaft gekippte Fenster kühlen die Wände aus und bringen Schimmel, vor allem im Bad. Lieber mindestens drei bis vier Mal am Tag stoßlüften. Das spart Energie. Aber achte darauf: Je wärmer es draußen ist, desto länger solltest du lüften. Im Winter reichen auch ein paar Minuten.

 

Heizkosten sparen – Tipp 9: Tür zu!

Lass die Türen zu, wenn ein Raum schon warm ist. So geht keine Energie verloren. Sollte aber durch den Schlitz unter der Tür immer noch die Kälte angekrochen kommen, lässt sich dieses Problem auch schnell lösen. Einfach einen Zugluftstopper vor den Türschlitz am Boden legen.

Heizkosten sparen – Tipp 10: Heizung nie ganz ausschalten.

Soll man die Heizung bei Abwesenheit eigentlich ganz abdrehen? Wenn deine Wohnung oder dein Haus schnell auskühlt, solltest du der Heizung ein bisschen Wärme lassen. Oft ist der Energieverbrauch, um eine völlig ausgekühlte Wohnung warm zu bekommen, höher als das Heizen auf niedriger Stufe. Und neben dem Kostenvorteil gibt es noch einen weiteren Grund deine Heizung nicht ganz auszuschalten: Du verhinderst, dass Schimmel entsteht.

Heizt du mit Strom? Hier findest du Heiztipps für Stromheizungen.

Heizkostenvergleich nach Heizsystem und Wohnungsfläche.

Wie hoch dürfen Heizkosten eigentlich sein? Was ist normal? Für solche ratlosen Momente lohnt sich der Blick in den bereits erwähnten Heizspiegel. Dort kannst du deine Heizkosten mit dem Bundesdurchschnitt vergleichen. Um von einem hohen Verbrauch runterzukommen, empfiehlt sich der Heizcheck, mit dem du den Heizenergie-Verbrauch deines Gebäudes in wenigen Minuten kennenlernst. Wohnst du in einer Wohnung ist es wichtig, dass du nicht deine eigene Wohnfläche angibst, sondern die beheizte Fläche des gesamten Wohngebäudes. Alle wichtigen Infos, die du für deinen Heizkostenvergleich brauchst, solltest du auch auf deiner letzten Heizkostenabrechnung finden.

 

Heizkostenvergleich in €: Wohnfläche des Gebäudes 100 bis 250 m2.

Energieträger  NiedrigMittelErhöht
Erdgasbis 7,80bis 12,00bis 17,00
Heizölbis 9,30bis 13,20bis 18,10
Fernwärmebis 9,50bis 14,30bis 22,60
Wärmepumpe bis 8,00bis 11,50

bis 22,50  

*Quelle: Heizspiegel für Deutschland 2020.

Richtiges Heizen schützt das Klima. 

Heiztipps sind natürlich nur ein Teil eines bewussten Energieverbrauchs, nur eine Aktion unter vielen, um sich die eingangs erwähnten 500 Euro zurückzuholen. Heiztechnik, Energieträger und der Effizienzstandard eines Gebäudes sind ebenso entscheidend. Klar ist: Wer mit erneuerbarer Energie wie Wirklich Ökogas oder Wirklich Ökostrom heizt, verursacht in diesem Bereich praktisch kein CO2. Leider haben gerade viele Mieter:innen oft wenig Einfluss auf Energieträger und Heizsystem. Sie müssen sich damit begnügen, was in ihrem Haus eingebaut ist. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sind das zu 48 % Gasheizungen, zu 25 % Ölheizungen. Die große Mehrheit heizt also mit den Energieträgern, die die Erde weiter aufheizen. 37 Milliarden Tonnen CO2 haben die fossilen Energieträger 2019  laut Global Carbon Project der Universität Stanford weltweit verursacht.

In Deutschland kommt das Problem hinzu, dass laut BDEW jede zweite Heizung älter ist als 20 Jahre – und damit ineffizient. Allein deshalb ist ein bewusster Wärmekonsum unerlässlich. Denn der Mangel an klimafreundlicher Energie und Heiztechnik gepaart mit einem hohen Heizenergieverbrauch sorgt dafür, dass der Wärmeverbrauch laut Heizspiegel im Schnitt rund 33 % der CO2-Emissionen einer Person ausmacht. 

CO2-Ersparnis mit Wirklich Ökostrom berechnen

Die richtige Energie für CO2-freies Heizen. 

Wirklich Ökogas für deine Heizung.

Umso wichtiger ist es, dass alle, die ihren Gasanbieter frei wählen können, mit erneuerbarer Energie heizen. Mit Wirklich Ökogas aus 100 % erneuerbaren Energien von Polarstern spart sich jeder Haushalt das CO2 fürs Heizen komplett und reduziert dadurch seinen CO2-Fußabdruck gleich um mehrere Größen. Außerdem investieren wir für jede Kilowattstunde, die du verbrauchst, 0,21 Cent in den Ausbau der erneuerbaren Energien im Gasmarkt, und: dein Wechsel sorgt dafür, dass die Energiewende in Kambodscha und Madagaskar vorankommt. Denn Polarstern haben wir gegründet, um die Energiewende weltweit voranzutreiben.

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Tabelle: CO2-Vermeidung beim Wechsel zu Wirklich Ökogas.

FlächeCO2-Einsparung
40 m21.150 kg CO₂
80 m22.300 kg CO₂
120 m23.450 kg CO₂
180 m25.175 kg CO₂
220 m26.325 kg CO₂

Quelle: Tarifrechner von Polarstern.

 

Wirklich Ökostrom für strombetriebene Heizungen.

Für strombetriebene Heizungen bieten wir Wirklich Ökostrom auch als Spezialtarif für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Auch hier senkst du deinen CO2-Ausstoß auf praktisch 0 und unterstützt die Energiewende weltweit. Für jede verbrauchte Kilowattstunde investieren wir 1 Cent in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dafür sind wir nun zum siebten Mal von Öko-Test mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet worden.

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