Heizkosten senken

Ist es schwer, ein Thermostat zu bedienen? Nein und irgendwie doch ja. Denn wir neigen dazu, uns da irgendwie zu verdrehen. Laut Heizspiegel könnten die Haushalte in 90 % der Wohngebäude durchschnittlich 500 Euro Heizkosten pro Jahr sparen. Daraus sollte man zwar noch nicht schließen, dass jede:r seine Heizkosten um diese Summe senken kann. Aber mehr Feingefühl beim Heizen rechnet sich auf alle Fälle für dich und das Klima. Und einfach ist es auch. Wir haben eine ultimative Liste mit 38 Heiztipps für dich zusammengestellt. Ausprobieren ausdrücklich erwünscht!

von Ludwig und Michael

Egal wie du wohnst, in unseren Wohnungen, WG-Zimmern, Miethäusern und Einfamilienhäusern hast du viele versteckte und unbekannte Möglichkeiten, Heizkosten zu senken. Wirklich. Und die beste Nachricht ist, oft genug reichen kleine und völlig kostenlose Kniffe, wie unser Ratgeber zeigt. So sparst du am Ende nicht nur bares Geld, sondern schonst auch unseren Planeten. Denn je weniger Energie wir alle verbrauchen, desto besser ist es für die Umwelt und das Klima.

Wie viel Sparpotenzial wir im Schnitt verstreichen lassen, das zeigen der Strom- und der Heizspiegel des unabhängigen Verbraucherportals CO2online.

Hohes Sparpotenzial im Haushalt
Bei Strom und vor allem beim Heizen gibt's viel Sparpotenzial, um die Kosten zu senken.

Die richtige Temperatur macht's - so geht's.

1. Stell dein Thermostat richtig ein und dreh mal runter. Ob es jetzt 20 °C oder 21 °C hat, merkst du nicht. Aber bei der Heizung spart jedes Grad weniger rund 6 % Energie. Und das macht sich auf der Heizkostenrechnung bemerkbar. Kennst du die empfohlenen Raumtemperaturen? Es sind 20 °C im Wohnzimmer und 18 °C in der Küche. Hier darf das Thermostat schon mal runtergedreht werden, weil die Töpfe oder der Backofen eh für Hitze sorgen. Im Bad darf es mit 22 – 24 °C etwas wärmer, im Schlafzimmer dürfen die Heizkörper mit ca. 18 °C etwas kühler sein. Man deckt sich ja zu.

Für alle, bei denen nur Zahlen von 1 bis 5 auf dem Thermostat stehen: Stufe 1 entspricht etwa 12 °C, und mit jeder weiteren Stufe erhöhst du die Temperatur um etwa 4 °C. Wichtig zu wissen: Stufe 5 heizt nicht schneller als beispielsweise Stufe 3. Du bestimmst lediglich die Endtemperatur. Und die ist bei 5 ohnehin zu hoch. Also schenk sie dir!

Thermostat
Stufe 4 und 5 am Thermostat brauchst du zum Heizen eigentlich nie.

2. Bau elektronische Thermostate ein statt herkömmlicher. Die Verwendung von programmierbaren Thermostatventilen mit Nachtabsenkung sorgt für energieeffizientes Heizen und vermindert den Ausstoß von CO2 um durchschnittlich 430 kg pro Jahr. In einem Einfamilienhaus mit 110 m2 und zwölf Heizkörpern spart der Austausch von über 15 Jahre alten Thermostatventilen gegenüber programmierbaren Thermostatventilen pro Jahr 125 Euro.

3. Mach’s nicht nur nachts kühler. Die Nachtabsenkung der Temperatur auf 15 °C kannst du auch tagsüber nutzen, wenn du zum Beispiel viel außer Haus bist. Am besten gelingt das mit elektronischen bzw. programmierbaren Thermostaten, siehe Tipp 2.

Soll man die Heizkörper bei Abwesenheit eigentlich ganz abdrehen? Wenn deine Wohnung oder dein Haus schnell auskühlt, solltest du der Heizung ein bisschen Wärme lassen. Oft ist der Energieverbrauch, um eine völlig ausgekühlte Wohnung wieder warm zu bekommen, höher als das Heizen auf niedriger Stufe. Und neben dem Kostenvorteil gibt es noch einen weiteren Grund deine Heizung nicht ganz auszuschalten: Du verhinderst, dass sich Schimmel bildet.

Maßnahmen am und um den Heizkörper herum.

4. Schluss mit dem Heizungsgluckern. Du träumst durch die Geräusche deiner Heizung schon von Wasserfällen? Dann heißt das nicht, dass du Ohrstöpsel brauchst, sondern dass du sie entlüften sollst. Eine aufgeblähte Heizung nervt nämlich nicht nur, sie macht auch nicht richtig warm. Bei Heizungen mit Ventil ist Lüften keine große Sache. Hol dir im Baumarkt einen Entlüftungsschlüssel, dreh damit vorsichtig das Ventil an der Seite auf und lass behutsam die Luft raus. Wenn statt Luft Heizwasser rauskommt, kannst du das Ventil wieder zudrehen. Halte beim Entlüften ein Gefäß unters Ventil und einen Lappen bereit. Du weißt dann schon, warum.

 5. Heize den Raum, nicht die Wände. Hinter der Heizung geht viel Wärme verloren, die eigentlich für dich gedacht ist. Hol dir aus dem Baumarkt eine mit Alu beschichtete Dämmmatte und befestige sie hinter der Heizung. Das Alumaterial strahlt die Wärme dann zurück in den Raum.

6. Befreie deine Heizung von Stühlen, Sesseln oder Regalen. Die Heizung soll ja den Raum wärmen und nicht die Möbel. Vor eine Heizung gestellt können sie bis zu 15 % der Wärme „vernichten“ und der Raum wird nicht gleichmäßig beheizt.

7. Okay, Ausnahmen gibt’s. Aber sie sollten Ausnahmen bleiben. Musst du aus Platzgründen doch ein Möbelstück in der Nähe eines Heizkörpers platzieren, platziere die Couch, Kommode etc. mindestens 20 bis 30 cm entfernt vom Heizkörper.

8. Schotten dicht! Zieh die Vorhänge zu bzw. lass die Jalousie runter, wenn du im Winter heizt. So kann die Wärme nicht so leicht über die Fenster nach außen entweichen und die kalte Luft draußen dringt nicht so stark durch die Fensterritzen in deine Wohnung.

Richtig lüften und Schimmel vorbeugen.

9. Kurz und kräftig, statt lang und langsam. Verzichte beim Lüften auf stundenlang gekippte Fenster – vor allem im Herbst und Winter. Mach lieber mehrmals am Tag die Fenster ganz auf und lass richtig schön Luft rein. Ansonsten kühlst du den Raum komplett ab und darfst alles wieder aufheizen.

10. Querlüften. Soll der Luftaustausch schnell erfolgen, brauchst du einen Luftzug und den erzeugst du ganz einfach, wenn du gegenüberliegende Türen/Fenster öffnest.

11. Erfrischung vor dem Schlafen. Im Schlafzimmer solltest du kurz vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen stoßlüften. So kommt viel Sauerstoff und kühle Luft rein, die Wäsche riecht frischer und du kannst gut schlafen.

Fenster dicht machen.

Fenster sind – wenn sie nicht gut isolieren – der wunde Punkt in deiner Wohnung. Erst recht in älteren Gebäuden. Damit du dein Geld nicht im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Fenster verheizt, kannst du einiges dagegen tun.

12. Es zieht! Kommt durch deine Fenster dauernd ein kleiner Luftzug, fehlen ihnen oftmals Dichtungen oder sie sind nicht mehr intakt. Fensterdichtungen gibt’s im Baumarkt in verschiedensten Modellen schon ab 15 bis 20 Euro.

13. Zugluftstopper nutzen. An besonders kalten Tagen im Winter kann es auch viel bringen, wenn du eine dicke Decke oder ein längliches Kissen an Tür- und Fensterspalten legst. So fängst du einen guten Teil der eindringenden Kälte ab und es bleibt warm in deiner Wohnung.

 

So, das waren die ersten dutzend allgemeinen Tipps, rund ums Heizkosten sparen. Wie viel sie bringen können, hat das Portal CO2online ermittelt.

Energiespartipp Anschaffung in Euro  Max. jährl. Sparpotenzial in Euro
Elektr. Heizkörperthermostate   60/120 115
Heizkörper entlüften 0 60
Raumtemperatur senken 0 75
Richtig lüften 0 155
Fenster abdichten 13/25 65
Vorhänge schließen 0 15
Sparsamer Duschkopf 30 375

Quelle: CO2online, Beispiele basieren auf folg. Haushaltsgrößen: 70 qm-Wohnung im Mehrfamilienhaus mit Gasheizung / 2 Personen, 110 qm-Einfamilienhaus mit Gasheizung / 3 Personen

Aber wir sind noch lange nicht am Ende. Weiter geht’s mit speziellen Räumen und den Heizsparoptionen hier.

Heizkosten senken beim Duschen und Baden.

Der Warmwasserverbrauch wird beim Energiesparen gerne mal vergessen. Dabei fallen in den meisten Haushalten durchschnittlich 14 % des Energieverbrauchs beim Warmwasserverbrauch an. Darum Augen auf im Bad – auch hier kannst du deine Heizkosten optimieren.

14. Besser duschen! Der Warmwasserverbrauch durch Duschen und Baden ist hoch. Während für ein Vollbad rund 150 Liter Wasser benötigt werden, verbraucht man für eine sparsame Fünf-Minuten-Dusche im Schnitt rund 50 Liter. Überlege dir, ob es wirklich ein Vollbad sein muss oder ob eine kurze Dusche reicht. Je seltener du ein Bad nimmst, desto besonderer wird es. Wirklich.

15. Dusch lieber warm, nicht heiß. Eine um fünf Grad niedrigere Wassertemperatur spart schon 10 % Energie.

16. Investiere in einen sparsamen Duschkopf. Natürlich fallen beim Duschen Kosten für Wasser und Heizen an. Damit du den Wasser- und Energieverbrauch senkst, kannst du einen sparsamen Duschkopf mit geringerer Durchlaufmenge verwenden. Die kosten meist nur rund 30 Euro. Auf lange Sicht hast du die Kosten schnell drin und sparst Wasser und Energie.

17. Hast du einen Heizkörper für deine Handtücher, nutze ihn hauptsächlich zum Trocknen der Handtücher und drehe ihn wieder runter, sobald sie trocken sind.

18. Auch das Bad lüften. Nach dem Duschen immer lüften, damit die Feuchtigkeit verdrängt wird. Das ist eine Grundregel gegen Schimmel.

Noch mehr Tipps, wie du Warmwasser sparst

Pimpe deine Heizung.

19. Setz auf programmierbare Thermostate. Es erfordert schon ein bisschen Disziplin, ständig jeden Heizkörper auf die richtige Temperatur zu regulieren. Mit programmierbaren Thermostaten lassen sich gewünschte Temperaturen für bestimmte Uhrzeiten einfach vorprogrammieren. So hat es zum Beispiel morgens im Bad automatisch schöne 23 °C. Programmierbare Thermostate lohnen sich vor allem für Haushalte mit vielen Heizkörpern. Der Austausch erfordert in der Regel keine großen handwerklichen Fähigkeiten: altes Thermostat abschrauben – neues drauf, fertig.

20. Hol dir ein Upgrade auf smarte Thermostate. Das ist auch für Mieter:innen interessant. Smarte Thermostate regulieren die Raumtemperatur automatisch nach Anwesenheit der Personen und Wetterlage. Weil die Thermostate mit einer App auf deinem Handy vernetzt sind, erkennen sie zum Beispiel, ob du das Haus verlässt oder gerade nach Hause kommst. Im Ergebnis sparen smarte Heizanwendungen so bis zu 30 % Heizenergie.

21. Mach einen hydraulischen Abgleich. Spätestens wenn es in deinem Haus im Erdgeschoss zu heiß und im obersten Stock zu kalt ist, muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Dazu brauchst du eine Fachkraft. Unter einem hydraulischen Abgleich versteht man die optimale Regulierung des Heizwassers in den Rohren. Oft verteilt sich das Heizwasser nicht gleichmäßig. Nahe am Heizkessel stehende Heizkörper sind überversorgt, weit entfernte unterversorgt und werden nicht heiß.

 

Und noch immer ist nicht Schluss. Je nach Heizungsart, ob Wärmepumpe, Nachtspeicherheizung oder Elektroheizung, haben wir für dich weitere spezielle Heizspar-Tipps. Los geht’s…

Heizkosten sparen mit Wärmepumpe.

22. Spezielle Ergänzung, wenn du viel Wärme brauchst. Hast du an besonders kalten Tagen einen hohen Wärmebedarf, weil die Gebäudedämmung nicht optimal ist, kann die Kombination der Wärmepumpe mit einem Gasbrennwertkessel helfen. Er wird dann als Spitzenlastkessel eingesetzt, also nur dann, wenn wirklich viel Energie benötigt wird, die die Wärmepumpe alleine nicht decken kann.

23. Mit Fußboden- oder Flächenheizung kombinieren. Sie haben eine niedrige Vorlauftemperatur und sind daher ideal für die Kombination mit einer Wärmepumpe geeignet. Achte allerdings darauf, dass sie nicht von Teppichen verdeckt werden.

24. Plane richtig mit Expert:innen. Wenn die Wärmepumpe für warmes Wasser zuständig ist, muss der künftige Verbrauch genau geplant werden. Durch Fehleinschätzungen entstehen höhere Kosten. Am besten du holst hier bei Expert:innen Rat.

25. Achte auch auf die Umwälz- oder Solepumpe. Über die Regelung der Umwälz- bzw. Solepumpen steuert die Wärmepumpe den Heizwasserzufluss in die Heizkörper. Nicht nur bei der Wärmepumpe, auch bei solchen Komponenten wie die Umwälzpumpe sind Effizienz und regelmäßige Wartung wichtig.

26. Vorlauftemperatur richtig einstellen. Die Vorlauftemperatur der Heizung beschreibt die Temperatur des Heizungswassers am Austritt des Wärmeerzeugers. Das Wärmeverteilungssystem sollte so ausgelegt werden, dass der benötigte Wärmebedarf bei möglichst geringen Vorlauftemperaturen gedeckt werden kann. Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur ergibt dabei eine Einsparung von bis zu 2,5 %.

27. Wähle einen Wärmepumpentarif. Mit einem solchen Spezialtarif brauchst du nicht weniger Strom, aber die Stromkosten sind günstiger als beim klassischen Haushaltsstrom. Probier’s aus:

Hier deinen Tarif für Wärmepumpenstrom berechnen
Infografik Hohe Sparpotenziale bei Strom und Wärmepumpen

Heizkosten sparen mit Nachtspeicherheizung.

Knapp eine Millionen Haushalte heizen in Deutschland mit einer Nachtspeicherheizung, vor allem in älteren Gebäuden ist sie sehr verbreitet. Das „Problem“ ist nur: Sie braucht verdammt viel Strom. Umso wertvoller sind unsere Spartipps für dich.

28. Simpel, aber lohnenswert: Behalte den Wetterbericht im Blick. So kannst du besser vorausplanen, wie viel Wärme du am nächsten Tag benötigst.  

29. Rüste deine Nachtspeicherheizung mit einer Aufladesteuerung nach. Sie misst die Außentemperatur und zieht genau die Menge Strom, die für den nächsten Tag benötigt wird. Die Aufladesteuerung berücksichtigt auch die Restwärme des Geräts. So läuft die Nachtspeicherheizung nicht unnötig auf Hochtouren. Das spart bares Geld beim Heizen mit Strom. 

30. Lass dich von einem Heizungsinstallateur beraten, ob sich ein Austausch des Heizsystems lohnt. Gerade bei den Nachtspeicherheizungen im Altbau handelt es sich oft um veraltete Geräte. Mit einer Heizungssanierung können bis zu 40 % Heizkosten gespart werden. Das lohnt sich gleichermaßen für Immobilienbesitzer und Mieter. 

31. Nutze Solarstrom vom eigenen Dach. Wenn du eine Solaranlage hast, kannst du den Strom daraus für die Nachtspeicherheizung nutzen. Somit erhöhst du deinen Eigenverbrauch und sparst Stromkosten für deine Nachtspeicherheizung.

32. Nutze einen Nachtspeichertarif. Er ist preiswerter als der normale Haushaltsstrom. Weil du oft einen eigenen Stromzähler, der den Strombedarf deiner Nachtspeicherheizung misst, kannst du für sie einen eigenen Stromtarif erhalten.

Jetzt Preis für Nachtspeichertarif berechnen

Heizkosten sparen im Altbau.

33. Alte Thermostate auszutauschen ist die einfachste Optimierungsmaßnahme. Und die hat viel Einsparpotenzial. Mit nur wenigen Handgriffen lassen sich bis zu 150 Euro pro Jahr in einer 70 Quadratmeter großen Altbauwohnung sparen.

34. Rohre dämmen. Dieser Tipp ist einfach und vergleichsweise echt günstig, eignet sich aber nur für Hausbesitzer: Um Heizkosten im Altbau zu sparen, kannst du die Heizungsrohre im Gebäude dämmen. Dazu werde um die Heizungsrohre vorgefertigte Schaumstoffschläuche herumgelegt. Die Dicke der Dämmung sollte mindestens dem Rohrdurchmesser entsprechen.

35. Manchmal musst du Fenster auch wechseln. Besonders wenn du in einem sehr alten Haus wohnst, prüfe, ob du Fenster und Türen nicht besser ganz austauschen solltest. Denn in krassen Fällen reichen einzelne Dichtungen nicht mehr aus. Neuere Fenster mit Wärmeschutzverglasung haben wesentlich bessere Dämmwerte und sparen viel Heizkosten.

Heizkosten sparen im Eigenheim.

36. Nutz Solarthermie und erzeug dein eigenes Warmwasser. Solarthermie ist sinnvoll, wenn du den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energieträger voranbringen und Energiekosten sparen möchtest. Allerdings solltest du die Anlage möglichst passgenau auf deinen Bedarf abstimmen. Eine Solarthermieanlage liefert bis zu 60 % der Energie fürs Warmwasser und kann in Verbindung mit einem modernen Brennwertkessel deinen Heizbedarf um bis zu 30 % senken. Ab einer benötigten Warmwassermenge von etwa 40 Kubikmeter pro Jahr und Haushalt ist es sinnvoll, über eine solarthermische Anlage nachzudenken.

37. Nutz eine elektrisch betriebene Wärmepumpe mit Ökostrom. Besonders günstig und effizient heizt du mit einer Erdwärmepumpe. Sie funktioniert wie ein Kühlschrank – nur anders herum: mit einem Kondensator der Erdwärme zum Heizen nutzt. Wenn du dir eine Erdwärmepumpe einbauen lässt, ist das natürlich erst mal keine billige Investition. Deine Heizkosten kannst du damit aber langfristig um etwa 50 % im Vergleich zur herkömmlichen Erdgasheizung senken.

38. Setz auf smarte Rollläden. Smarte Rollladensteuerungen reagieren nämlich automatisch auf Licht und Außentemperaturen und du sparst dir nervige Handgriffe. Sie fahren an kalten Tagen automatisch hoch, um die Wärme der Wintersonne in den Raum zu lassen und wieder runter, wenn es dunkel wird. Das sorgt für Dämmung und hält die Wärme im Raum. Die Installation ist etwas aufwendiger als bei smarten Thermostaten. Damit deine Rollläden auf eine smarte App reagieren können, muss erst ein funkfähiger Rollladenmotor im Rollladenkasten eingebaut werden.

Heizkostenvergleich nach Heizsystem und Wohnungsfläche.

Wie hoch dürfen Heizkosten eigentlich sein? Was ist normal? Für solche ratlosen Momente lohnt sich der Blick in den bereits erwähnten Heizspiegel. Dort kannst du deine Heizkosten mit dem Bundesdurchschnitt vergleichen. Um von einem hohen Verbrauch runterzukommen, empfiehlt sich der Heizcheck, mit dem du den Heizenergie-Verbrauch deines Gebäudes in wenigen Minuten kennenlernst. Wohnst du in einer Wohnung ist es wichtig, dass du nicht deine eigene Wohnfläche angibst, sondern die beheizte Fläche des gesamten Wohngebäudes. Alle wichtigen Infos, die du für deinen Heizkostenvergleich brauchst, solltest du auch auf deiner letzten Heizkostenabrechnung finden.

Heizkostenvergleich in Euro: Wohnfläche des Gebäudes 100 bis 250 m2*.

Energieträger   Niedrig Mittel Erhöht
Erdgas bis 7,80 bis 11,60 bis 16,40
Heizöl bis 7,10 bis   9,70 bis 12,91
Fernwärme bis 9,30 bis 13,80 bis 21,40
Wärmepumpe bis 8,00 bis 11,50

bis 22,40

*Quelle: Heizspiegel für Deutschland 2021. Anmerkung: Da die Gaspreise zum Ende 2021 auf dem Weltmarkt sprunghaft gestiegen sind, dürften die durchschnittlichen Preise für Heizenergie 2022 weitaus höher ausfallen.

Richtiges Heizen schützt das Klima. 

Heiztipps sind natürlich nur ein Teil eines bewussten Energieverbrauchs, nur eine Aktion unter vielen, um sich die eingangs erwähnten 500 Euro zurückzuholen. Heiztechnik, Energieträger und der Effizienzstandard eines Gebäudes sind ebenso entscheidend.

Klar ist: Wer mit erneuerbarer Energie wie Wirklich Ökogas oder Wirklich Ökostrom heizt, verursacht in diesem Bereich praktisch kein CO2. Leider haben gerade viele Mieter:innen oft wenig Einfluss auf Energieträger und Heizsystem. Sie müssen sich damit begnügen, was in ihrem Haus eingebaut ist. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sind das zu 48 % Gasheizungen, zu 25 % Ölheizungen. Die große Mehrheit heizt also mit den Energieträgern, die die Erde weiter aufheizen.

In Deutschland kommt das Problem hinzu, dass laut BDEW jede zweite Heizung älter ist als 20 Jahre – und damit ineffizient. Allein deshalb ist ein bewusster Wärmekonsum unerlässlich. Der Mangel an klimafreundlicher Energie und Heiztechnik gepaart mit einem hohen Heizenergieverbrauch sorgt dafür, dass der Wärmeverbrauch laut Heizspiegel im Schnitt rund 33 % der CO2-Emissionen einer Person ausmacht. 

CO2-Ersparnis mit Wirklich Ökostrom berechnen.

Die richtige Energie für CO2-freies Heizen. 

Wirklich Ökogas für deine Heizung.

Umso wichtiger ist es, dass alle, die ihren Gasanbieter frei wählen können, mit erneuerbarer Energie heizen. Mit Wirklich Ökogas aus 100 % erneuerbaren Energien spart sich jeder Haushalt das CO2 fürs Heizen komplett und reduziert dadurch seinen CO2-Fußabdruck gleich um mehrere Größen. Außerdem investieren wir für jede Kilowattstunde, die du verbrauchst, 0,21 Cent in den Ausbau der erneuerbaren Energien im Gasmarkt.

Tabelle: CO2-Vermeidung beim Wechsel zu Wirklich Ökogas.

Fläche CO2-Einsparung
40 m2 1.150 kg CO₂
80 m2 2.300 kg CO₂
120 m2 3.450 kg CO₂
180 m2 5.175 kg CO₂
220 m2 6.325 kg CO₂

Quelle: Tarifrechner von Polarstern.

Berechne deinen Preis für Wirklich Ökogas.

 

Wirklich Ökostrom für strombetriebene Heizungen.

Für strombetriebene Heizungen bieten wir Wirklich Ökostrom auch als Spezialtarif für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Auch hier senkst du deinen CO2-Ausstoß auf praktisch 0 und unterstützt die Energiewende weltweit. Für jede verbrauchte Kilowattstunde investieren wir 1 Cent in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dafür sind wir schon sieben Mal in Folge von Öko-Test mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet worden.

Zu den Spezialtarifen

Für noch mehr Infos rund um richtig gute Energie, Klimaschutz, Spartipps für deinen Alltag und Neues aus der Polarstern-Welt melde dich doch zu unserem Newsletter an.

Zum Newsletter anmelden

Ökostrom ist viel günstiger als du denkst!

Wirklich besserer Strom ist keine Rolex. Und sogar meist günstiger als die Grundversorgung.

Weiterempfehlen vervielfacht deine Wirkung!

Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

Polarstern weiterempfehlen