Elektroauto im Winter: So sparst du Akku und Reichweite. | Polarstern Magazin

Im Winter müssen Fahrer von Elektroautos mit längeren Ladezeiten und geringeren Reichweiten rechnen. Woran das liegt, mit welchen Einschränkungen du rechnen solltest und wie du bei Kälte dafür sorgst, nicht Akku zu verlieren. 

von Michael

Inhalt:

 

Deshalb ist die E-Auto-Batterie im Winter schnell leer.

Das Problem kennt man vom Handy: Der Akku ist frisch aufgeladen, aber sobald man das Haus verlässt, rutschen die Prozent gemeinsam mit der Außentemperatur wieder nach unten. Lithium-Ionen-Batterien sind eben nicht nordisch by nature, und so mögen auch die Elektroauto-Batterien am liebsten milde Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C. Bei niedrigen Temperaturen verlieren die Akkus schnell an Kapazität und Spannung, weil das flüssige Elektrolyt in der Batterie seine elektrische Leitfähigkeit verliert. Um die gewohnte Leistung zu liefern, muss die Batterie mehr Energie aufbringen, ist dadurch schneller am Ende und das nagt an der Reichweite und Ladegeschwindigkeit. 

Wo sich ein konventionelles Auto die Abwärme des Verbrennungsmotors zunutze macht, zieht ein Elektroauto die Energie für die Wärme komplett aus der Batterie. 

 

E-Autos im Winter: So hoch sind die Reichweitenverluste.

Wie hoch Reichweitenverluste bei Kälte sein können, hat der ADAC mit seinen österreichischen Kollegen vom ÖAMTC getestet. Bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h bis 50 km/h kam das Testauto bei 0 °C nur halb so weit wie bei 20 °C. Unter 0 sank die Reichweite sogar um bis zu 65 %. Bei 100 km/h sind die Reichweitenverluste von Haus aus höher, wodurch der Unterschied zwischen 0 °C und 20 °C nur noch bei 10 % liegt und bei Minusgraden bei 20 %. Wie hoch die Reichweitenverluste im Einzelfall sind, hängt natürlich immer ab von der Fahrtgeschwindigkeit, der Temperatur und der Batteriekapazität. Trotzdem kann man immer dafür sorgen, dass nicht unnötig Reichweite verlorengeht. 

 

Tipps gegen Reichweitenverluste bei Kälte. 

 

 

 

Tipp 1: E-Auto In der Garage parken. 

Wer eine eigene Garage oder einen Stellplatz in einer Tiefgarage hat, sollte die Parkmöglichkeit im Winter konsequent nutzen. Das Auto ist der Kälte bei weitem nicht so stark ausgesetzt, das kühlt die Batterie nicht so stark ab und schützt die Scheiben vor Vereisung.  

 

Tipp 2: Elektroauto „vorheizen“.

Batterie und Innenraum des Elektroautos lassen sich vor dem Fahren vorwärmen. Bei den meisten Elektroautos der neueren Generation beschränkt sich der Aufwand auf die Bedienung einer App. Solange das Auto noch an der Ladestation hängt, kann diese mit Strom aus dem Netz die benötigte Energie fürs Heizen liefern – das spart Akku. Alternativ kann man ein Elektroauto vor der Fahrt auch mit einem kleinen Kfz-Heizlüfter vorwärmen und die Scheiben von Eis befreien. Dauerhaft eingebaute Luftstandheizungen fürs Auto sind dagegen teuer und werden oft mit Benzin und Diesel betrieben, was im E-Auto nun gar nichts verloren hat. Wenn, dann nur mit Bio-Methanol. Und wenn E-Auto: Dann nur mit Wirklich Ökostrom, Wirklich Autostrom oder Wirklich Autostrom Plus von Polarstern. So schützt du das Klima. Wirklich. 

>>> Zu unseren Autostromtarifen.

 

Tipp 3: Elektroauto bewusster wärmen.  

Am Thermostat zu Hause spart jedes Grad weniger rund 6 % Heizenergie. Im Elektroauto sorgt jedes Grad gesparte Energie dafür, dass mehr Power für die Batterie bleibt. Zu kalt sollte die Temperatur aber nicht eingestellt werden, sonst beschlagen die Scheiben. Und mit offenem Fenster möchte man jetzt auch nicht fahren. Ansonsten kann man die Wärme auch umverteilen: Innenraumtemperatur runter, dafür Sitz- und Lenkradheizung hoch. 

>>> Bewusst wärmen auch zu Hause – unsere Heiztipps. 

 

Tipp 4: Fahrten mit dem E-Auto gut planen. 

Bei einem Trip mit dem Elektroauto sollte man Reiseziel und Route anhand von Lademöglichkeiten wählen und dafür entsprechende Apps und Karten nutzen, etwa das Ladesäulenregister. Besonders bei der ersten Winterfahrt, wenn man noch nicht ganz einschätzen kann, wie hoch die Reichweitenverluste beim eigenen Auto ausfallen. Die Lademöglichkeiten werden übrigens massiv ausgebaut. Bis 2030 sollen 1 Million Ladepunkte in Deutschland vorhanden sein, plus 100.000 Schnellladepunkte. 

 

Tipp 5: E-Auto im Eco-Modus nutzen.  

Wie effiziente Waschmaschinen haben auch viele Elektroautos einen Eco-Modus. Wo sich die Waschmaschine für einen Waschgang Zeit lässt, verlangsamt der Wagen im Eco-Modus seine Geschwindigkeit. Die Räder bekommen dann weniger Kraft vom Motor. Manko des energiesparenden Fahrmodus: Je länger die Fahrtzeit, desto höher ist der Wärmebedarf. Da sollte man eine gesunde Mischung finden. Gut ist der Eco-Modus bei kürzeren Strecken, bei längeren ist ein schnelleres Ankommen oft die bessere Option. Denn je kürzer die Fahrtzeit, desto geringer ist der Wärmebedarf. 

 

Tipp 6. E-Auto mit Wärmepumpe wählen.

Wer gerade vorm Kauf eines E-Autos steht: Manche Modelle sind mit einer Wärmepumpe ausgestattet, die sehr viel effizienter heizen. In Haushalten machen sich Wärmepumpen je nach Technik die Umgebungstemperatur der Luft, des Bodens oder des Grundwassers zunutze und „pumpen“ sie auf ein höheres Level. Für jede investierte Kilowatt Strom, bekommt man dabei etwa vier Kilowatt Heizenergie raus. Bei Wärmepumpen im Auto kann man mit drei Kilowatt Heizenergie rechnen. Dort ist es die Temperatur von Batterie, Motor und Leistungselektronik, die auf ein höheres Level gebracht wird. 

 

Elektro-Winter-Wonderland. 

Dass sich Elektromobilität und kaltes Wetter vertragen, zeigt übrigens Norwegen. Laut ZDF sind dort bereits 53 % aller Neuzulassungen Elektroautos, 2025 sollen es 100 % sein. Auch wenn die Verkehrswende auch dort nicht ohne Challenges auskommt – von Wetterproblemen wurde bislang nichts berichtet. 

>>> Für zu Hause: Wirklich Ökostrom. 

 

 

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