Smart heizen mit Thermostat

Heizen ist der Bereich, wo Smart-Home-Anwendungen wirklich viel Energie sparen. Also dein goldener Schlüssel in Sachen Energiesparen. So ist von bis zu 30 % Einsparpotenzial die Rede. Das sind schnell mehrere hundert Euro pro Jahr. Erst recht in Zeiten hoher Preise. Wir verraten dir, welche Geräte besonders sinnvoll und sogar für Mieter:innen erlaubt sind und warum du trotzdem immer deinen Energieverbrauch im Blick haben musst.

Artikelfoto: Tado

von Ludwig

Vieles ist im Jahr 2022 richtig teuer geworden. So manchem tut der Blick auf den Kassenzettel oder die Gasrechnung so weh wie ein Besuch beim Zahnarzt. Viele sparen derzeit, wo es geht. Eine Investition, die sich dennoch oft lohnt, ist die in ein smartes Thermostat oder generell in Smart-Home-Heiztechnologie. Kaum ein Gadget macht sich gerade jetzt, wo die Energiepreise in den Himmel geschossen sind, so bezahlt – und wird zum praktischen Instrument gegen die Preisexplosion.

80 % der Energiekosten gehen beim Heizen drauf.

Das liegt auch daran, dass beim Heizen ein Großteil unseres Energiebedarfs anfällt, genauer gesagt im Mittel rund 80 %. Die Herausforderung liegt darin, dass du beim Heizen einiges falsch machen, aber eben auch richtig viel Energie sparen kannst. Heizen braucht eben etwas mehr Kompetenz als das Betätigen eines Lichtschalters. Ein, aus, bringt hier nicht viel.

Die wirklich besten Heiztipps für zuhause

5 Grundsatzfragen zu smarter Heiztechnik.

1. Wie verbreitet sind smarte Thermostate in Deutschland?

Laut dem Verband Bitkom nutzte 2022 etwa ein Viertel der Menschen in Deutschland smarte Thermostate. Der Thermostate-Hersteller Tado schätzt, dass erst 5 % der deutschen Haushalte ihre Heizungen mit smarten Reglern nutzen. 90 % der Nutzer:innen würden der Bitkom-Studie zufolge aber den Einsatz eines solchen Heizkörperthermostats Freunden und Familie empfehlen. Und: 88 % aller Deutschen fordern, dass die Potenziale von Smart-Home-Anwendungen für das Klima besser bekannt gemacht werden müssten.

2. Smart heizen – was bringt's?

Die Studien und Zahlen gehen hierzu teils stark auseinander. Ein Überblick: Smarte Heizkörperthermostate können vor allem in schlecht gedämmten Häusern dazu beitragen, die Heizkosten zu senken. Das ist das Ergebnis einer 2020 veröffentlichten Studie des Potsdamer Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS).

Bis zu 36 % Ersparnis bei den Heizkosten sind einer Studie des Fraunhofer Instituts für Bauphysik zufolge drin, wenn man verschiedene smarte Funktionen wie das Abschalten der Heizung beim Lüften, die Einzelraumregelung über smarte Thermostate und das nächtliche Absenken der Rollläden kombiniert.

Der Münchener Thermostathersteller Tado wirbt damit, dass seine Kunden ihre Heizkosten im Schnitt um 22 % senken können. Unabhängige Expert:innen halten das allerdings für zu optimistisch. Die Stiftung Warentest etwa ermittelte für Wohnungen ein Sparpotenzial von 5 bis 8 %. Die Zahlen sind stark vom energetischen Standard eines Gebäudes abhängig. Natürlich sparen ohnehin sparsame Haushalte mit dem Umstieg auf digitale Helfer weniger als verschwenderische Haushalte.

3. Für welche Haushalte sind digitale Thermostate geeignet?

Für nahezu alle Haushalte, auch für Mieter:innen, gibt’s smarte Lösungen, die sie ohne Genehmigung verwenden können. So lange die Technik beim Auszug wieder deinstalliert und der alte Zustand hergestellt werden kann, ist laut Expert:innen keine Erlaubnis nötig.

Smarte Thermostate gibt es für alle gängigen Heizungssysteme. Besonders groß ist die Auswahl an Heizkörperthermostaten. Hier konkurrieren auf Smart-Home-Geräte spezialisierte Marken wie Tado, Eve, Homematic oder Netatmo mit Herstellern wie Bosch.

Im Einfamilienhaus gibt’s zahlreiche Anwendungen. Neben einzelnen Thermostaten ist eine zentrale smarte Heiztechnik möglich. Auch der Heizkessel im Keller lässt sich in einigen Fällen in das Smart Home im Einfamilienhaus einbinden. Neuere Kessel verfügen teilweise über eine App-Anbindung.

4. Was kostet mich die Umrüstung auf smarte Technik?

Eine Studie des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) Potsdam liefert Einschätzungen: Die Kosten, um eine Durchschnittswohnung mit 64 qm auszurüsten, belaufen sich auf rund 340 Euro. Bei einem normalen Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 127 qm sind es rund 670 Euro. Die Forscher:innen befassten sich auch mit der Amortisationszeit. Damit die Investitionen innerhalb von zehn Jahren wieder reingeholt sind, braucht es Energieeinsparungen von 5,7 % im Haus, beziehungsweise 7,7 % in der Wohnung. Hinweis von uns: Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise für 2022/2023 können die Zahlen abweichen.

5. Wie sieht es mit der Installation aus?

Die Installation der meisten intelligenten Heizkörperthermostate ist sehr einfach. Im Gegensatz zu smarten Lösungen fürs gesamte Haus, die komplexer zu installieren sind. In der Regel brauchst du nur eine Rohrzange, um das alte Thermostat zu entfernen. Anschließend schraubst du das Thermostat an den Heizkörper und drehst es fest. Die restliche Installation erfolgt in der jeweiligen App am Smartphone oder Tablet.

Vorteile einer smarten Heizungssteuerung.

Wer sich für eine smarte Heizungssteuerung entscheidet, tut dies vor allem mit dem Wunsch nach mehr Komfort und Energieeffizienz, was letztlich dem Klima hilft. Schließlich klingt es verlockend: Du kannst das Haus verlassen oder die Räume lüften, ohne eigenhändig die Heizung zu bedienen; auch wenn dir ein Eingreifen natürlich jederzeit offensteht. Sogenanntes Geofencing bietet hier den entscheidenden Vorteil einer smarten Heizungssteuerung gegenüber programmierbaren Thermostaten.

Ein Fallbeispiel: Du kommst doch später von deinem Ausflug zurück als geplant. Ein programmierbares Thermostat würde schon einheizen, obwohl noch niemand zu Hause ist. Eine smarte Heizungssteuerung weiß über dein Smartphone, dass es noch dauert und fängt erst später das Heizen an. So verschwendet sie keine Energie.

Die Hardware regelt die Heizung nicht nur auf Basis deiner Konfiguration, sondern jederzeit per App oder Sprachbefehl, sofern die smarte Heiztechnik mit Alexa, Google Assistant oder Apple Home verknüpft ist.

7 typische Vorteile einer smarten Heizungssteuerung.

  • Sie bietet mehr Komfort, weil du die Heizung per App von unterwegs oder gar aus dem Urlaub steuern kannst.
  • Sie erkennt die An- oder Abwesenheit von Bewohner:innen automatisch über sogenanntes Geofencing.
  • Sie erkennt offene Fenster und offene Türen während des Lüftens. 
  • Sie berücksichtigt Internetdienste mit ihren Wetterprognosen.
  • Sie erstellt dir eine Verbrauchsanalyse deines Heizverhaltens.
  • Sie merkt sich die Heiz-Präferenzen der Bewohner:innen. 
  • Sie informiert über die Luftqualität im Raum und erinnert ans Lüften.  

Und was sind die Nachteile einer smarten Heizungssteuerung?

  • Relativ hohe Anfangsinvestitionen. Ein Thermostat kostet zwar nur rund 40 bis 90 Euro. Da aber ein einzelnes Thermostat keinen Sinn macht und du dein Zuhause im besten Fall möglichst umfassend ausstattest, kommen einige Kosten zusammen.
  • Einsatzgebiet durch WLAN-Funkreichweite begrenzt.
  • Datenschutzbedenken. Fachleute halten die Bedenken in der Theorie für gerechtfertigt, der Nutzen überwiegt aber.

Unterschied: Smartes Heiz- vs. smartes Raum-Thermostat. 

Ein smartes Heizkörperthermostat misst die Temperatur beim Heizkörper, während ein Raumthermostat die Temperatur an beliebiger Stelle im zu beheizenden Raum misst. Allerdings muss der Raumthermostat mit der Heizung verbunden werden, d.h. ein Raumthermostat alleine reicht nicht zum smarten Heizen. Erkundige dich deshalb vor dem Kauf eines smarten Raumthermostats nach der Kompatibilität mit den übrigen Heizelementen im Haus. Insgesamt ist das natürlich dann auch oft teurer als ein einzelnes smartes Heizkörperthermostat. Bringt aber oft eben auch mehr.

Kosten sparen mit smarter Heizung.

Auch smarte Heizungen sind noch keine Garantie fürs Energiesparen, aber mit etwas Feingefühl hast du eine faire Chance. Inzwischen gibt es sogar wissenschaftliche Erkenntnisse darüber.

Smarte Heiztechnologie spart im besten Fall bis zu 30 % Energie. 

Das Forschungsprojekt "Smart Home Rösrath" an der Technischen Hochschule Köln hat nachgewiesen, dass Haushalte ihren Gasverbrauch mit smarten Heizsystemen um bis zu 30 % senken können. Damit bestätigt die Studie praktisch, was Anbieter von smarten Thermostaten wie Tado versprechen.

Auch das Öko-Institut hat in einer Studie den Nutzen von smarten Heizsystemen bestätigt. Hier konnten Haushalte 142 Euro Heizenergiekosten sparen. Konkret sparten sie sogar 172 Euro, gaben aber eben 30 Euro für den Stromverbrauch der smarten Heiztechnik aus. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hat generelle Einsparmöglichkeiten von 15 % für alle Heizungen ermittelt, die sich mit dem Internet verbinden können.

Das gemeinnützige Portal CO2online geht davon aus, dass sich 9 bis 15 % sparen lassen.

Der größte Nachteil smarter Technik ist, dass die Thermostate selbst Strom benötigen, um dir beim Energiesparen zu helfen. Wer schon sehr bewusst heizt und typische Tagesabläufe hat, wird vermutlich mit einer smarten Anwendung nicht so viel mehr sparen können.

Weitere smarte Helferlein zum effizienten Heizen.

Smarte Jalousien.

Auch andere Elemente im Haus helfen dir, deinen Heizenergieverbrauch zu senken. Bestes Beispiel: Jalousien. Sie sorgen nicht nur für Sichtschutz, sondern haben ebenso eine Dämmfunktion (allerdings nur in Verbindung mit modernem Isolier- bzw. Wärmeschutzglas). Und das i-Tüpfelchen um hier Sparpotenziale zu heben sind smarte Jalousien. Sie sind mit Helligkeits- und Temperatursensoren ausgerüstet und sorgen so dafür, dass im Winter keine Wärme verlorengeht und im Sommer keine Kühle. Im Winter fahren die Rollläden bei starker Sonne hoch, um die Wärme zu nutzen, im Sommer passiert genau das Gegenteil: Die Rollläden verdunkeln automatisch den Raum, damit sich dieser nicht aufheizt. Auch eine "Random-Funktion" ist oft möglich. Dann werden die Jalousien zu zufälligen Zeiten aktiv, um deine Anwesenheit zu simulieren und dich so vor Einbrüchen zu schützen.

Was kann ich etwa einsparen?

Bei einer Isolierverglasung kann der Wärmeverlust bei geschlossenen Rollos theoretisch um fast 80 % sinken, versprechen einige Hersteller auf Grundlage von Untersuchungen. Ob du wirklich so viel sparst, hängt von vielen Faktoren ab, allen voran von der Verglasung deiner Fenster. Bei Wärmeschutzglas etwa kann der Wärmeverlust mit smarten Rollläden um 35 % sinken, wie das Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) ermittelt hat.

Was kostet mich das?

Normalerweise dürfen Mieter:innen ihre Rollläden smart nachrüsten. Besser ist es aber, sich vorher mit der/dem Vermieter:in abzusprechen und eine Erlaubnis einzuholen. Die Kosten für eine smarte Rollladensteuerung liegen je nach Funktionsumfang (Steuerfunktionen und Smart-Home-Funktionen) zwischen 70 und 170 Euro pro Jalousie.

Sensoren für Fenster und Türen.

Mit smarten Sensoren kann die Sonneneinstrahlung und Regen erfasst werden und über die smarte Zentralheizung dementsprechend mehr oder weniger geheizt werden. Über diese Sensoren lassen sich auch Dachfenster bei Sturm und Regen automatisch schließen. Und noch einen Vorteil gibt’s: Solche Fenstersensoren kannst du auch so programmieren, dass sich die Fenster bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit im Raum von selbst öffnen oder schließen.

Was kann ich etwa einsparen?

Allein mit Fenster- und Türsensoren wirst du nicht allzu viel sparen. Die Gadgets machen erst richtig Sinn, wenn sie mit intelligenten Thermostaten verwendet werden. Dann sind aber durchaus die üblichen 15 bis 20 % Heizkostenersparnis drin.

Was kostet mich das?

Smarte Tür- und Fenstersensoren gibt es unter anderem von Bosch, Tado und Tink. Erhältlich sind sie je nach Stückzahl etwa ab 100 Euro.

Warmwasseraufbereitung im smarten Zuhause.

Ja, auch das geht im Smart Home: smarte Warmwassererzeugung. Der Vorteil ist, dass Warmwasser mit Elektro-Durchlauferhitzern genau dann und dort erzeugt wird, wenn du es benötigst. Die Vernetzung ermöglicht verschiedene Temperaturen an unterschiedlichen Zapfstellen, wie der Spezialist Wibutler erklärt. Also etwa lauwarmes Wasser am Waschbecken und wärmeres Wasser in der Dusche.

Grundvoraussetzung für die Technik sind elektronische Durchlauferhitzer und eine dezentrale Warmwasserversorgung. Dabei werden die elektronischen Durchlauferhitzer genau dort positioniert, wo du warmes Wasser brauchst. Diese erhitzen das Wasser direkt beim Durchströmen des Gerätes, wie Wibutler erklärt.

Ein Warmwasserspeicher ist beim Betrieb eines Elektro-Durchlauferhitzers nicht erforderlich, sodass Wärmeverluste vergleichsweise gering sind, wie die Verbraucherzentrale erklärt. Das Wasser wird jedoch elektrisch erhitzt, was zu höheren Stromkosten führe, so die Verbraucherzentrale.

E-Durchlauferhitzer: Vor- und Nachteile im Überblick

Was kann ich etwa einsparen?

Das Einsparpotenzial ist Expert:innen zufolge eher gering, vor allem wenn man die zusätzlichen Stromkosten für die elektrischen Durchlauferhitzer gegenrechnet.

Was kostet mich das?

Mini-Durchlauferhitzer etwa von Vaillant oder Bosch gibt’s schon ab 90 bis 120 Euro. Für größere elektrische Durchlauferhitzer muss man schnell um die 300 Euro berappen. Bei der Amortisierung solltest du die höheren Stromkosten des Geräts im Hinterkopf behalten, so dass wir E-Durchlauferhitzer nicht uneingeschränkt empfehlen.

Smart Heizen mit einer PV-Anlage und einer Wärmepumpe.

Richtig effizient wird es, wenn du eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe nutzt und beide Komponenten clever verknüpfst. Die Wärmepumpe heizt auf diese Weise immer dann ihren Wärmespeicher, wenn die PV-Anlage gerade genügend Leistung erbringt. So kann sie die Solarenergie speichern und zeitverzögert später bei Wärmebedarf wieder abgeben.

Als Schnittstelle zwischen PV-Anlage und Wärmepumpe dient ein Energie-Management-System, auch Energiemanager genannt. Dieser schickt deinen selbst gemachten Ökostrom immer dorthin, wo er gerade am meisten im Haushalt gebraucht wird. Die Idee ist, dass du immer möglichst viel Eigenstrom und möglichst wenig Strom aus dem Netz beziehen musst, schließlich ist dein eigener Strom gratis. 

Leider wird eine Heizung immer dann am wenigsten gebraucht, wenn die Sonne am stärksten ist: im Frühling und Sommer. Wie praktisch, dass es auch Wärmepumpen gibt, die kühlen können. Außerdem kannst du mit Wärmepumpen dein Brauchwasser im Haus erhitzen. Warm geduscht wird schließlich auch im Sommer.

Wärmepumpe mit PV-Strom versorgen

Smart den Heizenergieverbrauch erfassen und visualisieren.

Egal ob du "nur" smarte Heizkörperthermostate nutzt oder die Energie fürs Heizen mit einer Photovoltaikanlage selbst erzeugst – die digitalen Techniken haben einen Vorteil gemeinsam: Sie visualisieren deinen Heizenergieverbrauch. Und wer weiß, wo er wie viel verbraucht, tut sich beim Sparen einfach leichter.

Die sekundengenauen Verbrauchskurven zeigen dir, wo die Wärme hingeht und ob die smarte Technik und dein Heizverhalten zu einem Verbrauchsrückgang geführt haben. Dieses Wissen ist viel wert: Von intelligenten Stromzählern, sogenannten Smart Metern, weiß man, dass Haushalte nach Einbau eines solchen Geräts durchschnittlich 15 % Strom sparen. 

Die Daten sind auch hilfreich, wenn du das Gefühl hast, dass deine Heizung eine Modernisierung nötig hat. Ein Fachmann kann sich die Daten ansehen und schnell ableiten, ob die Heizung noch effizient arbeitet. Selbst aus der Ferne lassen sich so wichtige Fragen klären, etwa welche Ersatzteile gebraucht werden. Für dich lohnt sich das insofern, weil es so vermutlich bei einem Handwerkertermin bleibt.

 

Mehr über Smart Meter erfahren

Kauf-Tipps für smarte Heiztechnik.

Smart Home: Nicht immer passt alles zusammen.

Wer sich smarte Heiztechnik zulegt, sollte immer darauf achten, dass die einzelnen Komponenten zusammenpassen. Geräte unterschiedlicher Hersteller funken mitunter auf verschiedenen Frequenzen. Wenn die Geräte miteinander kommunizieren sollen, müssen die Funkstandards also übereinstimmen. Das kann zum Beispiel ein herkömmliches WLAN sein oder Funkstandards wie ZigBee. Der Vorteil bei ZigBee ist, dass die Frequenz dein WLAN nicht überlastet. Smart-Home-Cracks empfehlen, dass WLAN in ein Mesh-Netzwerk mithilfe von AccessPoints, Repeatern oder Powerline-Adapter umzuwandeln. Die Komponenten sorgen dafür, dass der Empfang für alle smarten Geräte gleich gut ist, auch wenn etwa dicke Wände im Weg stehen. 

Wenn du dich nur für smarte Heiztechnik interessierst und keine langfristigen Pläne hast, dein Smart-Home immer weiter auszubauen, bist du mit einem Starter Kit, wie es viele Hersteller anbieten, bestens bedient. Die Komponenten passen zusammen, funken auf der gleichen Frequenz und unterstützen in der Regel auch die üblichen Sprachassistenten. Außerdem kosten die Komponenten im Paket etwas weniger als der Einzelkauf.

Smartes Thermostat
Ein smartes Thermostat des Herstellers Tado.

Smarte Heizkörperthermostate werden gefördert.

Im Rahmen von energetischen Sanierungen fördert die Bundesregierung sogar smarte Thermostate. Bedingung ist, dass du ein Haus besitzt und darin wohnst. Mieter:innen können die Förderung also nicht beantragen. Außerdem darf nur ein Fachbetrieb die Installation der smarten Heiztechnik vornehmen.

Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind alle Maßnahmen an Gebäuden, die die Energieeffizienz verbessern, förderfähig. Also auch die Installation eines Smart Home. Darüber hinaus lässt sich die Fachplanung und Baubegleitung der Maßnahmen durch Energieeffizienz-Expert:innen bezuschussen.

Mehr über energetische Sanierungen

Was wird vom BAFA alles gefördert?

  • Smart-Meter, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik für Heizungs-, Beleuchtungs-, Lüftungs- bzw. Klimatechnik
  • elektronische Heizkostenverteiler, Wasser- und Wärmemengenzähler zur Visualisierung und Analyse von Heizwärmeverbräuchen 
  • Wohnungsdisplay bzw. Nutzerinterfaces zur Anzeige von Daten der Heiz- und Elektroenergie
  • elektronische Heizkörperthermostate / Raumthermostate 
  • Integration von Luftqualitätssensoren, Fensterkontakten, Präsenzsensoren
  • Systemtechnik für den Datenaustausch

Hinweis: unvollständige Liste.

Wo kann ich die Förderung für mein Smart Home beantragen?

2022 hat sich bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) einiges geändert und viele Förderungen sind ausgelaufen. Wer smarte Heizungstechnik in seinem Zuhause einrichten will, kann über die BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen Investitionen vom Staat bezuschussen lassen.

Wie viel Asche vom Staat gibt's dafür?

Der Zuschuss vom BAFA beträgt 15 % der förderfähigen Kosten. Ein zusätzlicher Bonus on top in Höhe von 5 % ist dann möglich, wenn die Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten war (iSFP-Bonus). Die Fördergelder für smarte Heizungssteuerung gibt es übrigens sowohl für Wohngebäude als auch Nichtwohngebäude. Die Kosten für die Sanierung müssen sich auf mindestens 2.000 Euro belaufen. Die förderfähigen Kosten für einzelne Sanierungsmaßnahmen sind pro Jahr auf 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt.

 

Smarte Heiztechnologie ist auch Klimaschutz.

Auch wenn die eigenen Kosten für viele der wichtigste Mehrwert eines smarten Heizsystems sind, es steckt sogar noch ein höherer Sinn im smarten Heizen: Wo Heizenergie gespart wird, werden Ressourcen geschont. Ein Beispiel zeigt den starken Klimanutzen: Mit smarten Thermostaten kann ein typischer 4-Personen-Haushalt etwa 10 % Heizenergie sparen. Das entspricht bei 110 qm Wohnfläche mit Gasheizung und einem Heizenergiebedarf von gesamt 13.750 kWh im Jahr etwa 316 kg CO2 und rund 480 Euro pro Jahr – berechnet für einen Gaspreis von 35 Cent/kWh.

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Ludwig von Polarstern

Ludwig | Team Wirklich

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