

Welche Sanierungspflichten gelten 2026? Möglichkeiten und Förderungen für energetische Sanierung.
Cool bleiben: Wer eine funktionierende Öl- oder Gasheizung hat, muss sie nicht erneuern. Dennoch gibts bereits jetzt Sanierungspflichten für Eigentümer oder auch im Erbfall. Warum das keine schlechte Nachricht ist, welche energetischen Maßnahmen und erneuerbaren Heizungen es gibt und mit welchen Förderungen du bei Effizienzhaus-Sanierungen rechnen kannst – hier erfährst du's!
Sanierungsquote 2025 auf neuen Tiefstwert gefallen.
Deutschland hat ein dickes Problem. Eines, das nicht so leicht ins Auge fällt und das man erstmal hinter Gebäudefassaden, in dunklen Heizungskellern und auf Dachböden suchen muss. Das Problem: viel zu wenig energetische Sanierungen.
2025 ist die Sanierungsquote auf einen neuen Tiefstwert gefallen: Die Quote für energetische Sanierungen im Gebäudebestand ist 2025 auf 0,67 % gesunken. Nach 0,69 % im Vorjahr 2024 und 0,70 % im Jahr 2023 war dies ein neuer Negativwert. Dabei wäre eine Quote von rund 2 % nötig, um die angestrebten Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen.
Die Folgen des Sanierungsstaus sind gravierend: Er führt nicht nur zu höheren CO₂-Emissionen, sondern auch zu einem höheren Energiebedarf.
Ich muss sanieren! Welche Möglichkeiten für erneuerbare Heizungen habe ich?
Erst mal keine Panik. Steht eine Sanierung an, erwarten dich nach Abschluss praktisch nur Vorteile. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) fand heraus, dass ineffiziente Gebäude ein Energiesparpotenzial von 77 bis 79 % haben. Sprich mit einer Heizungssanierung senkst du deine Energiekosten deutlich.
Fossilen Heizungen muss man wirklich nicht hinterhertrauern. Der Klimaaspekt ist nur ein Grund. Ein Heizungstausch, den du freiwillig früher als nötig durchführst, wird sogar mit einem Geschwindigkeitsbonus über die Heizungsförderung belohnt.
Du fragst dich, welche erneuerbare Heizung die beste in Zukunft und am passendsten für deine Situation (zum Beispiel im Einfamilienhaus) ist? Diese Möglichkeiten hast du bei der Erneuerung:
- Wärmepumpe (klimafreundlich und Kostenvorteile gemäß §14a EnWG und Umlagen-Befreiung)
- Brennstoffzellenheizung
- Solarthermie (ergänzend zu anderem Heizsystem)
- Hybridheizung
- Moderne Gasheizung mit Ökogas (etwa mit Ökogas GEG von Polarstern)
- Biomasseheizung (z.B. Pelletheizung)
Willst du deine Heizung erneuern, solltest du darauf achten, eine Anlage einzubauen, die so gut wie keine CO2-Emissionen verursacht. Für die Zukunft ist das die beste Wahl, da die Nutzung klimaschädlicher, fossiler Energieträger sich aufgrund der steigenden CO2-Abgabe weiter verteuern wird – und man bspw. mit einer Wärmepumpe nicht abhängig ist von globalen Öl- und Gaspreiskrisen.
Siegeszug der Wärmepumpe.
Wärmepumpen, die mit echtem Ökostrom (zertifiziert mit dem Grüner Strom-Label) betrieben werden, rentieren sich wirtschaftlich und für die Umwelt. Nicht nur fürs Klima, auch für dich ist wenig CO2 die beste Wahl. Langfrsitig schlägt die Wärmepumpe fossile Heizungen aufgrund der geringen Betriebskosten klar, wie Studien zeigen. Das spricht sich rum: 2025 wurden in Deutschland erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft.
In der Tabelle siehst du, welche erneuerbaren Heizsysteme es gibt und mit welchen Kosten du rechnen musst.
Tabelle: Kosten, Umweltfaktor & Vorteile erneuerbarer Heizsysteme im Vergleich.
| Heizsystem | Anschaffungskosten* | Umweltfaktor | Vorteile in der Zukunft |
|---|---|---|---|
| Wärmepumpe | 13.000 – 50.000 € | Sehr effizient und klimafreundlich mit Ökostrom | - kombinierbar mit PV - geringe Heizkosten - günstige Spezialtarife, Umlagen-Befreiung |
| Gasheizung | 6.000 – 15.500 € | Sehr gut, wenn Ökogas genutzt wird | - gut, wenn mit Ökogas betrieben |
| Pelletheizung | 17.000 – 33.000 € | Ok, wenn aus nachhaltiger Forstwirtschaft | - preiswerter Rohstoff - weniger Abhängigkeit von Importen & Weltkrisen |
| Solarthermie | 8.000 – 13.000 € | Sauberste Form des Heizens dank Solarkraft | - günstige Solarenergie - koppelbar mit jeder Art von Heizung |
| Hybridheizung | 10.000 - 50.000 €** | Effizient & klimafreundlich, erfordert aber zwei Heizsysteme | - vielseitig einsetzbar - gut kombinierbar m. versch. Energieträgern |
Quellen: CO2online und eigene Recherchen.
*ohne Förderungen
**je nach Art und Kombination (Hybridheizung Gas & Wärmepumpe, Hybridheizung Gas & Solarthermie für Heizung und Warmwasser etc.)
Heizungsarten im Altbau: Welche erneuerbare Heizung ist die beste?
Im Altbau hast du mehrere (erneuerbare) Optionen, um die alte Heizung zu sanieren. Am klimafreundlichsten ist eine Heizung mit ausschließlich erneuerbaren Energien, etwa eine Wärmepumpe, für deren Einbau man auch 2026 eine staatliche Förderung bekommt, sofern du mit der Pumpe eine funktionierende Gas- oder Ölheizung ersetzt.
- Damit eine Wärmepumpe und Solarthermie zur Heizungsunterstützung im Altbau effizient laufen, ist eine gute Dämmung die beste Voraussetzung. Erforderlich sind außerdem entweder Flächenheizungen, große Plattenheizkörper oder kompakte Niedertemperatur-Heizkörper. Effiziente Grundwasser- und Erdwärmepumpen sind laut CO2online in Altbauten im Vergleich deutlich besser geeignet als Luft-Wärmepumpen. Insgesamt gilt das Heizen mit Wärmepumpe als günstigste Heizungsform.
- Für eine Pelletheizung sollte im Altbau ausreichend Lagerraum vorhanden sein, es gibt aber auch Erdsilos für den Garten; empfehlenswert ist zudem ein Staubabscheider. Interessant können auch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) oder eine Brennstoffzellenheizung sein, weil der Wärmebedarf in der Regel höher ist als im Neubau, so CO2online.
- Vorteil einer Gas-Hybridheizung bei der Modernisierung einer Heizung im Altbau ist der geringe Aufwand. Ein Gasbrennwertkessel wird dafür meist mit Solarthermie zur Warmwasserbereitung oder einer Luft-Wärmepumpe kombiniert. Voraussetzung ist ein Gasanschluss. Und: Man sollte dann mit Ökogas heizen.
Heizkessel & mehr: Welche Sanierungspflichten für Eigentümer gelten.
Freiwillig macht eine Heizungserneuerung Sinn (bspw. dank des Speed-Bonus bei der KfW-Heizungsförderung), es gibt aber auch Vorschriften, die dich schon jetzt zum Austausch der Heizung verpflichten können. Die EU wollte ursprünglich eine harte Sanierungspflicht für Bestandsgebäude, doch davon rückte man wieder ab. In Deutschland gibt es Pflichten zur Sanierung, etwa zur Heizungserneuerung, aber auch zu Dämmmaßnahmen.
Wann gilt Pflicht? Sanierungspflicht bei Eigentümerwechsel und Erbe.
Hauseigentümer unterliegen bei Altbauten (Kauf, Erbe, Schenkung) nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) einigen Sanierungspflichten, die meist innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen sind. Die Hauptpflichten umfassen den Austausch von über 30 Jahre alten Konstanttemperatur-Heizkesseln, die Dämmung der obersten Geschossdecken oder des Daches sowie die Isolierung von Heizungsrohren. Eine Ausnahme im Erbschaftsfall gibt’s aber: Erben, die das Haus bereits vor dem 01.02.2002 selbst bewohnt haben, sind von der Nachrüstpflicht befreit.
👉 Oberste Geschossdecke dämmen (§ 47 GEG).
Ist der Dachraum unbewohnt und nicht beheizt, ist eine Dämmung der obersten Geschossdecke nachzurüsten – zumindest dann, wenn diese nicht die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz erfüllt.
👉 Austauschpflicht und Betriebsverbot für 30 Jahre alte Heizkessel (§ 72 GEG).
Alte Öl- und Gasheizungen müssen nach 30 Jahren Laufzeit ausgetauscht werden. Wann gilt die Vorschrift? Die Sanierungspflicht gilt derzeit für Standard- und Konstanttemperaturkessel. Hingegen sind Niedertemperatur- und Brennwertheizungen von der Austauschpflicht noch ausgenommen (Stand: März 2026). Heizkessel von Gas- oder Ölheizungen dürfen längstens bis 31. Dezember 2044 mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.
👉 Warmwasserführende Rohre dämmen (§ 71 GEG).
Sind Heizungs- und Warmwasserrohre oder Armaturen nicht gedämmt, muss dieses in unbeheizten Räumen wie im Keller nachgeholt werden.
Gebäudeenergiegesetz (GEG) heißt seit 2026 anders.
Das Gesetz, das energetische Anforderungen und Heizungserneuerung festlegt, ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Die aktuelle Bundesregierung hat das Gesetz Anfang 2026 in Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) umbenannt. Zentrale Eckpunkte des GEG werden mit der GMG-Novelle gestrichen werden. So wollen Union und SPD unter anderem die 65-Prozent-Regel beim Einbau neuer Heizungen streichen und durch eine Grüngasquote ersetzen. Wichtig: Noch ist das GMG nicht in ein Gesetz gegossen, wenn es nach der Bundesregierung geht, soll das Gebäudemodernisierungsgesetz voraussichtlich zum 1. Juli 2026 in Kraft treten.
Newsletter holen & informiert seinDiese Pflichten im Altbau, Bußgelder und Ausnahmen gibt’s.
Wann und für wen aktuell eine Sanierungspflicht besteht, schreibt das Gebäudeenergiegesetz vor:
- Für Eigentümer:innen von Wohngebäuden gilt die Pflicht, die oberste Geschossdecke zu dämmen.
- Außerdem sind in einigen Fällen eine Heizungserneuerung, die Dämmung von Heiz- und Warmwasserleitungen oder sogar Wärmeschutzmaßnahmen an der Gebäudehülle vorgeschrieben.
- Ausnahme: Wie erwähnt, gilt für Eigentümer:innen von Ein- und Zweifamilienhäusern eine Ausnahme der Austausch- bzw. Sanierungspflicht, wenn sie das Haus schon seit Jahrzehnten selbst zu Wohnzwecken nutzen.
- Bei einem Eigentümerwechsel gilt die Vorschrift zu einer Sanierungspflicht immer. Sie betrifft sowohl Käufer:innen als auch Erben und Beschenkte. Erwirbt man eine Immobilie, hat man ab dem Kauf bzw. Erbe zwei Jahre Zeit für die Sanierung.
Ist der Einbau einer neuen Gasheizung 2026 noch sinnvoll?
Wer unabhängig von Gasimporten, vom steigenden CO2-Preis und von künftig steigenden Gasnetzentgelten sein will, sollte nicht mehr auf eine Gasheizung setzen. Die meisten Expert:innen sind sich einig: Gasheizungen können künftig zur Kostenfallen werden, und das noch weitaus mehr als heute schon. Wer weiter auf eine Gasheizung setzt, ist starken Preisausschlägen wie in der Energiekrise 2022 oder dem Nahost-Krieg 2026 schutzlos ausgeliefert, während Strom nicht importiert werden muss und du einen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpe auch mit einer PV-Anlage decken kannst.
Langfristig günstiger, deutlich effizienter und klimafreundlich heizt man hingegen mit einer Wärmepumpe, sofern sie mit Ökostrom betrieben wird. Elektrische Wärmepumpen sind im Gegensatz zu Gas- und Ölheizungen auch von der CO2-Abgabe ausgenommen. Und: Wärmepumpen funktionieren auch im Altbau gut, wie eine Fraunhofer-Studie gezeigt hat.
Um die Frage von oben zu beantworten: Der Einbau einer neuen Gasheizung ist aus heutiger Sicht nicht sinnvoll. Wenn dein Haus oder Gebäude die passenden Voraussetzungen mitbringt oder eine Sanierung sinnvoll ist, solltest du auf eine Wärmepumpe setzen.
Warum Wärmepumpen so effizient und auf lange Sicht günstiger sind, erfährt du in unserem großen Ratgeber.
Der Check: Gasheizung oder WärmepumpeSanierung: Einbau neuer Gasheizung wenig sinnvoll für die Zukunft.
Fazit: Eine moderne Gasheizung hat vielleicht ein paar Vorteile verglichen zu sehr alten und ineffizienten Gas-Heizungen – wobei Wärmepumpen mit Abstand am effizientesten sind. Wer doch auf Gas setzen will: Eine Gasheizung kannst du umweltfreundlich mit Wirklich Ökogas GEG betreiben. Checke hier deinen Tarif für Ökogas GEG von Polarstern.
Heizungssanierung: Aktuelle Förderungen beim Austausch.
Die Kosten bei der Erneuerung einer Heizungsanlage sind nicht zu verachten. Auch deswegen haben einige Menschen Respekt vor so einer Investition. Vom Staat gibt’s Förderungen und Programme, mit denen die Heizungserneuerung und andere Sanierungsmaßnahmen finanzierbarer werden. Wichtige Info: Für den Einbau einer neuen Ölheizung gibt es keine Förderung. Hier kommt unser Förder-Ratgeber.
So sieht die KfW-Heizungsförderung im Detail aus.
Diese neuen Heizungen und Maßnahmen werden bei einer Sanierung gefördert:
- Solarthermische Anlagen ✅
- Biomasseheizungen ✅
- Elektrisch betriebene Wärmepumpen ✅
- Brennstoffzellenheizung ✅
- Wasserstofffähige Heizung* ✅
- Innovative Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien ✅
- Anschluss an ein Gebäude- oder kommunales Wärmenetz ✅
*Wasserstofffähige Heizungen im Sinne der Bundesförderung für effiziente Gebäude sind Gas-Brennwertheizungen, die bei Inbetriebnahme direkt mit 100 % grünem oder blauem Wasserstoff betrieben werden oder die die Anforderungen nach § 71k GEG erfüllen und durch Umrüstsets oder Nachrüstsätze auf einen Betrieb mit 100 % Wasserstoff umgestellt werden können.
Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Stand: 23. März 2026.
Heizungssanierung: Aktuelle KfW-Förderungen & Zuschüsse in 2026.
Wer seine alte Heizung im Ein- oder Mehrfamilienhaus eher austauscht, bekommt attraktive Zuschüsse und Fördergelder, die sich lohnen. Maximal sind 2026 bei einer Heizungssanierung, also dem kompletten Austausch einer alten Heizung, bis zu 70 % Zuschuss über die KfW (Zuschuss 458) drin. Die einzelnen Zuschüsse für Privatpersonen im Überblick:
- Es gibt eine Grundförderung von 30 % der Investitionskosten für den Austausch alter, fossiler Heizungen durch Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien in bestehenden Gebäuden/Altbauten.
- Für Wärmepumpen, die als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser nutzen oder ein natürliches Kältemittel einsetzen, gibt's on top einen Effizienzbonus (5 %).
- Zusätzlich gibt's für soziale Härtefälle einen Einkommensbonus in Höhe von 30 %. Diesen erhalten nur Hauseigentümer:innen mit einem Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro.
- Daneben gibt es einen Geschwindigkeitsbonus* in Höhe von 20 % der Investitionskosten. Ab dem Jahr 2029 soll dieser "Speed-Bonus" um drei Prozentpunkte alle zwei Jahre abgesenkt werden. Ab 1. Januar 2037 soll der "Speed-Bonus" dann ganz entfallen.
- Die Boni sind kombinierbar, aber nur bis zu einem Höchstfördersatz von maximal 70 %.
*Für Biomasseheizungen ist der Geschwindigkeitsbonus nur dann erhältlich, wenn diese mit einer Wärmepumpe oder Solaranlage kombiniert wird.
Effizienzhaus: Förderungen für umfassendere Sanierung.
Wer gleich alles im Haus anpacken will, kann bei einer großen Gebäudesanierung auf die BEG-Förderung bauen. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Mit ihr kannst du bei einer umfassenden energetischen Sanierung eines Wohn- oder Nichtwohngebäudes (Effizienzhaus-Standard) Förderkredite über die KfW erhalten.
Förderung für Effizienzhäuser: Welche Kosten für Maßnahmen übernommen werden.
Die Förderung für Effizienzhäuser (EH) erfolgt hauptsächlich über die KfW-Bank im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Gefördert werden Sanierungen im Bestand (Kredit 261) und Neubauten (Kredit 297/298) mit zinsgünstigen Krediten bis 150.000 Euro pro Wohneinheit. Bei energetischen Sanierungen sind Tilgungszuschüsse bis 25 % (max. 37.500 Euro) möglich. Je besser die Effizienzhaus-Stufe deiner Immobilie nach der Sanierung, desto höher fällt der Tilgungszuschuss aus.
Die aktuelle Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude ist 2026 so aufgebaut:
Sanierung im Bestand mit energetischen Maßnahmen (BEG Wohngebäude 261):
- EH-Standard 85, 70, 55, 40: Je niedriger die Zahl, desto besser die Effizienz und desto höher ist der Tilgungszuschuss.
- EE-Klasse (Erneuerbare Energien): Höhere Zuschüsse (z.B. bis zu 20 % Tilgungszuschuss bei EH 55 EE).
- NH-Klasse (Nachhaltigkeits-Klasse): Bonus für Nachhaltigkeitszertifikat (QNG): Die Nachhaltigkeits-Klasse (kurz: NH-Klasse) ist ein Standard, welcher in den Programmteilen „Wohngebäude“ (BEG WG) und "Klimafreundlicher Neubau" (BEG Neubau) der Bundesförderung für effiziente Gebäude relevant ist. Dabei gilt: Wer die NH-Klasse beim Sanieren erreicht oder ein QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) für sein neues Gebäude erhält, profitiert von besseren Förderkonditionen.
Neubau (BEG-Förderung Klimafreundlicher Neubau 297, 298, 300):
- Fokus auf EH 40 Standard mit hoher Energieeffizienz.
- Kredite bis 150.000 Euro (Klimafreundliches Wohngebäude) bzw. bis 270.000 Euro (Wohneigentum für Familien, Kredit 300).
Quelle: KfW-Bank und eigene Recherchen, Stand: 23. März 2026.
Extra-Förderung für Sanierung eines Worst Performing Buildings.
Seit 2022 gibt's im Rahmen der BEG-Förderung eine neue Gebäudekategorie: das Worst Performing Building (WPB). Klingt so wie es sich anhört. Für die Sanierung eines solchen WPB zu einem Effizienzhaus oder einem Effizienzgebäude erhältst du über die KfW-Bank auch 2026 einen Extra-Tilgungszuschuss von 10 %. Beantragen können den Bonus alle Hausbesitzer:innen, die ein WPB besitzen und bewohnen.
Tipp: Aktuelle Sanierungs-Förderungen für Bestandsgebäude für Einzelmaßnahmen sowie effiziente Gebäudemaßnahmen findest du zusammengefasst hier auf der KfW-Website.
Beratungsstellen zu Heizungstausch oder Sanierung.
So eine Sanierung ist nichts, was man mal eben zwischendurch erledigt. Allein die Planung ist schon eine große Aufgabe. Und die Umsetzung an sich gelingt eh nur mit Energieexpert:innen und Fachbetrieben. Zum Glück gibt es eine Menge Anlaufstellen, wo du dir in Sachen Heizungs- und Gebäudesanierung Tipps holen kannst. Hier eine kurze Liste mit Beratung und Tipps rund um energetische Sanierung:
- Kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale (https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/ )
- Kostenlose Pflichtberatung gemäß GEG mit PLZ-Suche für Expert:innen (https://geg-beratung.de/ )
- Kostenlose Energie-Seminare bei der Verbraucherzentrale NRW (https://www.verbraucherzentrale.nrw/e-seminare )
- Fördermittelcheck von CO2online (https://www.co2online.de/service/energiesparchecks/foerdermittelcheck/ )
Energetisch Sanieren mit Strategie: Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP).
Der individuelle Sanierungsfahrplan, kurz iSFP, ist eine Strategie, um ein Gebäude Schritt für Schritt zu sanieren. Ein Energieberater oder eine -beraterin legt diese Strategie gemeinsam mit dir fest. Die Sanierungsschritte sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass deine Umbau- und Modernisierungsaktivitäten ökonomisch und energetisch optimiert sind.
Wie gehe ich bei einem individuellen Sanierungsfahrplan vor und welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
Den iSFP kannst du im Falle von Sanierungsvorhaben bei Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern nutzen. Voraussetzungen, um Fördermittel von der BAFA zu erhalten sind, dass dein Haus mindestens 10 Jahre alt ist und vorwiegend als Wohngebäude genutzt wird.
Welche Vorteile bringt eine energetische Sanierung?
Eine energetische Sanierung steigert den Wert deiner Immobilie, senkt die CO2-Emissionen und noch besser: reduziert deine Energiekosten, weil das Heizen zum Beispiel mit Wärmepumpe im Betrieb deutlich günstiger ist. Laut dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) lassen sich durch eine Sanierung auf Effizienzhaus-70-Niveau bis zu zwei Drittel der Energiekosten einsparen. Wird ein Gebäude auf Effizienzhaus-55-Niveau saniert, sind Einsparungen von bis zu drei Vierteln möglich.
Typische Maßnahmen beim Sanieren sind der Einbau einer Wärmepumpe oder eine PV-Anlage, die Dämmung von Wänden, Decken und Dächern sowie der Austausch von Fenstern und Türen. So senkst du deine Energiekosten dauerhaft und machst deine Immobilie fit für die Zukunft. Berechne unten im Tarifrechner, was dich eine Wärmepumpe im Betrieb kostet.









