Wer neu baut oder saniert, kommt am Thema Heizen nicht vorbei. Hier erfährst du, warum du dich unbedingt für eine Heizung mit Erneuerbaren Energien entscheiden solltest, wieviel Heizkosten und Emissionen du dabei sparen kannst, welche Heizsysteme in Frage kommen, was du zusätzlich tun kannst – und wie deine Maßnahmen vom Staat gefördert werden. Lies weiter und erfahre überraschende Fakten und Zahlen, so dass du dich fragst, warum du das Heizen nicht schon früher auf dem Schirm hattest.

 

von Christian

Wahl des Heizsystems: Weitreichende Entscheidung.

Du planst, ein Haus zu bauen oder ein Bestandsgebäude zu sanieren? Dann ist das die Riesenchance für dich, die Wärmeversorgung deines Zuhauses langfristig kostensparend und umweltschonend zu gestalten. Die Entscheidungen, die du jetzt in Sachen Heizung triffst, wirken sich über viele Jahre auf deinen Energiebedarf, deine Heizkosten und deine persönliche CO2-Bilanz aus.

Die Kosten- und die Umweltfrage gehen dabei Hand in Hand. Eigentlich logisch. Denn klar ist: Je weniger Energie du zum Heizen brauchst, desto geringer sind auch die Kosten. Dazu kommen drei weitere Faktoren:

  • Seit Januar 2021 gilt für fossile Brennstoffe in der Wärmeversorgung (und in der Mobilität): Eine Tonne CO2 wird mit 25 Euro bepreist. Bis 2025 soll dieser Preis auf 55 Euro steigen und auch danach steigt er immer weiter. Heizöl und Erdgas werden damit erheblich teurer.
  • Moderne Heizsysteme sind in der Regel deutlich energieeffizienter als ältere. Das spart schon mal prinzipiell eine Menge Energiekosten.
  • Für Energieeffizienzmaßnahmen rund um Heizung und Warmwasser kannst du zusätzlich großzügige Förderungen vom Staat in Anspruch nehmen.

Insgesamt ergibt sich bei der Wahl des richtigen Heizsystems also eine enorm große Hebelwirkung auf deine künftigen Energiekosten und deine Emissionen. Es lohnt sich für dich, hier ganz genau hinzusehen!

Warum lohnt sich eine Heizung mit Erneuerbaren Energien?

Einsparungen von bis zu 40 %.

Zum „Warmmachen“ erst einmal ein paar Zahlen. Denn so wird ganz schnell klar, um was es geht – und was du mit deiner Heizung und Erneuerbaren Energien bewirken kannst.

  • Rund 70 bis 90 % des Energiebedarfs in Gebäuden entfällt auf Heizung und Warmwasser, abhängig vom Energiestandard. Die Energieberatung co2online errechnete zudem, dass im Mittel 33 % der CO2-Emissionen einer Person durch Heizen und Warmwasser zustande kommen. Mit der Wahl deiner Heizung beeinflusst du also einen Großteil deiner Energiekosten und deiner persönlichen CO2-Emissionen.
  • 12 Millionen Heizungen in Deutschland – also jede zweite – sind laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie älter als 20 Jahre. OK, normalerweise ist es am nachhaltigsten, ein Gerät möglichst lange zu nutzen. Aber gnadenlos ineffiziente Energieschleudern müssen einfach raus!
  • Die Verbraucherzentrale schätzt, dass sich durch neue Heiztechnik bis zu 30 % der Heizkosten sparen lassen. Bei schlau kombinierten Hybridsystemen geben Hersteller sogar Einsparpotenziale von bis zu 40 % an.
  • Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir bis 2030 im Gebäudesektor rund 67 % der Emissionen reduzieren. Eine enorme Herausforderung! Mit der energieeffizienten und klimaschonenden Modernisierung deiner Heizung leistest du hier einen Riesenbeitrag.

Schnell-Check: Ist dein aktueller Verbrauch zu hoch?

Doch jetzt zurück zur Gegenwart – und zu deiner „Ist-Situation“: Möglicherweise hast du aktuell eine konventionelle ältere Gas- oder Ölheizung und möchtest wissen, wie du beim Verbrauch und bei den Kosten stehst? Der Heizspiegel von co2online zeigt auf einen Blick, ob du noch einigermaßen im grünen oder längst im dunkelroten Bereich liegst. Hier die Beispiele für Erdgas und Heizöl:

Gasheizung - Verbrauch Kosten je m2/Jahr Verbrauch je m2/Jahr
Niedrig bis 7,80 € bis 89 kWh
Mittel bis 11,60 € bis 152 kWh
Hoch bis 16,40 € bis 234 kWh
Zu hoch über 16,40 € über 234 kWh
Heizöl - Verbrauch Kosten je m2/Jahr Verbrauch je m2/Jahr
Niedrig bis 7,10 € bis 98 kWh
Mittel bis 9,70 € bis 155 kWh
Hoch bis 12,90 € bis 232 kWh
Zu hoch über 12,90 € über 232 kWh

Quelle: Heizspiegel für Deutschland 2021 (Die Kosten dürften aktuell durch die Energiepreiskrise noch einmal deutlich höher liegen.)

Preis für Wirklich Ökogas berechnen

Wie groß sind die Einsparpotenziale verschiedener Gebäudearten?

Bei der Wahl des Heizsystems spielt dein konkreter Wärmebedarf natürlich eine Schlüsselrolle. Den größten Einfluss haben hier – neben deinem Heizverhalten – Alter, Größe und der energetische Stand des Gebäudes. In großen Häusern wird zum Beispiel im Schnitt weniger Wärme pro Quadratmeter benötigt als in kleinen Häusern, da dort die Außenfläche im Verhältnis zur Wohnfläche geringer ist.

In älteren Gebäuden ist das Einsparpotenzial schon deshalb höher, weil es von Haus aus mehr Wärme verliert. Laut Energieberatung co2online gehen in einem ungedämmten Altbau bis zu 35 % der Wärme über die Außenwände und bis zu 20 % übers Dach verloren. Ein Passivhaus, das seinen Heizwärmebedarf durch Sonne, Abwärme und Wärmerückgewinnung deckt, verbraucht dagegen rund 90 % weniger Energie als ein Einfamilienhaus aus dem Bestand, und über 75 % weniger als ein herkömmlicher Neubau.  

Gebäudeart Heizenergiebedarf
Einfamilienhaus Bestand 150 kWh pro m2 im Jahr
Einfamilienhaus Neubau 65 kWh pro m2 im Jahr
Niedrigenergiehaus 40 bis 79 kWh pro m2 im Jahr
Passivhaus 15 kWh pro m2 im Jahr

Heizsysteme im Überblick und im Vergleich.

Doch nun zu den Heizsystemen selbst: Welche Heizungsarten gibt es überhaupt? Welche sparen wirklich Kosten und schonen die Umwelt? Und welche machen für dich und deine Gebäudesituation am meisten Sinn? Mit unserem Überblick kannst Du dir ein erstes Bild machen. Anschließend findest du noch einmal alle Heizsysteme in einem übersichtlichen Vergleich.

Vorab das „Big Picture“: So eklatant nämlich wirken sich unterschiedliche Heizungsanlagen und Brennstoffe auf die CO2-Emissionen aus:

Ölheizungen: No way!

Bei der Anschaffung einer neuen Heiztechnik fällt eines flach: eine Ölheizung. Erdöl gilt laut Quellen wie dem Global Carbon Project als zweitgrößte Quelle für fossile CO2-Emissionen nach Kohle. Wird ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Öl beheizt, fallen pro Jahr fast 3,3 Tonnen CO2 an. Doch laut einer Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden noch 2019 über 25 % der Haushalte in Deutschland mit Öl beheizt. Für diese wird sich die Sache schon rein finanziell immer weniger rechnen. Im Rahmen der allgemeinen Ölpreissteigerungen und der CO2-Bepreisung wird das Heizen mit Öl zunehmend teurer und teurer.

Hast du als „Altlast“ in deinem Haus noch eine Ölheizung installiert? Dann nutze die Austauschprämie von bis zu 45 % (siehe Abschnitt Fördermittel) und schaffe dir stattdessen eine Heizung an, die vollständig auf Erneuerbaren Energien basiert.

>>> Mehr über den Klimakiller Erdöl erfahren.

Gasheizung: Nur mit echtem Ökogas!

49,5 % der deutschen Haushalte heizen mit Gas. Und auch 2021 noch wurden in rund 27 % der Neubauten Gasheizungen installiert. Die Bauart dieser Heizungen und das Gas, mit dem sie betrieben werden, haben eine immense Auswirkung auf unser Klima. Entscheidend sind zwei Aspekte: ein möglichst effizienter Brennstoffverbrauch und die Frage: Erdgas oder echtes Biogas?

Allein mit einer neuen Gasbrennwertheizungen lassen sich schon jede Menge CO2 und Heizkosten sparen. Im Vergleich zu alten Modellen, die 30 Jahre oder mehr auf dem Buckel haben, sind diese Brennwertgasthermen um 11 bis 30 % effizienter. Warum? Weil die moderneren Gasbrennwertheizungen auch den im Abgas enthaltenen heißen Wasserdampf zu warmem Wasser kondensieren und diesen zum Heizen nutzen. 

Doch wenn sie mit Erdgas betrieben werden, verursachen selbst neue Gasbrennwertheizungen viele Tonnen CO2. Mit echtem Ökogas dagegen reduzierst du diese praktisch auf Null. Wichtig dabei: Achte auf 100 % Biogas aus 100 % organischen Ausgangsstoffen wie bei Wirklich Ökogas von Polarstern. Denn auf dem Markt finden sich auch viele Biogas-Beimischprodukte – mit einem sehr hohen Anteil an fossilem Erdgas.

>>> Erfahre mehr zur Biogas-Qualität.

Wärmepumpen: Klimafreundliche Effizienz-Champions.

Wärmepumpen erzeugen Wärme aus ihrer Umgebung. Genauer gesagt: Sie ziehen Wärme aus dem Boden, dem Grundwasser oder der Luft – und leiten diese dann an das Heizsystem weiter. Dabei sind sie echte Effizienz-Champions: Mit einer Kilowattstunde (kWh) Strom können sie bis zu 4 kWh Heizenergie erzeugen. 

Wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet, kannst du an der sogenannten Jahresarbeitszahl erkennen. Je höher diese Zahl ist, desto effizienter. Aber, und das solltest du nicht unterschätzen: Wärmepumpen brauchen Strom. Und das nicht zu knapp. Eine Wärmepumpe kann den Stromverbrauch eines Haushalts durchaus verdoppeln. Die saubere Lösung: Kombiniere deine Wärmepumpe mit einer PV-Anlage und/oder betreibe sie mit 100 % Ökostrom. So kannst du deinen CO2-Fußabdruck fürs Heizen gegen Null senken.

Solarthermieanlagen: Wärme aus Sonnenlicht.

Solarthermieanlagen wandeln die Energie der Sonne in Wärme um. Das Prinzip dahinter ist ganz einfach: In der Anlage wird Wasser mit Hilfe der Sonne erwärmt. Dieses wird dann zum Heizsystem transportiert und lässt sich sowohl für die Heizung, als auch für die Warmwasserbereitung verwenden. Doch Sonnenenergie ist nicht gleichmäßig übers Jahr verteilt verfügbar. Deshalb ist es sinnvoll, eine Solarthermieanlage z. B. mit einer Wärmepumpe oder einer Gasheizung zu kombinieren (siehe „Hybridheizungen“).

Laut einer Schätzung der Verbraucherzentrale kann Solarthermie als Heizungsunterstützung ca. 20 bis 25 % deines Energiebedarfs decken. Die tatsächliche Effizienz deiner solarthermischen Anlage hängt dabei von vielen Einzelfaktoren ab – unter anderem der Fläche, der Ausrichtung und der Neigung der Sonnenkollektoren.

Hybridheizungen: Perfekte Kombination.

Hybridheizungen sind Kombinationen aus verschiedenen Wärmeerzeugern. Eine sinnvolle Ergänzung ist z. B. eine Solarthermieanlage und ein (Bio-)Gasbrennwertkessel. Das kann dir eine Heizkostenersparnis zwischen 10 und 30 % bringen. Kombinierst du einen Gasbrennwertkessel mit einer Wärmepumpe, kannst du je nach Modell sogar bis zu 40 % der Heizkosten sparen. 

Manche Eigenheimbesitzer:innen kombinieren auch eine Solarthermieanlage mit einer holzbetriebenen Kaminheizung. In diesem Fall solltest du darauf achten, die Holzheizung nicht zu häufig zu nutzen (vgl. „Heizen mit Holz: Kamin- und Kachelöfen“).

In der Anschaffung sind Hybridheizungen teurer, da du zwei Anlagen kaufen musst. Im Betrieb lassen sie sich dann zumindest effizient, kostensparend und klimafreundlich nutzen. Der Königsweg: Betreibst du den Gas-Brennwertkessel mit echtem Ökogas – und die Wärmepumpe mit 100 % Ökostrom – ist die Umweltfreundlichkeit deines Systems kaum zu toppen.

Infrarotheizungen: Smarte Lösung für selten genutzte Räume.

Hast du einen selten genutzten Raum wie z. B. ein Gäste-WC? Statt diesen Raum durchgängig zu beheizen, könnte eine Infrarotheizung hier die smarte Alternative sein. Infrarotheizungen (auch als Wärmewellen- oder Strahlungsheizungen bezeichnet) werden elektrisch betrieben und erzeugen Strahlungswärme. Ihre Besonderheit: Anders als andere Heizsysteme erwärmt die Infrarotheizung nicht die Luft in einem Raum, sondern die Wände, die Gegenstände und die Personen, die sich im Raum befinden. So ergibt sich – ähnlich wie bei Sonnenstrahlen – eine angenehme Direktwärme. Und mit 100 % Ökostrom betrieben, musst du dir auch um die Umweltverträglichkeit dieser Heizungsart keine Sorgen machen.

Heizen mit Holz: Kamin- und Kachelöfen.

Ein gemütliches Kaminfeuer an kalten Tagen kann eine tolle Wohlfühlatmosphäre schaffen. Und wenn man sich das ab und zu gönnt, ist auch gar nichts dagegen einzuwenden. Doch durchgängig mit Holz heizen: Ist das wirklich so klimaneutral, wie es manchmal heißt?

Zum einen: Bedenke, wie lange ein Baum wachsen muss, um den vielen Kohlenstoff zu speichern, der dann während des Verbrennungsvorgangs in kürzester Zeit wieder freigesetzt wird. Wälder sind enorm wertvolle CO2-Speicher, die mit größter Behutsamkeit genutzt werden sollten. Achte also darauf, ob dein Holz wirklich aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft stammt. Zum anderen: Wenn Holz verbrennt, werden neben CO2 auch Feinstaub, Methan, Lachgas und weitere Stoffe freigesetzt. Schau beim Kauf eines neuen Kamin- oder Kachelofens unbedingt auf einen hohen Emissionsschutz. 

Alte Holzöfen und Heizkamine (mit einer Typprüfung zwischen 01. Januar 1985 bis einschließlich 21. März 2010) müssen übrigens bis Ende 2024 stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden, wenn sie die Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid nicht erfüllen. Doch ob alt oder neu: In jedem Fall solltest du solche Holzöfen nur als gelegentliche Zusatzheizung verwenden. Als Hauptheizung sind diese „Einzelraumfeuerungsanlagen“ viel zu teuer und umweltbelastend.

Heizen mit Holz: Holzpelletheizungen.

Etwas anders liegt die Sache bei Pelletheizungen. Das Holz zur Pelletherstellung stammt in Deutschland hauptsächlich aus Holzspänen, die in Sägewerken bei der Produktion von Schnittholz anfallen. Diese werden zu kleinen Stäbchen gepresst, mit denen dann einmal im Jahr der Holzpelletkessel befüllt wird. Danach läuft die Heizung vollautomatisch. Heizen mit Pellets ist vergleichsweise preiswert. Allerdings benötigen sowohl der Kessel, als auch die Pellets selbst viel Platz – und die Investitionskosten sind relativ hoch.

Und wie steht es hier um die Klimafreundlichkeit? Auch bei Pellets gilt leider: Die Aussage, Heizen mit Holz sei klimaneutral, stimmt nicht. Schließlich entstehen durch Holzeinschlag, Transportwege oder die Trocknung der Hölzer durchaus Emissionen. Und wenn der Holzbedarf dazu beiträgt, dass die Waldflächen kleiner werden, ist das auch nicht besonders klimagerecht. Was du hier jedoch tun kannst: Achte auf die Qualität der Pellets! Je größer die ist, desto effizienter verläuft die Verbrennung. Die Pelletqualität ist in der Norm EN 14961-2 geregelt. Pellets mit der Qualitätsstufe A1 verbrennen am effizientesten.

Lesetipp.

Hier beschäftigen wir uns vor allem mit der Bedeutung der verschiedenen Heizsysteme für deinen Energieverbrauch, deine Heizkosten und den CO2-Ausstoß. Welche Rolle genau die unterschiedlichen Energiequellen dabei spielen, erfährst du in diesem Beitrag ...
 

Gas, Öl, Strom – So viel CO2 verursachst du beim Heizen.

Heizsysteme im Vergleich: Vor- und Nachteile.

Heizsystem

Bedingung

Vorteil

Nachteil

Nachhaltigkeit

Gasheizung

Gasanschluss oder Gastank

hohe Effizienz, niedrige Heizkosten durch Brennwert-nutzung, geringe Investitionskosten

Gas-Anschluss muss vorhanden/ möglich sein

sind nur klimafreundlich, wenn sie mit Öko-/Biogas-Tarifen versorgt werden

Wärmepumpe

effizientes, gut gedämmtes Haus, je nach Art der Wärmepumpe besondere Voraussetzungen an den Boden

geringer Wartungsbedarf, benötigen wenig Platz, hohe Effizienz, unabhängig von fossilen Brennstoffen

höhere Investitionskosten, vergleichsweise hoher Planungsaufwand wg. Berücksichtigung verschiedener Umweltfaktoren

Nutzung erneuerbarer Energien

Solarthermie

freie Dachfläche, möglichst nach Süden ausgerichtet 

Wärme ohne Betriebskosten

Effizienz abhängig von Sonnenstrahlung

Nutzung erneuerbarer Energien

Heizen mit Pellets

Lagerplatz für Pellets und großen Holzpelletkessel

automatischer Betrieb 

regelmäßiges Austragen der Asche erforderlich

Nutzung nachwachsender Rohstoffe

Hybridheizung

abhängig von Kombination der Heizsysteme, Platz für die Installation zweier Heizungen 

reduziert Heizkosten deutlich 

höhere Investitionskosten, ausreichend Planung nötig

Nutzung erneuerbarer Energien

Wertvolle Zusatzmaßnahmen: Dämmung & Co.

Eine modernes, klimafreundliches Heizsystem ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Durch intelligentes Dämmen den Heizbedarf von vorneherein reduzieren. Die wichtigsten Maßnahmen sind hier die Dämmung von Fassade, Keller und Dach. Die Energieberatung co2online schätzt die durchschnittliche Ersparnis durch die Dämmung der Außenfassaden von freistehenden Gebäuden auf bis zu 19 %. Kommt eine Dämmung des Daches dazu, sind es bereits 25 %, mit einer zusätzlichen Dämmung der Kellerdecke sogar 28 %.

Bei Gebäuden, die nicht freistehen, sondern an andere Gebäude anschließen, ist das Einsparpotenzial geringer. Schließlich dämmen die Mauern der Nachbarn bereits ein bisschen mit. Dämmung schützt übrigens nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Feuchtigkeit und Schimmel. Und im Sommer hält sie die Hitze draußen.

Je nach Zustand und Art des Gebäudes sind Maßnahmen zur Dämmung auch eine notwendige Voraussetzung für die Modernisierung. Denn dass in vielen Bestandsgebäuden alte Gasheizungen oft einfach nur durch eine neue ersetzt werden, liegt zum Teil daran, dass die Gebäude noch nicht energetisch saniert wurden. Eine Wärmepumpe etwa kann in einem schlecht gedämmten Gebäude nicht effizient arbeiten. Sie muss zu viel Energie aufbringen, um die Temperaturen aus der Umgebung auf ein höheres Level zu bringen. 

Auch kleinere Investitionen zeigen Wirkung.

Selbst mit weniger aufwendigen Maßnahmen lässt sich die Energieeffizienz beim Heizen merklich steigern. Hier einige Beispiele:

  • Hydraulischer Abgleich durch einen Fachmann: Sorgt dafür, dass alle Heizkörper im Haus bei gleicher Einstellung mit derselben Menge an Heizflüssigkeit versorgt werden. So verhinderst du ein unnötiges Hochdrehen der Heiztemperatur, weil einzelne Heizkörper nicht richtig warm werden.
  • Dämmung der Rohre: Laut Deutsche Energie-Agentur (dena) lassen sich mit jedem Meter Kellerheizungsrohr, der gedämmt wird, 8 bis 10 Euro Heizkosten im Jahr sparen. 
  • Austausch der Heizungspumpe in eine neue, effiziente: Kann laut dena bis zu 80 % der Betriebsstromkosten sparen.
     

Einspar-Potenziale wirklich nutzen.

Häuser und Heizungen können noch so effizient sein: Wenn ihr Potenzial nicht genutzt wird, ändert sich auch nichts am hohen Verbrauch. Und wenn trotz Energieeffizienz der Wärmeverbrauch gleichbleibt oder sogar steigt, spricht man vom „Rebound-Effekt“. So lässt sich vielleicht auch erklären, warum die deutschen Haushalte seit 2014 wieder mehr Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche verbrauchen. Dabei sind die meisten Maßnahmen zum Senken des Wärmebedarfs so was von einfach umzusetzen! Wir haben sie für dich zusammengestellt: 

38 richtig heiße Heizungstipps

Änderungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Die Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) wurde im Juli 2022 deutlich geändert. Die Neuerungen sind bei der KfW zum 28. Juli 2022 und beim BAFA zum 15. August 2022 in Kraft getreten. Für dich heißt das, dass vor allem die Fördersätze gesunken sind und ein neuer „Heizungs-Tausch-Bonus“ kommt. Die Details.

Die wichtigsten Neuerungen seit Sommer 2022:

  • Insgesamt werden alle Fördersätze reduziert, neue Boni eingeführt und die Förderung von Gasheizungen komplett beendet.
  • Einzelmaßnahmen werden von der KfW nicht mehr durch Kredite gefördert. Die BAFA-Förderung hierfür bleibt aber bestehen.
  • Es wird ein "Heizungs-Tausch-Bonus" von 10 % eingeführt, der die bisherige "Öl-Austausch-Prämie" ersetzt.
  • Förderungen für fossile Heizungsanlagen werden komplett eingestellt. Das gilt auch für Gas-Hybrid-Heizungen sowie Heizungen des Typs “Renewable-Ready”.
  • Die Zuschüsse der KfW werden komplett eingestellt.

Änderungen bei Sanierung und Neubau (BEG WG und BEG NWG):

  • Der Fördersatz im Neubau bei Erreichen des Effizienzhaus-/Effizienzgebäude 40 mit NH-Klasse (QNG) wird ab sofort noch weiter auf 5 % gekürzt.
  • Die KfW-Zuschussförderung für Sanierungen von Wohngebäuden (461) und Nichtwohngebäuden (463) zum Effizienzhaus/-gebäude wurde eingestellt.
  • Die Förderung für das Effizienzhaus 100 wurde ebenfalls eingestellt.
  • Der Bonus für den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP-Bonus) bei der Effizienzhausförderung wurde gestrichen.
  • Eine weitere Änderung kommt zum 22.09.2022. Ab Herbst 2022 gibt es einen Bonus für "Worst-Performance-Buildings". Es wird ein Bonus in Höhe von 5 Prozentpunkten gewährt, wenn diese Gebäude auf das Effizienz-Niveau EH/EG 40 oder EH/EG 55 saniert werden.

Neue & gestrichene Förderungen bei Gasheizungen und Wärmepumpen:

  • Es wird ein Wärmepumpen-Bonus eingeführt. Allerdings nur für effiziente Wärmepumpen, die Grundwasser, Erde oder Abwasser als Wärmequelle nutzen.
  • Gestrichen werden "jegliche Förderungen von gasverbrauchenden Anlagen".
  • Dafür wird ein Heizungstausch-Bonus für Gaskessel eingeführt.


Stand: 19. August 2022

Austauschprämie für Ölheizungen.

Ab 2026 ist der Einbau einer Ölheizung nur noch eingeschränkt erlaubt. Wer seine Ölheizung durch eine Heizung ersetzt, die vollständig mit Erneuerbaren Energien betrieben wird – z.B. eine Wärmepumpe oder eine Biomasse-Anlage – kann einen Zuschuss in Höhe von 45 % der Investitionskosten erhalten. Für eine Gas-Hybridheizung (Erneuerbaren-Anteil mindestens 25 % – z.B. über die Einbindung von Solarthermie) gibt es einen Investitionszuschuss von 40 %.

Dreamteam: Energieeffizientes Heizsystem plus 100 % saubere Energie.

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Wirklich Ökostrom etwa gibt es auch als Spezialtarif für Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen und als HT/NT-Tarif. Und mit Wirklich Ökogas fährst du den CO2-Ausstoß deiner Gasheizung praktisch auf Null herunter. Denn Wirklich Ökogas wird zu 100 % aus organischen Stoffen erzeugt und ist für alle Bedürfnisse erhältlich: für preisbewusste Haushalte, für den veganen Lebensstil und für Immobilienbesitzer:innen, die die Kriterien des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erfüllen wollen. 

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