Glühbirnen

Lampen sind heute schon deutlich effizienter als noch vor ein paar Jahren. Das ist schon mal super, aber es gibt trotzdem noch Stromfallen, die du ganz leicht vermeiden kannst. So hast du zum Beispiel mit einer Umstellung auf die Beleuchtung mit energiesparenden Lampen und LEDs die Chance, bis zu 80 % deines Strombedarfs für Licht zu sparen. Wir zeigen dir, wie du dein Zuhause energieeffizient & klimafreundlich beleuchtest.

von Tabatha

 

Energie sparen mit Beleuchtung – was bringt’s?

Lichter ausschalten – daran denkt man meist als erstes, wenn es ums Strom sparen zuhause geht. Dabei ist die Beleuchtung nicht der Haushaltsbereich mit dem größten Anteil am Energieverbrauch. Sie macht nur etwa 8 % des Stromverbrauchs deutscher Haushalte aus.

Die Ökodesign-Richtlinie sorgt schon seit 2009 dafür, dass das Angebot bei Leuchtmitteln immer energieeffizienter wird. Glühbirnen und Co., die einen hohen Energieverbrauch hatten, wurden schrittweise vom Markt genommen. Auch bei Halogenlampen werden seit 2018 fast nur noch Rest- und Lagerbestände verkauft. Und das macht sich bemerkbar: Laut dem Statistischen Bundesamt ist der Anteil des Strombedarfs für Beleuchtung am gesamten Strombedarf für´s Wohnen zwischen 2010 und 2017 um 21 % gesunken.

Klar beeinflussen Kühlschrank und Co. heute stärker deinen Stromverbrauch als deine Beleuchtung. Trotzdem kannst du hier einiges rausholen – und das super einfach. Also, worauf warten? Schließlich bedeutet jede gesparte Kilowattstunde, dass du sowohl Geld, als auch CO2 sparst. Unsere Tipps dazu zeigen wir dir im Folgenden.

Mit Ökostrom werden alle Haushaltsbereiche nachhaltiger.

 

Unsere 10 erhellenden Strom-Spar-Tipps.

Setze auf LED-Lampen.

Das Öko-Institut sieht bei der Beleuchtung ziemlich viel Einsparpotenzial – vor allem durch LEDs:

„80 Prozent des Stromverbrauchs für Beleuchtung lassen sich bei einer konsequenten Umstellung auf energieeffiziente LED-Leuchten einsparen. Diese verbrauchen 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen und 70 Prozent weniger als Halogenlampen.“ – Öko-Institut.

>>> Hier klicken und zur Checkliste für den Kauf von LEDs springen.

Moderne LEDs benötigen nur ein Fünftel des Strombedarfs herkömmlicher Leuchtmittel und sind dabei sehr langlebig – bis zu 25 Jahre kann man sich auf sie verlassen. Das Angebot ist in den letzten Jahren enorm gewachsen, auch was Lichtfarbe und Helligkeit angeht. Und das Argument, LEDs wären zu teuer, ist schlichtweg veraltet. Sie sind inzwischen deutlich günstiger und sparen im Vergleich so viel Strom, dass sie sich schnell amortisieren. Was die Umweltbelastung angeht, sind LEDs über ihren gesamten Lebenszyklus gesehen deutlich besser als z.B. Halogenlampen. Tipps zum Kauf bzw. zum Umstieg auf LEDs liest du weiter unten in unserer Checkliste:

>>> Zur Checkliste springen.

Übrigens liegen LEDs in Sachen Effizienz sogar vor sogenannten „Energiesparlampen“. Ihre Lebensdauer ist mehr als doppelt so lang.

Nutze draußen Solarlampen.

Eigentlich ein No-Brainer: Wenn du im Garten oder am Balkon Licht brauchst, bietet es sich an, die kostenlose Sonnenenergie zu nutzen. Sogar bei IKEA gibt es inzwischen Solar-Lichterketten, die tagsüber Sonnenenergie auftanken und diese abends wieder abgeben. Die funktionieren richtig gut und leuchten gerade im Sommer auch echt lange.

Eine Solarlichterkette spart Stromkosten – und sieht wirklich toll aus.
Eine Solarlichterkette spart Stromkosten – und sieht wirklich toll aus.

Auch ein Sonnenglas kann am Balkon das Richtige sein, wenn du nur ein kleines Licht für die Stimmung möchtest. Für den Garten gibt es natürlich auch größere Solarleuchten in allen möglichen Designs. Die bieten entsprechend mehr bzw. stärkeres Licht. Und das ganz ohne Stromkosten.

Dimme deine Lichter.

Okay, mit einem Dimmschalter sparst du vielleicht nicht so viel Energie wie mit der Umstellung auf LEDs, aber es kann sich durchaus bemerkbar machen. Bei LEDs musst du vorher nachsehen, welche Modelle du dimmen kannst, dann brauchst du noch einen Dimmer und fertig. Außerdem kannst du so die gewünschte Stimmung viel besser regulieren als nur mit den Optionen „an“ oder „aus“.

Schalte deine Lampen aus.

So viel sollte klar sein: Wenn du einen Raum verlässt, solltest du dort das Licht ausschalten. Klingt total logisch, aber trotzdem denkt man manchmal nicht daran. „Ach, ich gehe ja sowieso gleich wieder ins Wohnzimmer“ – und am Ende steht man doch 10 Minuten in der Küche herum, während das Licht im Wohnzimmer unnötig brennt. Deshalb: Schalte deine Lichter wirklich konsequent aus. Wenn du Kinder hast, motiviere auch sie dazu. Kinder können richtige Energiespar-Detektive sein.

Vielleicht hilft dir eine Steckdosenleiste, mit der du viele Lampen auf einmal an- und ausschalten kannst. Das macht es noch ein Stückchen bequemer. Auch Zeitschaltuhren können eine tolle Hilfe sein. Sie sorgen dafür, dass das Licht zu der von dir voreingestellten Zeit automatisch ausgeknipst wird.

Entstaube deine Lampen.

Ja, im Ernst. Staubige Lampen und Lampenschirme bedeuten, dass weniger Licht durchkommt. Deshalb solltest du sie regelmäßig säubern, zum Beispiel mit einem feuchten Tuch. Schon ist die Leuchtkraft wieder da.

Entscheide dich für helle Wände und Leuchtschirme.

Dunkle Wände und Lampen schlucken viel Licht, während helle Farben das Licht reflektieren. Gerade Räume, die nicht viel Tageslicht bekommen, solltest du deshalb in einer hellen Farbe streichen. So kannst du auch eine Lampe mit geringerer Leistung nehmen.

Beachte das Energielabel auf der Verpackung.

Auf allen Leuchtmitteln findest du das EU-Energielabel. Aktuell ist die beste Kategorie A+++. Ab September 2021 wird das allerdings umgestellt. Dann fallen auch bei Leuchtmitteln die verwirrenden +-Kategorien weg und es gibt nur noch A bis G.

Laut dem Onlineportal co2online fallen Lichtquellen mit über 210 lm/W in die beste Klasse (A) und Lichtquellen mit weniger als 85 lm/W in die schlechteste Klasse (G). Dazwischen gibt es verschiedene Abstufungen.

Das bedeutet aber auch: Vermeintlich energiesparende Leuchtmittel, die 2020 noch Klasse A hatten, sind dann auf einmal gar nicht mehr so hoch auf der Skala. Schau deshalb genau hin, bevor du einkaufst.

>>> Weitere Tipps für den Leuchtmittel-Kauf liest du weiter unten.

Auch bei der Beleuchtung wichtig: das Energielabel.
Auch bei der Beleuchtung wichtig: das Energielabel.

Probiere smarte Lösungen aus.

Es gibt heute richtig gute smarte Möglichkeiten, um dich beim Energiesparen zu unterstützen. Dazu gehören vor allem Bewegungsmelder, die Lichtquellen automatisch steuern. Das ist vor allem in Räumen praktisch, die nur kurz benutzt werden, etwa im Flur oder in der Vorratskammer.

Im Sinne eines Smart Homes können solche Bewegungsmelder natürlich auch in anderen Räumen integriert werden. Aber Vorsicht vor dem sogenannten Rebound-Effekt: Durch den ständigen Bereitschaftsdienst der smarten Lampen kann bei intensivem Einsatz erst recht ein hoher Stromverbrauch die Folge sein. Setze also solche smarte Technik sinnvoll ein und nicht einfach als Spielerei.

>>> Mehr zum Rebound-Effekt.

Vermeide Strom-Fallen bei der Beleuchtung.

Nicht nur der Bereitschaftsdienst bei smarten Lichtern kann zur Stromfalle werden. Du kannst dich auch vertun, indem du die falsche LED für den entsprechenden Einsatzzweck nimmst. Zum Beispiel, wenn du eine angenehme Hintergrundbeleuchtung möchtest, aber ein zu helles Licht auswählst. Schau vorher deshalb genau auf die Lumen- und Kelvin-Angaben. Mehr dazu liest du gleich in unserer Checkliste.

Entscheide dich für das richtige Licht.

Für das menschliche Auge ist normales Tageslicht natürlich optimal. Genau daran sind wir ja angepasst. Es tut uns gut und besitzt die beste Farbwiedergabe. Der Körper reagiert auf kaltweißes Tageslicht mit der Ausschüttung des Hormons Cortisol, das uns aktiv und wach macht. Im Gegenzug reagiert er auf warmweißes Licht (das er mit Abendstimmung assoziiert) mit der Melatonin-Produktion. Dieses “Schlaf-Hormon” macht uns träge, müde und entspannt. Die sogenannte “biologische Lichtplanung” setzt sich genau damit auseinander, also wann wir Menschen welches Licht brauchen.

In deiner Lichtplanung bedeutet das: Entscheide dich je nach Raum und Funktion für das passende Licht. Möchtest du konzentriert arbeiten, ist vielleicht ein kühleres, helleres Licht das richtige. Im Schlafzimmer wäre dieses Licht aber natürlich kontraproduktiv.

 

Der Unterschied zwischen Energiesparlampe und LED.

Eigentlich ist das wirklich verwirrend: Energiesparlampen müssten doch so heißen, weil sie die sparsamste Alternative zur Glühbirne sind, richtig? Falsch. Die LED ist deutlich umweltfreundlicher als eine Energiesparlampe. Der Unterschied ist schnell erklärt:

Energiesparlampe: Damit eine Energiesparlampe funktioniert, wird mithilfe von Quecksilber ultraviolette Strahlung erzeugt und durch einen Leuchtstoff zu sichtbarem Licht umgewandelt. Deshalb brauchen Energiesparlampen auch 1-2 Minuten, bis sie ganz hell sind. Sie sparen im Vergleich zu einer Glühbirne immerhin 70 % Strom. Ihre Lebensdauer ist typischerweise auf 10.000 Stunden begrenzt.

LED: Die sogenannten Leuchtdioden – oder LEDs – funktionieren über einen Golddraht, der elektrisch unter Spannung gesetzt wird. Sie sind langlebiger als Energiesparlampen und sparen über 80 % der Energie im Vergleich zu einer Glühbirne. Mit 25.000 Stunden Lebensdauer halten sie mehr als doppelt so lange wie Energiesparlampen.

Die “Lichtausbeute” wird in Lumen pro Watt angegeben. Sie zeigt, wie energieeffizient eine Lampe ist. LED-Lampen haben eine höhere Lichtausbeute pro Watt (ca. 140 lm/W) als Energiesparlampen (ca. 75 lm/W). Das bedeutet, dass LEDs am wenigsten Strom für die gleiche Lichtausbeute benötigen.

 

 

 

Checkliste für den Kauf von energiesparenden Leuchtmitteln.

1.  Wo und wie fange ich bei der Umstellung auf LEDs an?

Ersetze alte Leuchtmittel durch LEDs zuerst bei den Lampen, die du am häufigsten nutzt. Dadurch erzielst du den größten Einspareffekt. Die ungenutzte Flohmarktlampe im Gästezimmer kann erst mal warten.

2. Notiere Sockeltyp und Form deiner LED-Lampe.

Notiere dir den Sockeltyp, bevor du in den Laden gehst. Sie heißen wie die Farbstoffe vom Wassereis, das du als Kind gegessen hast: E27, E14, GU10 und so weiter. Schreib dir unbedingt auf, welchen Typ deine Lampe braucht. Oder nimm die Lampe einfach mit.

3. Achte je nach Raum auf die passende LED-Lichtgestaltung.

Jeder Raum ist anders. In der Küche möchtest du ein anderes Licht als im Schlafzimmer, im Arbeitszimmer ein anderes als im Wohnzimmer. Wie du individuell deine Beleuchtung mit LED-Lampen gestaltest, kannst du an den folgenden Kürzeln lesen.

  • Lumen (lm) gibt den Lichtstrom und so die Helligkeit an. Je höher die Lumenzahl, desto heller ist das Licht.
  • Kelvin (K) ist der Wert für die Farbtemperatur. Je höher die Kelvinzahl, desto kühler wirkt das Licht.
  • Der Farbwiedergabeindex (CRI) sagt etwas über den Farbreiz und den Farbeindruck des Lichtes aus. Je höher der CRI, desto natürlicher sind die Farben. 

4. Achte auf Lebensdauer und Effizienz der LED-Lampe.

Eine LED-Lampe sollte eine Lebensdauer von mindestens 20.000 Stunden haben. Die jetzige (Stand: März 2021) Energieeffizienzklasse A+ muss mindestens drin sein.

Achtung: Das neue EU-Energielabel wird es ab September 2021 auch für Leuchtmittel geben. Dann gibt es nur noch die Effizienzklassen A bis G, die +-Klassen fallen weg. Zukünftig werden also viele Lampen im Ranking abfallen. Ab September gilt also: Je näher dran an A, desto besser.

Auch An- und Ausschaltungen sind eine wichtige Kennzahl. Nimm 50.000 und mehr.

5. Bevorzuge LEDs anstelle von Energiesparlampen und Halogenlampen.

Laut dem Öko-Institut kannst du mit LEDs verglichen zur alten Glühbirne ganze 80 % deines Stromverbrauchs für die Beleuchtung sparen. Natürlich hängt das Sparpotenzial stark von deiner bisherigen Nutzung ab. Angenommen du würdest heute eine 60-Watt-Glühbirne gegen eine LED austauschen, hättest du nach einem Jahr 16 Euro gespart. Bei einer 45-Watt-Halogenlampe sind es 11 Euro im Jahr. Im Unterschied zur Energiesparlampe hat eine LED eine doppelt so lange Lebensdauer und eine viel bessere Lichtausbeute, d.h. sie braucht weniger Strom für die gleiche Helligkeit.

6. Entsorge die alten Leuchtmittel richtig.

Alte Glühbirnen oder Halogenlampen gehören in den Restmüll. Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren gebt ihr mit Hinweis auf den Quecksilberanteil der Lichtmittel beim Wertstoffhof oder an einer Sammelstelle ab. Diese gibt es mittlerweile in vielen Bau- und Supermärkten.

Hochwertige LEDs erreichen um die 25 Jahre Lebensdauer. Wenn du aber doch mal neue LEDs brauchst, solltest du die alten ebenfalls am Wertstoffhof oder einer Sammelstelle abgegeben, damit sie recycelt werden können.

 

Der einfachste und zugleich wirkungsvollste Tipp: Ökostrom.

Wenn du auf Ökostrom umsteigst, verbrauchst du für deine Beleuchtung mit einem Schlag kein CO2 mehr. Der Wechsel zu Wirklich Ökostrom von Polarstern geht zum Beispiel in 5 Minuten online. Im Nu hast du deine Lampen klimafreundlicher gemacht – und deine anderen Haushaltsbereiche gleich mit!

Unser Strom kommt aus 100 % deutscher Wasserkraft und wir fördern als Social Business die Energiewende in Deutschland und weltweit. Mehr über Polarstern erfährst du hier direkt von unseren Gründern.

Tarifrechner für Wirklich Ökostrom ausprobieren.

Mehr Artikel zu den Themen

Ökostrom ist viel günstiger als du denkst!

Wirklich besserer Strom ist keine Rolex. Und sogar meist günstiger als die Grundversorgung.

Weiterempfehlen vervielfacht deine Wirkung!

Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

Polarstern weiterempfehlen