CO2 Demo Plakat

Durchschnittlich stößt jede:r von uns 11,17 Tonnen CO2 im Jahr aus, sagt das Umweltbundesamt. Halbwegs klimaverträglich wären 2 Tonnen. Wir müssen also alle abnehmen. Wie bei allen Diäten will man’s möglichst einfach. Und beim Klimaschutz ist es das auch. Mit diesen Basics klappt’s.

von Michael

Darum geht's. 

Zu Beginn der Pandemie gab es für einen kurzen Moment diesen kleinen Hoffnungsschimmer, die Welt könnte das Momentum der erzwungenen Entschleunigung nutzen, die Welt zu retten. Satellitenbilder zeigten Natur, wo sonst nur Smog zu sehen ist, in Venedig wurden Fische gesichtet und irgendwo formten zwei springende Delfine im Sonnenuntergang ein Herz. Quatsch.

CO2-Konzentration auf Höchststand.

Tatsächlich erreichte nämlich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre noch im Pandemie-Jahr 2020 laut Weltorganisation für Meteorologie (WMO) einen neuen Peak. Sie liegt derzeit 149 % über dem vorindustriellen Niveau. Und 2021 trat dann ein, vor was Expert:innen schon 2020 gewarnt hatten: Dass noch mehr Emissionen emittiert werden, sobald Industrie und Wirtschaft wieder mit voller Kraft arbeiten. Denn das kostet Energie. Und weil der Ausbau der erneuerbaren Energien noch nicht auf dem Niveau ist, wo er sein sollte, nimmt man eben, was gerade an Energieträgern zur Hand ist: Kohle, Öl, Gas.

Grafik: CO2- und Stromentwicklung 2000 bis 2021
Die Welt will CO2 und Strom sparen. Die Realität sieht anders aus.

Um die Erderwärmung bis zur Mitte des Jahrhunderts auf 1,5 °C zu begrenzen, müssen die globalen Treibhausgasemissionen bis 2030 um 45 % gegenüber 2010 sinken. Laut Vereinte Nationen reichen die aktuellen Klimaschutzpläne der 192 Staaten, die sich am Pariser Klimaschutzabkommen beteiligen, für dieses Ziel nicht aus. Mit den jetzigen Vorhaben würden die Treibhausgasemissionen bis 2030 sogar um 16 % gegenüber 2010 ansteigen. Die Folge: eine Erderwärmung von 2,7 °C bis zur Mitte des Jahrhunderts.

Du musst selbst die Entscheidungen treffen.

Klar, die großen Maßnahmen müssen Politik und Wirtschaft angehen. Aber ob und wie schnell etwas vorangeht, hängt genauso von den Bürger:innen ab. Von Stimmungsbildern, Umfragen, Wähler:innentscheidungen und Kaufverhalten. Wer also nicht apathisch zusehen will, wie das verbleibende CO2-Budget wegschmilzt, kann und sollte sofort etwas unternehmen. Jede Unterstützung bringt etwas. Wirklich.

1. Das bringt dein Wechsel zu Ökoenergie.

Der perfekte Einstieg, um CO2 zu senken, ist der Wechsel zu Ökoenergie. Allein 2020 wurden laut Umweltbundesamt 227 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente durch den Einsatz von erneuerbaren Energien vermieden. 

Auch privat reduzierst du deinen persönlichen CO2-Fußabdruck mit der Nutzung von Ökoenergie um ein riesiges Stück. Wenn du einen echten Ökostrom-Tarif wie Wirklich Ökostrom von Polarstern nutzt, rutscht dein CO2-Ausstoß für deinen Stromverbrauch auf 0. Wenn du zusätzlich deinen Gasanbieter frei wählen kannst und Wirklich Ökogas dazu bestellst, wird dein CO2-Fußabdruck sogar um ein Viertel kleiner.

CO2 Fußabdruck
Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck beträgt in Deutschland 11,17 Tonnen. Ein Viertel geht allein auf den Energieverbrauch.

Ist dein Ökostrom-Tarif mit einem Siegel wie Grüner Strom-Label oder ok power zertifiziert, förderst du mit deinem Wechsel den Ausbau der erneuerbaren Energien zusätzlich. Und eigentlich muss man dafür nicht viel machen, der Wechsel ist so einfach wie jede andere Online-Bestellung auch – aber eine riesige Chance, etwas für das 1,5-Grad-Ziel zu unternehmen. Wie viel CO2 verhinderst du? Berechne es hier:

Preis und CO2-Ersparnis berechnen

Abgesehen von deiner persönlichen CO2-Ersparnis ist jeder Wechsel zu Ökoenergie auch immer ein Signal an Wirtschaft und Politik, dass sie für mehr erneuerbare Energien sorgen sollen. Je mehr Menschen erneuerbare Energien nachfragen, desto mehr Erzeugungsanlagen müssen auch geschaffen werden. 

2. Kleider machen Klimaschützer:innen.

Faire Kleidung

Wir tragen eine Menge CO2 am Körper. Denn laut Europäischer Umweltagentur verursacht jede:r Europäer:in jährlich 654 Kilogramm CO2 mit dem Kauf neuer Kleidung. Dabei kann man auch CO2 ablegen wie Kleiderstücke. Zum Beispiel indem du auf Ökoqualität achtest.

9 Lösungen für eine wirklich nachhaltigere Mode

So fällt laut Öko-Institut Freiburg bei der Produktion eines T-Shirts aus Bio-Baumwolle nur 1 Kilogramm CO2 an, bei einem T-Shirt aus konventionell angebauter Baumwolle dagegen schon 4 bis 7 Kilogramm.

Generell gilt: Such dir Sachen aus, die du wirklich magst, trag sie lang – oder tausche sie mit Freund:innen. Wir haben ohnehin zu viel. Jedes Jahr kaufen sich die Deutschen pro Kopf 60 neue Kleidungsstücke. Das kann kein Mensch jemals anziehen. Wer dagegen schon die Lebensdauer seiner Kleidungsstücke von einem auf zwei Jahre verlängert, reduziert laut Klimaschutzberatung Carbon Trust seinen CO2-Fußabdruck für Kleidung um ca. 24 %. Auch Kleider-Sharing-Plattformen helfen. Wer regelmäßig tauscht, verbraucht laut Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) 49 % weniger Ressourcen als Menschen, die immer alles neu kaufen. Das Gute an Secondhand-Mode: Man trägt nicht das, was alle gerade tragen – und alte Trends kommen sowieso immer wieder.

3. Wir haben Füße, nutzen wir sie!

Fahrrad

Der Verkehr verursacht in Deutschland rund ein Fünftel der CO2-Emissionen. Und im Durschnitt emittieren die Deutschen laut Umweltbundesamt 2,09 Tonnen CO2 bei ihrer Mobilität. Zu viel. Das Hauptproblem ist dabei das Auto. Natürlich, manchmal geht's nicht ohne. Aber viele Fahrten sind überflüssig. Nach Schätzung von Expert:innen könnten allein Städter schon 30 % ihrer Autofahrten aufs Rad verlegen. Und Radfahren verursacht nicht mal ein Quantum CO2. Mit Tools wie dem CO2-Rechner des ADFC kannst du sofort berechnen, wie viel CO2 du mit dem Rad gegenüber einem Auto sparst.

Das bringt's.

Prominentes Beispiel: Polarstern-Mitarbeiter Rudi radelt meistens ins Büro. 24 Kilometer hin, 24 Kilometer zurück. Nach 100 Arbeitstagen hat er gegenüber einem Benziner mit einem Verbrauch von 7,4 Liter bereits 824,06 kg CO2 verhindert und Fahrtkosten von 1.728,00 € gespart. Und im Winter? Muss man auch nicht aufs Radfahren verzichten.

 

Rudi von Polarstern

4. Wenn schon Auto, dann elektrisch.

Wenn du nicht aufs Auto verzichten kannst und der Kauf eines neuen Wagens ansteht: Probier’s mit einem Elektroauto. Wirklich. E-Autos verursachen in der Produktion zunächst mehr CO2 als Verbrennerautos. Aber sind sie erst mal auf der Straße, machen sie diesen Klimanachteil schnell wett. Laut einer Studie der Nichtregierungsorganisation ICCT stoßen Elektroautos der Kompaktklasse in Europa 2021 bereits 66 bis 69 % weniger Treibhausgase aus als Benziner. Und zwar auf den kompletten Lebenszyklus gerechnet. Laut CO2-Rechner des Magazins Efahrer wird ein E-Golf schon nach fünf Jahren klimaneutral. Ein Diesel-Golf stößt dagegen bis an sein Lebensende 110,9 Gramm CO2 pro Kilometer aus – und schneidet so in seiner Gesamtbilanz schlechter ab. Lädst du konsequent 100 % Ökostrom schaffst du den CO2-Break-Even noch viel schneller. Zusätzlich ist das Laden günstiger als Tanken. Die richtigen Autostrom-Tarife gibt es übrigens bei uns, Polarstern. 

Zu unseren Autostrom-Tarifen
Schienen bei Sonnenuntergang

Wirklich die Welt sehen.

Es ist wichtig, dass man etwas von der Welt gesehen hat. Es kann auch ein Ansporn sein, noch mehr für den Umwelt- und Klimaschutz zu tun. Nur sind etwa 5 % der Treibhausgasemissionen eine Folge des Tourismus. Ein Flug von Frankfurt nach Bangkok und zurück verursacht bereits die Hälfte des CO2-Fußabdrucks einer typischen Person in Deutschland. Wer Europa mit dem Zug erkundet und aus dem Fenster sieht, mit dem Rad unterwegs ist oder mit dem E-Auto Ladepausen einlegt, sieht viel von der Welt. Und mehr als jemand, der seinen Aufenthalt am anderen Ende der Welt dafür nutzt, sich 14 Tage an den Pool zu legen. 

Tipps für einen nachhaltigen Urlaub

5. Weniger Fleisch tut allen gut.

Biogemüse

Laut Bundesumweltministerium essen die Deutschen pro Kopf und Jahr rund 60 Kilogramm Fleisch. Selbst begeisterte Fleischesser:innen brauchen nicht so viel. Oft wird uns Fleisch sowieso in schlechter Qualität untergejubelt, manchmal in Lebensmitteln, bei denen wir gar nicht nach Fleisch gefragt haben. Zum Beispiel in Fertiggerichten. Und: Die Fleischindustrie gehört zu den größten Verursachern von Treibhausgasen. Wer du dich nur ein Jahr lang vegetarisch oder vegan ernährt, sparst du laut Fleischrechner schon eine halbe Tonne CO2. Außerdem rettest du statistisch gesehen 12 Hühnern, einem halben Schwein und dem Zehntel einer Kuh das Leben. Auf zehn Jahre gerechnet können so fast fünf Schweine, mehr als ein halbes Rind und 117 Hühner überleben. Außerdem wurden an die 6 Tonnen CO2 gespart.

Gibt es vegane Energie?

6. Das bringt ein regional-saisonaler Einkauf.

Am Markt einkaufen

Man muss nicht Millionär:in sein, um sich Lebensmittel einfliegen zu lassen. Die meisten Produkte, die wir konsumieren, haben einen weiten Weg hinter sich und damit einen hohen CO2-Abdruck. Mit der Wahl von regionalen und saisonalen Produkten kann jede:r signifikant den CO2-Fußabdruck der Ernährung senken. Wichtig dabei ist, dass Produkte nicht nur regional sind, sondern auch saisonal konsumiert werden. Nur so ist gesichert, dass der CO2-Fußabdruck auch wirklich geringer ist als ein Übersee-Produkt. So empfiehlt etwa das Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn, von September bis Mai heimische Äpfel zu essen und in der übrigen Zeit Äpfel aus Chile oder Neuseeland zu bevorzugen. Die Kühlung der hiesigen Äpfel außerhalb der Saison verursacht mehr Treibhausgasemissionen als der Transport aus Übersee. Am besten kaufst du nach dem Saisonkalender und hältst Ausschau nach Wochenmärkten in deiner Nähe. Dort gibt es eh die besten Sachen. Und Verpackung spart man sich auch.

Wie groß ist der regional-saisonale Anteil deines Obst- und Gemüseeinkaufs?

Gering 640 kg CO2/Jahr
25 % 480 kg CO2/Jahr
50 % 320 kg CO2/Jahr
75 % 160 kg CO2/Jahr
Fast 100 % 40 kg CO2/Jahr

Quelle: WWF.

7. Lerne deinen eigenen CO2-Fußabdruck kennen.

Der CO2-Fußabdruck ist deine persönliche Umweltbilanz, wie stark du mit deinem Konsum das Klima belastest. Der eigene lässt sich relativ einfach einschätzen. Zum Beispiel mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamts. Füttere den Rechner mit ein paar Angaben zu deinem Konsum und du erfährst, wo du CO2 sparen kannst.

Beim Feld Energie kannst du als Polarstern-Kunde eine 0 eintragen: Wirklich Ökostrom, Wirklich Ökogas und alle Stromspezialtarife für etwa E-Autos, Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen werden immer zu 100 % aus erneuerbaren Energien erzeugt und fördern den weiteren Ausbau der regenerativen Quellen – sogar weltweit. Mit unserem Tarifrechner findest du heraus, was wirklich bessere Energie kostet – und mit einem Klick auf den nächsten Button erfährst du, wie du damit konkret das Klima schützt. 

Luftaufnahme vom Verbund Wasserkraftwerk Feldkirchen in der Inn

Michael | Team Wirklich

E-Mail: [email protected]

Wirklich bessere Energie.

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Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

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