Eisberge

Die Experten warnen eindringlich vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels – du selbst spürst davon aber nicht so viel. Denkst du. Wie ist die Lage wirklich? Her mit den Fakten zum Klimawandel. Und wir zeigen dir auch gleich, was du selbst zum Schutz des Klimas und unseres Planeten tun kannst. Es ist unsere Verantwortung und das größte Geschenk für unsere Kinder und Enkel. Dein Einfluss auf den Klimawandel ist größer als du denkst. Wirklich.

von Tabatha

Alle Fakten zum Klimawandel:

  1. Was ist die Ursache für den Klimawandel? Wir!
  2. Was ist der Klimawandel eigentlich genau?
  3. Was sind die Folgen des Klimawandels?
  4. Gibt es auch positive Fakten zum Klimawandel? Ja!

Wir müssen die Leugner enttäuschen. Das Klima wandelt sich und wir Menschen haben einen großen Einfluss darauf. Das zeigte unter anderem bereits eine Analyse aus dem Jahr 2013 vom Kognitionswissenschaftler John Cook: 97 % der betrachteten 12.000 Studien zum Thema Klimawandel waren sich hierbei über den menschengemachten Klimawandel einig.

Also der Klimawandel ist da. Das ist Fakt. Jetzt ist aber keine Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken, mit den Schultern zu zucken oder vorwurfsvoll auf andere zu zeigen. Nutze stattdessen selbst deinen Einfluss positiv, indem du im Alltag Ressourcen schützt und klimaschädliche Emissionen minimierst. Nicht nur für dich, sondern damit deine Kinder und Enkelkinder vom Klimawandel eines Tages nur noch im Unterricht hören – statt in den Nachrichten. Das geht zum Beispiel super einfach und schnell mit deinem Wechsel zu echter Ökoenergie. Damit senkst du deinen CO2-Fußabdruck direkt um rund 25 Prozent.

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Was ist die Ursache für den Klimawandel? Wir!

Der Klimawandel hat mehrere Ursachen. Was sich aber herauskristallisiert: Wir Menschen haben mit unserem Handeln dem Klima im letzten Jahrhundert enorm zugesetzt. Vor allem haben wir den Anteil an Treibhausgasemissionen sprich CO2, Methan, Lachgas und Ozon in die Höhe getrieben. Sie sorgen für eine Verstärkung des sogenannten Treibhauseffektes. An sich ist das nichts Schlimmes, denn ohne ihn wäre es auf der Erde um einiges kälter. Durchschnittlich läge die globale mittlere Temperatur etwa bei -18 Grad Celsius. Der natürliche Treibhauseffekt sorgt also dafür, dass ein Teil der von der Erdoberfläche reflektierten Wärme nicht entweichen kann.

Aber: Indem wir immer mehr und so deutlich zu viele Treibhausgase ausstoßen, verstärkt sich eben dieser Effekt enorm. Und so kommt der Klimawandel zustande. Seit Jahrzehnten verzeichnen Forscher CO2-Rekordwerte, wie es sie in den letzten 400.000 Jahren der Weltgeschichte nicht gegeben hat.

CO2-Anstieg der letzten 60 Jahre
So stark war der Anstieg des CO2-Gehalts in unserer Atmosphäre in den letzten 60 Jahren.

Wie kommt es, dass wir so viele Treibhausgase ausstoßen? Können wir sie nicht eindämmen? Leider ist das gar nicht so einfach. Treibhausgase wie CO2 werden fast überall von uns verursacht, bei Anbau und Transport von Lebensmitteln und Konsumgütern, bei unserem eigenen Mobilitätsverhalten, in unseren Haushalten (je nachdem welche Energie wir nutzen) und vielem mehr. Besonders bei der Energiegewinnung, sprich bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas, wird viel CO2 ausgestoßen.

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Von außen betrachtet ist der Klimaschutz natürlich viel wichtiger als der Mallorca-Urlaub mit dem Flugzeug. Doch die meisten Menschen halten ihren persönlichen Einfluss für gering und verlassen sich auf die Politik und große Unternehmen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Die wiederum orientieren sich größtenteils am Wahl- und Kaufverhalten der Konsument:innen und nicht in erster Linie an ökologischen Zielsetzungen.

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Seit der Industrialisierung ist der Anteil von CO2 in unserer Atmosphäre um knapp 44 % angestiegen.

Wenn wir weiterhin so unbedacht Ressourcen ausbeuten und gedankenlos CO2 in die Atmosphäre entweichen lassen, reißen wir bald wirklich kritische Klima-Kipppunkte. Entscheiden wir uns hingegen dafür, Klimaabkommen nicht nur schnöde Theorie sein zu lassen, sondern selbst als Privatpersonen unseren CO2-Fußabdruck zu senken, Ressourcen zu schützen und auf eine nachhaltige und grüne Zukunft zu setzen, kriegen wir die Klimakrise gemeinsam in den Griff.

Vergiss nicht: Der menschliche Einfluss kann auch eine große Chance sein, positive Veränderungen zu bringen und das Klima zu schützen. Wir haben es alle in der Hand – packen wir´s an!

 

Was ist der Klimawandel eigentlich genau?

Ganz wichtig: Klima und Wetter sind zwei verschiedene Dinge. Das Klima wird viel langfristiger betrachtet. Wir haben zum Unterschied auch einen eigenen Artikel für dich erstellt.

Klimawandel bedeutet, dass es eine langfristige Veränderung des Klimas gibt. Damit ist vor allem der Temperaturanstieg auf der ganzen Erde gemeint, der zu Veränderungen auf unserem Planeten führt. Einzeln betrachtet ist ein Hitzesommer wie 2018 zwar kein sicheres Zeichen für den Klimawandel, doch mit dem Wissen, dass die zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen allesamt seit 1998 gemessen wurden, sieht das anders aus.

Nach einer Analyse der Weltwetterorganisation (WMO) wird wohl auch 2020 unter den drei wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen liegen. Die Temperatur von Januar bis Oktober lag etwa 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Level. Kein gutes Zeichen.

“2020 has, unfortunately, been yet another extraordinary year for our climate. We saw new extreme temperatures on land, sea and especially in the Arctic.” – WMO

Die Luft ist an der Erdoberfläche heute bereits 1 Grad Celsius wärmer als noch vor der Industrialisierung. Und das UN-Umweltprogramm prognostiziert sogar mehr als 3 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts.

Tagesmitteltemperatur in Deutschland
Die Tagesmitteltemperatur in Deutschland stieg im letzten Jahrhundert stark an; Quelle: Umweltbundesamt

Im Jahr 2015 wurde auf der Klimakonferenz in Paris mit einem Temperaturanstieg von maximal 2 Grad Celsius (besser 1,5 Grad Celsius) gegenüber der vorindustriellen Zeit ein konkreter Wert festgelegt, wie sehr die Erderwärmung noch steigen darf. Übertrifft sie diesen Wert, ist es sehr wahrscheinlich, dass große Teilsysteme des Klimasystems in neue, teilweise nicht mehr umkehrbare Zustände kippen – mit schwerwiegenden Folgen für uns alle. Das 1,5-Grad-Ziel können wir erreichen – aber nur, wenn alle mitmachen. Danke, dass du dabei bist!

 

Was sind die Folgen des Klimawandels?

Jetzt mal zu den Fakten des Klimawandels. Mit welchen Folgen müssen wir in der Praxis rechnen, wenn sich nichts tut?

Schmelzen der Polareiskappen und steigender Meeresspiegel.

Wärmere Temperaturen sorgen unter anderem dafür, dass die Polkappen schmelzen – durchschnittlich um mehr als 10 % pro Jahrzehnt. Ein Beispiel ist die Ellesmere-Insel in der Arktis, die seit 1959 ganze 47 % ihrer Fläche verloren hat. Das Schmelzen der Polkappen setzt weiteres CO2 frei, das dort im Eis gespeichert ist. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sogar um mehr als 15 Zentimeter.

"Die Arktis erlebt mit dem globalen Temperaturanstieg drastische Veränderungen. Seit Mitte der 1980er-Jahre steigen die Temperaturen dort mindestens doppelt so schnell wie im globalen Mittel." – Weltwetterorganisation WMO

Je weiter der Klimawandel voranschreitet, desto mehr Land verschwindet im Wasser. Es ist eine Spirale: CO2-Emissionen und Temperaturanstieg verstärken sich gegenseitig. Umgekehrt heißt das: Wenn wir unseren CO2-Ausstoß zurückfahren, störst du diese Spirale im Sinne des Klimaschutzes. Hier liest du unsere Tipps, wie du CO2 im Alltag senken kannst.

Versauerung der Ozeane.

Das Wasser in unseren Ozeanen wird immer saurer. Das ist vor allem auf menschengemachte Emissionen zurückzuführen. Seit den 1980er Jahren haben unsere Ozeane etwa 20 bis 30 % des ausgestoßenen CO2 aufgenommen. Dadurch ändert sich der pH-Wert des Wassers. Achtung, ein sinkender pH-Wert bedeutet, dass das Meer saurer geworden ist:

“Der pH-Wert des oberflächennahen Meerwassers liegt aktuell im weltweiten Mittel bei etwa 8,1 und ist gegenüber der vorindustriellen Zeit bereits um rund 0,1 gesunken. Diese Veränderung mag gering klingen, bedeutet jedoch (weil die pH-Skala logarithmisch ist) eine Zunahme des Säuregrades um 26 Prozent. Die Entwicklung bedroht unter anderem zahlreiche kalkbildende Meereslebewesen wie Korallen, Muscheln oder Krebse.” – Basisfakten zum Klimawandel, Deutsches Klima-Konsortium

Bedrohung der Biodiversität.

Durch den Klimawandel verändern sich die Lebensbedingungen auch für Tiere und Pflanzen. Bestimmte Arten etwa können nicht überleben, weil sich ihr Lebensraum verkleinert oder gar zerstört wird, das wiederrum wirkt sich auf andere Arten aus – und so weiter. Aktuell liegt die Aussterberate deutlich über dem, was als natürlich gesehen werden kann. Die rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) zeigt: Innerhalb von 20 Jahren wuchs die Anzahl der kritisch bedrohten Arten von 1.939 auf 6.523. Das ist mehr als eine Verdreifachung! Übrigens werden auch Infektionskrankheiten durch die sinkende Biodiversität begünstigt.

>>> Mehr über die Wechselwirkungen von Klimawandel und Biodiversität.

Forscher:innen befürchten sogar ein sechstes Massenaussterben. Es könnte sein, dass schon in einigen Jahrhunderten ein Großteil der Arten ausgestorben ist, wie einige Studien prognostizieren. Noch haben wir es in der Hand, das zu verhindern.

Extremere Wetterverhältnisse.

Nicht nur Hitzewellen und Co. nehmen zu, auch Naturkatastrophen gibt es leider immer häufiger. Hurrikans, Fluten und Brände – wie erst 2020 in Australien – kommen immer öfter vor und werden durch den Klimawandel im wahrsten Sinne des Wortes noch befeuert. Der World Desasters Report 2020 zeigt: Im Jahr 2019 gab es 308 Katastrophen, von denen 97,6 Millionen Menschen betroffen waren. Ganze 97 % davon waren klima- und wetterbedingt. Es gab 127 Fluten, 59 Stürme und 32 Erdbeben.

So machen wir es nicht gerade besser: Indem wir Wälder abholzen und verbrennen, werden Pflanzen vernichtet, die CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen. Wir schießen uns damit sozusagen ins eigene Bein.

>>> Mehr zum Schutz des Waldes erfahren.

Veränderungen in der Landwirtschaft.

Ein weiterer Fakt zum Klimawandel: Auch unsere Landwirtschaft und damit die Lebensmittelerzeugung geraten durch den Klimawandel in Gefahr. Extremes Wetter, weniger Biodiversität, weniger Wasser – all das wirkt sich negativ auf die Fruchtbarkeit von Böden und die Ernte aus. Gleichzeitig pushen wir durch unsere extensive Landwirtschaft den Klimawandel nochmal mehr. So wurde bei der bundesweiten Inventur aller landwirtschaftlichen Böden in Deutschland 2018 entdeckt, dass die Kohlestoffvorräte in Grünlandböden bisher enorm unterschätzt wurde: 15,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente wurden hier errechnet.

Alles unumkehrbar und wir können gar nichts mehr tun? Nein, Gott sei Dank haben wir die Chance, den Klimawandel in den Griff zu bekommen. Und du bist ein wichtiger Teil davon.

 

Gibt es auch positive Fakten zum Klimawandel? Ja!

Na klar, wir machen immer mehr Fortschritte, um dem Klimawandel etwas entgegen zu setzen.

In Deutschland sinken etwa die jährlichen Treibhausgasemissionen: 1990 lagen sie noch bei 1.251.488.000 Tonnen CO2-Äquivalenten. Im Jahr 2019 lag der Wert bei 805.000.000 Tonnen. (Quelle: Umweltbundesamt) Das ist ein Rückgang um rund 36 %. Nur reicht das noch lange nicht. Laut Klimaschutz-Index 2020 liegt Deutschland im weltweiten Vergleich abgeschlagen in der Mittelmäßigkeit, was die Erfolge beim Klimaschutz angeht. Besonders “besorgniserregend” sei laut Autoren der Organisation Germanwatch der hohe Pro-Kopf-CO2-Ausstoß und der hohe Energieverbrauch der Deutschen. Auch beim Verkehr sei noch keine Trendwende zu erkennen.

Auch geht der Trend weltweit betrachtet in die falsche Richtung: Während die globalen CO2-Emissionen 1990 noch bei 22,8 Milliarden Tonnen lagen, waren es 2018 schon 36,6 Milliarden Tonnen. (Quelle: Our World in Data) Umso wichtiger ist es, dass die Energiewende weltweit vorangetrieben wird. Bei Polarstern unterstützen wir das ganz konkret mit unseren Initiativen in Kambodscha und Madagaskar.

>>> Mehr über unser weltweites Engagement erfahren.

Positiv hervorzuheben ist, dass der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: 2011 lagen wir noch bei knapp 20 % – 2020 werden es Prognosen zufolge mehr als 50 % sein. Zugleich werden sich immer mehr Menschen bewusst, wie wichtig Klimaschutz ist. Das Thema Klimawandel ist zwar durch die Coronakrise in den Nachrichten in den Hintergrund gerückt, bekommt aber trotzdem mehr Aufmerksamkeit als noch vor 10 Jahren, etwa durch Initiativen wie Fridays For Future.

Nur: Klimaabkommen und politische Zielsetzungen reichen beim Klimaschutz nicht. Sie stellen die Weichen, aber wir als Konsumenten und Unternehmen müssen mithelfen, sie umzusetzen. Die Politik ist langsam. Wir müssen ihr zeigen, was uns wichtig ist. Und das tust du mit deinem Handeln – bewusst und unbewusst.

Checkliste: Was du selbst gegen den Klimawandel tun kannst.

  • CO2-Fußabdruck senken: Berechne deinen CO2-Fußabdruck und schau, wo du richtig viel bewirken und CO2 einsparen kannst. Unsere Tipps liest du hier.
  • Mehr als klimaneutral: Hinterfrage auch, ob dir „klimaneutral“ wirklich reicht – für echten Klimaschutz braucht es vor allem zuerst auch Ressourcenschutz. Hier liest du mehr dazu.
  • Minimalismus und Recycling: Indem du deinen Konsum hinterfragst und bewusst reduzierst, bewirkst du eine Menge. Wir haben für dich Tipps zum Reparieren von Geräten, minimalistischem Lebensstil und zum Thema Ressourcenverbrauch.
  • Ernährung: Die CO2-Emissionen, die durch die Ernährung entstehen, kannst du durch bewussten Lebensmittelkonsum um 49 % senken, wenn du z.B. auf tierische Produkte verzichtest. Hier haben wir Tipps für dich.
  • Ökoenergie – Wirklich: Ganz viel auf einmal bewirkst du mit dem Wechsel zu wirklich sauberer Energie. Dein CO2-Fußabdruck reduziert sich allein damit um rund 25 Prozent. Das ist so viel wie du mit keiner anderen Einzelmaßnahme erreichen kannst. Denn fossile Energieträger befeuern den Klimawandel besonders stark, das ist Fakt. Umso wichtiger, dass du auf Ökoenergie umsteigst und so den Strom- und Gassee in Deutschland ein Stückchen grüner machst.

Das Schöne: Mit deinem Wechsel zu grüner Energie löst du sozusagen einen Dominoeffekt aus; vor allem wenn du zu einem echten und zertifizierten Ökostromanbieter wie Polarstern wechselst. Bei uns wird die Energiewende über das EEG hinaus unterstützt – hier in Deutschland und auch mit weltweiten Initiativen in Kambodscha und Madagaskar. Gleichzeitig reduzierst du deinen CO2-Ausstoß auf einen Schlag enorm. Und mit Polarstern unterstützt du ein gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, das Klimaschutz und soziale Werte nicht irgendwo hinter dem finanziellen Gewinn einordnet, sondern als ebenso wichtiges Ziel sieht.

Das klingt gut? Dann probiere gleich mal unseren Tarifrechner aus. Ökoenergie ist nämlich überhaupt nicht so teuer, wie immer behauptet wird:

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Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

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