Schmelzendes Eis im Meer

Mit dem Begriff „klimaneutral“ wird gerne geworben. Banken, Kleidungs- und Lebensmittelfirmen, viele Unternehmen haben Klimaneutralität als ihr Ziel auserkoren. Doch was bedeutet das im Einzelfall? Produzieren die Firmen wirklich kein CO2 mehr oder gleichen sie doch eher nur den Schaden aus, den sie zuvor an anderer Stelle verursacht haben? 

von Tabatha

Das Problem ist, Klimaneutralität fokussiert sich auf die verursachten CO2-Emissionen und setzt damit an den Folgen an, nicht an den Ursachen, etwa dem hohen Ressourcenverbrauch. Dabei schützt ein bewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen automatisch auch das Klima.

 

Ressourcenschutz muss das primäre Ziel sein – nicht Klimaneutralität.

Ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften bedeutet mehr, als nur CO2 zu sparen. Es betrifft alle Bereiche und heißt im Grunde, rücksichtsvoll mit den Ressourcen umzugehen. Nicht mehr Ressourcen zu verbrauchen, als sich regenerieren können. Tun wir das, schützen wir auch das Klima. Ganz einfaches Beispiel: Wer keine Regenwälder abholzt, braucht auch keine Aufforstungsprojekte.

“Im Grunde bedeutet der Begriff klimaneutral erst einmal, dass durch das Produkt oder die Dienstleistung die Menge an klimaschädlichen Gasen in der Atmosphäre nicht erhöht wird. „Klimaneutral“ ist also auf den ersten Blick eine gute Sache. Ein wesentlicher Unterschied besteht jedoch darin, WIE klimaschädliche Gase vermieden werden.” – Deutsche Umwelthilfe (DUH)

Ressourcenschutz sollte daher das primäre Ziel sein. Es ist ein ganzheitlicheres Ziel, das auch das Klima schützt – aber eben nicht nur das.

Beim Begriff „klimaneutral“ solltest du aufhorchen.

Eigentlich versteckt sich das Problem des Begriffs klimaneutral schon in dem kleinen Wörtchen „neutral“: Neutral kommt aus dem lateinischen ne-utrum, was „keines von beiden“ heißt. Weder gut noch schlecht? Weder falsch noch richtig? Irgendwie ist klimaneutral genau das. Es soll ein Gleichgewicht zwischen Kohlenstoffemissionen und der Aufnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre in Kohlenstoffsenken hergestellt werden.

Nur stellt sich die Frage: wie wird diese Klimaneutralität erreicht? Ist sie wirklich einem bewussteren Handeln zuzuschreiben, oder werden Emissionen an einer Stelle einfach mit einer Kompensation an anderer Stelle aufgewogen?

Vorsicht bei Klimaneutralität: Ein CO2-Ausgleich macht das Fliegen nicht umweltfreundlicher.
Vorsicht bei Klimaneutralität: Ein CO2-Ausgleich macht das Fliegen nicht umweltfreundlicher.

 

Zwei Beispiele: Warum klimaneutrales Handeln nicht per se gut ist.

Ein Beispiel ist Shell: Der Energiekonzern will Kunden eine Möglichkeit geben, durch Aufforstungsprojekte ihre CO2-Emissionen auszugleichen. Besser als nichts? Kritik erntet Shell dennoch – und aus unserer Sicht zurecht:

„Dringender als solch armselige und durchschaubare Scheinlösungen braucht Shell eine Idee, wie der Konzern nicht länger Geld mit der Zerstörung unserer Zukunft verdient. Öl hat keinen Platz in einem klimaverträglichen Energiemix." – Klimaexperte Benjamin Stephan von Greenpeace.

Angeblich will Shell nun tatsächlich sein Geschäftsmodell in Deutschland umbauen und in seinen Strukturen und Prozessen CO2 sparen. Insbesondere auf grünen Wasserstoff setzt das Unternehmen. Momentan geht es jedoch erst einmal nur um das Deutschlandgeschäft. Doch angesichts der weltweiten Aktivitäten von Shell ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Schnell erleichtern Unternehmen mit Kompensationen ihr Gewissen, weil das eigene Handeln angeblich am Ende „klimaneutral“ ist. Kritiker vergleichen es oft mit einem Ablasshandel. Wenn etwa energiebedingte CO2-Emissionen durch Aufforstungsprojekte kompensiert werden, ist das ein immer wiederkehrender Kreislauf, aber es bringt keine Besserung. Dazu braucht es einen echten Wandel. Klimaneutralität als Bilanz am Ende allein reicht eben nicht.

Einem weiteren Beispiel begegnet man bei den meisten Energieversorgern. Zum Heizen bieten sie oft klimaneutrales Ökogas an. Das ist dann Erdgas, dessen CO2-Emissionen kompensiert werden. Damit aber beuten sie weiter die endliche Ressource Erdgas aus und verursachen viele Treibhausgasemissionen bei der Gasgewinnung. Dabei gibt es Alternativen zu fossilem Erdgas. Biogas nämlich. Wenn man mit Gas heizt, also bitte echtes Ökogas aus erneuerbaren Energien nutzen und kein kompensiertes Erdgas.

 

So steht es um unsere Ressourcen – und den Klimaschutz.

Bestimmt hast du schon einmal vom sogenannten Earth Overshoot Day gehört. Das ist der Tag im Jahr, an dem unser Ressourcenverbrauch das überschreitet, was die Erde in einem Jahr nachbilden kann. Das Datum wird als Zeichen für unseren Ressourcenverbrauch genutzt und rückt stetig weiter nach vorne.

Earth Overshoot Day
Krass! Würden alle Länder so viele Ressourcen wie Deutschland verbrauchen, bräuchten wir drei Erden.

Auf der Seite des Global Footprint Network, das für die Berechnung des Earth Overshoot Day zuständig ist, siehst du die Termine der einzelnen Länder. Obwohl der weltweite Earth Overshoot Day im Jahr 2020 etwas nach hinten rückte, ist das leider kein Zeichen für einen besseren Umgang mit den Ressourcen – sondern einfach nur ein Nebeneffekt der Coronakrise. Langfristig rückt der Tag Jahr für Jahr immer weiter nach vorne. Beim Ressourcenschutz ist ein dringendes Handeln erforderlich!

Was du tun kannst? Recycle, konsumiere bewusst und setze auf nachhaltige Energie. Tipps dazu geben wir dir hier:

>>> Mehr zum Earth Overshoot Day und Tipps zum Senken deines Ressourcenverbrauchs.

Doch warum verbrauchen wir eigentlich immer mehr Ressourcen? “Wir konsumieren und wirtschaften als gäbe es kein Morgen", mahnt die Umweltstiftung WWF. Tatsächlich steigen unser Konsum und damit unser Ressourcenbedarf seit Jahren. Weil die einen den Hals nicht vollkriegen und weil der Wohlstand weltweit steigt. Die reichsten 1 % der Bevölkerung schaden dem Klima laut Oxfam doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt. Und die reichsten 10 % sind für mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen (1990-2015) verantwortlich. Das Problem: Die Auswirkungen spüren meist ärmere Länder, die selbst wenig CO2 ausstoßen. Du siehst: Wenn wir nicht endlich bewusster handeln, zerstören wir unseren Planeten.

Welche Ressourcen knapp werden? Jede Menge. Erdöl, Kohle, verschiedene Metalle etc. – sie alle werden in Zukunft genauso knapp sein wie Fläche und Trinkwasser. Außerdem schaden wir bei der Ressourcengewinnung, also etwa beim Abbau von Bodenschätzen auch unserer Umwelt. Und wie wir mit ihr umgehen, beeinflusst wiederum die Biodiversität, die biologische Vielfalt als unsere Lebensgrundlage.

Erdöl.

Seit dem 19. Jahrhundert haben wir Menschen schätzungsweise 135 Milliarden Tonnen Erdöl gefördert. Nicht nur, dass die Erdölverbrennung extrem klimaschädlich ist, allmählich gehen auch die Bestände der Erde zur Neige. Schätzungen gehen davon aus, dass konventionelles Öl noch etwa 25 bis 50 Jahre verfügbar ist. Doch mit Blick auf die Umweltauswirkungen von Erdöl ist klar: Je schneller wir vom Erdöl wegkommen, desto besser. Beispielswerde werden Wälder gerodet, um Erdöl zu fördern. Es wird in Gebieten abgebaut, in denen indigene Völker leben. Bei Unfällen werden ganze Ökosysteme zerstört und damit die Biodiversität gefährdet.

Kohle.

Auch Kohle ist extrem schädlich. In Deutschland soll der Kohleausstieg bis 2038 erfolgen. Zwar könnten wir theoretisch noch ca. 150 Jahre lang Energie mit Kohle erzeugen, doch das hätte verheerende Folgen für unsere Umwelt und spätestens danach wäre eine Alternative für den Rohstoff notwendig. Nicht umsonst gilt Braunkohle als der schmutzigste Brennstoff der Welt. Für den Abbau von Braunkohle werden ganze Regionen zerstört. Auch für unsere Gesundheit ist die Kohle schädlich. Die Kohlekraftwerke stoßen beispielsweise Quecksilber und Feinstaub aus und verschmutzen damit unsere Luft, die wir atmen.

Metalle wie Kupfer.

Für was brauchen wir eigentlich Kupfer? Laut der deutschen Rohstoffagentur (DERA) wird Kupfer größtenteils in der Elektrotechnik eingesetzt. Auch für neue, energieeffiziente Geräte werden Metalle wie Kupfer benötigt – und aufgrund der steigenden Nachfrage werden sie immer knapper. In etwa 35 Jahren soll Kupfer zur Neige gehen.

Auch sogenannte “seltene Erden” (verschiedene Spezialmetalle) werden für zig moderne Geräte genutzt, in ihrer Elektronik, für Laser und Magnete. Wollen wir sie schonen, müssen wir auch unseren Konsum überdenken.

Wasser.

Der jährliche Wasserverbrauch von Deutschland, der sogenannte Wasserfußabdruck, beträgt 117 Milliarden Kubikmeter. Auf den Einzelnen gerechnet bedeutet das beinahe 4.000 Liter Wasser am Tag. Berechnet wird dieser Wasserfußabdruck anhand des direkten und indirekten Wasserverbrauchs.

Deutschland beginnt bereits, sich für eine drohende Wasserknappheit zu rüsten. Im Abschlusspapier des "Nationalen Wasserdialogs" von 300 Regierungsvertretern, Kommunen, Umweltgruppen und Verbänden sind 16 Kernbotschaften zum Thema formuliert. Spannend: Der Atom- und Kohleausstieg könnte den Bedarf an Kühlwasser senken.

Nur etwa 3 % der weltweiten Wasserreserven sind Süßwasser. Ein Großteil davon ist in Schnee, Eis und Permafrostböden eingeschlossen. Insgesamt steht uns also nur ein recht kleiner Teil des Wassers zur Verfügung. Und der hängt von klimatischen Faktoren ab. Mit der Veränderung von Flächen (Abholzungen, Flussbegradigungen, etc.) sowie dem Ausstoß von CO2 gefährden wir diesen natürlichen Kreislauf. Beispielsweise konnte Kapstadt 2015 den lokalen Wasserbedarf fast nicht mehr decken. Sparmaßnahmen und Niederschläge verhinderten dies. Doch wir sehen: Ein bewusster Umgang mit dieser wertvollen Ressource ist überlebenswichtig.

Fläche.

Die Fläche unserer Erde ist ebenfalls eine knappe Ressource, die hart umkämpft ist. Wir brauchen immer mehr Flächen weltweit zum Wohnen, zum Anbau von Nahrungsmitteln, für Straßen etc. Nur ist unsere verfügbare Fläche auf der Erde begrenzt, wir können ja schlecht anbauen. Und wenn wir immer mehr Flächen versiegeln oder in der Landwirtschaft nutzen, fehlen sie Flora und Fauna. Der Boden hat zudem eine wichtige Funktion für das Ökosystem: Er reguliert den Grundwasserhaushalt, indem er Wasser aufnimmt. Wird darauf gebaut, klappt auch das nicht mehr.

“Die meisten Flächen werden in Deutschland von der Land- und der Forstwirtschaft sowie für Siedlungen und Verkehr (SuV) belegt. Das Wachstum der SuV-Fläche führt zu großen Umweltproblemen. Die Bundesregierung will es auf unter 30 Hektar pro Tag im Jahr 2030 reduzieren.” – Umweltbundesamt

Biodiversität.

Im Jahr 2010 wurden von den Staaten der UN-Biodiversitätskonvention die sogenannten Aichi-Ziele festgelegt, die bis 2020 umgesetzt werden und so den Verlust an natürlichen Lebensräumern halbieren oder sogar auf null senken sollten. In der Realität sieht es leider anders aus: Der aktuelle „Global Biodiversity Outlook“ offenbart, dass keines der 20 Kernziele erreicht wurde. Die aktuellen Fortschritte reichen bei weitem nicht.

Eine Studie zur Bedeutung von Biodiversität des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) zeigt, dass Biodiversität auch für unsere Wirtschaft am Ende wichtig ist: Die Biodiversität leistet über verschiedene Ökosystemleistungen wie Bestäubung, Klimaregulierung, etc. jährlich einen Wert von 170 Billionen US-Dollar – das ist etwa zweimal so viel, wie das globale Bruttoinlandsprodukt.

„Der Erhalt der Biodiversität ist genauso wichtig, wie den Klimawandel zu stoppen, denn die Krisen verstärken sich gegenseitig. Umso wichtiger ist es, jetzt verloren gegangene Ökosystemfunktionen wiederherzustellen, denn durch CO2-Bindung können naturnahe Ökosysteme, wie Moore und Mischwälder, einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten.“ – Dr. Torsten Kurth, BCG-Senior-Partner und Koautor der Studie.

Das ist ein wichtiger Punkt. Neben der Eindämmung von CO2-Emissionen dürfen aktuelle CO2-Speicher nicht zusätzliche CO2-Quellen werden. Entwaldung und Trockenlegung von Mooren etwa haben mit 15 % den größten Anteil an der globalen Erwärmung. Solche Veränderungen in den Ökosystemen erfolgen, um zum Beispiel Biokraftstoffe zu erzeugen oder lokale Lebensmittel anzubauen, was dem Klima ja eigentlich guttun sollte.

"Umweltzerstörung und Klimawandel und damit auch der Verlust der biologischen Vielfalt beschleunigen sich in einem Ausmaß, das es in der Menschheitsgeschichte bislang nicht gegeben hat. Das bedroht Lebensqualität, Wirtschaftssysteme und den sozialen Zusammenhalt.” – Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

Die Wechselwirkungen zwischen Klimakrise und dem Verlust der Biodiversität sind nicht zu unterschätzen – beide verstärken einander. Umso wichtiger ist es, beide Krisen zu bekämpfen und nicht allein auf Klimaneutralität zu setzen.

Wenn du mehr über die schwindende Biodiversität wissen möchtest, empfehlen wir dir die Dokumentation “A Life On Our Planet” von David Attenborough (gibt´s auf Netflix).

>>> Mehr über das Thema Biodiversität und seine Auswirkungen erfahren.

Trauriges Bild – seit 1900 sterben immer mehr Tierarten aus.
Trauriges Bild – seit 1900 sterben immer mehr Tierarten aus.

 

Was wir wirklich brauchen: Ein ressourcenbewusstes Wirtschaften.

Eine vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebene Umfrage im Spätsommer 2020 unter europäischen Unternehmen zeigt großen Handlungsbedarf beim nachhaltigen Klimaschutz. Mittels Investitionen müssten jetzt die Weichen für einen nachhaltigen Umbau der Wirtschaft gestellt werden, heißt es dort. Nur werde das bisher zu selten getan. Statt kurzfristiger CO2-Ausgleichsmaßnahmen müssen langfristige Investitionen zur Senkung der Emissionen ergriffen werden.

Wie wir wirtschaften hat einen großen Einfluss auf den Ressourcenbedarf. Ein nachhaltiges und bewusstes Wirtschaften, das sich vom Motto „Profit um jeden Preis“ verabschiedet, hilft der Umwelt und dem Klimaschutz. Eine CO2-Bilanz ist gut. Und es ist schön, dass immer mehr Unternehmen ihre Emissionen im Blick haben. Aber das reicht nicht, wie wir hier aufgezeigt haben. Diese eindimensionale Sicht ist sogar gefährlich, weil sie schnell dazu verführt, die Gründe für den Klimawandel, unseren hohen Ressourcenverbrauch nicht anzupacken, sondern sich nur um die Folgen zu kümmern. Das bewirkt keinen Wandel und bringt nichts, wenn wir die Kipppunkte reißen.

>>> Mehr zu den 16 Kipppunkten und die Gefahren lesen.

Als Social Business und Mitglied der Gemeinwohlökonomie haben wir bei Polarstern nicht nur finanzielle Ziele, sondern auch soziale und ökologische. Der Unterschied zu vielen Unternehmen: Bei uns zählen diese Ziele gleich viel. Sie kommen nicht erst weit nach dem Umsatz – oder danach als Imagethema. Und wir zeigen mit unserem Beispiel: Es funktioniert. Wirtschaften, ohne dies auf Kosten der Ressourcen und der nachfolgenden Generationen zu tun, ist kein idealistisch verklärtes Ziel. Es ist Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft.

>>> Mehr über unser Wirtschaften als Social Business erfahren.

 

Ressourcenbewusst wirtschaften: 6 Tipps für Unternehmen.

  1. Auf erneuerbare Energien setzen – beispielsweise von Polarstern.
  2. Dienstreisen reduzieren bzw. Flüge und Autofahrten durch nachhaltigere Transportmittel ersetzen.
  3. Unnötigen Papierkram reduzieren – das meiste reicht auch digital.
  4. Auf eine grüne Lieferkette achten.
  5. Lebensmittel im Büro oder Geschäft (etwa: Kaffee und Obst) von nachhaltigen Herstellern beziehen.
  6. Auf eine Elektroauto-Flotte umsteigen.

 

 

 

Checkliste: 5 Maßnahmen für mehr Ressourcenschutz.

Als Verbraucher hast du Macht – viel mehr als du vermutlich denkst. Du kannst und musst Druck machen und zeigen, wählen, was dir wichtig ist.

  1. Engagiere dich politisch und gehe wählen: „Vote like your life depends on it —because it does.” sagt auch Obama über die Feuer an der amerikanischen Westküste. Und er hat Recht. Ohne politische Maßnahmen wird es schwierig, Ressourcenschutz ernsthaft anzugehen.
  2. Hinterfrage den Konsumwahn – bei dir selbst und in deinem Umfeld: Das ist manchmal gar nicht so einfach, ohne sich unbeliebt zu machen. Doch statt Kritik am neuen Fernseher deiner Eltern zu üben, könntest du mit ihnen Informationen über die Klimabilanz elektrischer Geräte oder das Thema Recycling teilen. Und auch deinen eigenen Konsum sollst du natürlich kritisch hinterfragen.
  3. Reduziere deinen Ressourcenbedarf im Alltag: In unserem Artikel zum Earth Overshoot Day haben wir ein paar konkrete Tipps zum Ressourcenschutz im Alltag gesammelt: Vom Vermeiden von Plastik, das Einkaufen regionaler und saisonaler Lebensmittel, das Nutzen von Second Hand, Recyceln bis hin zu Klimaschutz-Maßnahmen. Es ist wirklich einfacher, als du vielleicht denkst.
  4. Ziehe Unternehmen zur Rechenschaft: Wenn du dich fragst, warum T-Shirts in Billiglohnländern produziert werden müssen, sag das auch. Und zwar laut. Denn Unternehmen ändern ihre Praktiken oft nur auf Druck der Verbraucher. Boykottiere Unternehmen, die sich nur grünwaschen und entspannt zusehen, wie Ressourcen immer knapper werden.
  5. Lerne, Greenwashing zu erkennen: Das ist ein super wichtiger Punkt, denn in puncto Nachhaltigkeit ist es nicht mit Verpackung im „Natur-Look“ oder einer einzelnen Aktion getan. Hier erfährst du, wie du Greenwashing erkennen und vermeiden kannst. 

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