Unser Heizen ist einer der Hauptverursacher für die weltweiten CO2-Emissionen. Manche Brennstoffe tragen mehr, andere weniger oder so gut wie gar nicht dazu bei. Erfahre, wo du stehst und welche Möglichkeiten du hast, deine CO2-Bilanz beim Heizen zu verbessern.
von Michael

 

Wie Heizen zur globalen Erwärmung beiträgt.  

Kein Tier ist der Natur so ausgeliefert wie der Mensch. Ohne Fell und Federn kann er sich nur künstlich wärmen. Dazu braucht er Material für die Heizung: Holz, Kohle, Öl, Gas oder Strom. Leider erwärmen die Brennstoffe nicht nur unsere Wohnungen, sondern die Erde gleich dazu. Allein in Deutschland sind laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit rund 85 % der CO2-Emissionen energiebedingt. Wie sehr der Einzelne dazu beiträgt, hängt ganz davon ab, mit was zu Hause geheizt wird. Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt die Grafik. 

 

Grafik: CO2-Vergleich von Brennstoffen.

Erneuerbare Energien wie Holz oder pflanzliche Reststoffe verursachen nur so viel CO2 wie sie zuvor der Atmosphäre entzogen haben. Netto, also gar keins.

 

CO2-Bilanz von Öl und Gas.

Öl- und Gasheizungen sind nach wie vor die gängigen Heizsysteme. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW wird in der Hälfte der Bestandsgebäude mit Gas geheizt, in einem Viertel mit Heizöl. Die CO2-Bilanz von Heizöl ist dabei noch schlechter als die von Erdgas. Laut Umweltbundesamt verursacht ein Erdgaskessel pro Kilowattstunde 247 Gramm CO2, ein Heizöl-Kessel 318 Gramm. Bei einer Wohnfläche von 120 m2, für die man in der Regel ca. 15.000 Kilowattstunden Heizenergie benötigt, verursacht der Haushalt mit Gasheizung rund 3,7 Tonnen CO2, der Öl-Haushalt sogar 4,7 Tonnen.

 

Erdgas wird verharmlost.

Erdgas hat unter den fossilen Energieträgern die kleinste CO2-Bilanz und wird im Zuge des Kohleausstiegs als wichtig Brückentechnologie dargestellt, weil man auch Strom daraus erzeugen kann. Ein Jahresausstoß von rund 3,7 Tonnen CO2 für 120 m2 sind aber alles andere als Peanuts. Hinzu kommt der Methan-Ausstoß bei der Erdgasproduktion. Nach einer aktuellen Studie der Energy Watch Group EWG ist Methan sogar noch schädlicher, als man bislang dachte. So kann der Treibhauseffekt durch Methanmoleküle bis zu 86-mal höher sein als durch Kohlendioxid. Laut EWG könnt sich der Treibhauseffekt des Energiesektors sogar um bis zu 40 % erhöhen, falls man einfach nur Kohle und Öl durch Erdgas ersetzen würde.

 

Nur erneuerbare Energie ist wirklich klimafreundlich. 

Eine Antwort kann deshalb nur erneuerbare Energie sein. Nur durch Ökogas aus erneuerbaren Energien können Haushalte (oder Unternehmen) ihren CO2-Fußabdruck fürs Heizen auf netto Null reduzieren. In unserem Beispiel-Haushalt von 120 Quadratmetern wären 3,7 Tonnen CO2 gestrichen. Auch Mieter in Mehrparteienhäusern, die über einen eigenen Gaszähler verfügen, können sofort umsteigen.  

Hier und jetzt umsteigen

 

Nur wenig echtes Ökogas. 

Allerdings sollte man beim Biogastarif genauer hinsehen. Echte Biogasangebote aus 100 % erneuerbaren Energien sind rar – im Markt machen sie gerade mal einen Anteil von 3 % aus. 77 % der als Biogas deklarierten Tarife sind eigentlich Erdgasangebote. Der Etikettenschwindel ist erlaubt, weil sich der jeweilige Biogasanbieter verpflichtet, das durch die Erdgasproduktion entstandene CO2 mit Klimaschutzprojekten zu kompensieren. Deshalb nennt man diese Angebote auch Klimatarife. So gut wie ein neues Aufforstungsprojekt auch ist – die Energiewende im Wärmemarkt fördert man dadurch nicht. 

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Grafik: So rar ist echtes Ökogas.

Nur 3 % der Ökogas-Angebote sind auch wirklich aus erneuerbaren Energien.

 

Wirklich Ökogas von Polarstern ist zu 100 % aus Reststoffen.

Eine der wenigen wirklich echten Angebote im Markt ist Wirklich Ökogas von Polarstern. Wer es bestellt, verursacht praktisch kein CO2 mehr fürs Heizen. Denn zur Ökogaserzeugung werden nur Reststoffe genutzt, die bei der Verarbeitung von Zuckerrüben zu Zucker anfallen. Dabei wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen im Laufe ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen haben. Weil die Reste über ein Lieferband direkt aus der Zuckerfabrik in die Biogasanlage befördert werden, fällt auch kein CO2 für den Transport der Biomasse an. 

Preis für Wirklich Ökogas berechnen

 

Heizen mit Strom – wirklich unnötiges CO2.

Wärmepumpen.

Der Bundesverband der Wärmepumpen gibt auf seiner Homepage eine derzeitige CO2-Ersparnis durch Wärmepumpen von 14.787.951 Tonnen an (Stand 3.2.2020). Ob Haushalte am Ende aber tatsächlich CO2 einsparen, hängt stark von der Wahl des Stromtarifs ab. Denn mit der Nutzung einer Wärmepumpe verdoppelt sich nicht nur der Stromverbrauch, sondern auch der CO2-Ausstoß, sofern die Wärmepumpe mit Kohlestrom betrieben wird. Jährlich fallen so 1,98 Tonnen CO2 an, die man locker vermeiden kann. Der Wechsel zu Ökostrom geht zu einfach, sicher und schnell, um dieses Klimaschutzpotenzial zu verschenken. Wer mit Strom klimaneutral heizen möchte, muss nicht gleich das Heizsystem auszutauschen, sondern kann einfach nur den Stromanbieter wechseln. 

Wirklich Ökostrom für Wärmepumpen

 

Nachtspeicherheizungen.

Das gilt auch für die rund 1,4 Millionen Haushalte in Deutschland, die laut statistischem Bundesamt mit einer Elektroheizung heizen. Eine Nachtspeicherheizung verursacht mehr als doppelt so viele CO2-Emissionen wie eine Gas- oder Ölheizung, wenn der Haushalt Kohlestrom nutzt. Laut Umweltbundesamt verursachte eine Kilowattstunde Strom aus konventioneller Erzeugung 2017 im Schnitt etwa 489 Gramm CO2. Da kommt richtig was zusammen. Dabei könnten es genauso gut 0 sein. Alles eine Frage der Entscheidung für den Anbieter. 

Wirklich Ökostrom für Nachtspeicher

 

Heizen mit Holz.

Holz als Brennstoff für die Heizung wird auch in den Industrieländern wieder beliebter. 2018 waren laut statista etwa 465.000 Pelletheizungen in deutschen Haushalten installiert. Zwar wird bei der Nutzung von Holzpellets nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Bäume zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen haben. Die hervorragende Ökobilanz ist aber dahin, sobald mehr Bäume abgeschlagen werden, als nachwachsen können. Tatsächlich ist die weltweite Abholzung einer der Hauptgründe für den Treibhauseffekt.

 

Einfluss von Gebäude, Heizung und Heizverhalten. 

Neben dem Einfluss der Brennstoffe liegt ein enormes Potenzial, CO2 zu sparen, bei Heizungen und Gebäuden. Laut Energieberatung co2online könnten in Deutschland bis 2020 rund 31 Millionen Tonnen CO2 allein durch Dämmmaßnahmen und der Modernisierung von Heizsystemen in Gebäuden eingespart werden. Nicht jeder hat einen Einfluss darauf, mit was er heizt. Die meisten Mieter in Bestandsgebäuden könnten wahrscheinlich nicht einmal sagen, welcher Brennstoff in ihrem Haus genutzt wird. Es kann trotzdem jeder etwas tun – am eigenen Verhalten soll es nicht liegen. Der richtige Umgang mit der Heizung drückt nicht nur die Heizkosten, sondern auch die persönlichen CO2-Emissionen. Und eigentlich geht das ziemlich einfach.

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