Heizkörper

Unser Heizen ist einer der Hauptverursacher für die weltweiten CO2-Emissionen. Manche Brennstoffe tragen mehr, andere weniger oder so gut wie gar nicht dazu bei. Erfahre, wo du stehst und welche Möglichkeiten du hast, deine CO2-Bilanz beim Heizen zu verbessern.

von Michael

Wie der CO2-Ausstoß von Heiungen zur globalen Erwärmung beiträgt.  

Kein Tier ist der Natur so ausgeliefert wie der Mensch. Ohne Fell und Federn kann er sich nur künstlich wärmen. Dazu braucht er Material für die Heizung: Holz, Kohle, Öl, Gas oder Strom. Leider erwärmen die Brennstoffe nicht nur unsere Wohnungen, sondern die Erde gleich dazu. Allein in Deutschland sind laut Bundesumweltministerium rund 83 % der CO2-Emissionen energiebedingt. Wie sehr der Einzelne dazu beiträgt, hängt ganz davon ab, mit was zu Hause geheizt wird. Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt die Grafik. 

Grafik: CO2-Ausstoß von Brennstoffen im Vergleich.

Erneuerbare Energien wie Holz oder pflanzliche Reststoffe verursachen bei der Biogaserzeugug nur so viel CO2 wie sie zuvor der Atmosphäre entzogen haben. Netto, also gar keins. Die hier dargestellten Emissionen beziehen sich auf sogenannte Vorkettenemissionen, wie den Transport der Roh- und Reststoffe zur Biogasanlage.

CO2-Ausstoß von Öl und Gas.

Öl- und Gasheizungen sind nach wie vor die gängigen Heizsysteme. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW wird in etwa der Hälfte der Bestandsgebäude mit Erdgas geheizt, in rund einem Viertel mit Heizöl. Die CO2-Bilanz von Heizöl ist dabei noch schlechter als die von Erdgas. Laut Umweltbundesamt verursacht ein Erdgaskessel pro Kilowattstunde 247 Gramm CO2, ein Heizöl-Kessel 318 Gramm. Bei einer Wohnfläche von 120 m2, für die man in der Regel ca. 15.000 Kilowattstunden Heizenergie benötigt, verursacht der Haushalt mit Gasheizung also rund 3,7 Tonnen CO2, der Öl-Haushalt sogar 4,7 Tonnen.

 

Erdgas wird verharmlost.

Erdgas hat unter den fossilen Energieträgern die kleinste CO2-Bilanz und wird im Zuge des Kohleausstiegs als wichtig Brückentechnologie dargestellt, weil man auch Strom daraus erzeugen kann. Ein Jahresausstoß von rund 3,7 Tonnen CO2 für 120 m2 sind aber alles andere als Peanuts. Hinzu kommt der Methan-Ausstoß bei der Erdgasproduktion. Nach einer aktuellen Studie der Energy Watch Group (EWG) ist Methan sogar noch schädlicher, als man bislang dachte. So soll Methan auf 100 Jahre gerechnet bis zu 28-mal klimaschädlicher sein als CO2. Laut EWG könnt sich der Treibhauseffekt des Energiesektors sogar um bis zu 40 % erhöhen, falls man einfach nur Kohle und Öl durch Erdgas ersetzen würde.

 

Nur erneuerbare Energie ist wirklich klimafreundlich. 

Eine Antwort kann deshalb nur erneuerbare Energie sein. Nur durch Ökogas aus erneuerbaren Energien können Haushalte (oder Unternehmen) ihren CO2-Fußabdruck fürs Heizen auf netto Null reduzieren. In unserem Beispiel-Haushalt von 120 Quadratmetern wären 3,7 Tonnen CO2 gestrichen. Auch Mieter:innen in Mehrparteienhäusern, die über einen eigenen Gaszähler verfügen, können sofort umsteigen.  

Ökogas Tarif berechnen
Mit Ökogas heizen

Nur wenig echtes Ökogas. 

Allerdings sollte man beim Biogastarif genauer hinsehen. Echte Biogasangebote aus 100 % erneuerbaren Energien sind rar – im Markt machen sie gerade mal einen Anteil von 1 % aus. 7 % sind Beimischprodukte, also Ökogastarife mit einem nur geringem Biogasanteil. 31 % der Angebote sind Klimatarife. Hierbei handelt es sich um gewöhnliches fossiles Erdgas, das als Ökogas deklariert werden darf, weil sich der jeweilige Biogasanbieter etwa verpflichtet, das durch die Erdgasproduktion entstandene CO2 mit Klimaschutzprojekten zu kompensieren. So gut gemeint wie ein neues Aufforstungsprojekt auch sein mag – den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt fördert man so nicht. Er hat's aber nötig: Der Anteil der erneuerbaren Energien lag 2020 hier laut Bundesnetzagentur bei gerade mal 20 %. 

>>> Wie du bei Polarstern die Energiewende extra förderst. 

Grafik: So rar ist echtes Ökogas.

Grafik: So viel echtes Ökogas gibt es
Nur 1 % der Ökogasprodukte sind auch auch wirklich aus erneuerbaren Energien.

 

Wirklich Ökogas von Polarstern ist zu 100 % nachhaltig.

Eines der wenigen wirklich echten Angebote im Markt ist Wirklich Ökogas von Polarstern. Wer es bestellt, verursacht praktisch kein CO2 mehr fürs Heizen. Es wird – je nach Tarif – zu 100 % aus Reststoffen, Abfallstoffen oder aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt. Für jede Kilowattstunde, die unsere Kund:innen verbrauchen, investieren wir außerdem 0,21 Cent in den Ausbau der erneuerbaren Energien im Gasmarkt. Für seine wirklich nachhaltige Erzeugung wurde Wirklich Ökogas in Utopias Ökogas-Bestenliste auf Platz 1 gewählt.

Preis für Wirklich Ökogas berechnen

Heizen mit Strom – wirklich unnötiges CO2.

Wärmepumpen.

Der Bundesverband der Wärmepumpen gibt auf seiner Homepage eine derzeitige CO2-Ersparnis durch Wärmepumpen von 17.239.773 Tonnen an (Stand: Januar 2021). Ob Haushalte am Ende aber tatsächlich CO2 einsparen, hängt stark von der Wahl des Stromtarifs ab. Denn mit der Nutzung einer Wärmepumpe verdoppelt sich nicht nur der Stromverbrauch, sondern auch der CO2-Ausstoß, sofern die Wärmepumpe mit Kohlestrom betrieben wird. Ein CO2-Posten, den man locker vermeiden kann. Der Wechsel zu Ökostrom geht zu einfach, sicher und schnell, um dieses Klimaschutzpotenzial zu verschenken. Wer mit Strom klimaneutral heizen möchte, muss nicht gleich das Heizsystem auszutauschen, sondern kann einfach nur den Stromanbieter wechseln. 

Wirklich Ökostrom für Wärmepumpen

Nachtspeicherheizungen.

Das gilt auch für die Haushalte in Deutschland, die mit einer Elektroheizung heizen. Eine Nachtspeicherheizung verursacht mehr als doppelt so viele CO2-Emissionen wie eine Gas- oder Ölheizung, wenn der Haushalt Kohlestrom nutzt. Laut Umweltbundesamt verursachte eine Kilowattstunde Strom aus konventioneller Erzeugung 2017 im Schnitt etwa 489 Gramm CO2. Da kommt richtig was zusammen. Dabei könnten es genauso gut 0 sein. Alles eine Frage der Entscheidung für den Anbieter.

Wirklich Ökostrom für Nachtspeicher

Heizen mit Holz.

Holz als Brennstoff für die Heizung wird auch in den Industrieländern wieder beliebter. 2018 waren laut statista etwa 465.000 Pelletheizungen in deutschen Haushalten installiert. Zwar wird bei der Verbrennung von Holzpellets nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Bäume in ihrem Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommen haben. Die Ökobilanz von Holzheizungen ist jedoch sowieso dahin, sobald mehr Bäume abgeschlagen werden, als nachwachsen können. Schließlich gehört die weltweite Abholzung zu den größten Treibern des Klimawandels. Holz sollte immer aus der nachhaltigen Waldwirtschaft stammen und einen möglichst kurzen Transportweg hinter sich haben. Auch das spart jede Menge CO2.

>>> Artikel: Warum dein Ökostrom den Wald schützt. 

 

Einfluss von Gebäude, Heizung und Heizverhalten. 

Neben dem Einfluss der Brennstoffe liegt ein enormes Potenzial, CO2 zu sparen, bei Heizungen und Gebäuden. Laut Energieberatung co2online  verbrauchen vollsanierte Gebäude, in denen auch Solarthermie zum Einsatz kommt, im Schnitt 52 % weniger Energie als unsanierte Altbauten. Eine Wärmedämmung ist dabei die effektivste Maßnahme. Im zweiten Schritt liegt großes Potenzial im Austausch der Heiztechnik und damit auch des Brennstoffs. 

>>> Artikel: Das bringt eine Dämmung. 

Klar, nicht jede:r hat einen Einfluss darauf, mit was er heizt. Die meisten Mieter:innen in Bestandsgebäuden könnten wahrscheinlich nicht einmal sagen, welcher Brennstoff in ihrem Haus genutzt wird. Es kann trotzdem jeder etwas tun – am eigenen Verhalten soll es nicht liegen. Der richtige Umgang mit der Heizung drückt nicht nur die Heizkosten, sondern auch die persönlichen CO2-Emissionen. Und eigentlich geht das ziemlich einfach.

Heiztipps, Heiztipps, Heiztipps

Mehr Artikel zu den Themen

Warum Ökogas?

Bei der Verbrennung von Ökogas wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie die verwendete Biomasse zuvor aus der Luft gespeichert hat. Es entsteht also kein zusätzliches CO2. Das Ergebnis: Eine Energieversorgung, die Klima und Umwelt langfristig schützt.

Mehr über Ökogas von Polarstern erfahren

CO2-Ausstoß deiner Gasheizung reduzieren

Wirklich Ökogas von Polarstern ist komplett aus biogenen Abfall- und Reststoffen oder pflanzlichen Quellen. Und das viel günstiger als andere 100-%-Biogas-Angebote.