Mit solarer Energieerzeung und baulichen Maßnahmen können Eigenheimbesitzer richtig viel für den Klimaschutz leisten – und gleichzeitig eine Menge Energie im Haus sparen. Wie du mehr Energieeffizienz aus deinem Eigenheim rausholst – egal ob du gerade baust oder modernisiert.

von Michael

Inhalt


 

CO2-Emissionen im Gebäudesektor.

Wenn statistisch gesehen etwas sinkt, sorgt das im Zusammenhang mit der Klimakrise oft für kurzes Aufatmen. Nimm die Treibhausgasemissionen der Gebäude in Deutschland: Emittierten sie vor knapp dreißig Jahren noch rund 209 Millionen Tonnen CO2 im Jahr, konnten sie laut Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz bis heute um mehr als 40 % auf rund 120 Millionen Tonnen reduziert werden. Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbare Energien sei Dank. Läuft alles nach Klimaschutzplan der Regierung sollen die Emissionen bis 2030 auf 72 Millionen schrumpfen; 2050 soll der Gebäudesektor dann klimaneutral sein. Das passiert natürlich nicht von alleine. Und dafür gibt es rechtliche und technische Instrumente. 

 

Was das neue Gebäudeenergiegesetz für dich bedeutet.

Das rechtliche Instrument zur CO2-Reduzierung im Gebäudesektor ist das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es soll bis Ende des Jahres 2019 in Kraft treten und die bisherigen Verordnungen – Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) – unter einen Hut bringen. Die wichtigsten Punkte des GEGs: Ab 2021 sollen alle neuen Gebäude als Niedrigstenergiegebäude gebaut werden. Allerdings ist noch nicht klar definiert, wie hoch der Primärenergiebedarf eines Gebäudes sein darf, am als solches durchzugehen. In jedem Fall wird erneuerbare Energie bei der Wärmeerzeugung in Neubauten zur Pflicht. Und Ökostrom, der mit Solaranlagen am Dach produziert wird, soll dazu angerechnet werden können, wenn dadurch mindestens 15 % des Wärme- und Kältebedarfs gedeckt werden. Außerdem muss im Energieausweis künftig nicht nur der Energiebedarf des Gebäudes ausgewiesen werden, sondern auch der CO2-Ausstoß. 

>>> Preis für Wirklich Ökostrom berechnen – und CO2 reduzieren. 

 

Wie Eigenheimbesitzer die Wärmewende pushen – und dabei Energie sparen.

Menschen, deren Haus bislang nur auf dem Plan existiert, müssen die Vorgaben des GebäudeEnergieGesetzes sowieso berücksichtigen. Für Eigenheimbesitzer bestehender Gebäude lohnen sie sich aber genauso. Wer investiert, spart und hilft dabei mit, den Anteil von erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung von aktuell nur rund 14 % auf ein höheres Niveau zu hieven. Das sind die wichtigsten Stellschrauben:


 

1. Mit Solarthermie ein Viertel der Wärme selbst erzeugen.

Zu den wichtigsten technischen Instrumenten für die Wärmewende im Gebäudesektor zählt die Solarthermie. Dabei erhitzt die Sonne eine Wärmeträgerflüssigkeit, die von Sonnenkollektoren auf dem Dach zu einem Speicher gepumpt wird. Die Wärme der Trägerflüssigkeit wird auf das Wasser im Haus übertragen, das dann zum Duschen, Baden, Hände waschen genutzt werden kann. Es gibt auch heizungsunterstützende Solarthermieanlagen, die zusätzlich das Heizwasser in den Heizkörpern erhitzen. Der Effekt: Mit Solarthermieanlagen können private Haushalte 20 % bis 25 % ihres Wärmebedarfs einfach selbst erzeugen. 

 

2. Mit PV den Strombedarf für die Wärmepumpe decken.

Der Betrieb einer Wärmepumpe mit selbst erzeugtem Ökostrom ist ebenfalls konform mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz. Wärmepumpen übertragen die Wärme natürlicher Elemente wie Wasser, Luft oder Erde auf das Wasser einer Heizungsanlage und sind echte Effizienzwunder: Für jedes Kilowatt Strom, das du investierst, bekommst du vier Kilowatt Heizenergie raus. Kein Wunder, dass Wärmepumpen in Neubauten längst zu den beliebtesten Heizsystemen gehören. Einziges Manko: Der Stromverbrauch kann sich locker verdoppeln. Mit einer Kombination aus PV-Anlage und einem Speicher fängt man den erhöhten Strombedarf auf. Das ist wesentlich günstiger, denn im Schnitt kostet eine selbst erzeugte und direkt verbrauche Kilowattstunde Ökostrom rund 60 % weniger als eine aus dem Netz. Und selbst für den Reststrom gibt es die passenden Ökostromtarife. Preislich liegen sie 20 % bis 30 % unter Haushaltsstromniveau. Polarstern etwa bietet dazu Wirklich Wärmepumpenstrom für Wärmepumpennutzer und Wirklich Eigenstrom für Haushalte mit PV-Anlage. 

>>> Wärmepumpentarif berechnen. 

>>> Eigenstromtarif berechnen. 

 

3. Heizsystem mit Förderung optimieren. 

Ein wichtiger Aspekt des Klimaschutzes ist ebenso, nicht immer gleich alles komplett neu zu kaufen. Das gilt auch für Heizungsanlagen. Optimierungen können auch viel bewirken: 

• Eine neue Umwälzpumpe kann laut Deutsche Energie-Agentur bis zu 80 % der Betriebsstromkosten sparen.

• Ein moderner Gasbrennwertkessel benötigt rund ein Viertel weniger Energie als ältere Modelle.

• Ein hydraulischen Abgleich sorgt dafür, dass das Heizwasser alle Heizkörper gleichmäßig erreicht. Bei einer Wohnfläche von 125 Quadratmeter rechnet die Energieberatung co2online schon mit einer Ersparnis von 90 Euro Heizkosten im Jahr. Außerdem fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hydraulische Abgleiche und übernimmt bis zu 30 % der Kosten. Das Gleiche gilt für den Austausch von Heizungspumpen. 

 

Apropos Förderungen: Diese gibt es.

Das Gute an den Erneuerbare-Energien-Technologien ist, dass sich die Investitionen amortisieren. Manchmal schneller, als man denkt. Und der Staat bietet eine Latte an Förderungen, die manchmal dafür sorgen, dass Neubauten energetisch sogar besser dastehen als gesetzlich vorgeschrieben. 

Energieberatung. 

Der Einstieg in eine eigene Strom- und Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien beginnt mit einer individuellen Energieberatung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übernimmt dabei bis zu 60 % der Kosten – maximal 800 Euro in Ein- und Zweifamilienhäusern und bis zu 1.100 Euro in bei Häusern mit drei Wohneinheiten. 

Förderungen für eigene Solarenergie.

Konkrete Förderungen für die Technik gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und von den Bundesländern. Wer die Förderungen voll ausschöpft, kann laut Energieberatung co2online maximal ein Drittel der Kosten für den Kauf und die Installation einer Solarthermieanlage decken. Wie hoch die Förderung tatsächlich ausfällt, ist natürlich immer eine Frage des Einzelfalls. Pauschal fördert etwa das BAFA Solarthermieanlagen in Bestandsgebäuden bis 10 m2 Kollektorfläche mit 500 Euro, und ab 11 m2 mit 50 Euro pro m2. Heizungsunterstützende Solarthermieanlagen bezuschusst das Amt mit bis zu 2.000 Euro. Ab einer Kollektorfläche von 15 m liegt die Förderung bei 140 Euro je m2. Wer sich erst mal umsehen möchte, was fördertechnisch machbar ist: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie betreibt zu diesem Zweck eine eigene Förderdatenbank

 

Effizienz schützt vor Rebound nicht.

Was keine Verordnung und keine effiziente Technologie regeln kann, ist der individuelle Umgang der Bewohner mit Energie. In Haushalten, die ihre Energie selbst erzeugen, schleicht sich auch gerne mal der Rebound-Effekt ins Haus. Darunter versteht man einen gesteigerten Energieverbrauch, weil die Effizienz überschätzt wird. Mit einem Smart Meter schützt man sich vor diesem Effekt. Er macht den eigenen Umgang mit Strom sichtbar und deckt die wahren Energiesparpotenziale im Haushalt auf. Und erst mit dem bewussteren Umgang wird aus eigener Energie auch echter Klimaschutz. 

 

 

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