Stromtarife: Vergleichen & Wechseln | Polarstern
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Dein Stromtarif ist abhängig von deinem Jahresverbrauch, zusätzlich enthält er aber auch noch andere Komponenten wie zum Beispiel die Konzessionsabgabe.
Stromtarife setzen sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen, hier erfährst du wie.

Stromtarife: Vergleichen & Wechseln

Stromtarife bestehen aus vielen verschiedenen Komponenten. Deshalb sind sie von Stromanbieter zu Stromanbieter auch unterschiedlich hoch. Erfahre hier, welche Komponenten das sind und wie viel sie vom Strompreis ausmachen.

Hier dein Stromtarif berechnen.

Eigentlich mag ich es nicht, wenn Leute mit Fachbegriffen um sich werfen. Wirklich nicht. Doch letztens hat mich ein Freund gefragt, woraus eigentlich Stromtarife bestehen. Und plötzlich war es doch einfacher „Konzessionsabgabe“ zu sagen, statt „na, das Geld, dass einen Teil vom Arbeitspreis ausmacht. Damit du weißt, was ich meine, haben wir alle Komponenten in deinem Stromtarif zusammengefasst. Am Ende weißt du, wie dein Strompreis entsteht. Und Tipps zum Vergleichen und Wechseln gibt's auch noch.

Dein neuer Stromanbieter braucht deine Postleitzahl und deinen Jahresverbrauch um deinen Stromtarif auszurechnen.

 

Wie zuverlässig sind Vergleichsportale beim Stromtarife vergleichen?

Das Problem mit großen Vergleichsportalen ist, dass sie nicht transparent sind. Die Stromanbieter müssen zahlen, um überhaupt in der Aufzählung mit aufgenommen zu werden. Auch die Monatsbeiträge werden durch Neukundenboni und sonstigen Angeboten verschleiert. Dabei werden diese Boni meist nur unter ganz unwahrscheinlichen Bedingungen ausgezahlt. Am Ende ist man dann gewechselt und mit seiner Entscheidung unglücklich - und das Geld ist dann auch weg. Deshalb sollte man sich lieber von unabhängiger Seite informieren. Zum Beispiel gibt es von Utopia eine Aufzählung der besten Ökostromanbieter.

 

Wie berechnet man Stromtarife?

Dein Stromanbieter braucht zwei Informationen, um deinen Stromtarif, also deinen monatlichen Betrag, auszurechnen: deine Postleitzahl (denn dein Wohnort kann für den Strompreis relevant sein) und deinen ungefähren Jahresverbrauch.

Deinen Jahresverbrauch findest du auf deiner letzten Stromrechnung. Wenn du diese nicht parat hast, kannst du deinen Jahresverbrauch auch anhand der Personen in deinem Haushalt schätzen:  

  • 1 Person         1300 kWh/Jahr
  • 2 Personen 2400 kWh/Jahr
  • 3 Personen 3000 kWh/Jahr
  • 4 Personen 3500 kWh/Jahr

Du brauchst dir keine Sorgen machen, dich zu verschätzen. Bei deinem Stromtarif wird der monatliche Preis an deinen Verbrauch angeglichen. Außer du hast ein Strompaket (mehr dazu unter Preisvergleich).

Stromtarife setzen sich aus Arbeitspreis und Grundpreis zusammen.

 

Die Komponenten der Stromtarife

Stromtarife setzen sich aus Arbeitspreis und Grundpreis zusammen. Im Grundpreis sind zum Beispiel die Kosten für die Verwaltung oder die verbrauchsunabhängigen Netzgebühren. Der Arbeitspreis ist dagegen der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) Strom. Aber wie kommt der Arbeitspreis zustande?

1. Umlage für abschaltbare Lasten  

Tagsüber nutzt du wahrscheinlich mehr Strom als nachts. Wird auf einmal viel Strom genutzt, kommt es – wie wenn zu viele Autos auf der Straße sind – zu Stau. Deshalb bremsen stromintensive Betriebe bei Bedarf ihre Produktion, um für eine bessere Netzauslastung zu sorgen. Mit der Umlage für abschaltbare Lasten § 18 AbLaV werden die Produktionsverluste der Betriebe ausgeglichen. Kosten derzeit: 0,006 Cent pro kWh.

2. Umlage für stromintensive Betriebe (Umlage § 19 StromNEV)

Der Stromverbrauch der Industrie ist enorm und mit riesigen Kosten verbunden. Daher können sich Großunternehmen unter bestimmten Bedingungen von den Netzgebühren befreien lassen. Dadurch fallen aber Einnahmeausfälle sowohl bei den Netzbetreibern als auch bei der Energiewende-Förderung an. Die Umlage § 19 StromNEV gleicht die Defizite aus. Kosten derzeit: 0,237 Cent je Kilowattstunde.

3. KWK-Abgabe

KWK ist die Abkürzung für Kraft-Wärme-Kopplung. Mit dieser Technik lässt sich Wärme und Strom im selben Prozess erzeugen und ist dadurch umweltfreundlich. Kosten derzeit: 0,254 Cent pro Kilowattstunde.

4. Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe geht an deinen lokalen Netzbetreiber. Er nutzt sie, um Leitungen in der Stadt zu legen und betreiben zu dürfen. Die Höhe der Konzessionsabgabe hängt von der Größe der Gemeinde ab.In Berlin liegt sie zum Beispiel derzeit bei 2,39 Cent pro Kilowattstunde. 

5. Stromsteuer

Im Stromtarif ist eine Steuer enthalten. Kosten aktuell: 2,05 Cent pro Kilowattstunde.

6. Offshore-Haftungsumlage

Der Bau von Windkraftanlagen macht auf dem Meer am meisten Sinn, schließlich ist der Wind dort am stärksten. Eine Herausforderung ist die Lieferung des Stroms ans Festland. Die Offshore-Haftungsumlage kann man sich wie eine Versicherung vorstellen. Mit der Offshore-Haftungsumlage zahlst du für Schadensersatzforderungen von Windanlagen-Betreibern, wenn die Kraftwerke nicht rechtzeitig an das Netz am Festland angeschlossen werden. In diesem Fall gelangt der Ökostrom nichts ins Netz, somit können die Betreiber auch keine EEG-Vergütungsforderungen stellen. Kosten: 0,051 Cent pro Kilowattstunde. 

7. Umsatzsteuer

Eine Umsatzsteuer ist im Strompreis ebenfalls enthalten. Kosten: 4,10 Cent.

8. Netznutzungsgebühren

Jeder Haushalt ist ans Stromnetz angeschlossen. Je nach Region gibt es unterschiedliche Netzbetreiber mit unterschiedlich hohen Netznutzungsgebühren. Die Höhe berechnet die Bundesnetzagentur. In Berlin liegt die Netznutzungsgebühr bei 5,36 Cent pro Kilowattstunde.

9. Die (Öko-)Strombeschaffung

Je nachdem, ob du dich beim Stromvergleich für Ökostrom oder konventionellen Strom entschieden hast, kommen Kosten für die Ökostrom- oder die konventionelle Strombeschaffung hinzu. In dieser Preiskomponente steckt die Stromerzeugung, die Abrechnung, die Stromlieferung und die internen Kosten für eine Kilowattstunde Strom bei deinem Anbieter. Beispiel Wasserkraftwerk Feldkirchen bei Rosenheim: Hier kostest die Kilowattstunde aktuell 3,84 Cent.

10. EEG Umlage

EEG ist die Abkürzung für Erneuerbare-Energie-Gesetz. Ökostromerzeugern wird ein fester Preis für die Einspeisung ihres  Ökostroms ins Netz garantiert. Gleichzeitig wird der Ausbau von neuen Ökostromanlagen oder Sanierung bestehender Anlagen gefördert. Aktuelle Kosten: 6,17 Cent pro kWh.

Jetzt bist du auf jeden Fall schlauer als mein Freund damals und weißt, wie sich Stromtarife zusammensetzen. Und für den nächsten Schritt bist du auch bereit: hier geht es zum Stromrechner.

Übrigens für Gewerbekunden, gibt es spezielle Stromtarife. Mehr dazu unter Gewerbestrom.

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