Wanderer bei Sonnenaufgang

Umweltschutz ist wichtig, keine Frage. Aber nicht, weil das irgendein Wissenschaftler sagt, sondern weil wir Menschen wahnsinnig viel aus einer intakten Umwelt schöpfen: Von unseren Lebensmitteln bis hin zum Wanderausflug – ohne einen gesunden Planeten geht gar nichts. Wir haben 8 Tipps für dich, wie du die Umwelt schützt und dir damit selbst wirklich etwas Gutes tust.

von Tabatha

 

Sehnsuchtsort, Kraftort und Ort der Ausbeutung. Das passt nicht? Richtig!

Die Natur ist für viele Menschen ein Ort, um Kraft zu tanken. Durch die Corona-Pandemie haben wir die Freiheit in und das Wohl der Natur noch einmal intensiver erlebt. Die Natur als Ort, der uns Energie und Ruhe schenkt. Wo wir einfach mal abschalten können. Ganz ehrlich: Der Mensch braucht die Natur mehr als umgekehrt.

Umweltschutz bedeutet also nicht, dass du irgendeine abstrakte "Umwelt" schützt, sondern eben DIE Umwelt, die dich umgibt. Und dabei geht es beim Umweltschutz nicht um „in 100 Jahren…“, sondern um hier und jetzt.

Mit sauberer Energie Umwelt und Klima schützen.

 

Das sind die größten Umweltgefahren.

Der aktuelle Bericht „State of nature in the EU“ der Europäischen Umweltagentur (EUA) zeigt, wie viel beim Umweltschutz noch zu tun ist. Die bisherigen Maßnahmen sind zu schwach, um das Überleben tausender Tierarten und Lebensräume zu sichern:

„Unsere Bewertung zeigt, dass die Erhaltung der Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Natur und des Wohlergehens der Menschen grundlegende Änderungen in der Art und Weise erfordert, wie wir Lebensmittel erzeugen und konsumieren, Wälder bewirtschaften und nutzen und Städte bauen.“ – Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA

Viele der geschützten Lebensräume und Arten befinden sich laut EUA in schlechtem Zustand. Obwohl es Fortschritte bei Anzahl und Fläche der geschützten Gebiete gab, reicht das nicht, um die Umwelt wirklich zu schützen.

>>> Her mit den Tipps, wie du die Umwelt schützen kannst.

Übrigens auch auf der sogenannten roten Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stehen immer mehr Spezies als gefährdet. Einen großen Einfluss darauf hat der Klimawandel. Laut IUCN ist die globale Erwärmung die größte Bedrohung für das Weltnaturerbe. Inzwischen wird die globale Erwärmung für ein Drittel der Gebiete als eine hohe oder sehr hohe Bedrohung eingestuft. Dazu gehört etwa das Wattenmeer und das Great Barrier Reef.

>>> Mehr über den Meeresschutz erfahren.

Mit Blick in die Zukunft warnt ein UN-Report von 2019 vor fünf “neuen”, unterschätzten Umweltgefahren:

  • Die Gentechnik: Sie bietet viele Potenziale. Aber sie wirft auch große ethische Fragen auf und birgt neue Risiken für die Ökosysteme.
  • Das Verschwinden von Permafrostböden: Tauen die Böden auf, gelangt richtig viel CO2 in die Atmosphäre. Experten sagen, dort lagere im gefrorenen Zustand die Hälfte des Kohlenstoffes, der weltweit in den Böden gespeichert ist.
  • Die Zerschneidung von Lebensräumen: Natürliche Räume werden künstlich getrennt. Einzelne Naturschutzgebiete reichten nicht, heißt es, “ihre Verbindung ist die Verkörperung der Ökologie”.
  • Der Stickstoff-Ausstoß: Industrie, Landwirtschaft, Energie und Verkehr pumpen einfach viel zu viel Stickstoff in die Umwelt. Das verschlechtert die Luftqualität, belastet die Ökosystemen, verschlimmert den Klimawandel und schwächt die Ozonschicht.
  • Unsere Reaktion auf den Klimawandel: Viele Reaktion auf den Klimawandel “verschlimmbessern” die Situation. So werden etwa mehr Pestizide eingesetzt, um die Böden noch bewirtschaften zu können oder es werden mehr Klimaanlagen mit Kohlestrom betrieben.

Fest steht: Wir schneiden uns mit unserem rücksichtslosen Verhalten ins eigene Fleisch. Hast du gewusst, dass EU-weit jedes Jahr über 400.000 Menschen an Folgen von Luftverschmutzung sterben? Insgesamt sind 13 % der jährlichen Todesfälle in der EU auf Umweltfaktoren zurückzuführen – etwa Krebs-, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.

Corona: Fluch oder Segen für die Natur?

Ein bisschen von beidem. Die Pandemie schränkt uns zwar ein, doch davon profitiert umgekehrt derzeit unsere Umwelt – noch. Luft und Wasser sind vielerorts sauberer als noch vor einem Jahr. Die Emissionen sind um 4,6 % gesunken. Das beeindruckt sogar Wissenschaftler. Doch lassen wir nach Corona alles wieder so werden wie davor, verpufft diese Wirkung natürlich. Umso wichtiger ist ein nachhaltiger Wiederaufbau nach der Pandemie. Wir sehen: Wenn wir unser Handeln ändern, passiert auch etwas. Wenn das mal kein Ansporn ist!

>>> Mehr zum Wirtschaftsaufbau nach Corona.

Eine der Kehrseiten von Corona für den Umweltschutz ist der Anstieg des Plastikmülls. Es wird mehr bestellt und geliefert denn je. Das hinterlässt Spuren – überall. Auch wird wieder mehr mit dem eigenen Auto gefahren, wenn man von A nach B muss . Dort fühlt man sich vor dem Virus sicherer als in der U-Bahn.

Um Pandemien wie Corona zu vermeiden, ist es unumgänglich, dass wir die Umwelt schützen – das gilt insbesondere für Tiere. Ein Statement von Forscherin Jane Goodall und 150 Tierschutzorganisationen fordert explizit einen besseren Umgang mit Tieren. Konkret geht es zum Beispiel um den Handel von Wildtieren und die Massentierhaltung:

"Wir haben Situationen geschaffen, in denen es für ein Virus oder einen anderen Krankheitserreger relativ einfach ist, von einer Art auf eine andere überzuspringen." – Jane Goodall

 

Checkliste – Mit diesen 8 Tipps schützt du die Umwelt.

Hoffnung auf mehr Umweltschutz bringen die neue Biodiversitätsstrategie der EU für 2030 sowie die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ – beides Kernelemente des europäischen Green New Deals. Doch auf politische Maßnahmen zu setzen, reicht nicht. Jeder Einzelne von uns ist gefragt. Im Folgenden zeigen wir dir Tipps, mit denen du ganz easy die Umwelt schützen kannst.

Tipp 1: Reduziere deinen CO2-Ausstoß.

Das Erste und vielleicht Wichtigste, was du für den Umweltschutz unternehmen kannst, ist deinen CO2-Fußabdruck zu senken. Oft unterschätzen wir nämlich gewaltig, wie viel CO2 unser Handeln und unser Konsum verursachen.

Alltagsgegenstände, wie T-Shirts, Elektrogeräte und Kaffee haben oft eine echt miese CO2-Bilanz. Indem du Maßnahmen ergreifst, um deinen CO2-Ausstoß zu reduzieren, tust du was gegen die Klimakrise.

>>> Unsere Tipps, um CO2 zu senken.

Tipp 2: Senke deinen Müll- und Plastikverbrauch.

Plastik ist eines der größten Probleme für die Umwelt. Plastikteile landen in der Natur, etwa in Ozeanen und werden dort zur lebensbedrohlichen Gefahr für Tiere, Pflanzen und am Ende auch für uns Menschen.

Unser Tipp: Mach dir bewusst, wie Plastikmüll in die Natur gelangt und wo du selbst auf Alternativen setzen kannst. Einwegplastik ist das größte Problem. Das kannst du meist vermeiden, indem du wiederverwendbare Stahlstrohalme, Glasbehälter und Tupperware nutzt und plastikfrei einkaufen gehst. Hoch lebe der Jutebeutel! Auch Mikroplastik, das beim Wäsche waschen oder durch Kosmetik in unsere Gewässer gelangt, kannst du recht einfach durch den Kauf von mikroplastikfreien Produkten reduzieren.

>>> Noch mehr Tipps: So kannst du deinen Plastikverbrauch senken.

Wenn du beim idyllischen Spaziergang plötzlich eine Plastiktüte am Flussufer schwimmen siehst: Fass dir ein Herz und heb das Ding auf. Einmal im Jahr machen wir genauso etwas übrigens auch im großen Stil beim Polarstern Isar CleanUp in München.

Tipp 3: Wechsle zu Ökostrom.

…zum Beispiel von Polarstern. Damit schützt du die Umwelt gleich mehrfach: Du reduzierst deinen CO2-Fußabdruck mit einem Schlag enorm UND förderst die Energiewende über das EEG hinaus – und das weltweit. Denn mit unseren Initiativen in Kambodscha und Madagaskar sorgen wir dafür, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur in Deutschland vorankommt. Außerdem unterstützt Polarstern ein gemeinwohlorientiertes und nachhaltiges Wirtschaften, das nicht nur auf finanziellen Gewinn aus ist.

>>> Polarstern wirtschaftet als Social Business.

Die gute Nachricht: Ökostrom ist viel günstiger, als du vielleicht denkst. Und indem du zu wirklich grüner Energie wechselst, sorgst du auch noch dafür, dass der Strom, der durch deutsche Leitungen fließt, ein Stückchen grüner wird.

Hier kannst du unseren Tarifrechner ausprobieren.

Tipp 4: Return, Reuse, Recycle.

Dieses Motto kennst du vielleicht schon – und es macht einfach Sinn. Im Endeffekt bedeutet es, den eigenen Konsum zu reduzieren, weniger Ressourcen zu verbrauchen. Das heißt nicht Verzicht. Vielmehr konsumierst du nur das, was du benötigst oder was dir besonders viel Freude bereitet. Du wirst merken, dass viele Neuanschaffungen gar nicht nötig sind. Oft hast du schon Alternativen zuhause, kannst sie leihen oder selbst herstellen. Second-Hand Kleidung, reparierte Elektrogeräte, selbst genähte Putztücher...glaub uns: Du wirst Spaß haben, weniger verschwenderisch zu leben.

>>> Unsere Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

Tipp 5: Ernähre dich klimafreundlich.

Du willst die Umwelt schützen? Dann hilft schon ein Blick in den Kühlschrank. Isst du zum Beispiel mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel, tut das der Umwelt gut. Weniger Fleisch zu essen ist die eine Sache, aber auch Milchprodukte sind leider ein Klimakiller.

Wer nicht gleich auf eine vegane Ernährung umsteigen kann oder mag, der kann schon mit kleinen Umstellungen wirklich einen Unterschied machen. Tipp: Schau auch bei pflanzlichen Lebensmitteln nochmal genauer hin. Woher kommen sie? Wie werden sie hergestellt? Regionales Obst ist natürlich schonender für die Umwelt als die Flugananas. Auch Bio-Siegel können dir im Supermarkt bei der Entscheidung helfen.

>>> Mehr Tipps für eine klimafreundliche Ernährung.

Tipp 6: Spare Energie.

Wir alle verbrauchen eine Menge Energie – für Beleuchtung, beim Kaffeekochen, zum Netflix schauen. Gerade wenn du noch fossile Energie beziehst – aber auch mit Ökostrom – solltest du deinen Energieverbrauch im Auge haben. So sparst du am Ende bares Geld.

Hier verraten wir unsere besten Tipps zum Strom sparen. Und hier geht's zu unseren Heizspartipps. Wenn du deinen Warmwasserverbrauch im Augen behalten willst, geben wir dir hier alle wichtigen Infos. Gerade im Winter verschwenden wir unbemerkt eine Menge Energie, die wir uns – im wahrsten Sinne des Wortes – sparen können.

Tipp 7: Setze auf nachhaltige Mobilität.

Eines der größten Umweltrisiken ist die Luftverschmutzung. Deshalb sollten Flugreisen, aber auch Autofahrten nicht der Standard sein. Klar gibt es auch mal Ausnahmen, aber wenn möglich: Gehe kurze Strecken zu Fuß oder nimm dein Rad. Wenn der Weg zu weit ist, fahr mit den Öffentlichen. Und falls es doch das Auto sein muss: Überlege dir, ob du nicht lieber auf Car Sharing setzt oder ein E-Auto nutzt.

>>> Alles rund um E-Roller, E-Fahrräder und Co.

Bei Urlauben gilt das natürlich auch. Viele europaweite Reisen lassen sich auch nach Corona gut mit dem Zug machen. Wenn du doch einen Flug buchst, kannst du auf Webseiten wie atmosfair einen freiwilligen CO2-Ausgleich zahlen. Nicht ideal, aber eine Notfalllösung.

Tipp 8: Sag „Tschüss“ zu giftigen Chemikalien.

Unsere Umwelt leidet nicht nur am Plastikmüll, sondern auch unter den Chemikalien, die in unsere Gewässer gelangen. Das passiert zum Beispiel durch Putzmittel, aber auch durch PFC-haltige Outdoor-Kleidung und Pflanzenschutzmittel.

Die Lösung ist ziemlich simpel: Kaufe Produkte mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen. Checke vorher, dass keine kritischen Stoffe enthalten sind. Putzmittel kannst du sogar selbst herstellen – aus natürlichen Zutaten wie Backpulver und Zitrone. Tipps dazu findest du zum Beispiel auf unserem nachhaltigen DIY-Pinterest-Board.

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