Wie du deinen Ressourcenverbrauch senkst und damit der Umwelt hilfst.

Smartphone kaputt. Hat nur ein Jahr gehalten? Egal. Schnell ein Neues gekauft. Einen Tag unerreichbar und ohne Internet? Das geht doch nicht. Das alte Handy wandert in irgendeine Schreibtischschublade und wird dort vergessen. 

Nicht nur unser gerade neu gekauftes Smartphone, sondern all unsere elektrischen Geräte steigern unsere Energiebilanz, sprich unseren ökologischen Fußabdruck – und das immer mehr. Allein in Deutschland werden Experten zufolge durch den Betrieb von Computern, Smartphones und IT-Services jährlich rund 33 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen. Wir sagen: Das geht anders – und muss anders gehen. Das Global Footprint Network macht mit dem Earth Overshoot Day  auf diese Problematik aufmerksam. Das Netzwerk errechnet den Tag, an dem unsere Nachfrage die Kapazitäten unseres Planeten übersteigt. Im Jahr 1987 war dieser Tag noch am 19. Dezember. Im Jahr 2018 schon am 1. August. Ohne Frage: Das ist kein gutes Zeichen. Wir müssen aufhören, uns so zu verhalten, als hätten wir einen zweiten Planeten im Keller. 

Lese hier, wie du wirklich Strom sparen kannst.

Inhalt

 

 

 

Das treibt deinen Stromverbrauch und Ressourcenverbrauch.


Jetzt mal Hand aufs Herz. Wie viele Fernseher, Laptops, Spielkonsolen oder Staubsauger gibt es in deinem Haushalt? Es ist kein Geheimnis, dass Jahr für Jahr die Anzahl technischer Geräte in Haushalten steigt. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass in den vergangenen Jahren (2015-2017) der Stromverbrauch für Haushaltsgeräte inklusive Kommunikationsgeräte bei 56 Milliarden Kilowattstunden stagnierte. Wenn man bedenkt, dass unser Stromverbrauch durch energieeffiziente Geräte eigentlich sinken sollte, wirkt die Zahl bedrohlich. 

 

Vorsicht vor Konsumwahn.

Indirekter Grund für den stagnierenden Stromverbrauch ist die Wegwerfgesellschaft: Ständig werden neue Produkte gekauft, meist nur einmalig genutzt, vergammeln im Keller oder werden weggeworfen und die Müllberge auf der ganzen Welt wachsen. Mit einem suffizienten (mehr dazu weiter unten) Lebensstil stärkst du die Materialkreisläufe in unserer Gesellschaft. 

Oft werden Effizienzsteigerungen auch durch ein gegenläufiges Verhalten zunichte gemacht. Je effizienter technische Produkte sind, desto mehr neigen wir dazu, sie häufiger sprich intensiver zu verwenden. Oder aber, die eingesparten Kosten an anderer Stelle wieder auszugeben. Durch dieses Verhalten verbrauchen wir im schlimmsten Fall unterm Strich mehr Ressourcen als vorher. Diesen Effekt nennt man „Rebound-Effekt“.

 >>> Entgehe der „Rebound-Falle“ und senke deinen Ressourcen- und Energieverbrauch

 

 

Indirekter Ressourcenverbrauch: die versteckte Gefahr.


Bevor du dein Smartphone nutzt, verbraucht es schon Energie und andere Ressourcen. Wieso? Der Anteil an „grauer Energie“ bzw. indirekter Energie ist schuld. Das ist die Energiemenge, die jedes technische Produkt in der Herstellung, im Transport, in der Lagerung oder durch seine Entsorgung verbraucht. Circa 220kWh graue Energie verbraucht ein Smartphone. Um das für dich greifbarer zu machen: Dafür könntest du 50 Jahre lang dein Handy aufladen. Durch den Kauf von immer mehr Geräten und Konsumgütern steigerst du die Belastung der Umwelt also enorm.

 

 

 

Suffizienz, was ist das und wie setze ich das um?


Per Definition hinterfragt die Suffizienz unseren Konsumbedarf. Es geht nicht darum, in Askese zu leben, sondern sich seine eigenen Bedürfnisse bewusst zu machen. Sprich nicht mehr zu verbrauchen, als man wirklich zum Leben benötigt.

Für Vorsätze ist es nie zu spät. Ich schlage einen neuen Vorsatz vor: Energiebilanz und Rebound-Effekte senken, Suffizienz erhöhen. Nimm auch deine Freunde an die Hand und startet zusammen den Rettungs-Lauf für die Power unserer Erde.

Für den Startschuss, klick aufs grüne Feld. 

CO2_Fußabdruck_senken

 

 

Tipps zum Entrümpeln, Entsorgen, Reparieren und Kaufen elektronischer Geräte.


Der erste Schritt zu Suffizienz ist das Entrümpeln. Ist es wirklich nötig, in jedem Zimmer einen eigenen Fernseher zu haben? Nutzt du wirklich jedes Gerät? Sei ehrlich zu dir und räum auf durch: 

 

 • Verschenken. 

Bestimmt kennst du die ein oder andere Person die, gerade raus aus der WG und in ihre erste eigene Wohnung gezogen ist und noch ganz dringend einen Wasserkocher braucht. Durch Verschenken verhinderst du einen aufwendigen Entsorgungsweg. Die Elektronik in Haushaltgeräten enthält oft wertvolle Metalle wie Zinn, Tantal oder Kupfer, deren Entsorgung mit großen Umweltschäden verbunden ist. Falls dir gerade Niemand einfällt, dann gibt es in jeder Stadt Secondhandläden. Zum Beispiel von der Diakonie oder der Caritas. Eines ist sicher: Es freut sich bestimmt jemand darüber. 

PS: Auch Kleidung kannst du weitergeben, anstatt sie direkt in die Tonne zu werfen. Auf der Plattform Kleiderkreisel hast du sogar noch die Chance mit deiner aussortieren Kleidung Geld zu verdienen.  

 • RepairCafé. 

Dein heißgeliebtes 70er Jahre Radio von Oma ist kaputt? Reparieren lohnt sich. Auch für diejenigen, die keine Lust auf Tüftelei haben, ist Reparieren dank Internet und YouTube heutzutage super einfach. In jeder großen Stadt gibt es mittlerweile RepairCafés. Hier kannst du dein Empfangsgerät zusammen mit anderen wieder auf Vordermann bringen. Viele RepairCafés findest du über die Plattform MeetUp.

 • Refurbished.

Was steckt hinter "refurbish"? Das Unternehmen refurbed, zum Beispiel, bietet Smartphones an, die vollständig erneuert worden sind und deshalb wieder einwandfrei funktionieren. Das Konzept fördert Materialkreisläufe und ist gerade total angesagt. Im Internet kannst du viele solcher elektronischen Geräte kaufen. Und bei refurbed sogar bis zu vierzig Prozent reduziert vom Originalpreis.

 

 

Kriterien für einen Neukauf.

Brauchst du doch ein komplett neues Gerät? Dann achte auf den Preis. Langlebige Geräte sind oft teurer. Auch die Garantiedauer ist wichtig und ob für eine Reparatur auch Ersatzteile auf dem Markt vorhanden sind. Ein guter Leitfaden ist das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Es berücksichtigt Langlebigkeit, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und wie gut sie repariert werden können. 

 

Welcher Gedanke bleibt am Ende? Einfach mal abschalten. Suffizienz ist gut für unsere Umwelt. Aber auch für dich. Gelegentliches Abschalten deiner Geräte reduziert den täglichen Mikrolärm um dich herum. So kannst du endlich mal wieder zur Ruhe kommen, dir zuhören und loslassen. So richtig entspannen eben. 

Starte den Rettungslauf

Weiterempfehlen vervielfacht deine Wirkung!

Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

Polarstern weiterempfehlen

Ökostrom ist viel günstiger als du denkst!

Wirklich besserer Strom ist keine Rolex. Und sogar meist günstiger als die Grundversorgung.