Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme sollen endliche Ressourcen wie Braunkohle, Steinkohle und Mineralöl sowie Kernenergie ersetzen. Bereits 2025 sollen bis zu 45 % des in Deutschland verbrauchten Stroms aus "Erneuerbaren" erzeugt werden. Aber wie hoch ist der Anteil an erneuerbaren Energien jetzt? Wie viel CO2 verhindern erneuerbare Energien? Was haben die einzelnen erneuerbaren Energien drauf? Wo liegen ihre Vor- und Nachteile? Werfen wir einen Blick auf die Elemente, ohne die wir nicht leben könnten. Und die gleichzeitig unsere besten Instrumente sind, dem Klimawandel zu begegnen.

von Michael

 

Definition von erneuerbaren Energien.

Um zu erklären, was erneuerbare Energien sind, bedarf es keiner großen Definition. Es sind buchstäblich Energien, die erneuerbar sind – Elemente, die uns ganz natürlich umgeben und ohne die wir nicht existieren könnten wie Wasser, Sonne und Wind. Energien, die zumindest nach menschlichem Horizont unerschöpflich sind und dadurch: erneuerbar. Die Menschen mussten erst den Umweg über fossile Energieträger wie Braunkohle, Steinkohle oder Öl gehen, um zu sehen, dass die beste Form der Energiegewinnung genau vor der Nase lag. Denn bei der Energieerzeugung verursachen erneuerbare Energien kein CO2, hinterlassen keinen Atommüll und sind somit die besten Instrumente, den Klimawandel abzubremsen. Und solange es die Erde gibt, erschöpfen sich die erneuerbaren Energien nicht.

 

Vorteile von erneuerbaren Energien.

Vergleich CO2-Emissionen von fossilen und erneuerbaren Energien. 

Natürlich verursachen auch Windräder und Photovoltaikanlagen in ihrer Lieferkette CO2. Die Energiegewinnung selbst, aber nicht – der direkte Betrieb ist klimaneutral. Mit Sonne, Wind, Wasser und Co. wird die Stromerzeugung zu einer sauberen Sache. Selbst bei der Nutzung von Biomasse wie Holz fällt immer nur so viel CO2 an, wie die Biomasse zuvor der Atmosphäre entzogen hat. Ein natürlicher Kreislauf eben. 

>>>> Wie du mit dem Wechsel zu Ökostrom deinen CO2-Fußabdruck senkst, liest du hier.

 

Bis zur Industrialisierung war die Treibhausgaskonzentration konstant.

Bis zur Industrialisierung war die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre konstant. Bis der Mensch angefangen hat, fossile Energieträger aus dem Boden zu fördern und zu verbrennen. Heute haben wie laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die höchste CO2-Konzentration seit mindestens 800.000 Jahren. Wie viel CO2 fossile Energieträger wie Braunkohle, Steinkohle oder Erdgas pro Jahr in Deutschland heute emittieren, zeigt diese Übersicht der Bundesnetzagentur über die CO2-Emissionen der deutschen Stromerzeugung. Erneuerbare Energien tauchen in der Liste nicht erst auf. Netto verursachen sie kein CO2.

 

CO2-Emissionen der deutschen Stromerzeugung.

Die gesamten Treibhausgasemissionen lagen 2018 in Deutschland laut dem Think Tank Agora Energiewende bei etwa 854 Millionen Tonnen CO2 – 50 Millionen weniger als im Vorjahr, was auf ein mildes Wetter und einen damit verbundenen Energieverbrauch zurückzuführen ist. Laut Bundesnetzagentur hat die konventionelle Stromerzeugung dabei ca. 285,4 Millionen Tonnen CO2 verursacht. Braunkohle ist dabei der größte CO2-Verursacher.


E-TrägerBraunkohleSteinkohleErdgasMineralprod.AbfallSonstigesGesamt
CO2 in Mio. t155,974,627,02,17,618,3285,4

Quelle: Monitoringbericht Bundesnetzagentur. 

 

Das haben die erneuerbaren Energien in den letzten zwei Jahren geleistet.

Wo fossile Energieträger CO2 in die Atmosphäre schleudern, halten erneuerbaren Energien sie auf dem "Teppich". Die erneuerbaren Energien haben laut Umweltbundesamt 

 

2017 rund 177 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden – 135,2 Millionen Tonnen im Stromsektor, 34,5 Millionen Tonnen bei der Wärme- und Kältebereitstellung und 7 Millionen Tonnen im Verkehrssektor.

2018 für 225,7 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom gesorgt.

vor allem Steinkohle- und Gaskraftwerke ersetzt. 

 

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch lag damit schon bei 37,8 % – 4 % mehr als noch 2017. Damit sieht es gut aus, dass die Teilziele der Energiewende erreicht werden. Bis 2025 sollen bis zu 45 % des deutschen Strommixes aus Erneuerbaren sein. Bis 2050 dann schon 80 %.

 

Zusammenspiel aus Zubau und Wetter.

Die gute Ökostromausbeute in 2018 lag einerseits am Zubau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen, andererseits am schönen Sommer mit viel Sonne. Denn wie viel Ökostrom gerade erzeugt wird, hängt auch von den Launen der Natur ab. Im Folgenden stellen wir diese Launen, sprich erneuerbare Energien vor. Ihre Vor- und Nachteile und ihre Rolle bei der Energiewende. Gute Laune!

>>> Vermeide CO2: hier Preis für Wirklich Ökostrom berechnen. 

 

Diese erneuerbaren Energien gibt es.

Jede erneuerbare Energie hat ihre ganz spezifische Rolle und Stellung im Energiemarkt. Wir stellen sie kurz vor. Ihre Funktionsweise, ihre Vor- und Nachteile und ihre Power, etwas zu verändern. 

 

Erneuerbare Energie 1: Strom aus Wasserkraft.

So funktioniert Wasserkraft. 

Bei der Wasserkraft wird die Bewegungsenergie der Strömung (zum Beispiel eines Flusses) sowie die potenzielle Energie (zum Beispiel Höhendifferenz bei Stauseen) dank Turbinen in Strom umgewandelt. Es gibt Laufwasserkraftwerke und Speicherkraftwerke. Ersteres nutzt die Strömung von Flüssen und Bächen zur Stromerzeugung. Speicherkraftwerke produzieren Ökostrom mit dem Wasser aus einem Stausee. Strom aus Wasserkraft hat den gleichen Vorteil wie Bioenergie: Er ist speicherbar. Zum Beispiel bei der Sonderform eines Speicherkraftwerks, dem Pumpspeicherkraftwerk. Dort pumpt man das Wasser (zum Beispiel mit überschüssigem Solar- oder Windstrom) in ein Speicherbecken und kann es dann bei Bedarf in Sekundenschnelle ablassen. Es fließt dann durch Turbinen und diese erzeugen Strom. 

 >>> Hier unser Wasserkraftwerk kennenlernen.

 

Die Leistung von Wasserkraft für den Klimaschutz. 

Der Anteil der Wasserkraft am gesamten Stromverbrauch lag 2018 unter 3 %. Bezogen auf den Ökostromverbrauch bei 7,3 %. Auch ist das Potenzial für den Ausbau in Deutschland mehr oder weniger erschöpft. Die Wasserkraft leistet trotzdem einen großen Klimaschutzbeitrag. Laut Umweltbundesamt verhältnismäßig sogar den größten unter den erneuerbaren Energien. Konkret hat die Wasserkraft 2017 17,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden. Mag das Ausbaupotenzial so gut wie erschöpft sein; es lohnt sich, die Anlagen zu modernisieren und den ökologischen Zustand der Fließgewässer zu verbessern. Dass sich kleinere Wasserkraftwerke gut in die Natur integrieren lassen, zeigt etwa die Anlage, in der wir Wirklich Ökostrom erzeugen lassen – das Innkraftwerk Feldkirchen.

Wasserkraftwerk Feldkirchen
Wirklich Ökostrom wird in einem Wasserkraftwerk nahe Feldkirchen erzeugt.

Ökostrom aus Wasserkraft bei Polarstern.

Das Innkraftwerk Feldkirchen, in dem wir Wirklich Ökostrom erzeugen lassen, gehört zu den nachhaltigsten Laufwasserkraftwerken. Es ist mit dem EKOenergie-Label zertifiziert. Das heißt, dass alle Natur- und Tierschutzmaßnahmen mit lokalen Umwelt- und Tierschutzverbändern abgestimmt sind. Unter anderem wurde ein kilometerlanges Umgehungsgerinne für die Fische gebaut, dass diese um das Kraftwerk führt. Auch wurden zahlreiche neue Biotope in der Region geschaffen. Mit unseren Kunden machen wir regelmäßig Kraftwerksführungen. So kann sich jeder ein Bild machen, wie Strom wirklich nachhaltig erzeugt werden kann. Sieh dir hier unser Wasserkraftwerk genauer an.

 

Erneuerbare Energien 2: Energie aus Biomasse.

So funktioniert's. 

Biomasse sind pflanzliche und tierische Stoffe, etwa Dung, "Energiepflanzen" wie Raps, Mais und Sonnenblumen oder Bioabfall. In Biogasanlagen wird die Biomasse von Mikroorganismen zersetzt. Dabei entsteht Ökogas, das sowohl zu Strom als auch zu Biogas für die Wärmeversorgung aufbereitet werden kann. 

 

Die Leistung von Biomasse für den Klimaschutz. 

Laut Umweltbundesamt hat Biogas 2017 etwa 10,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Strommarkt vermieden. Der energetische Aufwand zur Brennstoffbereitstellung ist gering, auch wird bei der Biogasproduktion immer nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Biomasse zuvor de Atmosphäre entzogen hat. Allerdings hängt die Umweltfreundlichkeit der Biogasproduktion stark davon ab, welche Biomasse genutzt wird. So schadet etwa der monokulturelle Anbau von Energiepflanzen wie Mais, Weizen oder Gräsern der Biodiversität und ist oft mit einem hohen Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verbunden. Schließlich sind Monokulturen viel anfälliger für Schädlinge.

Biogasanlage in Kaposvár, Ungarn
Biogasanlage in Kaposvár, Ungarn. Hier wird Wirklich Ökogas von Polarstern erzeugt.

Biogas bei Polarstern. Wirklich nachhaltig erzeugt.

Bei Polarstern gibt es das Premium-Produkt im Markt: Wirklich Ökogas. Es wird zu 100 % aus pflanzlichen Reststoffen erzeugt. Konkret aus den Resten, die bei der Verarbeitung von Zuckerrüben zu Zucker anfallen. Die einfache Weiterverwertung ist besonders wertvoll, denn dadurch müssen keine Pflanzen extra angebaut werden. Die Reste wandern noch neben der Zuckerfabrik über ein Fließband in die Biogasanlage. So fällt noch nicht mal CO2 für den Transport der Biomasse an.

Jede Bestellung von Wirklich Ökogas sorgt für noch mehr Biogas auf der Welt: Jeder Kunde unterstützt automatisch Familien in Kambodscha beim Bau von eigenen kleinen Biogasanlagen. Gerade für die Landbevölkerungen sind kleine Biogasanlagen eine sinnvolle Energieversorgung und eine große Chance für die weltweite Energiewende. Wie das funktioniert, erfährst du auf unserer Seite Energiewende weltweit. 

 

Erneuerbare Energien 3: Sonne.

So funktioniert's.

Vereinfacht gesagt wird mit einer Photovoltaik-Anlage (kurz PV-Anlage) Sonnenlicht direkt in Strom umgewandelt.

 

Die Leistung von Solarenergie für den Klimaschutz.

Laut Umweltbundesamt machte die Solarkraft 2017 bereits 6,6 % der Bruttostromerzeugung aus und hat dabei etwa 27 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden. Das Spannende an der Solarkraft für die Energiewende ist, dass viele Haushalte sie selbst nutzen können. Immer mehr Eigenheimbesitzer werden auch zu Ökostromproduzenten. Der Ökostrom wird fürs Haus oder Elektroauto genutzt, oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist. . 

 >>> Mehr über die eigene Stromerzeugung mit Photovoltaik erfahren.  

 

Erneuerbare Energien 4: Windstrom.

So funktioniert's.

Windkraftanlagen nutzen Wind. Der setzt setzt Rotorblätter in Gang und diese bewegen Turbinen. 

 

Die Bedeutung der Windkraft für die Energiewende.

Unter den erneuerbaren Energien ist Windkraft die ertragreichste und in der Bruttostromerzeugung die zweitwichtigste. Laut Umweltbundesamt hatte die Windkraft 2018 einen Anteil von 18,6 % an der Bruttostromerzeugung und einen Anteil von 49,5 % an der Ökostromerzeugung. Entsprechend hoch ist der Beitrag der Windkraft für den Klimaschutz. Durch die Stromerzeugung aus Windkraft an Land wurden 2017 Treibhausgase in Höhe von 59,64 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden. Die Windkraft auf See hat zusätzlich ca. 11,9 Millionen Tonnen CO2--Äquivalente vermieden. 

 

 

 

Erneuerbare Energien 5: Geothermie.

So funktioniert's.

Geothermie ist in der Erdkruste gespeicherte Wärme. Je tiefer man buddelt, desto wärmer wird es. In unseren Gefilden nimmt die Temperatur um etwa 3 °C pro 100 Meter zu. Um Strom erzeugen zu können, muss man die Erdwärme aus 3.000 Meter tiefe nutzen. 

 

Die Bedeutung der Geothermie für die Energiewende.

Bislang spielt die Geothermie im Strommarkt eine untergeordnete Rolle. Ihr Anteil an der gesamten Bruttostromerzeugung lag laut Umweltbundesamt 2017 unter 0,1 Prozent und hat ca. 92.960 Tonnen CO2-Äquivalente vermieden – im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien nicht viel. Das Potenzial unter Erde ist aber da.

 

Strom- und Gasanbieter mit erneuerbaren Energien.

Es gibt Energieversorger, die aus Überzeugung ausschließlich Stromtarife und Gastarife aus erneuerbaren Energien anbieten. Polarstern zu Beispiel. Für die Energiewende ist es aber genauso wichtig, dass Menschen am Ende Strom und Gas aus erneuerbaren Energien bestellen. Es ist ein dringendes Signal der Konsumenten an den Markt, dass es ihnen nicht egal ist, wie ihre Energie gewonnen wird. Mach mit! In unseren Artikeln Stromanbieter wechseln und Gasanbieter wechseln findest du heraus, wie einfach und schnell das geht.  

>>> Alles über den einfachen Ökostrom-Wechsel zu Polarstern. 

Weiterempfehlen vervielfacht deine Wirkung!

Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

Polarstern weiterempfehlen

Ökostrom ist viel günstiger als du denkst!

Wirklich besserer Strom ist keine Rolex. Und sogar meist günstiger als die Grundversorgung.