Selbst produzierten Strom auch für deine Heizung, dein Warmwasser und dein Elektroauto zu nutzen, ist energieeffizient und klimaschonend zugleich. Wer in allen Bereichen auf erneuerbare Energien umsteigt, senkt seine CO2-Bilanz deutlich stärker – und spart meist sogar Energiekosten. Fachleute sprechen hier von der Sektorenkopplung.

von Michael

So wirst du zum Sektorenkoppler

 

Wer an die Energiewende denkt, denkt an Strom. Dabei ist der Strommarkt natürlich nur ein Teil der Wende. Es ist wie bei einem Umzug: Du denkst, du bist fast am Ziel, bis dir auffällt, dass du Abstellkammer und Keller vergessen hast. Dort wo sich verdammt viel angesammelt hat. So ähnlich ist das bei der Energiewende: Der Anteil erneuerbarer Energien im Strommarkt steigt deutlich. Aber es sind vor allem Wärme und Verkehr, die zusammen etwa 65 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verursachen. Beispiel Deutschland: Wurden laut Umweltbundesamt 2018 bereits 37,8 % des Stromverbrauchs in Deutschland mit erneuerbaren Energien gedeckt, waren es bei der Wärmeversorgung nur 13,9 % und im Verkehr gerade mal 5,6 %. Und genau hier setzt die Sektorenkopplung an: Der erneuerbar erzeugte Strom wird auch in der Wärmeversorgung und in der Mobilität nutzbar gemacht. Ganz schön clever, finden wir.

 

Sektorenkopplung: Der Energiewende-Boost.

Werden in der Wärmeversorgung und der Mobilität Ökostrom statt fossile Energieträger eingesetzt, reduziert das auch hier die Treibhausgase. Dazu braucht man jedoch: viel Ökostrom. Und hier kommen Eigenheim- und Immobilienbesitzer ins Spiel. Sie können mit ihrer Photovoltaikanlage selbst Strom erzeugen und ihn tatsächlich für alle drei Bereiche – Haushaltselektronik, Wärme und Mobilität – nutzen. Das macht sie zu dreifachen Treibern der Energiewende und sie profitieren sogar davon. Denn selbst erzeugter Strom ist günstiger als der Strom aus dem öffentlichen Netz. Und so funktioniert das: 

So wirst du zum Sektorenkoppler.

Die Umstellung auf die eigene Stromversorgung inklusive Elektromobilität und Heizstrom passiert Stück für Stück. Das sind die Grundsteine:

 

1. Mit Photovoltaik-Anlage zum Stromerzeuger werden.

Die Motivation für die Investition in eine Photovoltaikanlage ist heute eine andere als früher. Da die Einspeisevergütung innerhalb von 15 Jahren von 57,4 Cent auf 10,79 Cent (Stand Juni 2019) gesunken ist, geht es aus wirtschaftlicher Sicht heute darum, die Technik so auszuwählen und zu installieren, dass möglichst viel Strom selbst genutzt wird. Strom vom eigenen Dach ist heute schon rund 60 % günstiger als Netzstrom. Ein durchschnittlicher Haushalt kann heute mit einer PV-Anlage bestehend aus zehn Standard-Modulen über 3.000 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr erzeugen. Bilanziell entspricht das schon fast dem durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Drei-Personen-Haushalts von etwa 3.500 Kilowattstunden. Weil aber nicht immer dann Strom erzeugt wird, wenn du ihn brauchst, kann ein Haushalt ohne Stromspeicher nur etwa 30 % der eigenen Stromerzeugung auch selbst nutzen, der Rest geht ins öffentliche Stromnetz. Die Lösung: der Kauf eines Stromspeichers.

>>> So sieht die Entwicklung bei PV-Modulen aus. 

 

2. Eigenverbrauch in Kombination mit einem Speicher erhöhen.

Die Unabhängigkeit vom Stromnetz steigt mit dem Kauf eines Speichers im Schnitt auf 60 % und höher. Selbst im Frühling und Herbst wurde in den letzten Jahren in Einfamilienhäusern eine Autarkie von 50 % bis 70 % erreicht. Die Amortisation der Investition erfolgt auch immer eher, sind doch die Preise für Speicher allein in den letzten zwei Jahren im Schnitt um 50 % gefallen. Ab wann sich die Investition in eine Photovoltaikanlage und einen Speicher finanziell lohnt, erfährst du im nächsten Link. Auch, wie du deine Autarkie berechnen kannst. 

>>> Wann sich deine PV-Anlage und dein Speicher rechnen.

 

3. Wärmepumpe mit Photovoltaik betreiben.

Wenn du deine Strom- und Wärmeversorgung verknüpfen willst, rechnet sich der Kauf eines Speichers: Beim Betrieb einer Wärmepumpe kann eine Photovoltaikanlage über den Daumen gebrochen ungefähr 30 % des Strombedarfs decken. Ist aber noch ein Speicher installiert, deckt sie nach unserer Analyse schon 70 %. 

Die PV-Wärmepumpen-Kombi veranschaulicht den Synergieeffekt für den Klimaschutz: Erzeugter Solarstrom wird in zwei Bereichen genutzt und macht dich doppelt unabhängig von fossilen Energieträgern. Aber: Du wirst immer auch einen Teil deines Strombedarfs aus dem öffentlichen Stromnetz beziehen. Und mit dem falschen Reststrom – das heißt: Kohlestrom – steigt so am Ende dein CO2-Ausstoß. Der Reststrom für Wärmepumpe und Haushalt muss daher unbedingt ein Ökostromtarif aus 100 % erneuerbaren Energien sein. 

>>> Wirklich Eigenstrom von Polarstern – Preis berechnen. 

 

4. Warmwasser mit Solarthermie erzeugen.

Zur Wärmeversorgung gehört natürlich auch Warmwasser. Hier helfen dir Solarthermieanlagen. Laut Energieberatung energieheld kann der Energieverbrauch der Wassererwärmung mit Solarthermie um bis zu 60 % unter der Erwärmung mit fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas liegen.  Aber nur in Kombination mit einem Wärmespeicher. Denn geduscht oder gebadet, wird in der Regel morgens oder abends, das heißt, wenn das Sonnenlicht schwach ist. Sprich: Du musst den erzeugten Solarstrom irgendwo „parken“, um ihn später nutzen zu können. Übrigens kann man mit Solarthermieanlagen auch heizen.

 

5. Mit eigenem PV-Strom das Elektroauto laden.

Neben Heizung und Warmwasser kannst du deinen selbst erzeugten Solarstrom noch für den dritten großen Energiewendebereich nutzen: die Elektromobilität. Eigener Sonnenstrom ist beim Umstieg auf ein Elektroauto besonders sinnvoll, schließlich wird in rund 80 % der Fälle zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen. Je mehr Strom dabei mit der eigenen Photovoltaikanlage erzeugt und gespeichert wird, desto günstiger wird das Laden. Dazu kann ein Energie-Management-System (EMS) eingesetzt werden, um die Photovoltaikanlage mit der Ladestation und anderen Verbrauchern wie Wärmepumpen sinnvoll zu vernetzen. Bei hoher Energieerzeugung kann das EMS die Ladestation gezielt ansteuern. Durch die Hinzunahme von Wetterdaten und Erzeugungsprognosen können dann zusätzliche Lasten bei entsprechend vorhandenem Flexibilitätspotential verschoben werden.

 

Die richtigen Ökostromtarife für die Reststromlieferung nutzen. 

Auch wenn es jetzt schon einzelne Sonnentage gibt, an denen Haushalte mit einer Photovoltaikanlage autark sind – eine vollständige Stromversorgung deiner Haushaltselektronik, deiner Heizung und deines Elektroautos wirst du nicht schaffen – und es ist auch nicht wirtschaftlich. Zum Glück gibt es für den übrigen Strombedarf spezielle Stromtarife, wie von Polarstern: 

  • Wirklich Wärmepumpenstrom: Bis zu 20 % preiswerter als der Grundversorgertarif. 
  • Wirklich Autostrom: Für Stadt- und Vorstadtfahrer. Inklusive Smart Meter.
  • Wirklich Autostrom Plus. Für Vielfahrer und Ladestationen mit separatem Zähler – rund ein Fünftel günstiger als das Laden mit klassischem Haushaltsstrom. 
  • Wirklich Eigenstrom: Dein wirklich nachhaltiger und preiswerter Reststrom für deine Eigenstromversorgung. Wir erlassen dir komplett die Grundgebühr. Abgerechnet wird allein nach deinem Verbrauch. 

Fazit: Die eigene Stromversorgung wird immer sinnvoller. Das unterstützt nicht nur die Technik, die immer leistungsfähiger und günstiger wird, auch das Wetter spielt mit. 2018 war laut Deutscher Wetterdienst das sonnenreichste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Also los: Unterstütze die Energiewende und nutze dazu deinen eigenen Solarstrom. Es lohnt sich – dreifach! 

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