Das kostet Ökostrom

Ökostrom ist im Preisvergleich günstiger, als du denkst. Im Vergleich zur Grundversorgung sparst du fast immer bares Geld.

von Gisela

Das kostet Strom in 2021.

Wenn Wasser Leben ist, dann ist Strom modernes Leben. Ohne Strom könnten wir gleich zurück in die Höhle. Aber gerade weil Strom so etwas Selbstverständliches ist – und unsichtbar noch dazu – hat man keine Lust etwas dafür zu bezahlen. Und im Moment sieht es auch nicht danach aus, dass Strom günstiger wird. Im Januar 2021 lag der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) Strom laut Bundesnetzagentur im Schnitt bei 31,89 Cent.

Die übliche Reaktion auf so eine Info: Dann muss Ökostrom ja viel teurer sein! Eben nicht. Nur hält sich das Gerücht vom teuren Ökostrom so hartnäckig wie Klettverschluss. Selbstverständlich kann der Preis für eine Kilowattstunde Ökostrom unter diesen 31,89 Cent liegen. Beispielsweise liegt der Kilowattstundenpreis für Wirklich Ökostrom in 2021 bei einem 3-Personen-Haushalt in Berlin-Kreuzberg bei 28,20 Cent.

Das kostet Ökostrom im Preisvergleich zur Grundversorgung.

Meistens ist Ökostrom günstiger als die Grundversorgung. Also jener Stromversorgung, die gesetzlich garantiert ist – zum Beispiel wenn du in eine neue Wohnung ziehst, ohne dass du dich vorher um einen Stromanbieter gekümmert hast. Aber was kostet Ökostrom denn nun konkret? Wie viel Euro muss ich pro Monat zahlen? Deine individuellen Kosten für Ökostrom kannst du ganz einfach mit dem Tarifrechner herausfinden. Einfach Postleitzahl eintragen und anklicken, wie viel Personen im Haushalt wohnen.

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Warum die Kosten für Ökostrom variieren.

Stromtarife setzen sich immer aus den gleichen Preiskomponenten zusammen: aus der Beschaffung, dem Vertrieb und der Marge, aus den Netzentgelten und aus Abgaben, Umlagen und Steuern. Einige Preiskomponenten sind fix, zum Beispiel die EEG-Umlage. Sie liegt 2021 aktuell bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde. Bei anderen Preiskomponenten haben Stromanbieter bei der Tarifgestaltung etwas Spielraum. Und deshalb können die Preise von Ökostromtarifen variieren.  

Was du mit Wirklich Ökostrom veränderst

Von was Preise abhängig sein können. 

Die Kosten für Ökostrom können zum Beispiel von deinem Wohnort abhängig sein. Je nach Gebiet verlangen Netzbetreiber unterschiedliche hohe Netzentgelte, so nennt man die Stromnetzgebühren. Ein Stromanbieter kann günstiges Netzentgelt wiederum an die Kunden weitergeben, was sich dann günstig auf den monatlichen Abschlag für Ökostrom auswirkt. 

Wie bei jedem Produkt, ist der Strompreis natürlich auch von der Art der Stromherstellung abhängig. So macht es einen Unterschied, wo der Strom in welcher Menge erzeugt wurde. Wirklich Ökostrom zum Beispiel wird in einem der nachhaltigsten Ökokraftwerke des Landes produziert, verändert wirklich viel – und ist trotzdem nicht teurer als konventioneller Strom. 

Ökostrom: die gesellschaftlichen Kosten.

Was Ökostrom kostet, ist auch eine gesellschaftliche Frage. Steigende Strompreise sorgen für Verärgerung, klar. Aber zu oft werden sie einzig der Energiewende zugerechnet. Richtig ist, dass Umlagen im Strompreis die Energiewende fördern. Richtig ist auch, dass die Strompreise von vielen anderen Faktoren abhängig sind.

Der Emissionshandel in der EU.

Seit 2005 gibt es im Energiesektor der EU einen Emissionshandel (European Union Emissions Trading System, EU ETS). Die Betreiber von Stromerzeugungsanlagen müssen für jede emittierte Tonne CO2 ein gültiges Zertifikat vorweisen, die aber gehandelt werden können. Um die CO2-Emissionen zu senken, gibt es jährlich nur eine begrenzte Zahl an Zertifikaten. Diese Obergrenze sinkt mit der Zeit. Doch nur 45 % der europaweiten Treibhausgasemissionen werden so tatsächlich abgebildet. Zum Jahr 2021 endet Phase 3 der EU ETS und Phase 4 beginnt. Das bedeutet unter anderem, dass die Obergrenze für Zertifikate nun jährlich um 2,2 % sinken wird, statt wie bisher um 1,74 %.

Netzausbau.

Andere Investitionen wären auch ohne die Energiewende nötig. Darunter fällt beispielsweise der Netzausbau, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf seiner Website berichtet. Deswegen ist es nicht richtig, allein den Ausbau der erneuerbaren Energien für steigende Strompreise verantwortlich zu machen. Im Gegenteil: Die Energiewende bringt genauso kostensparende Effekte mit sich, nur werden sie oft völlig außer Acht gelassen. Die Kosten für den Klimaschutz sind Peanuts, wenn man sie ins Verhältnis zu den Folgekosten des Klimawandels setzt. 

Was der Klimaschutz kostet

Warum Ökostrom auf lange Sicht günstiger ist.

Trotz der im Strompreis enthaltenden Umlagen zur Förderung der Energiewende wirkt sich der Ausbau der erneuerbaren Energien für die Verbraucher kostensparend aus. Denn die externen Kosten von Atom- und Kohlestrom werden im Strompreis nicht berücksichtigt, müssen aber von den Verbrauchern, also der Gesellschaft, über Steuern getragen werden. Externe Kosten sind versteckte Kosten, die von großen Energiekonzernen und Stromanbietern in Deutschland nicht kommuniziert werden. Beispielsweise die Kosten der staatlichen Förderung, die Endlagerungskosten des Atommülls oder die Umweltschäden durch CO2-Emissionen. Wären die externen Kosten der konventionellen Stromerzeugung direkt in den Strompreis eingerechnet, würde dies den Strompreis extrem erhöhen. Die Förderung von konventionellem Strom wäre ungleich höher als der Ausbau von erneuerbaren Energien.

Wie deine Förderung für konventionellen Strom verschleiert wird.

Nur weil indirekte Kosten nicht in den Strompreis einberechnet werden, gilt Kohle- und Atomstrom als günstig. Auch eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) bestätigt, dass der Wechsel auf Ökostrom langfristig kostensenkend für die Verbraucher ist. Dazu kommt, dass Atom- und Kohlekraft über Jahrzehnte hinweg vom Steuerzahler subventioniert worden sind. Dies fällt jedoch nicht auf, da die Fördermittel nicht auf der Jahresabrechnung der Verbraucher auftauchen. Im Vergleich dazu sind die Ausgaben für die Energiewende deutlich geringer – etwa halb so hoch. Wenn all diese Kosten einberechnet werden, dann ist Ökostrom im Preisvergleich schon heute günstiger als Graustrom.

Ökostromtarif finden: die wichtigsten Kriterien.

Wenn du zu Ökostrom wechseln willst, solltest du nicht nur einen Preisvergleich machen, sondern auch verschiedene Ökostromanbieter unter die Lupe nehmen. Authentische Ökostromanbieter erkennst du an verlässlichen Gütesiegeln. Verlässliche Ökostromlabel sind zum Beispiel das Grüner Strom-Label, eine Auszeichnung bei Öko-Test, sowie der TÜV Nord.

Label. Kriterien
Grüner Strom-Label
  • 100 % Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen.
  • Investitionen in neue umweltfreundliche Energieprojekte pro verkaufter Kilowattstunde.
  • Stromanbieter mit Beteiligungen an Atomkraftwerken können das Label nicht erhalten. Ab dem 1.1.2027 gilt dies auch für Kohlekraftwerke.

Öko-Test

"sehr gut"

  • Der Ökostrom trägt zum Ausbau der erneuerbaren Energien bei und damit zur Energiewende bei. Und zwar außerhalb des ohnehin verpflichtenden Teils des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
TÜV Nord
  • 100 % Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen.
  • Ausbau der erneuerbaren Energien. 
  • Transparente Kommunikation und Bilanzierung.

Gute Nachricht: Polarstern hat alle Siegel. Weitere Kriterien, die der Ökostromanbieter erfüllen sollte, haben wir für dich in einem Artikel über die besten Ökostromanbieter zusammengefasst. Und unter folgendem Link erfährst du, warum Wirklich Ökostrom so oft ausgezeichnet wird.

Das macht Polarstern zum Testsieger

Ökostrom-Preise vergleichen: Der beste Weg.

Vorsicht bei Vergleichsportalen.

Wer die Kosten für Ökostrom vergleichen will: Die großen Vergleichsportale sind nicht immer die beste Adresse. Auch Öko-Test und die Verbraucherzentrale NRW raten eher ab. Denn Vergleichsportale empfehlen selten Ökostromtarife aus 100 % erneuerbaren Energien von echten, unabhängigen Ökostromanbietern. Oft werden besonders billige Ökostromangebote von Großkonzernen und Discountern zuerst gelistet. Billig ist aber nicht gleich öko. Bei vielen oberen Platzierungen sind Provisionszahlungen im Spiel. Der tatsächliche Preis der Angebote ist auch nicht auf den ersten Blick erkennbar. Oft kommt etwa ein bestimmter Tarif mit einer lange Vertragslaufzeit daher. Man bekommt einen besonders günstigen Einstiegspreis und kassiert nach einer bestimmten Laufzeit eine satte Preiserhöhung. Auch bei Wechselprämien ist Vorsicht geboten. Oft sind sie keine Geschenke, man zahlt sie lediglich über eine lange Vertragslaufzeit ab. Besser ist ein transparenter Preis, der sich einzig an deinem tatsächlichen Stromverbrauch orientiert und ein Vertrag, den du jederzeit kündigen kannst. 

Erfahre mehr über die Verträge bei Polarstern

Unabhängige Ratgeber geben Orientierung.

Ratgeber wie Öko-Test oder Utopia geben die bessere Orientierung. Welche Ökostromanbieter werden empfohlen? Such dir die aus, die dich ansprechen und mach den Preisvergleich für Ökostrom direkt auf den Homepages der Ökostromanbieter. Das geht so einfach, wie du es weiter oben schon kennengelernt hast.

 

So berechnest du deine monatlichen Ökostrom-Kosten. 

Für die Kostenberechnung deines Ökostrom-Tarifs musst du nur zwei Dinge eintragen. 

• deine Postleitzahl.

• die Info, für wie viele Personen im Haus du Strom bestellst.

Alternativ kannst du auch den Stromverbrauch des letzten Jahres eintragen. Der steht auf deiner letzten Stromrechnung. 

Anhand deiner Angaben wird der Ökostrompreis berechnet. Keine Sorge, wenn du am Ende des Jahres weniger oder mehr verbraucht hast. Unabhängige Ökostromanbieter passen deinen Abschlag immer an deinen tatsächlichen Verbrauch an. Entweder bekommst du dann eine Gutschrift oder du musst ein paar Euro nachzahlen. Mithilfe der Stromrechner der verschiedenen Ökostromanbieter kannst du ganz einfach Preise vergleichen und den richtigen Tarif für dich finden.

So geht der Wechsel zu Ökostrom.

Wenn du den passenden Ökostromanbieter und den richtigen Tarif für dich gefunden hast, ist der Stromwechsel schnell erledigt. Für den Wechsel musst du nach dem Preisvergleich deine Zählernummer angeben. Diese findest du auf deiner Jahresabrechnung – oder auf deinem Stromzähler.

Wenn du die Zählernummer beim Wechseln nicht parat hast, kannst du trotzdem bestellen und sie nachreichen. Was wir allerdings brauchen, sind ein paar allgemeine Infos wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse. Um den Rest kümmern wir uns. 

  • Wir kündigen deinen alten Stromanbieter.
  • Melden deine neue Versorgung durch uns beim entsprechenden Netzbetreiber an.
  • Schicken dir eine Übersicht deiner Bestellung.

Nach ein paar Wochen wirst du eine Kündigungsbestätigung von deinem alten Anbieter erhalten. Als letzten Schritt musst du nur noch deinen Zählerstand an den alten Stromanbieter schicken. Damit ist dann schon alles erledigt und du beziehst grüne Energie. Yes! Und wenn's dir doch nicht gefällt? Dann kannst du einfach wieder kündigen. Bei Polarstern gibt es keine Mindestvertragslaufzeiten. 

Zu Ökostrom wechseln ist viel zu einfach, um die Chance auf Veränderung links liegen zu lassen. Mit unserem Impact-Rechner kannst du direkt ausrechnen, wie viel du mit deiner Bestellung zum Klimaschutz beiträgst. Wirklich viel.

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Wie viel teurer ist Ökostrom?

Ökostrom ist nicht teurer als Kohlestrom oder Atomstrom. Ein Wechsel zu Ökostrom spart sogar oft Geld, vor allem wenn man noch in der Grundversorgung ist. 2020 kostete dort laut Bundesnetzagentur eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich 2 Cent mehr als ein Ökostromtarif. Der Preis für eine Kilowattstunde im Grundversorgungstarif lag im Schnitt bei 33,8 Cent, eine Kilowattstunde bei einem Ökostromtarif bei 31,66 Cent. Außerdem sollte man daran denken, dass fossile Energien massiv durch Steuergelder finanziert werden. Im Gegensatz zur EEG-Umlage sind diese Kosten aber nicht ausgewiesen.

Wie viel kostet ein kWh Ökostrom?

Im Januar 2021 kostete eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich 31,89 Cent. Der mittlere Preis macht dabei keinen Unterschied, ob es sich um Ökostrom oder Kohlestrom handelt. Wie viel eine Kilowattstunde Ökostrom kostet, kommt auf den Ökostromanbieter an. Die Preise sind individuell. Du erfährst sie mit mithilfe der Tarifrechner, die jeder Stromanbieter auf seiner Website anbietet. Wir haben natürlich auch so einen. Probier ihn gleich aus! Bei uns, Polastern, kostet zum Beispiel eine Kilowattstunde Ökostrom in einer Berliner Postleitzahl derzeit 28,20 Cent.

Was kostet Ökostrom im Vergleich zum herkömmlichen Energieanbieter?

Wie viel eine Kilowattstunde Ökostrom im Vergleich zu einem herkömmlichen Energieanbieter kostet, hängt ganz davon ab, welche Anbieter miteinander verglichen werden. Der wohl typischste herkömmliche Energieanbieter ist der Grundversorger. Die Grundversorgung ist in der Regel der teuerste Tarif. Ein Wechsel zu Ökostrom kann da eine Menge Geld pro Jahr sparen. Auch gegenüber anderen Versorgern ist ein echter Ökostromanbieter nicht teurer, auch wenn sich dieses Gerücht immer noch wacker hält. Hast du schon mal den Tarif bei einem herkömmlichen Energieanbieter berechnet? Vergleich den Preis mit unserem Ökostrom. Den findest du gleich hier mit unserem Tarifrechner heraus. Sicher ist jetzt schon: Du bekommst bei einem echten, unabhängigen Ökostromanbieter mehr Energiewende fürs Geld. Beispiel Wirklich Ökostrom aus 100 % erneuerbaren Energien: Für jede Kilowattstunde, die du verbrauchst, investieren wir 1 Cent zusätzlich in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Außerdem fördert dein Wechsel auch die Energiewende in Kambodscha und Madagaskar. Schließlich ist der Klimaschutz eine weltweit gemeinsame Aufgabe. Lies auf unserer Seite Weltweit, wie wir das machen.

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