Balkon-Gemüsebeet

“Kann ich selber”, das sagen schon kleine Kinder, um ihre Unabhängigkeit zu betonen. Und auch wir Erwachsene zeigen gerne stolz: “Das habe ich selbst gemacht.” Der Wunsch, unabhängig und selbstständig zu sein, greift immer weiter um sich. Die urbane Selbstversorgung macht dabei nicht beim Gemüse-Hochbeet oder dem Basilikum-Topf am Küchenfenster Halt. Wir zeigen dir, was es für coole Möglichkeiten der Selbstversorgung gibt, um Stück für Stück unabhängiger zu werden.

von Tabatha

Ist Selbstversorgung zu 100 % möglich?

Wer sich komplett von der Gesellschaft abkapseln und völlig unabhängig leben will, hat es schwer: Komplette Autarkie ist selten sinnvoll und oft auch gar nicht möglich. Aber du kannst dich in echt vielen Lebensbereichen selbst um deine Versorgung kümmern und so auch Kosten sparen – von den schönen Momenten dabei ganz zu schweigen.

Der Traum von mehr Unabhängigkeit hat in der Corona-Pandemie eine neue Blütezeit erlebt. Viele haben neue Hobbies wie Gemüse anpflanzen oder Brot backen für sich entdeckt. Eine schöne, praktische und erfüllende Tätigkeit.

„Unabhängigkeit, sein Leben weitgehend bestimmen können“, das haben in einer Umfrage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus 2020 ganze 71 % der Befragten als einen individuell für sich wichtigen Wert eingestuft. Nur kurz danach mit 70 % liegt die “Eigenverantwortung, Verantwortung für sich und sein Handeln” auf der persönlichen Werteskala. Einzig die Beziehung zu Familie und Freunden sind den Befragten wichtiger.

Wir geben dir ein paar Inspirationen für mehr Selbstversorgung. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht.

>>> Coole DIY-Tipps gibt es bei uns auf Pinterest.

Selbst Gemüse, Kräuter & Co. anbauen.

Jede:r kann selbst Kräuter anbauen – sogar in der WG-Küche. Wenn du bislang keinen grünen Daumen hattest, liegt das vermutlich gar nicht an dir, sondern am Supermarkt-Basilikum, der einfach viel zu eng gepflanzt ist und in dem Topf, indem du ihn kaufen kannst, nur sehr kurz überlebt. Macht ja auch irgendwie Sinn, dass der Supermarkt dich nicht als treuen Basilikum-Kunden verlieren will.

Wenn du nicht selbst Samen kaufen und warten willst, bis sie sich zu großen, essbaren Blättern entwickelt haben, kannst du die gekaufte Pflanze einfach mit etwas frischer Erde umtopfen. Das geht übrigens mit den meisten Kräutern – von Petersilie bis Minze.

>>> Unsere Gärtner-Tipps findest du auf Pinterest.

Wer einen Balkon hat, kann gleich ein Kräuterbeet daraus machen. Aber Achtung: Nicht alle Pflanzen mögen sich. So sollte man etwa Salbei nicht neben Pfefferminze pflanzen. Am besten du googelst deine Lieblingskräuter und überlegst dir, wie du sie am besten kombinieren kannst. Wenn du schon im Frühjahr anfängst, kannst du natürlich sehr wohl deine eigenen Pflänzchen aus Samen ziehen. Bis zum Sommer kannst du ihnen beim Wachsen zusehen und sie dann immer wieder ernten. Besonders Schnittlauch und Petersilie machen sich am Balkon echt gut. Informiere dich vorher, wer wie viel Wasser und Sonne benötigt und welche Ansprüche die Pflanze an den Nährboden stellt.

Pflanzen am Balkon
So einfach geht`s: Samen oder Jungpflanze kaufen, ggf. umtopfen und am Balkon gedeihen lassen.

Wer noch eins draufsetzen möchte, kann natürlich auch Gemüse am Balkon anbauen. Während das Beet vielleicht nicht unbedingt für Kartoffeln reicht, sind Radieschen, Tomaten und Schnittsalat wirklich gut zu pflegen.

Noch mehr Möglichkeiten als der Balkon bietet für Selbstversorger natürlich ein Garten. Wenn du selbst einen hast: Perfekt. Wenn nicht, könnte ein Konzept wie das von Ackerhelden dein Ding sein:

Bei Ackerhelden hast du die Möglichkeit, deinen eigenen Bio-Garten zu mieten und zu versorgen. Ackerhelden sorgt dafür, dass alles professionell vorbereitet ist und pflanzt schon mal Bio-Jungpflanzen vor. Du bekommst dann einen Workshop und alle Gartengeräte, die du brauchst und kannst direkt loslegen. Die Mietgärten gibt es in ganz Deutschland und sie sind wirklich eine super nachhaltige Alternative zum Supermarkt-Einkauf. Und natürlich macht es so auch viel mehr Spaß!

Über dein Zuhause hinaus gibt es in der Stadt übrigens so einige ungenutzte Flächen, die immer häufiger für Urban Gardening genutzt werden. Dazu gehören etwa Hauswände (Vertical Gardening), Schrebergärten und kleine Grünflächen in Wohngegenden.

Selbst Energie erzeugen.

Du willst dich von steigenden Strompreisen und dem Strommarkt unabhängiger machen? Dann ist eine PV-Anlage genau das Richtige für dich. Kombiniert mit einem Stromspeicher kannst du eine hohe Autarkie von bis zu 60 % erreichen. Und für den Reststrom gibt es bei uns einen Spezialtarif – Wirklich Eigenstrom – mit 100 % Ökostrom.

>>> Solarstrom: Diese 7 Faktoren beeinflussen deine Autarkie.

Wenn du in der Stadt wohnst und eben nicht im Eigenheim, kannst du mit kleinen Balkonmodulen zumindest einen Teil deines Stroms selbst erzeugen. Das Prozedere ist wirklich einfach und wenn du einen sonnigen Balkon hast, kann so ein Balkonmodul deine Stromkosten ein Stück weit entlasten.

>>> Mehr zu Solarstrom vom Balkon erfahren.

Immer häufiger werden Dachflächen in der Stadt auch für Mieterstromprojekte genutzt. Und das macht richtig Sinn. Ein Großteil der Menschen lebt in Mehrfamilienhäusern und in Städten und Ballungsräumen. Wieso sollte der Strom also nicht direkt vor Ort dezentral erzeugt werden. Bei Polarstern verwirklichen wir inzwischen richtig viele Mieterstromprojekte in ganz Deutschland.

Selbst Brot backen.

Wer schon mal auf Instagram oder Pinterest nach Rezepten gesucht hat, kennt es bestimmt: Bilder von verlockend aussehenden, selbst gebackenen Brotlaiben! Dieses Hobby bringt dir neben Spaß auch ein günstigeres und gesünder (Stichwort: keine Zusatzstoffe und daher besser verträglich) erzeugtes Brot.

Du kannst All-in gehen und deinen eigenen Sauerteig kultivieren, den du dann etwa wöchentlich mit Mehl und Wasser „füttern“ musst und dir damit die Hefe sparst. Oder du probierst zunächst ein etwas einfacheres Rezept für ein normales Weizen- oder Roggenbrot mit Hefe. Rezepte gibt es zum Beispiel auf Pinterest und YouTube. Auch viele Food-Blogger haben tolle Tipps.

So machst du dein selbstgebackenes Brot besonders lange haltbar: Schneide einen Teil des Brotlaibes in Scheiben und friere sie so vorportioniert ein. Dann reicht es, wenn du die gefrorene Brotschreibe in den Toaster packst und sie ist wieder wie frisch gebacken. So vermeidest du auch, dass dein liebevoll gebackenes Brot im Müll landet, weil du es nicht schnell genug essen kannst – so ganz ohne Konservierungsstoffe geht das nämlich schneller. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es auch nochmal besser.

Brot backen
Brot backen war nie trendiger als jetzt – probiere es doch mal aus.

Selbst Wasch- und Putzmittel herstellen.

Vielleicht hast du es schon mal ausprobiert: Mit natürlichen „Zutaten“ wie Zitrone und Essig lässt sich super putzen. Aber hast du gewusst, dass es auch Rezepte für selbstgemachtes Wasch- und Putzmittel gibt? Du findest sie zum Beispiel auf Nachhaltigkeits-Blogs oder auf Pinterest.

>>> Etwa hier: Unser nachhaltiges DIY Pinterest-Board.

Weil du selbst entscheidest, was reinkommt, hast du den vollen Überblick über die Inhaltsstoffe und kannst dich auch noch für deinen Lieblingsduft entscheiden. Doch das Beste am selbstgemachten Reinigungsmittel: Du sparst dir Verpackungsmüll und schädliche Chemikalien – und natürlich das Heimschleppen von vollen Plastik-Behältern.

Und bist du da dann Profi, dann mach doch gleich deine Pflegeprodukte wie Deodorant selbst.

Auch eine Form von Selbstversorgung: Basteln, Schreinern & DIY.

Wer etwas geschickt ist, kann viele Dinge selbst machen. „Do it yourself“ heißt hier das Stichwort und das ist ja genau im Sinne der Selbstversorgung.

Du kannst sogar deine eigenen Möbel bauen, vielleicht aber auch erstmal nur das Gemüsebeet für den Balkon-Kräutergarten. Mit ein paar Brettern, einer Weinkiste und etwas Holzlasur ist schon viel getan. Übrigens werden immer mehr Kurse in diesem Bereich angeboten. Schau dich dazu einfach mal online nach Handwerks- oder Schreiner-Kursen in deiner Umgebung um.

Nutz unbedingt die „Reste“, die sonst im Müll landen. Aus alter Kleidung lassen sich zum Beispiel super Abschminkpads nähen – oder du nutzt sie als Putztücher. Wenn du nähen kannst, sind Puppenkleidung, Topflappen und Co. weitere Dinge, die du nie mehr kaufen musst, weil du sie aus alten Kleidern schneiderst.

Und vielleicht häkelt oder strickt dir ja deine Oma den nächsten Winterschal. Wenn du einmal losgelegt hast, findest du jede Menge Anregungen, um Dinge super einfach selbst herzustellen oder umzufunktionieren – versprochen!

Über die Selbstversorgung hinaus: Gestalte deine Zukunft.

Mit mehr Selbstversorgung nimmst du deine Zukunft aktiv in die Hand. Aber da geht noch mehr – und das Gute ist, das ist leichter als du denkst.

Mit dem Wechsel zu echter Ökoenergie senkst du zum Beispiel deine CO2-Emissionen erheblich und tust etwas für eine lebenswerte Zukunft. Schließlich ist ein Großteil der Treibhausgase auf die Energiegewinnung und -nutzung zurückzuführen. Und das kannst du online in fünf Minuten mit unserem Online-Formular ändern.

Hier unseren Tarifrechner ausprobieren.

Gleichzeitig förderst du mit deinem Wechsel zu Polarstern auch das gemeinwohlorientierte Wirtschaften. Wir sind nämlich der erste Energieversorger mit Gemeinwohl-Bilanz. Und das ist enorm wichtig – auch für mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Denn die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine Wirtschaftsform, die klarstellt: Die Wirtschaft ist für die Mensch da, nicht umgekehrt.

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