Wenn die Sonne auf die Erde scheint, fällt die Energie praktisch vom Himmel. Häuser mit PV-Anlagen können daraus Ökostrom machen. Wir zeigen dir, wie auch du die Photovoltaik für dich nutzen kannst und welche Vorteile sich daraus ergeben – auch für Mieter:innen. 

von Michael

Energie fällt vom Himmel.

Während man fossile Energie aufwändig aus dem Boden holen muss, Kriege darum führt und sich Klima, Umwelt und Zukunft ruiniert, fällt gleichzeitig eine Menge Energie ungenutzt vom Himmel. Gratis. Bei gutem Wetter fällt zur Mittagszeit laut Energieatlas etwa eine Kilowattstunde Energie pro Quadratmeter auf die Erdoberfläche in Deutschland. Vielerorts wird sie auch genutzt. Rund 1,4 Millionen Privathaushalte haben 2020 Solarstrom erzeugt, fast 30 % mehr als 2014. Aber da ist noch viel mehr Platz, Ökostrom mit Solarkraft zu erzeugen. 

7 Vorteile von Solarstrom für dich.

1. Dein Strom wird mit PV günstiger.

Eines der stärksten Argumente für eine PV-Anlage: Dein eigener PV-Strom ist günstiger als der Strom aus dem Netz. Eine selbst erzeugte Kilowattstunde Solarstrom kostet bei einer PV-Anlage bis 10 kWp laut Fraunhofer ISE rund 6 bis 11,5 Cent. Eine Kilowattstunde (kWh) Strom aus dem Netz kostete dagegen im Juni 2022 laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) durchschnittlich 37,14 Cent. Bei einem Versorgerwechsel ist man laut Strom-Report mit mindestens 41 Cent pro kWh dabei. Wahrscheinlicher sind 50 Cent und mehr. Die Welt ist gerade unberechenbar, die Energiepreise sind es entsprechend auch.

2. PV-Anlagen und Speicher werden immer günstiger.

Eine selbst erzeugte Kilowattstunde ist inzwischen auch deshalb günstiger, weil die Preise für PV-Anlagen stark gesunken sind. Musste man laut Fraunhofer ISE im Jahr 2006 noch 6.000 Euro für 1 kWp hinlegen, waren es 2021 nur noch 1.400 Euro. 2022 heben die Preise aufgrund von steigender Nachfrage und gestörten Lieferketten wieder etwas an. Auf der Plusseite steht dafür die stetige Verbesserung der Technik. Selbst unter schlechten Wetterbedingungen erzielen PV-Module immer bessere Ergebnisse. Die sogenannte Performance Ratio von PV-Anlagen lag noch in den 1980er Jahren bei 50 bis 75 %. Inzwischen ist sie bei 80 und 90 %. Ein paar Wolken, ein bisschen Schatten – neue Anlagen produzieren auch mit Hindernissen noch genügend Strom.

3. Deine PV-Anlage ist ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz.

Deine PV-Anlage ist ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz, schließlich verursacht dein eigener Ökostrom kein CO2. Im Betrieb gleicht deine PV-Anlage die Treibhausgase der Produktion laut Umweltbundesamt je nach Standort nach 0,9 bis 2,1 Jahren aus. Um sich die positive Ökobilanz nicht zu ruinieren, solltest du für den Reststrombedarf einen Ökostrom-Tarif dazu buchen. Erst dann ist deine Stromversorgung nahezu CO2-frei. Eine Familie, die rund 5.000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbraucht, verhindert mit einer Rundum-Ökostromversorgung schon 1.550 kg CO2 im Jahr.

4. Dein Ökostrom passt auch zum Wärmen und Laden.

Das Gute am eigenen Solarstrom ist auch, dass man ihn in Verbindung mit einer Wärmepumpe auch zum Heizen oder zum Laden eines Elektroautos nutzen kann. Damit senkst du auch in den Bereichen Wärmeversorgung und Mobilität CO2 – und die Betriebskosten gleich dazu. Schließlich ist dein Ökostrom günstiger als fossile Kraftstoffe und Energieträger. Bei Polarstern haben wir dafür sogar eigene Angebote geschaffen. 

5. PV-Anlagen machen uns unabhängiger von Energieimporten.

Deutschlands Energieversorgung war und ist abhängig von Öl- und Gaslieferanten wie Russland. Mit einer Photovoltaikanlage hilfst du bei dem Ziel mit, keine neuen Abhängigkeiten zu schaffen. Erneuerbare Energien haben immer etwas Friedenstiftendes, weil jedes Land sie für sich nutzbar machen kann. Sie eignen sich kaum als geopolitisches Druckmittel. Je dezentraler unsere Energieversorgung wird, desto besser. Mit einer PV-Anlage wird dein Zuhause Teil der Lösung. Und auch als Polarstern-Kund:in unterstützt du genau das: Für jede Kilowattstunde, die unsere Kund:innen brauchen, investieren wir in den Ausbau der Ökokraftwerke, vor allem in Solarkraft.

6. Unterschätze nicht eins: den Spaß.

Unterschätz auch das nicht: Strom selbst zu erzeugen, macht Spaß. Verfolge auf dem Handy, wie viel Strom deine Anlage gerade produziert, wie viel du davon nutzt und wie viel ins Netz oder in den Speicher fließt. Auch wenn du kaum autark wirst – es wird lange Sommertage geben, an denen du zu 100 % nur deinen selbst gemachten Strom nutzt. Es ist ein cooles Gefühl. Wirklich.

7. Es gibt immer mehr Sonnenstunden.

Was der Erzeugung von eigenem Strom zusätzlich entgegenkommt, ist dass die Zahl der Sonnenstunden laut Deutschen Wetterdienst (DWD) zunimmt. 

Solarstrom: Naheaufnahme von Solarmodulen.

Photovoltaik: Wie auch du sie nutzen kannst. 

1. Stecker-Solargeräte für Mieter:innen.

Wie funktionieren Stecker-Solargeräte?

Die Photovoltaik wird in der Regel im Zusammenhang mit Eigenheimen diskutiert, dabei gehen Mieter:innen längst nicht leer aus: Sie können Stecker-Solargeräte nutzen. Diese eignen sich zum Beispiel für den Balkon, die Terrasse, für Gärten oder Flachdächer. Die Module mit einer Leistung bis maximal 600 Watt steckt man einfach in die Steckdose, weshalb sie auch Plug-In-Photovoltaikmodule genannt werden. Die Module funktionieren wie jene auf dem Dach: Sie wandeln die Energie der Sonne in Gleichstrom um. Ein Wechselrichter transformiert ihn dann in 230-Volt-Wechselstrom und speist ihn direkt ins Wohnungsnetz ein. Die elektrischen Geräte in der Wohnung bedienen sich sofort am selbst gemachten Ökostrom. Und wenn dieser verbraucht ist, ziehen die Geräte wieder den Strom aus dem öffentlichen Netz.

Stromkosten sparen mit Stecker-Modul.

Aber wer stellt sich so etwas auf? Immer mehr! Ende 2021 waren laut einer Marktstudie der HTW Berlin und der Verbraucherzentrale NRW schon rund 190.000 Stecker-Solargeräte in Betrieb. Allein zwischen 2020 und 2021 wurden ca. 128.000 Stück verkauft. Natürlich sind Stromausbeute und die Bedeutung für den Eigenverbrauch nicht mit einer PV-Dachanlage vergleichbar. Trotzdem sind die Steckermodule für den Balkon eine gute Unterstützung, um Stromkosten zu sparen. Laut Verbraucherzentrale kann ein Standardsolarmodul für den Balkon mit 380 Watt Leistung in Südlage ohne Verschattung etwa 280 kWh Strom im Jahr liefern. Gegenüber dem Netzbezug würdest du bei einem Kilowattstundenpreis von 40 Cent schon 112 Euro im Jahr sparen. 

Gut für die Grundlast.

Wenn man nicht zu Hause ist, kann das PV-Modul dabei helfen, den Strombedarf für den Kühlschrank oder den Standby-Betrieb zu decken. Wer wissen will, ob ein Steckergerät sinnvoll ist, kann dies mit dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin besser einschätzen.

Zum Rechner

Was du bei Balkonmodulen beachten solltest.

Und was ist mit der Sicherheit? Laut DGS ist es in jedem Haushalt mit Sicherungsautomaten in Ordnung, bis zu 2,6 Ampere ins Wohnungsnetz einzuspeisen. Das entspricht in etwa 630 Wattpeak (Wp). Allerdings muss ein Steckermodul beim Netzbetreiber angemeldet werden. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie hat dafür einen Musterbrief aufgesetzt. Auf der Seite der DGS findest du auch ein Merkblatt mit allen Dingen, auf die du achten musst, um ein Balkonmodul sicher nutzen zu können. 

2. PV-Anlage fürs Eigenheim. 

Eigenheimbesitzer:innen können mittels Photovoltaik Strom noch mal auf einem ganz anderen Niveau erzeugen. Nach einer Faustformel können Haushalte mit einer PV-Anlage ohne Speicher rund 30 % ihres Strombedarfs selbst decken. Die typischen Fragen vor dem Kauf einer PV-Anlage lauten: Wie teuer ist das, lohnt es sich und was brauche ich? Mit einem Solarrechner, etwa von Verbraucherzentrale NRW in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) kannst du grob abschätzen, wie groß deine Anlage sein sollte, um einen bestimmten Eigenverbrauchs- und Autarkiegrad zu erreichen – und wie sich die Werte mit einem Speicher oder einem Elektroauto verändern. Pro kW Leistung kannst du in etwa 1.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Laut Fraunhofer ISE kostet das durchschnittlich 1.400 Euro. 

Neue Trends in der PV-Stromerzeugung stellen wir dir weiter unten im Artikel vor. 

3. PV-Anlage mit Speicher. 

Ohne Speicher erzeugt ein PV-Haushalt etwa 30 % seines Strombedarfs selbst. Wenn der Haushalt weniger Strom benötigt, als die Anlage erzeugt, geht der ganze schöne Strom ins Netz. Und dies bei einer sinkenden Einspeisevergütung*. Mit einem Speicher kannst du dagegen deine Sonnenenergie nutzen, wann du willst. Auch für die Abendstunden oder zur Versorgung eines größeren Stromverbrauchers wie etwa einer Wärmepumpe oder einem Elektroauto. Mit der Kombination aus Speicher und PV-Anlage nutzen Haushalte im Schnitt zu 60 % ihren eigenen Strom und beziehen die restlichen 40 % aus dem Netz. Unterm Jahr wird es auch Tage geben, an denen du zu 100 % nur deinen eigenen Strom nutzt. Zum Beispiel an langen Sommertagen, die du zu Hause verbringst. 

* Warum Solar? Motivation gestern und heute.

Wer sich früher eine PV-Anlage aufs Dach installierte, tat dies, um den Strom ins Netz einzuspeisen und damit Geld zu verdienen. Vor 15 Jahren bekam man für die eingespeiste Kilowattstunde noch 57,40 Cent. Im Juni 2022 sind es dagegen nur noch 6,34 Cent. Je höher der Eigenverbrauch ist, desto wirtschaftlicher ist daher die Anlage. Für Haushalte, die große Stromverbraucher wie ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe nutzen, ist eine eigene PV-Anlage umso lohnender.

Für wen ist ein Speicher geeignet? 

Angenommen du lebst in einem 2-Personen-Haushalt mit einem Standardverbrauch von 2.400 Kilowattstunden im Jahr, ist ein Speicher möglicherweise zu viel des Guten. Anders sieht die Sache aus, wenn ein großer Stromverbraucher wie etwa eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto genutzt wird. Dann kann der Stromverbrauch auf einen hohen Verbrauch um die 8.000 bis 10.000 kWh steigen. Im letzteren Fall gibst du bei pro Jahr locker rund 4.000 Euro für Strom aus. Nach einer wirklich groben Faustformel kannst du mit einer PV-Anlage 1.000 Euro abziehen, mit einem Speicher weitere 1.000 Euro.

Kosten für PV-Anlage mit Speicher. 

Was nun Photovoltaikanlage und Speicher in der Kombination kosten, lässt sich kaum verallgemeinern. Im Schnitt geben aber Haushalte für eine Photovoltaikanlage mit 6 Kilowatt-Peak inklusive Installation rund 8.000 bis 10.000 Euro aus und für den Stromspeicher zwischen 7.000 und 12.000 Euro.

4. Heizen mit Solarkraft: Solarthermie.

Die Energiewende wird meistens mit der Strombrille gesehen. Dabei fällt der größere Teil unseres Energieverbrauchs beim Heizen und der Nutzung von Warmwasser an – in den Privathaushalten etwa zu 85 %. Deshalb macht gerade in diesem Bereich die Nutzung von günstiger Sonnenenergie besonders Sinn. Nicht nur, weil die Solarthermie Kosten senkt, sondern weil im Wärmesektor die fossilen Energieträger immer noch vorherrschend sind, und diese Dominanz dringend gebrochen werden muss. Mit einer Solarthermieanlage lässt du die fossilen Energieträger beim Heizen hinter dir und gestaltest aktiv die Wärmewende mit.

Das bringen Solarthermieanlagen und so funktionieren sie.

Solarthermieanlagen können die Heizungsanlage oder auch die Warmwasseraufbereitung unterstützen. Anders als bei der PV-Anlage ist die Solarthermieanlage nicht mit Solarzellen, sondern mit Solarkollektoren ausgerüstet, die die Wärme der Sonne einsammeln. In den Rohren der Kollektoren ist eine Flüssigkeit, die von der Sonne erwärmt wird und zum Heizsystem gepumpt wird. Die Solarthermieanlage ist mit einem Solarspeicher verknüpft, wo die Wärme auf das Heizungs- oder Trinkwasser übertragen wird. Dank des Speichers kannst du die Wärme abrufen, wann du willst. Sonst könnten ja alle nur heiß duschen, wenn die Sonne scheint. Insgesamt kannst du mit einer Solarthermieanlage laut co2online rund 60 % deines Warmwasserverbrauchs und 20 bis 30 % deines Heizbedarfs decken. Letztlich kommt es aber darauf an, wie groß die Kollektorfläche ist und wie gut das Haus bereits gedämmt ist. Damit sich die Solarthermie lohnt, sollten mindestens drei Personen im Haushalt leben.

Und wenn du mehr Wärme brauchst?

Weil eine Solarthermieanlage den Wärmebedarf nicht alleine decken kann, ist sie immer mit einer herkömmlichen Heizung verknüpft. Die springt automatisch ein, wenn die Sonnenenergie verbraucht ist. Das Gute ist, dass sich die Solarthermieanlagen praktisch mit allen Wärmeerzeugern verknüpfen lassen, so auch mit den effizienten Wärmepumpen. Hier kannst du dann sogar noch vom Spezialtarif für Wärmepumpen profitieren und günstigen und grünen Wärmepumpenstrom beziehen. Im Unterschied zu einer Photovoltaikanlage speist du bei Solarthermieanlagen überschüssige Energie nicht ins Netz ein. Deshalb muss die Anlagengröße gut geplant sein. Hier helfen dir Energieberater:innen. 

5. Solarstrom für Wärmepumpen und Elektroautos.

Die Nutzung von Photovoltaik ist immer dann besonders sinnvoll, wenn große Stromverbraucher wie E-Autos und Wärmepumpen in den Haushalt kommen. Das betrifft immer mehr Haushalte. Doch beide Techniken verdoppeln schnell den Stromverbrauch eines Haushalts. Und ohne spezielle Tarife oder den eigenen Solarstrom schießen die Stromkosten in die Höhe.  

Zu unseren Autostrom-Tarifen

Kaskadenschaltung: PV-Strom und Spezialtarif in einem.

Wer eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto mit PV-Strom versorgt, kann sogar noch mehr Geld sparen. Es ist möglich, diese Stromverbraucher mit einem Spezialtarif zu versorgen, wenn die PV-Anlage gerade nicht genügend Strom hergibt. Voraussetzung ist das richtige Zähler-Set-Up: die Kaskadenschaltung. Dazu muss der Haushalt mit zwei Zählern ausgerüstet sein. Einer misst den Haushaltsstrom, der andere den Strom fürs Elektroauto oder die Wärmepumpe. Bei der Kaskadenmessung werden diese Zähler hintereinandergeschaltet. Die Wärmepumpe oder die Ladestation müssen dazu beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinrichtung angemeldet sein. Die Kaskadenschaltung ist vor allem für Haushalte interessant, die viel Strom verbrauchen und bereits über einen separaten Zähler verfügen. In unserer Broschüre erfährst du mehr darüber. 

Zur Broschüre

Feier, dass du die Fossilen hinter dich gelassen hast. 

Von den hohen Stromverbräuchen von E-Autos und Wärmepumpen solltest du Respekt haben, dich aber nicht abschrecken lassen. Denn die Nutzung von Benzin oder Diesel, Heizöl oder Erdgas hast du hinter dir gelassen – und damit auch die Kosten für diese Brennstoffe, die deutlich steigen. Mit Solarenergie gibst du weder Geld für sie aus noch verursachst du durch sie CO2. Und das solltest du einfach feiern. 

6. Solarstrom clever nutzen durch smarte Technik.

Sobald du eine Solaranlage hast, vielleicht auch in Verbindung mit einem Stromspeicher, wirst du stets daran arbeiten, möglichst unabhängig vom Netz zu sein. Dafür ist es wichtig, die großen Stromverbraucher genau dann zu nutzen, wenn deine Photovoltaikanlage gerade viel Strom produziert – oder der Stromspeicher gut gefüllt ist. Smarte Technik hilft dir dabei. So schaltet sie zum Beispiel ein bestimmtes Gerät genau dann ein, wenn die PV-Leistung hoch genug ist. 

Energiemanager optimiert deinen Eigenverbrauch. 

Damit das klappt, brauchst du ein Energiemanagementsystem oder kurz: Energiemanager. Der Energiemanager beliefert deine Geräte automatisch mit Solarstrom, wenn die PV-Leistung hoch ist, oder er füllt den Speicher auf, wenn die Geräte bereits versorgt sind. Das System arbeitet immer so, dass du möglichst wenig Strom aus dem Netz beziehen musst. 

Andersrum speist der Energiemanager deinen Strom ins Netz ein, wenn der Haushalt bereits mit Strom versorgt ist und dein Stromspeicher auch schon geladen ist. Das Energiemanagementsystem visualisiert die Stromverteilung im Haus und bietet meist viele smarte Features. So achten viele dieser Systeme auch auf Wetterprognosen. Wenn in einer Stunde pralle Sonne angesagt ist, weiß das System, dass es dann den Strom etwa zur Waschmaschine schicken wird – sofern diese die entsprechende Schnittstelle hat. Wenn du die Startvorgänge selbst bestimmen möchtest, kannst du jederzeit eingreifen. Eine smarte Verknüpfung von Geräten mit der PV-Anlage eignet sich besonders bei Waschmaschinen, Geschirrspülern und Trocknern, vor allem aber für Großverbraucher wie Wärmepumpen, Klimaanlagen und Ladestationen.

Optimierung ohne smarte Technik. 

Aber auch ohne smarte Technik kannst du mit einfachen Mitteln deinen Eigenverbrauch steigern. Ein typisches Beispiel ist, mit dem Waschen bis zum nächsten Tag zu warten, wenn der Wetterbericht besser ist. Wenn du bislang "nur" eine PV-Anlage nutzt, kannst du Geräte auf die Mittagszeit oder ebenso analog zum Wetterbericht vorprogrammieren. 

7. Solarstrom für Miethäuser.

Mieterstrom. 

Klar, bei der Nutzung der Solarkraft ist der Gestaltungsraum von Mieter:innen kleiner als der von Eigenheimbesitzer:innen. Doch auch im Mietmarkt ist die Solarenergie im Kommen. Mieterstrom heißt das Konzept, bei dem auf Dächern von Mehrparteiengebäuden Photovoltaikanlagen installiert werden, damit die Mieter:innen den lokal produzierten Ökostrom nutzen können. Manchmal übernehmen oder unterstützen auch Blockheizkraftwerke (BHKW) die Stromerzeugung. Wie Eigenheimbesitzer:innen profitieren hier Mieter:innen von günstigeren Strompreisen. In immer mehr Projekten ist auch die Elektromobilität bereits integriert. Dann kann der Solarstrom von Dach direkt zum Laden genutzt werden. Wir bei Polarstern versorgen bundesweit bereits mehrere hundert Gebäude mit lokal erzeugtem Strom. Vielleicht ja auch bald dein Gebäude.

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PV-Trends für noch mehr Solarstrom.

Neben den klassischen PV-Modulen gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, Solarzellen an Gebäuden anzubringen. So steht in Zukunft noch mehr Platz für den Ausbau der dezentralen Energieversorgung zur Verfügung. 

1. PV-Folien für Fassaden.

Neben PV-Modulen gibt es auch PV-Folien. Der Vorteil dieser Folien ist, dass noch mehr Raum für die Solarstromerzeugung genutzt werden kann. Die Folien sind leicht, biegsam und eignen sich für alle möglichen Fassadenoberflächen. Sie haften zum Beispiel gut auf Materialien wie Glas, Beton oder Stahl. Dadurch kann die Photovoltaik praktisch überall genutzt werden. An Industrie- und Lagerhallen, Türmen, auf Auto- und LKW-Dächern oder sogar Kleidung. Der besonders umweltschonende Vorteil der PV-Folien ist, dass für die Herstellung im Gegensatz zu anderen Dünnschichttechnologien keine Schwermetalle wie Blei oder Kadmium verwendet werden. Die PV-Folien werden in der Praxis schon genutzt. Ein prominentes Beispiel ist ein Projekt an der Fassade eines Getreidesilos in Donauwörth. Die dort genutzte organische Photovoltaikfolie hat eine Leistung von 10 kWp und erzeugt um die 6.700 kWh Ökostrom, der für den Betrieb einer Mühle genutzt wird.

2. PV-Folien für Fenster.

Interessant wird es auch, wenn PV-Fensterfolien als Alternative oder als Ergänzung für Solarmodule massentauglich werden. Die Fensterfolien erfüllen gleich zwei Zwecke: Sie verdunkeln und kühlen den Raum und produzieren gleichzeitig Strom. Wenn das Sonnenlicht auf die Folie trifft, wird ein Teil des Lichts reflektiert, ein anderer Teil wird in Strom für den direkten Verbrauch umgewandelt. Für moderne Gebäude mit viel Glasfläche ist die Technik eine echte Chance.

3. Solarschindeln und Solardächer.

Solarschindeln sind teuer, dafür sind sie bei Dachsanierungen eine optisch attraktive Lösung: Die PV-Schindeln lassen sich direkt aufs Dach montieren und im Einklang mit den herkömmlichen Ziegeln verbauen, ohne dass der Unterschied fürs Auge zu groß ist. Im Vergleich zu Solarmodulen sind die PV-Schindeln aktuell wesentlich teurer und aufwändiger anzubringen – schließlich müssen die Schindeln einzeln verkabelt werden. Bei denkmalgeschützten Gebäude könnten sie dennoch eine Option sein, die Dachoptik in ihrer ursprünglichen Form zu bewahren und trotzdem eigenen Strom für das Gebäude zu erzeugen. Anfang 2022 wurden von einem US-Unternehmen die ersten nagelbaren Solarschindeln vorgestellt. Sie können von Dachdecker:innen verlegt werden wie gewöhnliche Asphaltschindel. 

4. PV-Module für Fassaden.

Für die Fassade gibt es natürlich auch feste PV-Module. Bei einer energetischen Sanierung ist die Überlegung, die Südfassade mit PV auszustatten, durchaus sinnvoll. Auch beim Look hat sich etwas getan, sodass von einer "Verschandelung" der Außenfassade kaum noch die Rede sein kann. Da es die Dünnschichtmodule in vielen Farben und Looks gibt, lassen sich bei modernen Bauten gut in die Architektur integrieren. Ein gutes Beispiel ist die solarbetriebene Warmluftanlage auf der Fiderepasshütte im Allgäu. Sie versorgt die Schutzhütte sowohl mit Wärme als auch Strom. Dass es die Anlage gibt, ist auch ein Verdienst von Polarstern-Kund:innen. Denn für jede Kilowattstunde Wirklich Ökostrom, die unsere Kund:innen verbrauchen, investieren wir einen Cent in den Ausbau der erneuerbaren Energien.

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Passende Stromtarife für Haushalte mit PV-Lösungen.

Ganz unabhängig vom Stromnetz wird man mit einer Solaranlage nicht. Man braucht Unterstützung aus dem Netz. Und die gibt es von uns, Polarstern. Wenn dein Solarstrom oder deine Solarthermie aufgebraucht ist, versorgen wir dich mit Wirklich Ökostrom. So ist deine Energieversorgung rund um die Uhr aus erneuerbaren Energien. Unseren Strom gibt es auch als Spezialtarife für E-Autos, Wärmepumpen und andere Heiztechniken. Vor allem haben wir mit Wirklich Eigenstrom einen Tarif, der speziell für Nutzer:innen von Photovoltaikanlagen konzipiert ist. Er ist mit allen Photovoltaikanlagen und Stromspeichern kompatibel, kommt ohne Grundgebühr und ist jederzeit kündbar. 

Egal welchen Polarstern-Tarif du nutzt. Du sorgst dafür, dass die Solarkraft noch mehr ausgebaut wird. Für jede Kilowattstunde Wirklich Ökostrom, die du verbrauchst, investieren wir 1 Cent in den Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa. In Madagaskar bauen wir zusätzlich gemeinsam mit unserem Partner Africa Greentec eine solare Stromversorgung für ganze Dörfer auf. Warum? Weil die Energiewende eine weltweite Aufgabe ist. Dabei? 

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Michael | Team Wirklich

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