PV-Anlagen für Balkone, Fassaden, Fenster – diese Optionen gibt es | Polarstern Magazin

Ein Haus besteht zum Glück nicht nur aus einem Dach. Es hat Wände, Fenster, Türen und oft Balkone. Eigentlich ist rundherum Platz für PV. Welche Möglichkeiten gibt es denn da? Und was lohnt sich?

von Michael

Inhalt:

 

Wenn die Sonne scheint, ist es fast schon Verschwendung, sie nur zum Bräunen zu nutzen. Man kann so viel Ökostrom daraus machen! 2018 war das sonnigste Jahr seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnung, und 2019 hat die Chance, den Rekord gleich wieder zu brechen. Dafür spricht etwa die Stromerzeugung mit Photovoltaik in der ersten Hälfte des Jahres. Laut Bundesverband Solarwirtschaft lag sie mit insgesamt 24,5 Milliarden Kilowattstunden so hoch wie noch nie – und ca. 4 % über dem Vorjahresniveau. Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft, denn nicht nur auf den Dächern ist noch viel Platz – es gibt noch mehr Fläche. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt. Auch für Balkone und Fassaden. 

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Photovoltaikanlagen für den Balkon.

So nutzen etwa rund 40.000 Haushalte in Deutschland Balkonmodule. Die Mini-Photovoltaikanlagen muss man wirklich nur auf dem Balkon aufstellen und in die Steckdose stecken. Deshalb werden sie auch Plug-In-Photovoltaikmodule genannt. 

 

So funktionieren die Balkonmodule. 

Die Balkonmodule funktionieren wie PV-Module auf dem Dach: Sie wandeln die Energie der Sonne in Gleichstrom um. Ein Wechselrichter transformiert ihn in Wechselstrom und speist ihn direkt ins Wohnungsnetz ein. Die elektrischen Geräte in der Wohnung bedienen sich sofort am selbst gemachten Ökostrom. Und wenn dieser verbraucht ist, ziehen die Geräte wieder den Strom aus dem öffentlichen Netz. 

 

Das bringen die kleinen PV-Anlagen. 

Laut Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie können Haushalte mit einem Stecker-Solargerät bis zu 10 % ihres Strombedarfs selbst erzeugen. Die Kosten für eine Kilowattstunde selbstgemachten Ökostroms liegen dabei bei rund 7 Cent. Dagegen kostet eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz aktuell ca. 30 Cent. Bei einer Anlage mit einer Leistung im Mittelfeld von 270 Watt lassen sich schon fast 300 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr erzeugen. Das reicht, um ca. 300 mal die Waschmaschine anzuschmeißen.

 

Balkonmodule sind gut für die Grundlast.

Jetzt sind die wenigsten unter der Woche zu Hause, um die großen Stromverbraucher dann anzumachen, wenn die Sonne scheint. Aber dann kann die Solaranlage dabei helfen, den Strombedarf für den Kühlschrank oder den Standby-Betrieb zu decken. Sind smarte Anwendungen wie intelligente Stecker im Haushalt eingebaut, lassen sich Geräte wie eine Wasch- oder Spülmaschine im richtigen Moment auch per App von unterwegs einschalten.

 

Was bei der Photovoltaik für den Balkon zu beachten ist.

Lange gab es ein Hin und Her, ob die Photovoltaikanlagen für Balkon und Steckdose erlaubt sind. Einige Netzbetreiber sagten nein, das Gesetz sagt aber ja. Hinter dem Widerstand mancher Netzbetreiber lagen weniger Sicherheitsbedenken, denn wirtschaftliche Interessen. Denn für jede Kilowattstunde aus dem Netz werden die Netzbetreiber über Netzentgelte vergütet. Bei einer eigenen Stromversorgung wird die Vergütung kleiner. Was die Sicherheitsbedenken betrifft: Eine Untersuchung des PI Photovoltaik-Instituts Berlin ergab, dass die Einspeisung bis 2,6 Ampere mit einer 630-Wp-Anlage über eine herkömmliche SchuKo-Steckdose unbedenklich ist. Wenn eigener Solarstrom genutzt wird, läuft der Stromzähler langsamer. Er darf aber nicht rückwärts laufen. Ein Stromzähler mit Rücklaufsperre garantiert, dass das nicht passiert. Ein Anruf bei einem Installateur ist in jedem Fall ratsam.

 

PV-Anlagen für Fassaden und Fenster.

PV-Folien für Fassaden. 

Industrie- und Lagerhallen, Groß- und Einzelhandelsobjekte, Türme und sogar Windräder bieten viel Fassade, aber wenig Dach. PV-Folien sollen diese Flächen künftig für die Photovoltaik nutzbar machen. Die PV-Folien sind leicht, biegsam und sollen können unter anderem auf allen verschiedenen Fassadenoberflächen zum Einsatz kommen, Prototypen werden bereits getestet, zum Beispiel an der Fassade der Schneller Mühle in Donauwörth. Die dort genutzte organische Photovoltaikfolie hat eine Leistung von 10 kWp und kann , die ca. 6.700 kWh Ökostrom im Jahr erzeugen kann. Der Strom wird vor Ort für den Betrieb der Mühle genutzt. Der besonders umweltschonende Vorteil der OPV-Folien ist, dass für die Herstellung im Gegensatz zu anderen Dünnschichttechnologien keine Schwermetalle wie Blei oder Kadmium verwendet werden. Mitte 2020 startet die Serienproduktion der dort verwendeten Lösung.


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PV-Folien für Fenster. 

Interessant wird es auch, wenn PV-Fensterfolien, die als Alternative oder als Ergänzung für Solarmodule genutzt werden sollen, auf den Markt kommen. Die Fensterfolien erfüllen gleich zwei Zwecke. Sie verdunkeln und kühlen den Raum und produzieren gleichzeitig Strom. Wenn das Sonnenlicht auf die Folie trifft, wird ein Teil des Lichts reflektiert, ein anderer Teil wird in Strom für den direkten Verbrauch umgewandelt. Bis es die Fensterfolien zu kaufen gibt, wird man sich allerdings noch etwas gedulden müssen. Und ob sie sich dann wirklich für den Alltag eignen, ist nicht nur eine Preisfrage: Prototypen ließen nur ein Viertel des Lichts in den Raum.

 

PV-Module für Fassaden. 

Für die Fassade gibt es natürlich auch feste PV-Module. Bei einer energetischen Sanierung ist die Überlegung, auch die Südfassade mit PV auszustatten, durchaus sinnvoll. Auch beim Look hat sich etwas getan, sodass von einer "Verschandelung" der Außenfassade kaum noch die Rede sein kann. Da es die Dünnschichtmodule in vielen Farben und Looks gibt, lassen sich bei modernen Bauten gut in die Architektur integrieren. Ein gutes Beispiel ist die solarbetriebene Warmluftanlage auf der Fiderepasshütte im Allgäu. Sie versorgt die Schutzhütte sowohl mit Wärme als auch Strom. Dass es die Anlage gibt, ist auch ein Verdienst von Polarstern-Kunden. Denn für jede Kilowattstunde Wirklich Ökostrom, die unsere Kunden verbrauch, investieren wir einen Cent zusätzlich in die Förderung der Energiewende.

Die Fassadenmodule sind in der Regel teurer als Dachmodule. Es ist aber generell ein starker Trend zu sinkenden Preisen bei den meisten Erneuerbare-Energien-Techniken zu erkennen. So sind etwa die Preise für herkömmliche Photovoltaikmodule fürs Dach allein in den letzten drei Jahren um die Hälfte gefallen. 

 

Solarschindeln und Solardächer.

Ein Preisproblem haben auch Solarschindeln. Bei Dachsanierungen sind sie aber eine optisch attraktive Lösung: Die PV-Schindeln lassen sich direkt aufs Dach montieren und im Einklang mit den herkömmlichen Ziegeln verbauen, ohne dass der Unterschied fürs Auge zu groß ist. Im Vergleich zu Solarmodulen sind die Schindeln jedoch wesentlich teurer und aufwändiger anzubringen – schließlich müssen die Schindeln einzeln verkabelt werden. Bei denkmalgeschützten Gebäude könnten sie dennoch eine Option sein, die Dachoptik in ihrer ursprünglichen Form zu bewahren und trotzdem eigenen Strom für die Bewohner zu erzeugen.  

>>> Mehr über die Entwicklung von PV-Modulen. 

 

Wirklich Eigenstrom für eine eigene Stromversorgung.

Wer auf Nummer sicher gehen will: Mit der klassische Variante aus PV-Anlage auf dem Dach in Kombination mit einem Stromspeicher wird man zwar nicht völlig autark, ist aber auf dem besten Wege. Haushalte können jetzt schon bis zu 80 % ihres Strombedarfs selbst decken. Selbst an Herbsttagen kann noch eine Autarkie von bis zu 70 % erreicht werden. Für den übrigen Bedarf liefern wir Wirklich Eigenstrom aus 100 % deutscher Wasserkraft. Dadurch ist die Energieversorgung immer erneuerbar.

>>> Preis für Wirklich Eigenstrom berechnen. 

Denn Wirklich Eigenstrom funktioniert mit jeder PV-Anlage und jedem Stromspeicher. Der Eigenstrom-Tarif ist herstellerunabhängig und wird komplett transparent abgerechnet. Es gibt keinen Grundpreis. Du zahlst also lediglich genau das, was du verbrauchst. So hast du deine Stromkosten komplett selbst in der Hand. Natürlich basiert Wirklich Eigenstrom komplett auf erneuerbaren Energien, genauer gesagt auf deutscher Wasserkraft.

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