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Ökobilanz Elektroauto: So umweltfreundlich sind E-Autos wirklich.

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Bei der Produktion eines Elektroautos fällt eine Menge CO2 an. Aber danach ist es wirklich nur noch eine Frage der richtigen Antriebsenergie: Mit 100 % Ökostrom verursacht ein Elektroauto ab ca. 150.000 km nur noch halb so viele CO2-Emissionen wie ein Benziner. Auch wenn man die Lieferkette inklusive Batterie- und Fahrzeugproduktion mit einkalkuliert. Wie kommt's?

von Christian und Undine. - Lesezeit: 2 Minuten

E-Autos: Um ein Vielfaches klimafreundlicher als Verbrenner.

Eine Studie des International Council On Clean Transportation (ICCT) ergab, dass die Elektroautos in ihrer Klimabilanz gegenüber Verbrennern immer besser abschneiden. So sollen in Europa E-Autos der Mittelklasse heute schon 66 bis 69 % weniger Treibhausgasemissionen verursachen als Benziner. Und das auf die ganze Lebensdauer gerechnet, inklusive der Produktion der Elektroautos. Hier ist der zusätzliche Clou: Die Wissenschaftler:innen haben mit dem zu erwartenden Strommix der Jahre 2021 bis 2038 gerechnet. Mit dem konsequenten Laden von echtem Ökostrom erreicht man die Klimaneutralität aber noch viel schneller.

Vergleich Laden: Ökostrom vs. typischer Strommix.

Wie schnell es gehen kann, hat das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg hat im Auftrag von Agora Verkehrswende untersucht. Ergebnis: Wird ein E-Auto mit dem herkömmlichen Strommix geladen, dann muss es circa 80.000 km fahren, um einen vergleichbaren Diesel in Sachen CO2-Ausstoß zu unterbieten. Anders mit Ökostrom: Dann wäre dieses Ziel schon nach 40.000 km erreicht.

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Tabelle: Ab wann sind Elektroautos wirklich umweltfreundlicher?

Gefahrene Kilometer, ab denen ein E-Auto der Kompaktklasse klimafreundlicher* ist.Gefahrene Kilometer, ab denen ein E-Auto der Kompaktklasse klimafreundlicher* ist.
Mit herkömmlichem StrommixMit 100 % Solarstrom
Vergleich zu Benziner (5,9 l /100 km)ca. 63.000 kmca. 35.000 km
Vergleich zu Diesel (4,7 l/100 km)ca. 80.000 kmca. 40.000 km

* Inklusive der CO2-Emissionen, die sowohl bei der Produktion als auch bei der Nutzung anfallen.

Quelle: Agora Verkehrswende

Elektroautos sind mit Ökostrom umweltfreundlicher.

Bei E-Autos geht es also nicht allein um die Fahrzeugherstellung, sondern vor allem darum, mit welchem Strom sie angetrieben werden. Schon ein Elektroauto der Kompaktklasse, das mit herkömmlichem Strommix geladen wird, verzeichnet nach 150.000 km eine deutliche Emissionsverminderung von 24 % gegenüber einem vergleichbaren Benziner, und 16 % gegenüber einem Diesel. Und wenn du dein E-Auto immer mit Sonnenenergie aus deiner eigenen PV-Anlage fütterst, ist sogar eine Emissionsverminderung um 50 % drin.

Ein E-Auto wird geladen.

Die richtigen Autostromtarife.

Beim Laden zuhause hast du es daher selbst in der Hand, wie grün dein Strom ist. Polarstern bietet dir mit Wirklich Autostrom und Wirklich Autostrom Plus ganz spezielle Vorteilstarife – Strom aus 100 % deutscher Wasserkraft. Wirklich Autostrom ist 100 % Ökostrom für dein E-Auto inklusive eines attraktiven Gutscheins für Ladezubehör. Wirklich Autostrom Plus für Vielfahrer kommt mit den gleichen Goodies. Der Tarif ist für absolute Vielfahrer, die vor allem zu Hause über einen separaten, unterbrechbaren Zähler laden. Hier kann eine Stromkostenersparnis von bis zu einem Fünftel rausspringen.

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Gesamte CO2-Bilanz eines Elektroautos.

Zentral: die Antriebsenergie.

Gerade die Antriebsenergie ist über die Lebensdauer hinweg betrachtet die zentrale Einflussgröße auf die Klimabilanz eines Elektroautos. Mit Ökostrom reduzierst du die Umweltbelastung deines Elektroautos deutlich. Wenn du ein Wagen der Kompaktklasse mit herkömmlichem Strommix lädst, dann haben bei einem Kilometerstand von 200.000 km die CO2-Emissionen aus der Fahrzeugproduktion inklusive Batterie einen Anteil von 44 % an der gesamten CO2-Bilanz des Elektroautos. Das bedeutet umgekehrt: Die Mehrheit der CO2-Emissionen entfällt auf die Nutzung deines Elektroautos. Lädst du also dein Elektroauto mit Ökostrom, verbesserst du seine CO2-Bilanz erheblich.

Lieferkette und seltene Erden.

Okay das heißt also: ein Ökostromvertrag und das CO2-Thema ist geritzt? So einfach ist das leider nicht, denn hier bleibt ja noch das heiß diskutierte Thema: die CO2-Emissionen in der Produktion und die verbauten seltenen Erden. In einem durchschnittlichen Auto – also nicht nur in einem Elektroauto – sind mittlerweile dutzende seltener Erden und andere wertvolle Metalle verbaut. Von Fensterheber bis Scheibenwischermotoren: Viele Assistenzsysteme benötigen seltene Erden. Und damit noch nicht genug. Zündkerzen enthalten das besonders widerstandsfähige Yttrium, in Katalysatoren ist Cer und Lanthan verbaut.

>>>> Hier erfährst du mehr über das Recycling von Batterien.

Bald aufgeholt.

Hinsichtlich der CO2-Emissionen bei der Fahrzeugherstellung eines E-Autos und aufgrund der darin verbauten Batterie entsteht erstmal ein Klimanachteil des E-Autos gegenüber Verbrennern. Das kann sich in Zukunft jedoch ändern. Firmen, wie Porsche wollen bei der Produktion ihrer Elektroautos, wie zum Beispiel dem Modell Taycan, auf Stromerzeugung aus Biogas bauen. Auch die Batteriehersteller streben eine Batterieproduktion mit erneuerbaren Energien an. So könnten die Produktionsemissionen von Batterien zukünftig um 30 bis 50 % gesenkt werden. Und damit auch die gesamte CO2-Bilanz von Elektroautos.

Entwicklung: Elektroautos werden immer klimafreundlicher.

Forschung: neue Materialien in der Fahrzeugproduktion.

Acht Fraunhofer Institute haben in den letzten Jahren zusammen nach Ersatzmaterialien für Seltene Erden gesucht und an Methoden geforscht, um Seltene Erden zu ersetzen. Kombiniert man alle im Projekt entwickelten Möglichkeiten, lässt sich bei der Herstellung von Elektroautos der Bedarf an Seltenen Erden, wie zum Beispiel Dysprosium und Neodym, auf bis zu 20 % der ursprünglich benötigten Menge reduzieren. Klar, Elektroautos sind deshalb noch nicht zum CO2-Nulltarif zu haben. Aber es ist wichtig, die Elektromobilität zu unterstützen, damit die Forschung und Entwicklung effizienter Technologien weiter vorangetrieben wird und E-Autos in der Zukunft noch umweltfreundlicher werden.

Wie kannst du bei der Energiewende mithelfen?

Natürlich, wenn du ein Auto kaufst, dann ein E-Auto. Und am besten sogar ein gebrauchtes E-Auto. Denn jedes Elektroauto, das weitergenutzt wird, ersetzt ein Neues, in dem wieder wertvolle Ressourcen verbaut werden müssen. Und indem du dein Elektroauto mit echtem Ökostrom lädst. Bei Polarstern gibt es dafür zwei Tarife, die günstiger sind als normaler Haushaltsstrom:

Bei Wirklich Autostrom bekommst du Ökostrom für dein Zuhause und dein Elektroauto. Im Tarif enthalten sind außerdem ein paar Goodies zur Begrüßung. Mit dem Tarif bekommst du aufgrund §14a EnWG je nach Netzgebiet einen festgelegten Betrag zwischen 110 und 190 Euro (brutto) im Jahr. Du braucht dafür nicht unbedingt einen eigenen Stromzähler für deine Ladestation.

Bei Wirklich Autostrom Plus bekommst du einen Spezialtarif für dein E-Auto, der das Laden insgesamt günstiger macht. Dafür brauchst du einen separaten, unterbrechbaren (steuerbaren) Stromzähler. Außerdem gibt es die gleichen Goodies wie bei Wirklich Autostrom dazu. Zudem hast du auch hier einen Preisvorteil dank §14a EnWG: So reduziert sich das Netzentgelt im Arbeitspreis deines Stromtarifs um 60 %. Für dieses Vergütungsmodell brauchst du aber einen separaten Stromzähler für die steuerbare Verbrauchseinrichtung (Wallbox).

Fahr sauber und günstig – mit Wirklich Autostrom von Polarstern.

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