Der Wärmebedarf – also Heizen und Warmwasser – macht bis zu 85 % deines Energieverbrauchs aus. Wie viel Heizenergie du wirklich benötigst und wie viel CO2 du dabei verursachst, hängt ab von der Art des Gebäudes, von deinem Heizsystem – und natürlich deinem Heizverhalten. Wo stehst du?

von Michael

Wer aus dem Haus geht, schließt die Fenster, macht alle Geräte aus und die Tür zu. Klar. Die Heizung braucht ein bisschen mehr Feingefühl. Soll man die nicht ein bisschen anlassen, damit Wände nicht auskühlen? Aber dann verbraucht man doch wieder zu viel, oder? So ganz wird man ihn nie kapieren, den Heizenergieverbrauch. Das geht schon bei der Frage los, wie hoch der Verbrauch überhaupt sein darf. Der Heizspiegel, der jährlich vom Bundesumweltministerium herausgegeben wird, liefert dazu Referenzwerte. 2019 ergab sich für einen Haushalt in einem Einfamilienhaushalt, der für eine Fläche zwischen 100 bis 250 m2 mit Erdgas heizt 2019 folgendes Bild. 

Wer aus dem Haus geht, schließt die Fenster, macht alle Geräte aus und die Tür zu. Klar. Die Heizung braucht ein bisschen mehr Feingefühl. Soll man die nicht ein bisschen anlassen, damit Wände nicht auskühlen? Aber dann verbraucht man doch wieder zu viel, oder? So ganz wird man ihn nie kapieren, den Heizenergieverbrauch. Das geht schon bei der Frage los, wie hoch der Verbrauch überhaupt sein darf. Der Heizspiegel, der jährlich vom Bundesumweltministerium herausgegeben wird, liefert dazu Referenzwerte. 2019 ergab sich für einen Haushalt in einem Einfamilienhaushalt, der für eine Fläche zwischen 100 bis 250 m2 mit Erdgas heizt 2019 folgendes Bild. 

 

Wärmebedarf: Was ist normal? Beispiel Erdgas.

Kosten im Jahr Verbrauch im Jahr
Niedrig 7,40 € pro m2 Bis 87 kWh pro m2
Mittel 11,30 € pro m2 Bis 154 kWh pro m2
Hoch 16,40 € pro m2 Bis 245 kWh pro m2
Zu hoch Über 16,41 € pro m2 Über 246 kWh pro m2

 

Quelle: Heizspiegel 2019.

 

Wärmebedarf: Was ist normal? Beispiel Erdgas.

Kosten im Jahr Verbrauch im Jahr
Niedrig 7,40 € pro m2 Bis 87 kWh pro m2
Mittel 11,30 € pro m2 Bis 154 kWh pro m2
Hoch 16,40 € pro m2 Bis 245 kWh pro m2
Zu hoch Über 16,41 € pro m2 Über 246 kWh pro m2

 

Quelle: Heizspiegel 2019.

 

Wärmebedarf nach Gebäudeart.

Neben deinem eigenen Heizverhalten haben Alter, Größe und energetischer Stand des Gebäudes den größten Einfluss auf deinen Wärmebedarf. Im Schnitt wird in großen Häusern weniger Wärme pro Quadratmeter benötigt als in kleinen Häusern, weil die Außenfläche im Verhältnis zu Wohnfläche geringer ist. 

In einem älteren Gebäude ist das Einsparpotenzial schon deshalb höher, weil es von Haus aus mehr Wärme verliert. Laut Energieberatung co2online gehen in einem ungedämmten Altbau bis zu 35 % der Wärme über die Außenwände und bis zu 20 % übers Dach verloren. Über 50 % der erzeugten Wärme sind also futsch. Ein Passivhaus, das seinen Heizwärmebedarf durch Sonne, Abwärme und Wärmerückgewinnung deckt, verbraucht dagegen rund 90 % weniger Energie als ein Einfamilienhaus aus dem Bestand, und 75 % weniger als ein herkömmlicher Neubau.  

Gebäudeart Heizenergiebedarf
Einfamilienhaus Bestand 150 kWh pro m2 im Jahr
Einfamilienhaus Neubau 65 kWh pro m2 im Jahr
Niedrigenergiehaus 40 bis 79 kWh pro m2 im Jahr
Passivhaus 15 kWh pro m2 im Jahr

 

Wärmebedarf nach Gebäudeart.

Neben deinem eigenen Heizverhalten haben Alter, Größe und energetischer Stand des Gebäudes den größten Einfluss auf deinen Wärmebedarf. Im Schnitt wird in großen Häusern weniger Wärme pro Quadratmeter benötigt als in kleinen Häusern, weil die Außenfläche im Verhältnis zu Wohnfläche geringer ist. 

In einem älteren Gebäude ist das Einsparpotenzial schon deshalb höher, weil es von Haus aus mehr Wärme verliert. Laut Energieberatung co2online gehen in einem ungedämmten Altbau bis zu 35 % der Wärme über die Außenwände und bis zu 20 % übers Dach verloren. Über 50 % der erzeugten Wärme sind also futsch. Ein Passivhaus, das seinen Heizwärmebedarf durch Sonne, Abwärme und Wärmerückgewinnung deckt, verbraucht dagegen rund 90 % weniger Energie als ein Einfamilienhaus aus dem Bestand, und 75 % weniger als ein herkömmlicher Neubau.  

Gebäudeart Heizenergiebedarf
Einfamilienhaus Bestand 150 kWh pro m2 im Jahr
Einfamilienhaus Neubau 65 kWh pro m2 im Jahr
Niedrigenergiehaus 40 bis 79 kWh pro m2 im Jahr
Passivhaus 15 kWh pro m2 im Jahr

 

Wie Dämmung den Wärmebedarf beeinflusst.

Am Haus lässt sich natürlich energetisch etwas machen. Die wichtigste Maßnahme ist die Dämmung von Fassade, Keller und Dach. Die Energieberatung co2online schätzt die durchschnittliche Ersparnis durch die Dämmung der Außenfassaden von freistehenden Gebäuden auf bis zu 19 %. Kommt eine Dämmung des Daches dazu, sind es bereits 25 %, mit einer zusätzlichen Dämmung der Kellerdecke sogar 28 %. Bei Gebäuden, die nicht freistehen, sondern an andere Gebäude anschließen, ist das Einsparpotenzial geringer (ca. 12 %). Schließlich dämmen die Mauern der Nachbarn schon ein bisschen mit. Dämmung schützt übrigens nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Feuchtigkeit und Schimmel. Im Sommer schützt die Dämmung außerdem vor Hitze.

 

Wie Dämmung den Wärmebedarf beeinflusst.

Am Haus lässt sich natürlich energetisch etwas machen. Die wichtigste Maßnahme ist die Dämmung von Fassade, Keller und Dach. Die Energieberatung co2online schätzt die durchschnittliche Ersparnis durch die Dämmung der Außenfassaden von freistehenden Gebäuden auf bis zu 19 %. Kommt eine Dämmung des Daches dazu, sind es bereits 25 %, mit einer zusätzlichen Dämmung der Kellerdecke sogar 28 %. Bei Gebäuden, die nicht freistehen, sondern an andere Gebäude anschließen, ist das Einsparpotenzial geringer (ca. 12 %). Schließlich dämmen die Mauern der Nachbarn schon ein bisschen mit. Dämmung schützt übrigens nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Feuchtigkeit und Schimmel. Im Sommer schützt die Dämmung außerdem vor Hitze.

 

Wärmebedarf nach Heizungsart.

Dein Heizsystem hat ebenfalls einen großen Einfluss auf deinen Verbrauch. Das Alter der Heizung spielt dabei eine wesentliche Rolle, denn neuere Heizsysteme nutzen Brennstoffe effizienter als ältere. So benötigt etwa ein moderner Gas-Brennwertkessel rund 20 % bis 25 % weniger Gas als ältere Heizungen. Moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen stellen die Energie einfach aus der Umgebungstemperatur der Luft, des Wassers oder des Bodens her. Wärmepumpen können zwar den Stromverbrauch eines Haushaltes locker verdoppelt, insgesamt sorgen sie dennoch für einen geringeren Energieverbrauch. Denn mit einer Kilowattstunde Strom lassen sich ca. 2,5 bis 3,5 Kilowattstunden Wärme erzeugen. Außerdem ist die Heiztechnik oft in Gebäuden eingebaut, die ohnehin schon einen besseren Effizienzstandard haben. Natürlich kann man nicht einfach mal so das komplette Heizsystem umstellen. Mietern in Mehrparteienhäusern sind ohnehin die Hände gebunden. Einfamilienhausbesitzer können dagegen auch mit kleineren Investitionen mehr Energie aus der Heizung holen. Die wichtigsten sind: 

  • Hydraulischer Abgleich durch einen Fachmann: Sorgt dafür, dass alle Heizkörper im Haus bei gleicher Einstellung mit derselben Menge an Heizflüssigkeit versorgt werden.
  • Dämmung der Rohre: Laut Deutsche Energie-Agentur lassen sich mit jedem Meter Kellerheizungsrohr, der gedämmt wird, 8 bis zehn Euro Heizkosten im Jahr sparen. 
  • Austausch der Heizungspumpe in eine neue, effiziente: Kann laut Deutsche Energie-Agentur bis zu 80 % der Betriebsstromkosten sparen.
  • Für Haushalte mit hohem Warmwasserverbrauch lohnt sich die Solarthermie. Dabei wird die Sonnenenergie von Sonnenkollektoren direkt zum Heizsystem transportiert. Bis zu einem Viertel des Wärmeenergiebedarfs kann man so selbst decken. 

 

Wärmebedarf nach Heizungsart.

Dein Heizsystem hat ebenfalls einen großen Einfluss auf deinen Verbrauch. Das Alter der Heizung spielt dabei eine wesentliche Rolle, denn neuere Heizsysteme nutzen Brennstoffe effizienter als ältere. So benötigt etwa ein moderner Gas-Brennwertkessel rund 20 % bis 25 % weniger Gas als ältere Heizungen. Moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen stellen die Energie einfach aus der Umgebungstemperatur der Luft, des Wassers oder des Bodens her. Wärmepumpen können zwar den Stromverbrauch eines Haushaltes locker verdoppelt, insgesamt sorgen sie dennoch für einen geringeren Energieverbrauch. Denn mit einer Kilowattstunde Strom lassen sich ca. 2,5 bis 3,5 Kilowattstunden Wärme erzeugen. Außerdem ist die Heiztechnik oft in Gebäuden eingebaut, die ohnehin schon einen besseren Effizienzstandard haben. Natürlich kann man nicht einfach mal so das komplette Heizsystem umstellen. Mietern in Mehrparteienhäusern sind ohnehin die Hände gebunden. Einfamilienhausbesitzer können dagegen auch mit kleineren Investitionen mehr Energie aus der Heizung holen. Die wichtigsten sind: 

  • Hydraulischer Abgleich durch einen Fachmann: Sorgt dafür, dass alle Heizkörper im Haus bei gleicher Einstellung mit derselben Menge an Heizflüssigkeit versorgt werden.
  • Dämmung der Rohre: Laut Deutsche Energie-Agentur lassen sich mit jedem Meter Kellerheizungsrohr, der gedämmt wird, 8 bis zehn Euro Heizkosten im Jahr sparen. 
  • Austausch der Heizungspumpe in eine neue, effiziente: Kann laut Deutsche Energie-Agentur bis zu 80 % der Betriebsstromkosten sparen.
  • Für Haushalte mit hohem Warmwasserverbrauch lohnt sich die Solarthermie. Dabei wird die Sonnenenergie von Sonnenkollektoren direkt zum Heizsystem transportiert. Bis zu einem Viertel des Wärmeenergiebedarfs kann man so selbst decken. 

 

CO2-Emissionen nach Heizungsart.

Heizen verursacht neben den Kosten auch jede Menge CO2. Je neuer die Technik, desto geringer fallen die Emissionen aus. Eine alte Ölheizung etwa verursacht in einem typischen Haushalt rund 3 Tonnen CO2 im Jahr. Eine Wärmepumpe, die mit Wirklich Ökostrom von Polarstern aus 100 % deutscher Wasserkraft betrieben wird, verursacht dagegen praktisch gar kein CO2. Das Gleiche gilt für Gasheizungen, die mit unserem Wirklich Ökogas betrieben werden. Denn unser Ökogas wird zu 100 % aus organischen Reststoffen erzeugt. In der Grafik siehst du, wie sich deine Heizung aufs Klima auswirkt. 

 

CO2-Emissionen nach Heizungsart.

Heizen verursacht neben den Kosten auch jede Menge CO2. Je neuer die Technik, desto geringer fallen die Emissionen aus. Eine alte Ölheizung etwa verursacht in einem typischen Haushalt rund 3 Tonnen CO2 im Jahr. Eine Wärmepumpe, die mit Wirklich Ökostrom von Polarstern aus 100 % deutscher Wasserkraft betrieben wird, verursacht dagegen praktisch gar kein CO2. Das Gleiche gilt für Gasheizungen, die mit unserem Wirklich Ökogas betrieben werden. Denn unser Ökogas wird zu 100 % aus organischen Reststoffen erzeugt. In der Grafik siehst du, wie sich deine Heizung aufs Klima auswirkt. 

 

Wie du deinen Wärmebedarf senkst.

Häuser und Heizungen können noch so effizient sein, wenn das Potenzial nicht genutzt wird, ändert sich auch nichts am hohen Verbrauch. Man nennt dieses Phänomen Rebound-Effekt, wenn trotz Energieeffizienz der Wärmeverbrauch gleichbleibt oder sogar steigt. In energetisch sanierten Häusern liegen diese Effekte zwischen 10 und 30 %. So lässt sich vielleicht auch erklären, warum die deutschen Haushalte seit 2014 wieder mehr Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche verbrauchen. Dabei lässt sich der Heizenergieverbrauch mit einfachen Heiztipps einfach und schnell senken.

  • Thermostat einstellen: Jedes Grad weniger spart 6 % Heizenergie.
  • Stoßlüften statt kippen.
  • Heizung entlüften.
  • Heizung von Gegenständen freihalten.
  • Nachts Temperatur drosseln, dafür Jalousien und Rollos nutzen. 
  • Auf programmierbare oder smarte Thermostate umsteigen.
  • Fenster isolieren.
  • Türen von warmen Räumen geschlossen halten. 

Für eine umfassende Beratung rund ums Energie sparen kannst du dich an die Verbraucherzentrale wenden. Dort kannst du sogar einen persönlichen Termin vereinbaren. 

 

Wie du deinen Wärmebedarf senkst.

Häuser und Heizungen können noch so effizient sein, wenn das Potenzial nicht genutzt wird, ändert sich auch nichts am hohen Verbrauch. Man nennt dieses Phänomen Rebound-Effekt, wenn trotz Energieeffizienz der Wärmeverbrauch gleichbleibt oder sogar steigt. In energetisch sanierten Häusern liegen diese Effekte zwischen 10 und 30 %. So lässt sich vielleicht auch erklären, warum die deutschen Haushalte seit 2014 wieder mehr Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche verbrauchen. Dabei lässt sich der Heizenergieverbrauch mit einfachen Heiztipps einfach und schnell senken.

  • Thermostat einstellen: Jedes Grad weniger spart 6 % Heizenergie.
  • Stoßlüften statt kippen.
  • Heizung entlüften.
  • Heizung von Gegenständen freihalten.
  • Nachts Temperatur drosseln, dafür Jalousien und Rollos nutzen. 
  • Auf programmierbare oder smarte Thermostate umsteigen.
  • Fenster isolieren.
  • Türen von warmen Räumen geschlossen halten. 

Für eine umfassende Beratung rund ums Energie sparen kannst du dich an die Verbraucherzentrale wenden. Dort kannst du sogar einen persönlichen Termin vereinbaren. 

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