Von Gasanbieter zu Gasanbieter sind die Gastarife unterschiedlich hoch. Das liegt daran, dass Gastarife aus vielen, variierenden Komponenten bestehen. Welche das sind und wie du den passenden Tarif findest, erfährst du hier.

 

Wie vergleicht man am besten Gastarife?

Zuerst solltest du den Gastarif mit dem Gasrechner auf der Webseite des Gasanbieters ermitteln. Vermeide große Vergleichsportale, dort werden die wahren Monatsbeiträge meist verschleiert und die Gasanbieter zahlen dafür, dass ihre Gastarife im Gaspreisvergleich aufgelistet werden. Auch die Stiftung Warentest rät davon ab, entsprechende Vergleichsportale bei der Suche nach dem passenden Gasangebot. Wenn du deinen Gastarif ermittelt hast, kannst du diesen ganz leicht mit einem anderen Tarif vergleichen, den du auch wieder auf der Website des Gasanbieters ausrechnest. Um dabei die Gasanbieter zu vergleichen, die Ökogas anbieten, kannst du dich an der Auflistung von Utopia orientieren. Du solltest jedoch nicht nur auf den Preis achten: Die Qualität der Gastarife ist mindestens genauso wichtig. Dabei kannst du dich an Zertifizierungen und Verbrauchermagazinen orientieren. Mehr dazu in unserem Artikel über Biogas Vergleich

 

Welche Fallen gibt es bei Gastarifen?

Manche Gastarife scheinen unheimlich attraktiv, vor allem wegen ihrem Preis. Doch es ist Vorsicht geboten, denn einige Gasanbieter locken ihre Kunden mit falschen Versprechen: ein Sofortbonus oder Neukundenbonus, der nie ausgezahlt wird, niedrige Preise, aber keine Preisgarantie, eine lange Kündigungsfrist oder eine ewige Vertragslaufzeit. Lass dich beim Gastarifvergleich nicht von solchen Angeboten täuschen. Gibt es einen Sofortbonus oder Neukundenbonus, solltest du dich infomieren unter welchen Bedingungen er ausgezahlt wird, die Kündigungsfrist sollte nie über einen Monat gehen und prinzipiell sollte es keine Vertragslaufzeit geben.

 

Wie ermittelst du deinen Gastarif mit dem Gasrechner?

Damit du deinen Gastarif beim Gasvergleich mit dem Tarifrechner ausrechnen kannst, brauchst du zwei Daten: deine Postleitzahl und deinen ungefähren Gasverbrauch im Jahr. Einfach die Daten eingeben und der Rechner gibt deinen monatlichen Betrag an. Deinen jährlichen Gasverbrauch findest du auf deiner letzten Gasrechnung. Wenn du nicht weißt, wo du sie hingeräumt hast, ist das kein Problem. Schätze einfach deinen Jahresverbrauch anhand der Größe deiner Wohnung oder deines Hauses mit folgender Tabelle.

  • 30 m2  3.800 kWh/Jahr
  • 50 m2  5.000 kWh/Jahr
  • 100 m2 12.000 kWh/Jahr
  • 150 m2 18.000 kWh/Jahr
  • 180 m2 20.000 kWh/Jahr

Kein Sorge, du musst deinen Gasverbrauch nicht auf die Kilowattstunde genau kennen. Deinen Gastarif kannst du in Abstimmung mit deinem Gasanbieter an deinen tatsächlichen Verbrauch anpassen. Außer du bist bereits in Vorauskasse gegangen oder hast einen Vertrag mit einem Paket- oder Einstiegspreis abgeschlossen. Hast du deinen Tarif ausgerechnet, geht das mit dem Wechsel ganz schnell. In unserem Artikel über's Gasanbieter wechseln findest du noch ein paar Tipps.

Um dein Gastarif ausrechnen zu können, brauchst du deine Postleitzahl und deinen ungefähren Jahresverbrauch:

 

Wie setzen sich Gastarife zusammen?

Jetzt kennst du deinen monatlichen Abschlag. Aber wie kommt dieser Tarif zustande? Gastarife bestehen immer aus zwei Komponenten: dem Grundpreis und dem Arbeitspreis bzw. Verbrauchspreis. Der Grundpreis ist jeden Monat fix. Er deckt zum Beispiel die Kosten für Verwaltung oder der verbrauchsunabhängigen Netzgebühren. Der Arbeitspreis bzw. Verbrauchspreis ist der Preis für eine Kilowattstunde Gas. Aber wie setzt sich der Preis für eine Kilowattstunde zusammen? Eine Kilowattstunde Gas besteht aus sechs Komponenten.

 

 

Die Zusammensetzung des Gaspreises 2017
Die verschiedenen Komponenten, aus denen sich der Gaspreis 2017 zusammensetzt

 

1. Beschaffungskosten der Gastarife

Die Gasbeschaffungskosten decken die Kosten für die Gaserzeugung, Gaslieferung, Abrechnung und internen Kosten von deinem Gasversorger für eine Kilowattstunde Strom. Die Gasbeschaffungskosten variieren je nach Produkt und Gasanbieter. 

 

2. Netznutzungsgebühr der Gastarife

Das Gas muss vom Kraftwerk bis zu dir nach Hause. Dazu nutzt es Gasnetze und für diese zahlst du Netzgebühren. Diese sind regional unterschiedlich hoch und werden von der Bundesnetzagentur festgelegt. In Berlin liegt die Netznutzungsgebühr zum Beispiel derzeit bei 1,127 Cent je Kilowattstunde.

 

3. Konzessionsabgabe der Gastarife

Deine Stadt oder Gemeinde erhebt eine Gebühr dafür, dass der Gasnetzbetreiber Leitungen in deiner Stadt legen und betreiben darf. Die Kosten dafür liegen in Berlin aktuell bei 0,03 Cent je kWh. 

 

4. Gassteuer der Gastarife

Die Gassteuer beträgt 0,55 Cent je kWh. 

 

5. Förderung von neuen Ökogasanlagen

Bei manchen Ökostromanbietern investierst du mit deinem Gasverbrauch in neue Ökogasanlagen. Warum das gut ist, findest du unter Ökogas heraus. Bei Polarstern gehen zum Beispiel für jede Kilowattstunde Wirklich Ökogas, die du verbrauchst, 0,21 Cent in die Förderung von neuen Biogasanlagen. Vor allem möchten wir die Erzeugung von Ökogas mit organischen Reststoffen fördern – so wie Wirklich Ökogas von Polarstern auch produziert wird. Hier werden Reststoffe aus der Zuckerproduktion einfach weiterverwendet. Das verhindert den Anbau von Monokulturen und den Einsatz von Gülle aus der Massentierhaltung. Wie es genau funktioniert, erfährst du im Video.

 

 

So entsteht Wirklich Ökogas.

Mehr Informationen, um beim Gasvergleich den richtigen Tarif zu finden, kannst du unter Gasrechner und Preisvergleich lesen. Und natürlich kannst du auch als Unternehmen Ökogas bei Polarstern beziehen. Alle Informationen darüber findest du hier:

>>> Mehr Infos für Geschäftskunden.

 

 

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