Ein Zehntel des weltweiten Stromverbrauchs geht auf Klimaanlagen. Bis 2050 könnte sich der Strombedarf noch mal locker verdreifachen – mit weiteren Konsequenzen für die Erderwärmung. Umso wichtiger ist es jetzt, effizient und verantwortungsvoll zu kühlen.

von Michael

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Touristen wissen über die Mentalität eines Landes oft besser Bescheid als Einheimische. Die Deutschen merken ja selber gar nicht, wie sehr sie es lieben, in überhitzten Bars mit verschwitzten Unterarmen aneinanderzupappen. Muss so sein. Anders kann sich der Gast aus Asien nicht erklären, warum man sich im vermeintlich kalten, aber nichtklimatisierten Deutschland so dermaßen einen abschwitzen muss, wo doch in der heißen Heimat alles so runtergekühlt ist, dass man noch in der North Face-Jacke die Arme zum Hip-Hop-Hooray wedeln kann. Seltsam, nicht? So mancher Tourist hat hier sicher schon enttäuscht seine neue Daunenjacke in den Koffer zurückgelegt, weil es dann doch heißer zuging, als er dachte. Denn Klimaanlagen sind hier bei weitem nicht so verbreitet wie auf anderen Kontinenten. Aber das könnte sich ändern.

 

Klimaanlagen: Stromkosten und Verbreitung in Deutschland.

Laut Fachverband Gebäude-Klima werden jedes Jahr bis 160.000 Klimageräte an Verbraucher und kleinere Unternehmen verkauft. Letztes Jahr, im Rekordsommer 2018 ging der Verkauf aber schon an die 200.000er-Marke. Es wird nicht mehr kühler, auch nicht in Deutschland. Das Freiburger Öko-Institut rechnet damit, dass bis 2030, etwa 8 bis 13 % der deutschen Haushalte mit Klimageräten ausgestattet sein werden. Aktuell sind es etwa 3 %.

Der Strombedarf steigt natürlich mit. Nach Einschätzung des Öko-Instituts wird in 2050 die Wohngebäudeklimatisierung in Deutschland einen Anteil am Stromverbrauch von 6 % ausmachen. Mal abgesehen davon, dass mit einer Klimaanlage bereits 100 Euro zusätzliche Stromkosten im Jahr anfallen, selbst wenn man sie nur an wirklich heißen Tagen anschmeißt, sind die Dinger einer der größten Herausforderungen bei der Bewältigung der Klimakrise. Denn weltweit sieht die Sache noch mal ganz anders aus.  

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Wie Klimaanlagen die Erde aufheizen.

Laut Internationaler Energieagentur IEA geht heute schon rund ein Zehntel des weltweiten Stromverbrauchs aufs Konto von Klimaanlagen. Der weltweite Bestand wird auf 1,62 Milliarden Geräte geschätzt, die etwa 2.000 Milliarden Kilowattstunden Strom ziehen. Tendenz: massiv steigend. Es wird wärmer, es wird voller, gleichzeitig steigt die Wirtschaftskraft vieler Länder, was den Betrieb von Klimageräten möglicher macht. Die IEA rechnet bis 2050 mit einem weltweiten Bestand von 5,6 Milliarden Klimageräten, die etwa 6.200 Milliarden Kilowattstunden Strom benötigen. Das entspricht in etwa der heutigen Stromkapazität der USA, EU und Japan zusammen. Zum Vergleich: Der heutige Gesamtstromverbrauch liegt in Deutschland bei ca. 600 Milliarden Kilowattstunden, bei dem rund 850 bis 900 Millionen Tonnen CO2 emittiert werden. Leider kühlen die Klimaanlagen die Städte nicht, sondern heizen sie weiter auf. Schließlich geben die Geräte Wärme ab, genau wie Kühlschränke. Laut IEA verursachen die Klimageräte auf der Welt jetzt schon 1.130 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. 

 

Wie du eine Klimaanlage verantwortungsvoll und effizient nutzt.

Jetzt ist es nicht unser Platz als Mitteleuropäer jemandem in Mumbai oder Jakarta zu sagen, mach mal deine Air Con aus. Jeder hat das Recht auf einen kühlen Kopf und Gesundheit. Und wo Lebensmittel und Medikamente gelagert werden, sind Kühlsysteme sogar überlebenswichtig. Und selbst bei uns geht es manchmal nicht ohne Klimatisierung. Wer jetzt widerspricht, muss nur an seine letzte ICE-Fahrt denken, bei der die Klimaanlage gestreikt hat. Zumindest gibt es Wege, den Energiebedarf und die Emissionen trotz wachsendem Klimagerätebestand zu drosseln. Neben Effizienzbemühungen seitens der Hersteller, können auch Privatleute Klimaanlagen verantwortungsvoll nutzen. Genauso wie es Wege gibt, sich mit den klassischen Hausmittelchen gegen die Hitze zu behelfen. 

 

1. Ökostrom bestellen.

Wenn deine Kühlung die Pole nicht zum Schmelzen bringen soll, solltest du sie mit Ökostrom betreiben, der klimaneutral erzeugt wird und kein CO2 verursacht. 

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2. Ökostrom für die Klimaanlage selbst erzeugen.

Steigt der Stromverbrauch für Sommergeräte wie Klimaanlagen oder reversible Wärmepumpen an, ist es sinnvoll, Ökostrom selbst zu erzeugen. Mit Photovoltaikanlage und Stromspeicher benötigt man immer weniger Strom aus dem Netz, schont das Klima und zahlt weniger. Denn selbst gemachter Strom ist natürlich günstiger als der aus dem Netz. Ganz ohne Strom aus dem Netz geht es aber auch nicht. Dafür gibt es Wirklich Eigenstrom von Polarstern. Der sorgt für eine rundum erneuerbare Energieversorgung, und wird rein verbrauchsabhängig abgerechnet. Ohne Grundgebühr und ohne Mindestvertragslaufzeit.

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3. Energieeffiziente Klimaanlage wählen.

Günstige Klimageräte gehören meist zu einer niedrigen Effizienzklasse. Sie benötigen viel Strom und verursachen hohe Stromkosten. Es ist sinnvoller, anfangs etwas mehr Geld für ein effizientes Gerät auszugeben. Das spart Stromkosten und ist klimafreundlicher.

 

4. Smarte Steuerung für die Klimaanlage nutzen.

Im zweiten Schritt lässt sich der Energieverbrauch der Klimaanlagen mit smarten Steuerungen signifikant drosseln. Gerade fürs Büro eine gute Lösung. Intelligente Klimaanlagensteuerungen erkennen, wie viele Personen anwesend sind, wer gerade geht oder zurückkommt. Das ist mehr als Spielerei. Smarte Steuerungen für die Klimaanlage können den Stromverbrauch deutlich senken. Zum Beispiel spart die smarte Steuerung für Klimaanlagen von tado° bis zu 40 % des für das Gerät benötigten Stroms.

 

5. Alternativ abkühlen.

Abkühlung gibt es auch ohne Klimaanlage. Man ist nur manchmal faul sie konsequent umzusetzen, wenn eh alles schon so anstrengend ist. 

• Feuchte Laken oder Handtücher aufhängen. 

• Teppiche wegräumen, der blanke Boden ist kühler.

• Kühlschränke und -Truhen nicht zu kalt einstellen. Sie geben umso mehr Wärme ab.

• Einen Ventilator mit Solarpanel nutzen, das spart Strom. 

• Fenster aufreißen, wenn du zu Hause bist – schließen und abdunkeln, wenn du nicht zu Hause bist.

• Fenster nach Osten sollten schon morgens abgedunkelt sein, denn auf diese knallt die Morgensonne als erstes. Und die kann erbarmungslos sein. 

• Möglichst wenig elektrische Geräte nutzen, denn sie heizen einen Raum unnötig auf. 

 

Der Zusammenhang von Kühlen und Schmelzen.

Letztes Jahr hat tado° einen Kunden in die Antarktis begleitet, der die Auswirkungen der Erderwärmung mit eigenen Augen sehen wollte. Denn die Antarktis ist entscheidend – immerhin befinden sich hier 90 Prozent des Eises der Welt und der Meeresspiegel würde um ganze 61 Meter ansteigen, wenn das Eis der Antarktis schmilzt. Das Video zeigt die letzte Folge der „No Planet B“ Kampagne, die tado° letztes Jahr ins Leben gerufen hat und macht deutlich, welches Energiesparpotential in smarten Technologien steckt. 

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