Elektroautos an der Ladestation zu Hause laden. | Polarstern Magazin

Nach dem Fahren heimkommen, anstecken, fertig. Am schnellsten und sichersten funktioniert das Laden an einer eigenen Ladestation. Wir haben alle wichtigen Infos und Tipps rund ums Laden zu Hause für dich gesammelt. Zum Beispiel, worauf du vor dem Kauf so einer Ladestation für zu Hause achten solltest und mit welchen Stromtarifen du am besten lädst.

Elektroauto zu Hause laden - So geht´s:

Laut Bundesverkehrsministerium laden Fahrer von Elektroautos diese in 75 bis 85 % der Fälle zu Hause oder an ihrem Arbeitsplatz. Für sie stellt sich die Frage: Wie kann ich mein Elektroauto zu Hause günstig und effizient laden? Lohnt sich dafür eine eigene Ladestation?

Allgemein gilt: Schon heute kannst du beim Laden des Elektroautos günstiger wegkommen als beim Betanken eines gleichwertigen Verbrenners.

 

Vorteile einer Ladestation für das Elektroauto zuhause.

 

Schneller Laden mit einer Ladestation zuhause.

Klar, kannst du dein Elektroauto an der ganz normalen Haushaltssteckdose mit einem Mode-2-Ladekabel laden – allerdings brauchst du dafür viel Geduld: Um beispielsweise einen BMW i3 (60 Ah) komplett zu laden, brauchst du mit der normalen Steckdose etwa 8,5 Stunden.

Mit einer eigenen Ladestation lädst du das Elektroauto deutlich effizienter. Das macht dich zeitlich flexibler. Bei unserem Beispiel verringert sich die Ladezeit eines BMW i3 mit einer Ladeleistung von 7,4 kW beim Laden an einer modernen Ladestation auf bis zu 3 Stunden. Du sparst also 5,5 Stunden Ladezeit.

 

Sicherer Laden mit einer Ladestation.

Ein weiterer Vorteil einer eigenen Ladestation ist die Sicherheit: Wenn dein Elektroauto 8,5 Stunden an der Haushaltssteckdose lädt, nutzt es über einen sehr langen Zeitraum die maximale Leistung der Steckdose. Für so eine Nutzung ist die aber gar nicht ausgelegt. Dadurch kann die Sicherung herausfliegen oder sogar das Kabel überhitzen und anfangen zu brennen.

Bei einer Ladestation besteht dieses Risiko nicht. Sie ist auf die hohe Ladeleistung abgestimmt. Laut EU-Norm sind ein Leistungsschalter und ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) Pflicht beim Laden des Elektroautos. So werden Stromschläge und Sicherungsausfälle vermieden. Um die Installation aller technischer Komponenten kümmert sich der Elektriker beim Einbau deiner Ladestation.

 

Kosten sparen mit einer eigenen Ladestation.

Wie viel das Laden kostet hängt davon ab, wie viele Kilowattstunden du lädst – logisch, oder? Kosten sparst du an einer privaten Ladestation daher nicht automatisch. Allerdings kannst du im Zuge der Installation auch einen eigenen Stromzähler installieren lassen und dann spezielle Autostromtarife erhalten. Polarstern bietet beispielsweise mit Wirklich Autostrom Plus einen Tarif für Vielfahrer, die bevorzugt zuhause laden. Sie sparen rund ein Fünftel verglichen zum Laden mit klassischem Haushaltsstrom. Mehr dazu findest du hier.

Und mit Förderungen für deine Ladestation zu Hause ist auch die Installation günstiger als du denkst.

Ladestation zu Hause Stecker
Mit einer Ladestation zu Hause kannst du dein Elektroauto sicher und schnell laden.

 

So kommst du an die Ladestation für dein Elektroauto.

 

Das brauchst du für die Installation der Ladestation zuhause.

Kann also jeder eine Ladestation zuhause einbauen lassen? Jein. Natürlich muss der Eigentümer des Hauses damit einverstanden sein; falls du das nicht selbst bist. Und deine neue Ladestation muss von einem Installateur angeschlossen werden. Der weiß auch bei Sicherheitsfragen Bescheid. Bei unserem Partner The Mobility House kannst du zum Beispiel passende Elektriker finden. Die Installation der Ladestation kostet dich zwischen 500 und 2.000 €, abhängig davon, wie kompliziert die Montage ist, also ob beispielsweise Kabel verlegt oder Wände durchbrochen werden müssen.

 

Darauf musst du beim Kauf achten.

Beim Kauf einer Ladestation spielt die Ladeleistung deines Elektroautos eine wichtige Rolle. Sie beeinflusst maßgeblich, zusammen mit dem Ladekabel und der Ladestation, die Ladezeit. Dabei legt die Komponente mit der geringsten Leistung die Gesamtleistung fest. Eine leistungsstarke Ladestation bringt dir also nichts, wenn dein Elektroauto nicht für diese Leistung ausgelegt ist.

Je nachdem, welches Elektroauto von welchem Hersteller du fährst, gibt es verschiedene Stecker. Das liegt an den länderspezifischen Unterschieden. Bei einer Ladestation mit fest installiertem Ladekabel musst du darauf achten, dass es zum Stecker an deinem Fahrzeug passt.

 

Diese technischen und preislichen Unterschiede gibt es.

Ladestationen für Elektroautos gibt es von verschiedenen Herstellern. Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Ladeleistung der Ladestation. Sie wird beeinflusst von der Anzahl der Phasen, der Spannung und der Stromstärke des Stromanschlusses für die Ladestation. Der ADAC hält eine Ladestation mit 11 kW in den meisten Fällen für ausreichend. Wichtig: Jede Ladestation muss beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden. Eine Ladestation ab 22 kW muss vor der Installation aber ausdrücklich durch den örtlichen Netzbetreiber genehmigt werden – eine reine Anmeldung reicht also nicht aus. Den Antrag zur Genehmigung der Ladestation kann man entweder selbst stellen oder über den Installateur abwickeln lassen. Die genauen Vorgaben sind vom zuständigen Netzbetreiber abhängig.

Damit der Wechselstrom zuhause in Gleichstrom für das Elektroauto umgewandelt werden kann, wird stets ein Wechselrichter benötigt. Dieser ist im Fahrzeug verbaut und kann ein-, zwei- oder dreiphasig sein. Beim ein- oder zweiphasigen Laden kann nicht die komplette Leistung genutzt werden. Das heißt, die Ladezeit verlängert sich. Damit die Ladestation zum Elektroauto passt, muss auch auf die Anzahl der Phasen geachtet werden. Empfohlen wird vom ADAC eine universell einsetzbare (also dreiphasige) Ladestation mit 11 kW. Mit ihr kann ein-, zwei- oder dreiphasig geladen werden.

Ende 2018 hat der ADAC mehrere Ladestationen getestet. Dabei schnitten Ladestationen der Hersteller Keba, ABL und Mennekes am besten ab. Sie überzeugen bei Ladeleistung, Sicherheit und Bedienung inklusive Montage.

Der ADAC testete die Ladestationen vor allem intensiv auf Zuverlässigkeit und Sicherheit. Gerade im letzten Punkt haben viele Modelle nicht gut abgeschnitten. Bei Ladestationen von Innogy und Schneider Electric fehlte beispielsweise der Gleichstromfehlerschutz (FI B), der eigentlich sogar Pflicht ist. Dieser muss also vom Käufer nachgerüstet werden, was schnell mehrere hundert Euro kostet und den Preis der Ladestation in die Höhe treibt. Bei anderen Modellen von Keba und Wallbe musste der Wechselstromfehlerschutz (FI A) nachgerüstet werden, was immerhin mit 20 € bis 40 € zu Buche schlägt. Nicht empfohlen wurden vom ADAC die Ladestationen von Annies-Carparts und Franz Röcker. Sie schalten bei Fehlermeldungen des Elektroautos nicht automatisch ab, was sicherheitstechnisch extrem bedenklich ist.

Nicht nur bei den technischen Merkmalen unterscheiden sich die Ladestationen, auch die Bedienung ist nicht immer gleichermaßen nutzerfreundlich. Wer etwa mit seiner Ladestation den Stromverbrauch seines Elektroautos im Blick haben möchte, sollte auf entsprechende Funktionen am Display der Ladestation achten oder ob eine App hierzu angeboten wird.

 

So viel kosten Ladestationen für dein Zuhause.

Preislich günstige Ladestationen liegen bei ca. 500 €. Aber es gibt auch Modelle über 2.500 €. Dazu kommen die Installationskosten. Um die Unterschiede im Detail zu verstehen und dich für ein passendes Modell zu entscheiden, hilft eine individuelle Beratung.

Als Mieter musst du zuerst mit dem Eigentümer sprechen, ob du beispielsweise an deinem Parkplatz eine Ladestation installieren lassen kannst. Dabei kommst du günstiger weg, wenn mehrere Mieter sich eine Ladestation zulegen. Über ein Lastmanagementsystem können mehrere Elektroautos mit einzelnen Zählern gleichzeitig laden. So wird ein erhöhter Leistungspreis vermieden und Installationskosten und Gebühren untereinander aufgeteilt.

Bei unserem Partner New Motion gibt es beispielsweise Pakete mit Ladestationen und Zubehör für rund 2.000 €. Polarsterns Partner The Mobility House bietet umfassende Lade-Sets für Privatkunden und Unternehmen an.

 

 

Förderungen für Ladestationen zu Hause nutzen.

Seit 2016 werden in Deutschland viele Elektroautos mit einem Umweltbonus gefördert. Diese Förderung war ursprünglich bis 30.06.2019 gültig. Nun soll der Umweltbonus bis Mitte 2020 verlängert werden. Auch die Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos ist nach wie vor gültig. Zusätzlich gibt es in einigen Bundesländern und Städten/Gemeinden eigene Förderungen für Ladestationen. Wie der Staat die Installation privater Ladestationen für Elektroautos unterstützt, dazu gibt es noch keine deutschlandweite Regelung – sie soll aber bald kommen.

Momentan fallen die Förderungen je nach Region und Anbieter sehr unterschiedlich aus. Wer sich beispielsweise in Nordrhein-Westfalen eine Ladestation für sein Elektroauto zu Hause installiert, bekommt dafür bis zu 1.000 €. In München werden Beratungsleistungen mit bis zu 6.000 € gefördert. Wer sich dann eine Ladestation für zu Hause zulegt, kann dafür eine Förderung von bis zu 40 % bekommen.

>>>> Hier kannst du mehr über verschiedene Förderungen erfahren.

 

So rechnest du deinen Dienstwagen ab.

Wenn du ein Elektroauto als Dienstwagen fährst, kannst du das Laden bei dir zu Hause mit dem Arbeitgeber abrechnen. Dies erfolgt über eine steuerfreie Pauschale von 20 € monatlich (wenn beim Arbeitgeber ebenfalls geladen werden kann) oder 50 € monatlich (wenn keine zusätzliche Lademöglichkeit beim Arbeitgeber besteht). Wenn dir dein Arbeitgeber eine Ladestation stellt oder mit einem Zuschuss unterstützt, werden pauschal 25 % besteuert. Diese Leistung ist frei von Sozialabgaben.

 

Stromverbrauch beim Laden kennen.

Ein weiterer Tipp, um Kosten zu senken: Hab deinen Stromverbrauch im Blick. Je nach Modell sind Ladestationen für Elektroautos zu Hause per App steuerbar. Dort können der Energieverbrauch und die Stromkosten der Ladestation abgelesen werden. Viele Ladestationen zeigen zudem auf einem Display direkt am Gerät Informationen zum Stromverbrauch an. Egal, wie du deinen Verbrauch abliest: Die Stromkosten solltest du beim Laden deines Elektroautos auf jeden Fall im Blick behalten. Wenn du deine Ladegewohnheiten kennst, kannst du den passenden Tarif für dich finden und dein Verhalten beim Laden zu Hause optimieren.

 

Stromtarife für Ladestationen zu Hause.

Eine Ladestation zu Hause installieren zu lassen, macht - wie aufgezeigt - in vielen Fällen Sinn. Wichtig für die CO2-Bilanz ist, dass sie mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt wird.

 

Dein Elektroauto wird erst durch Ökostrom wirklich nachhaltig.

Ein Elektroauto zu fahren, ohne dabei auf die Herkunft des Stroms zu achten ist in etwa so, als würdest du Jutebeutel kaufen, die in Plastik verpackt sind. Die Umweltbilanz deines Elektroautos wird nämlich erst durch Ökostrom wirklich nachhaltig und klimafreundlich: Wenn du dein Elektroauto mit Wirklich Ökostrom versorgst, liegt dein CO2-Ausstoß fürs von-A-nach-B-Kommen quasi bei null.

 

Diese Spezialtarife von Polarstern lohnen sich für deine Ladestation.

Bei Polarstern gibt es zwei Spezialtarife für das Laden von Elektroautos: Wirklich Autostrom und Wirklich Autostrom Plus; abhängig davon, wie viele Kilometer du fährst, wie viel du zuhause lädst und, ob der Strom für dein Fahrzeug über einen separaten Zähler abgerechnet wird. Bei beiden Tarifen lädst du dein Elektroauto natürlich mit 100 % Ökostrom aus deutscher Wasserkraft.

>>>> Hier kannst du dich über unsere Autostrom-Tarife informieren.

 

Laden des Elektroautos mit eigenem PV-Strom.

Wenn du deine Ladestation mit eigenem Solarstrom aus deiner Photovoltaikanlage versorgen möchtest, kommt eine intelligente Ladestation z. B. mit einem Energiemanagementsystem in Frage. Typischerweise füllt dazu deine Solaranlage tagsüber deinen Stromspeicher. Aus diesem wird dann abends, wenn du heimkommst, dein Elektroauto geladen. Hat dein Elektroauto eine 30 kWh Batterie kannst du sie zu maximal rund ein Drittel mit Solarstrom laden, schließlich haben die meisten Stromspeicher in Einfamilienhäusern eine 10 kWh nutzbare Speicherkapazität.

>>>> Erfahre mehr darüber, wie du dein Elektroauto mit Photovoltaik kombinieren kannst. 

Checkliste – das solltest du beim Kauf einer Ladestation für Zuhause beachten.

  • Checke die Anforderungen deines Elektroautos bezüglich Steckertyp und Ladeleistung.
  • Suche aktuelle Test zu Ladestationen, um einen Überblick über seriöse Hersteller zu erhalten oder/und lass dich von einem Installateur zu deiner spezifischen Situation beraten.
  • Nutze Förderungen von Bund, Städten und Gemeinden.
  • Achte darauf, dass in der Ladestation ein Gleichstromfehlerschutz (FI B) verbaut ist, sonst kommen zusätzliche Kosten bei der Installation auf dich zu.
  •  Achte auch auf die Handhabung also z. B. wie du Stromverbrauch und Stromkosten deines Elektroautos bei der Ladestation im Blick hast.
  • Vergiss nicht einen passenden Stromtarif zu wählen. Nur mit Ökostrom fährst du wirklich nachhaltig und einige Spezialtarife helfen sogar Kosten zu sparen. Hier geht´s zu den Spezialtarifen für Elektroautos von Polarstern.

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