Smartes Thermostat

Wer zuhause abseits der gängigen Energiespartipps Strom und Gas sparen will, muss sich nicht gleich das komplette Smart-Home-System zulegen; zumal "smart" nicht automatisch "energiesparend" bedeutet. Oft sorgen intelligente Geräte auch einfach für mehr Komfort und Sicherheit. Für Mieter gibt es viele Möglichkeiten, um die Wohnung schnell und einfach ein ganzes Stück smarter zu machen. Was sind die richtigen Geräte für den smarten und energiesparenden Einstieg in der Mietwohnung? Und was ist überhaupt erlaubt?

von Michael

Es gibt Menschen, die schaffen es nicht, ein Licht auszumachen. Du musst jedes Mal „Licht aus“ sagen und am Ende doch aufstehen und es selbst ausknipsen. Beim zehnten Mal rutscht dir das „Licht aus“ etwas lauter raus, obwohl du's nicht wolltest, der andere knallt die Tür zu, obwohl er's nicht wollte.

 

Erhoffte Vorteile des Smart Home in der Wohnung: Komfort, Sicherheit, Energiesparen.

Smart-Home-Geräte regeln so eine Situation von alleine. Sie interagieren miteinander, lassen sich übers Internet und damit per Smartphone steuern. So kapiert die intelligente Technik zum Beispiel von alleine, ob sich jemand im Raum aufhält oder steuert Geräte per Timer, Sprachbefehl oder Handy. Wenn du fortan "Licht aus!" sagst, geht's auch aus. Ganz von alleine. Das ist echter Komfort im Smart Home.

Mal abgesehen vom Hausfrieden bieten smarte Geräte manchmal auch Potenzial, Energie zu sparen und die Umwelt zu schützen. Genauso können sie die Sicherheit erhöhen durch intelligente Bewegungs- und Rauchmelder. Das alles funktioniert auch in der Mietwohnung – bequem und einfach. Meist über eine App auf dem Smartphone gesteuert bzw. automatisch über Sensoren und Co.

Tatsächlich ist für viele Einsteiger der Energiespar-Aspekt einer der drei wichtigsten Kriterien für die Anschaffung von Smart-Home-Anwendungen. Das ergab eine Studie des Digitalverbands Bitkom.

Aber Vorsicht: Nicht alle smarten Geräte sparen auch wirklich Energie. Einige bringen vor allem Sicherheit und Komfort, gehen aber auch mit einem höheren Energieverbrauch einher. Wir haben uns für jeden Raum angeschaut, welche Smart-Home-Anwendungen sich lohnen – und welche du dir sparen kannst:

>>> So kannst du wirklich smart Energie sparen.

 

Mieter nutzen smarte Geräte bislang kaum.

Noch nutzen Eigenheim- und Wohnungsbesitzer Smart Home häufiger als Mieter. Das dürfte auch daran liegen, dass Eigentümer in ihrem Zuhause keinen Vermieter um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie sich ein aufwändigeres Smart-Home-System einbauen wollen. Aber keine Sorge: In der Wohnung hast du ebenso Möglichkeiten.

Die Regeln für Smart Home in der Wohnung sind eigentlich super simpel: Erlaubt ist, was sich beim Auszug wieder einfach abbauen lässt. Nicht erlaubt sind bauliche Veränderungen. Für den Einstieg eignen sich Anwendungen, die schnell installiert, preiswert und trotzdem effizient sind. Die praktischsten intelligenten Geräte für deine Wohnung stellen wir dir hier vor.

 

Einfacher Einstieg: Smart Home für die Wohnung.

 

1. Smarte Steckdosen.

Smarte Steckdosen sind der schnellste Weg, deine Wohnung smarter zu machen. Sie sind relativ günstig zu haben – je nach Ausstattung zwischen 10 und 40 Euro – und machen jedes noch so alte Gerät smart. Selbst die olle Vintage-Lampe lässt sich dann per Sprachbefehl oder unterwegs per App an- und ausschalten. Höherwertige Smart-Home-Stecker bieten über die App eine Übersicht des Stromverbrauchs einzelner Geräte in Echt- und Langzeit. Dadurch lassen sich Stromsparpotenziale aufdecken. Und du musst nie wieder zurückgehen, um dich zu versichern, ob der Fernseher oder ein anderes Gerät wirklich ausgeschaltet ist. Das kannst du auch übers Smartphone prüfen, wenn du längst aus dem Haus bist. Klassische Timerfunktionen bieten smarte Stecker natürlich auch. Für Geräte wie Kaffeemaschinen, die zu festen Tageszeiten genutzt werden, ist das besonders bequem.

>>> Erfahre mehr über smarte Steckdosen.

 

2. Smarte Thermostate.

Smarte Thermostate sorgen für einen effizienten Umgang mit Wärme. Sie regulieren die Heizung intuitiv nach der Ab- und Anwesenheit der Bewohner und der aktuellen Außentemperatur. Weil dadurch keine Heizenergie unnötig verbraucht wird, können hier Mieter wirklich was an den Heizkosten und ihrem CO2-Fußabdruck machen. Neuere Systeme wie tado° kalkulieren auch Wetterdaten und spezifische Raumeigenschaften mit ein. Laut Hersteller können Haushalte bis zu 31 Prozent Heizenergie sparen. Die Installation eines smarten Thermostats ist keine große Sache, wir haben es selbst ausprobiert. Als Mieter solltest du das alte Thermostat unbedingt aufheben, damit du bei Auszug die Wohnung im ursprünglichen Zustand übergeben kannst – und dein smartes Thermostat ins neue Zuhause mitnehmen kannst.

>>> Smart Heizen: Preis für Wirklich Ökogas berechnen.

 

3. Next Step: Smart-Home-Kit.

Wer einzelne Anwendungen wie smarte Stecker, Lampen und Thermostate für sich ausprobiert hat und auf den Geschmack gekommen ist, kann sich im zweiten Schritt den Kauf eines Smart-Home-Pakets überlegen. Dann muss man sich nicht mit unterschiedlichen Apps rumschlagen. Über eine zentrale App und Steuergerät werden Geräte verknüpft, wodurch sich ganze Szenen programmieren lassen. Zum Beispiel dein persönliches Guten-Morgen-Szenario, bei dem das Licht laaangsam angeht, während die Kaffeemaschine schon gemütlich gurgelt und die Heizung im Bad auf deine Lieblingstemperatur hochfährt. Mehr Komfort geht kaum!

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4. Wichtige Frage: Wie möchtest du dein Smart Home steuern?

Intelligente Geräte können in den meisten Fällen per App auf dem Smartphone gesteuert werden. So erstellst du Automationen und kannst auch händisch eingreifen. Heißt konkret: Du kannst deine Waschmaschine von unterwegs anschmeißen, wenn du das vergessen hast. Je mehr Geräte du smart vernetzt hast, desto eher lohnt sich allein zwecks komfortabler Steuerung ein Smart Display, auf dem du alles steuern kannst – meist per Touchscreen.

Auch Bewegungs- und Lichtsensoren funktionieren als Steuerung für smarte Geräte. Sie schalten automatisch das Licht an, wenn du den Raum betrittst. Auch gibt es Thermostate, die automatisch die Temperatur regeln und Lampen, die sich an Tages- und Abendlicht anpassen.

Eine weitere Steuerungsmöglichkeit bieten Sprachassistenten, wie Alexa und Google Home. Mit Sprachbefehlen wie “Alexa...” oder “Hey Google...” werden sie aktiviert. Kommunizierst du mit ihnen, kannst du Lichter ein-/ausschalten, Musik abspielen und vieles mehr im intelligenten Zuhause steuern.

Sogenannte IFTTT (“If this then that”) sind Szenen und Routinen gemeint, bei denen man Geräte voneinander abhängig steuert. So kann beispielsweise die Kaffeemaschine automatisch angeschaltet werden, wenn du morgens das Licht im Schlafzimmer anknipst. Ziemlich komfortabel; aber nicht unbedingt energiesparend!

 

Smarter Neubau: Wie Smart-Home-Möglichkeiten in Wohnungen geplant werden.

In einem aktuellen Leuchtturmprojekt in Berlin müssen sich die Mieter gar keine Gedanken über eine Smart-Home-Einrichtung machen. Sie ist schon da. Das Mehrparteienhaus wurde so konzipiert, dass Mieter per Tablet oder Sprachbefehl die Smarte-Geräte-Ausstattung in der Wohnung steuern können. Ein Großteil des Energiebedarfs wird direkt am Haus mit PV-Anlagen und Wärmepumpen erzeugt, und überschüssige Energie in Batterie- und Wärmespeichern gespeichert. So können die Mieter zum Beispiel übers Tablet intelligente Waschmaschinen im Keller starten, wenn die PV-Anlage gerade ordentlich Strom liefert. Die Energielösung haben wir von Polarstern mitrealisiert.

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Nicht nur smarte Geräte – auch dein Verhalten zählt.

Wie hoch Energiespareffekte tatsächlich sind, hängt natürlich immer von der bisherigen Stromnutzung ab. Und ob die Effizienz auch ausgeschöpft wird. Denn wenn immer neue Technik angeschafft wird, kann auch der umgekehrte Effekt eintreten: dass die Vernetzung von Geräten mehr Strom verbraucht, als die effizienten Geräte sparen können.

>>> Vorsicht beim Rebound-Effekt.

Klassische Stromspartipps und Heizspartipps und ein bewusster Umgang mit elektrischen Geräten sollte man deshalb nicht verlernen. Und natürlich verpufft der Umweltnutzen von Smart Home, wenn man nicht auf Ökostrom umgestiegen ist. Wirklich Ökostrom von Polarstern passt dazu. Er wird 100 % nachhaltig erzeugt und ist richtungsweisend: Jeder Kunde treibt die Energiewende weltweit voran und entscheidet sich mit Polarstern außerdem für ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen.

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