

Warum die Energiewende auch ein Friedensprojekt ist.
Die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen wird immer zu Leid führen. Warum deine Wahl für Ökoenergie auch friedensstiftend ist – und wie wir unabhängiger von Energie-Diktaturen werden.
Fossile Energien als Ursache von Konflikten.
Eigentlich müssten sich jetzt alle um den Klimawandel kümmern. Aber wie immer, wenn sich Gesellschaften dazu durchringen, etwas zum Positiven zu drehen, kommt jemand mit seinem Mist dazwischen: Krieg. Und jedes Mal zeigt sich wieder, dass fossile Energie auch ein Machtinstrument, gar eine Waffe ist. Wenn Staaten Staaten angreifen, tun sie das aus allen möglichen Gründen, doch oft sind auch fossile Ressourcen im Spiel.
Wie verletzlich ein auf fossilen Importen basierendes Energiesystem ist, zeigen aktuelle Krisen immer wieder – zuletzt der Iran‑Konflikt, der die Preise für Öl und Gas weltweit sprunghaft steigen ließ. Rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG‑Handels verläuft durch die Straße von Hormus – ein geopolitisch hochsensibles Nadelöhr. Diese Abhängigkeit erhöht die Risiken für Europa und macht den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien noch dringlicher.
Warum Öl, Kohle und Gas längst wertlos sein müssten.
Fossile Energien müssten längst wertlos sein. Öl, Kohle und Gas ruinieren das Klima und gefährden unsere Zukunft. Also, was will man noch mit dem Zeug? Geld verdienen natürlich. Analysen von World‑Bank‑Daten haben gezeigt, dass die Öl- und Gasindustrie in den letzten 50 Jahren im Schnitt rund 2,8 Milliarden US-Dollar an Reingewinn erwirtschaftet hat – pro Tag! Daran klammern sich die Unternehmen natürlich wie die Bondgegner am Geldkoffer. Weiter lassen sich mit fossiler Energie Abhängigkeiten schaffen, um geopolitische Ziele durchzusetzen.
Das Dilemma fossiler Abhängigkeiten.
Deutschland war zum Beispiel lange abhängig von russischer Energie. Vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine bezog Deutschland laut Analysen rund 55 % des Gases, 35 % des Öls und 50 % der Kohle aus Russland. Inzwischen gehen die direkten Importe gegen null – wir wissen also, wie man Abhängigkeiten reduziert.
11 Wege zu mehr Energie-Unabhängigkeit.

Wind- und Solarkraft machen uns unabhängig von fossilen Energien und Energieimporten.
Am besten funktioniert das, indem man nicht einfach nur die Energiedealer wechselt, sondern gleich das ganze Energiesystem – und auf erneuerbare Energien umsteigt. Denn Wind und Sonne gibt’s dagegen überall – jedes Land kann erneuerbare Energien für sich nutzbar machen und dadurch weniger erpressbar werden. Und auch privat kann man mit der Nutzung von erneuerbarer Energie unabhängiger werden.
1. Unabhängige Energieversorger.

Das Ziel der Energiewende darf nicht nur der Wechsel zu erneuerbarer Energie sein. Der ganze Markt muss dezentraler organisiert werden, mit vielen kleinen Energieversorgern. Die 20 größten Emittenten von 1854 bis 2010 waren allesamt Kohle-, Gas- und Ölkonzerne. Energiekonzerne haben den Klimawandel größtenteils zu verantworten und über die Erkenntnisse viel zu lange gelogen. Seit den 70er Jahren wussten sie, welchen Einfluss ihr Handeln auf das Klima hat. Auch viele der heutigen Ökostromanbieter gehören zu großen Energieunternehmen. Dort besteht immer die Gefahr, dass du mit deiner Ökostromrechnung auch die fossilen Energieträger quersubventionierst. Entscheide dich lieber von Anfang an für einen unabhängigen Ökostromanbieter. Polarstern ist zum Beispiel komplett unabhängig und inhabergeführt.
Diese Anbieter gehören zu Konzernen2. Ökogas.

Den gesamten Gasbedarf wird man nicht mit Biogas decken können. Mit genau dieser Begründung wurden die Biogas-Kapazitäten lange nicht ausreichend ausgebaut. Dabei ist Biogas ein sehr wichtiges Puzzlestück der Energiewende. Für Biogas müssen keine Gasfelder erschlossen werden. Man macht ganz einfach Gas aus Rest- und Abfallstoffen und schlägt so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Müll verschwindet, und Energie entsteht.
Wirklich Ökogas von Polarstern.
Bei Polarstern zum Beispiel bieten wir Wirklich Ökogas. Es ist komplett frei von fossilem Erdgas und wird zu 100 % aus biogenen Rest- und Abfallstoffen gewonnen. Wer es nutzt, reduziert nicht nur seinen CO2-Fußabdruck um ein riesiges Stück – sondern hält auch seine Heizung aus Konflikten raus.
3. Mieterstrom.

Eine riesige Chance für die dezentrale Energiewende und mehr Energieunabhängigkeit ist der Ausbau von Mieterstrom. Darunter versteht man die Ausstattung ganzer Miethäuser, Wohnblöcke, Quartiere und Geschäftsgebäude mit Photovoltaikanlagen, bei denen die Mietparteien direkt den am Haus produzierten Ökostrom verbrauchen. Der Ökostrom vom Dach ist günstiger und treibt mit einem Schlag auch die Energiewende in anderen Sektoren voran. So wird der Ökostrom in den Miethäusern auch zum Laden von Elektroautos genutzt.
4. Private Photovoltaikanlagen.

Wer ein Eigenheim besitzt und schon länger mit der Idee spielt, sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach zu installieren, bekommt jetzt die Entscheidung praktisch von der Realität abgenommen. Photovoltaikanlagen machen Familien unabhängiger vom Stromnetz und seinen steigenden Strompreisen und eignen sich besonders gut, wenn größere Stromverbraucher im Haus genutzt werden, etwa Wärmepumpen oder Elektroautos. Laut einer Studie der HTW Berlin lassen sich bei bewusstem Energieverbrauch und mit Batteriespeicher Autarkiegrade von 70 bis 80 % erreichen.
5. Balkonkraftwerke.
Mieter:innen, die einen Balkon haben, können die Entwicklung von Solarenergie mit Balkonkraftwerken unterstützen. Das sind kleine Solarpaneele, die man einfach nur in die Steckdose steckt. Zwar deckt man mit den Steckermodulen nur einen kleineren Teil seines Strombedarfs – an die 100 Euro und mehr kann ein kleiner 2-Personen-Haushalt aber schon im Jahr sparen. Je nach Verbrauchsprofil und Standort können die Einsparungen auch bei 150 bis 300 Euro im Jahr liegen.
6. Solarthermie.

Sonnenenergie eignet sich auch zum Heizen. Solarthermieanlagen produzieren einen Teil der Energie für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung. Nach einer Faustregel kann die Solarthermie den Warmwasserbedarf bis zu 60 % decken. Wird die Solarthermieanlage für Heizung und Warmwasser genutzt, liegt der Deckungsgrad des gesamten Verbrauchs bei etwa 20 bis 30 %.
7. Wärmepumpen.

Wärmepumpen senken mit Ökostrom betrieben CO2-Emissionen des eigenen Wärmeverbrauchs auf 0, verdrängen die Gas- und Öltechnik aus den Kellern und machen so unabhängiger von Energieimporten. Und wo soll der Strom herkommen? Zum Beispiel vom Dach. Vor allem Eigenheimbesitzer:innen können ihr eigenes Dach dazu nutzen, ihre Wärmepumpe mit Ökostrom aus der eigenen PV-Anlage zu versorgen.
8. E-Autos.

Für Innenstädter:innen werden Autos zunehmend zur Belastung fürs Konto und die Nerven. Denn viele Städte wachsen und es kommen immer mehr neue Autos dazu. Demgegenüber stehen Unternehmen oder Familien, die nicht einfach so aufs Auto verzichten können. Bei einem Neukauf sollte man jetzt den Antrieb wechseln. Das verdrängt Benzin und Diesel (und damit Öl) vom Markt, reduziert Luftschadstoffe und Treibhausgase. Und während die Preise an den Tankstellen mit jedem Krieg durch die Decke schießen, fährt man mit einem E-Auto viel günstiger. Vor allem wenn man das Auto mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage lädt.
9. Energiesparen im Alltag.

Im Alltag gibt es so viele Möglichkeiten, Strom und Wärme zu sparen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Oder doch: Dort, wo du die meiste Energie verbrauchst, nämlich beim Heizen. Hier kannst du richtig viel sparen. Zum Beispiel indem du die Heizung nicht so weit aufdrehst, sie nicht mit großen Gegenständen vollparkst oder die Türen von warmen Räumen geschlossen hältst. Wir kennen 38 Heiztipps, die wirklich was bringen. Nur mal so: Laut Heizspiegel können die Deutschen bis zu 930 Euro im Jahr sparen. Beim Stromverbrauch soll das durchschnittliche Sparpotenzial bei 280 Euro liegen. Auch da haben wir jede Menge Tipps.
99 Energiespartipps10. Veränderung der Wirtschaft.
Die Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern werden künstlich aufrechterhalten, weil immer noch zu viele Menschen an ihnen verdienen. So gehört etwa Gazprom zur einen Hälfte Russland, aber zu anderen Anteilseigner:innen – auch aus dem Westen. Solange fossile Energien Geld bringen, werden sie immer neues Leid verursachen. Achte bei der Wahl deiner Bank und deines Energieversorgers darauf, dass sie nicht in fossile Energien investieren. Beim Alltagskonsum sollten wir Unternehmen bevorzugen, die nicht gewinnmaximierend wirtschaften, sich für Arbeitsrechte, Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Social Businesses bieten zudem Produkte, die auch immer eine Lösung für ein gesellschaftliches Problem parat halten. Du findest sie zum Beispiel auf unserer Social-Business-Karte.
Jetzt Social Businesses finden11. Energiegerechtigkeit.
Bei Krieg und Klimakatastrophe wird immer noch zu kleinteilig gedacht. Natürlich sind hohe Benzinpreise ein Thema, aber es darf nicht die Agenda anführen. Entscheidend ist, wie der Umstieg auf erneuerbare Energien weltweit gelingen kann. Und wie er gerecht gelingen kann. Industriestaaten wie Deutschland, die stark zum Klimawandel beigetragen haben, müssen Länder unterstützen, deren Einfluss auf die Erderwärmung gering ist, aber von den Folgen wie Hitze und Dürre am stärksten betroffen sind. Die Klimaveränderungen vernichten Wasser, Lebensmittel und Wohnraum und schaffen so neue Konflikte und Kriege. Die Weltbevölkerung wächst, und der Energiebedarf wird immer größer. Energie ist der Schlüssel für ein besseres und friedliches Leben. So wie Nikos Tsafos vom Center for Strategic and International Studies es gesagt hat: „Früher oder später ist Energiesicherheit einfach Sicherheit“.
Unterstütze die Energiewende weltweit.
Bei Polarstern kannst du diese Entwicklung als Kund:in unterstützen. Jeder Wechsel zu Polarstern stößt nicht nur in Deutschland den Bau neuer Ökokraftwerke an. In Kambodscha entstehen Biogasanlagen für Familien und in Madagaskar förderst du die Schaffung einer solaren Stromversorgung. Die Initiativen kurbeln die lokale Wirtschaft an und sorgen nebenbei für mehr Chancen auf Bildungs- und Gesundheitsebene. Von Klimaschutz profitieren immer alle. Wo etwa wie in Kambodscha die Wälder dank erneuerbarer Energie geschützt werden, bleiben der Welt lebenswichtige CO2-Speicher und Ökosysteme erhalten. Nutzen wir unseren Handlungsspielraum! Mit unserem Impactrechner kannst du dir jetzt schon ansehen, was du mit deinem Wechsel zu Polarstern bewirken wirst. Und hier erfährst du deinen Preis.










