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Haupttarif und Nebentarif: Ökostrom
Haupttarif und Nebentarif: Ökostrom

Nachtstrom (HT/NT) kurz erklärt: Das Wichtigste auf einen Blick.

  • HT/NT: Beim Stromverbrauch unterscheidet man Haupt- und Nebenzeiten, in denen unterschiedliche Tarife gelten: HT: Hochtarif. NT: Niedertarif.
  • In der Nebenzeit ist Strom meist etwas günstiger.
  • Weil die Nebenzeit meist nachts ist, spricht man auch von Nachtstrom.
  • Um einen Nachtstromtarif bestellen zu können, braucht man einen HT/NT-Zähler oder Doppeltarifzähler.
  • Der Vorteil von Nachtstrom entsteht nur, wenn du viel Strom zu Nebenzeiten nutzt.
  • Das lohnt sich für Haushalte oder Geschäfte, die Strom vor allem nachts brauchen – und kann deshalb spannend für Haushalte mit Wärmepumpe, E-Auto oder Nachtspeicherheizung sein.

Was ist ein Nachtstromtarif (HT/NT)?

Nahaufnahme eines Stromzählers mit den Anzeigen „NT 041110,6 kWh“ und „HT 033856,7 kWh“.

Ein Nachtstromtarif – auch HT/NT-Tarif genannt – ist ein sogenannter Doppeltarif. Das bedeutet: Der Strompreis hängt davon ab, wann du Strom verbrauchst.

  • HT (Hochtarif): gilt bei hoher Nachfrage, typischerweise tagsüber
  • NT (Niedertarif): gilt bei niedriger Nachfrage, meist nachts

In der Nebenzeit (NT) ist Strom in der Regel günstiger, im Hochtarif (HT) dafür etwas teurer. Umgangssprachlich spricht man deshalb oft einfach von Tagstrom und Nachtstrom.

Wann ist Nebenzeit beim Nachtstrom (HT/NT)?

Die Nebenzeit liegt häufig zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens – weshalb sich für den Niedertarif auch der Begriff Nachtstrom oder Nachtstromtarif etabliert hat. Die Nebenzeit kann aber auch je nach Netzbetreiber variieren. Teilweise zählen auch Wochenenden oder Feiertage dazu. Die genauen Zeiten legt dein Netzbetreiber fest – sie sind also nicht überall gleich.

Welche Voraussetzungen gelten für einen Nachtstromtarif (HT/NT)?

Um Nachtstrom nutzen zu können, brauchst du einen HT/NT-Zähler. Man nennt sie auch:

  1. Doppeltarifzähler
  2. Zweitarifzähler
  3. Tag-Nacht-Stromzähler

Der HT/NT-Zähler misst deinen Stromverbrauch getrennt nach Haupt- und Nebenzeit. Im Gegensatz dazu misst ein Eintarifzähler (ET) nur den Gesamtverbrauch. Wer bereits einen Doppeltarifzähler hat, kann problemlos zu einem Nachtstromtarif wechseln oder Anbieter vergleichen. Wer noch einen Eintarifzähler nutzt, muss zunächst auf einen Doppeltarifzähler umrüsten.

Noch genauer als ein HT/NT-Zähler ist ein Smart Meter, ein sogenannter intelligenter Stromzähler. Er misst den gesamten Lastgang vom Stromverbrauch, das heißt wie sich der Stromverbrauch über den ganzen Tag verteilt. So kannst du genau nachvollziehen, wann und wofür du wie viel Strom verbrauchst – und deinen Verbrauch gezielter steuern.

Wann lohnt sich ein Nachtstrom-Tarif wirklich?

Ein HT/NT-Tarif lohnt sich vor allem dann, wenn du einen großen Teil deines Stromverbrauchs in die Nebenzeit verlagern kannst. Denn der Arbeitspreis ist im Niedertarif-Zeitraum zwar niedriger als bei einem normalen Stromtarif. Dafür sind der monatliche Grundpreis und der HT-Arbeitspreis meist höher. Außerdem können Kosten für den Zähler entstehen. Also, wann lohnt sich Nachtstrom?

Als Faustregel gilt, dass ein Nachtstromtarif oft sinnvoll ist, wenn mehr als 50 % deines Verbrauchs nachts stattfindet. Typische Anwendungsfälle sind zum Beispiel:

  • Haushalte mit Nachtspeicherheizung
  • Nutzer:innen von Wärmepumpen oder E-Autos, die zeitgesteuert laden können.
  • Gewerbe, in denen vor allem nachts gearbeitet und Strom verbraucht wird – zum Beispiel Bäckereien, Clubs und Bars.

Nachtspeicheröfen mit Heizstrom gibt es hauptsächlich in Altbauten. Nachts speichern sie Energie und setzen sie tagsüber in Form von Wärme frei. Manchmal haben diese Elektroheizungen einen eigenen Zähler und der Heizstrom ist vom Hausstrom getrennt. Dann kann man ganz easy einen HT/NT-Stromtarif beziehen.

Warum haben die meisten Haushalte keinen HT/NT-Zähler?

Falls du noch nie etwas von HT/NT gehört hast, liegt das daran, dass der Strom in den meisten Haushalten nicht nach Haupt- und Nebenzeiten unterschieden wird. HT/NT-Zähler sind häufig in Gebäuden installiert, in denen Nachtspeicherheizungen genutzt werden. Da Nachtspeicherheizungen viel Strom benötigen, wurden sie oft an HT/NT-Zähler gekoppelt, damit sie zu Nebenzeiten günstiger mit Strom versorgt werden konnten. Mit dem Rückgang von Nachtspeicherheizungen wurden auch HT/NT-Zähler seltener verbaut. Im Gewerbe sind HT/NT-Zähler noch üblicher, wenn vor allem zu Nebenzeiten Strom genutzt wird. Typisches Fallbeispiel sind etwa Bars oder Clubs. Wer privat einen großen Teil seines Stromverbrauchs in die Nebenzeit verlegen kann, kann von einem Nachtstromtarif profitieren.

Lohnt sich Nachtstrom bei Stromheizungen wie Nachtspeicherheizungen?

Gerade bei Nachtspeicherheizungen kann sich ein HT/NT-Tarif lohnen. Nachtspeicherheizungen haben einen extrem hohen Stromverbrauch. Mit einem HT/NT-Tarif kann die Heizung nachts günstiger geladen werden – die gespeicherte Wärme kann tagsüber abgegeben werden. So lässt sich der hohe Stromverbrauch zumindest teilweise wirtschaftlicher nutzen.

Gibt es Nachtstromtarife (HT/NT) auch mit Ökostrom?

Passt ein HT/NT-Tarif zu dir? Dann brauchst du jetzt den richtigen. Richtig heißt, dass der Ökostrom des Tarifs zu 100 % aus erneuerbaren Energien erzeugt wird – und dass der Tarif den Ausbau der erneuerbaren Energien fördert. Dann senkst du nicht nur deine Stromkosten, sondern auch Emissionen. Dein Stromverbrauch kann ein echter Hebel für den Klimaschutz sein. Nutz ihn! Unser Wirklich Ökostrom wird ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugt. Jede Kilowattstunde, die du nutzt, unterstützt den Energiewende-Ausbau mit 1 Cent.

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Fazit: Für wen sich ein Nachtstromtarif (HT/NT) lohnt.

Ein Nachtstromtarif ist nicht für alle Haushalte sinnvoll, kann sich aber lohnen, wenn:

  • du deinen Verbrauch aktiv steuern kannst
  • du bereits einen Doppeltarifzähler hast (oder bereit bist, umzurüsten)
  • ein großer Teil deines Stroms nachts anfällt.
Portrait von Michael.

Michael. | Team Wirklich

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Michael ist ein alter Hase im Marketing-Team und schon seit 2012 dabei. Als Online-Redakteur stammen viele Texte auf unserer Seite und im Polarstern Magazin aus seiner unverwechselbaren Feder.