

Heizung erneuern – lohnt sich eine Wärmepumpe? Was vor der Umrüstung wichtig ist.
Neue Gasheizung oder Wärmepumpe? Was rechnet sich langfristig, wann lohnt sich's? Mit einem Anteil von 67 % ist die Wärmepumpe die beliebteste Heizung im Neubau. Aber auch im Altbau funktioniert sie. Im großen Wärmepumpe-FAQ beantworten wir alle Fragen rund um Anschaffungs- und Betriebskosten, Stromverbrauch sowie technische Werte – und nach wie vielen Jahren eine Wärmepumpe günstiger als eine Gasheizung ist.
Du willst mit Ökostrom heizen und auf eine effiziente Wärmepumpe umrüsten? Gute Wahl! Für die, die ihre alte Gas- oder Ölheizung jetzt rauswerfen und durch eine Wärmepumpe ersetzen, gibt's mindestens zwei gute Nachrichten:
1) Zum einen wird das Heizen mit Wärmepumpe immer attraktiver, weil die CO2-Abgabe und steigende Gasnetzentgelte das Heizen mit fossilen Energien wie Gas und Öl immer weiter verteuern, und weil es aktuell bis zu 70 % staatliche Förderung für den Einbau einer Wärmepumpe gibt.
2) Die zweite gute Nachricht ist, dass Wärmepumpen nicht nur im Neubau beliebt sind, wo sie Stand 2025 auf einen Anteil von rund 67 % kamen, sondern immer häufiger in Bestandsgebäuden installiert werden und erfolgreich laufen, wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts Ende 2025 gezeigt hat.
Wie die Grafik zeigt, hat die Wärmepumpe im Neubau längst einen Siegeszug angetreten. Aber auch im Bestand setzen immer mehr Menschen auf sie. Nach einer Absatzdelle im Jahr 2024, haben sich die Absatzzahlen von Wärmepumpen 2025 mit 299.000 verkauften Geräten (siehe Grafik) deutlich erholt und die Wärmepumpe avancierte zur meistverkauften Heizungsart.
Schauen wir uns an, wie effizient und klimafreundlich Wärmepumpen sind, wann und für wen sich eine Wärmepumpe lohnt, wie sie auch im Altbau funktioniert und alles, was du sonst zum Start wissen musst.
Funktionsweise: Wie eine Wärmepumpe funktioniert.
Es ist gar nicht so kompliziert, ehrlich: Eine Wärmepumpe funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Während ein Kühlschrank dem zu kühlenden Raum die Wärme entzieht und an die Umwelt abgibt, nimmt das Außengerät der Wärmepumpe die in der Umwelt enthaltene Wärme auf, transportiert diese auf ein höheres Energielevel und gibt diese anschließend als Heizenergie an den Innenraum ab. Vier wesentliche Bestandteile einer Wärmepumpe sind: das Außengerät (Verdampfer), das Innengerät (Verflüssiger), die Verdichter-Technik und das Kältemittel. Das Kältemittel zirkuliert zwischen dem Außen- und dem Innengerät und transportiert dabei die Wärme.
Das Besondere an der Funktionsweise von Wärmepumpen ist, dass sie sehr effizient heizen. Die Wirkungsgrade sind teils deutlich höher als die bei Gas- und Ölheizungen. Folgende Grafik zeigt, wie effizient Wärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizungen arbeiten:
So checkst du, ob dein Haus Wärmepumpen-geeignet ist.
Vorneweg, wohnst du in einem nagelneuen Haus, ist es absolut Wärmepumpen-geeignet. Auch in jüngeren Gebäuden, die etwa vor zehn bis 15 Jahren gebaut wurden, arbeiten Wärmepumpen effizient und gut, ohne dass du größere Sanierungen machen musst. Wichtig zu wissen: Wärmepumpen funktionieren auch im Altbau, das hat erst kürzlich eine Langzeitstudie des Fraunhofer ISE gezeigt. In dem Projekt nahmen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vier Jahre lang Messungen an 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern vor. Das respektable Ergebnis: Die Wärmepumpen erreichten im Altbau Jahresarbeitszahlen (JAZ) von 2,6 bis 5,4. Zur Einordnung: Alles, was über 3,0 liegt, ist gut bis sehr gut.
Wie checkst du nun aber, ob dein Haus geeignet ist? Zunächst mal solltest du dir folgende Fragen stellen: Welches Baujahr hat das Gebäude? Wie gut sind Wände, Fenster, Türen etc. gedämmt? Gab es schon mal energetische Sanierungsmaßnahmen? Gibt es Zimmer in meinem Haus, die nie warm werden? Kann ich eine PV-Anlage auf dem Dach montieren, mit der ich die Wärmepumpe mitversorgen kann? Im Anschluss kannst du deine Situation detailliert in Rechnern eingeben, um zu erfahren, ob dein Haus geeignet ist und wie sehr sich das Umrüsten auf eine Wärmepumpe lohnt.
Gebäudecheck: Wie man sein Haus fit macht.
Zwei Empfehlungen, mit denen du einen Gebäude- und Effizienzcheck machen kannst:
- Gebäudecheck des IFEU-Instituts (Fokus auf Gebäude, Räume und wie man sein Haus fit macht)
- Heizungsrechner der ZEIT (Fokus eher auf Kosten und Rentabilität)

Allgemeine Vor- und Nachteile.
Fangen wir mit den Vor- und Nachteilen an. Im Schnitt spart eine Wärmepumpe pro Jahr 2620 Kilogramm CO2 gegenüber einer herkömmlichen Heizung ein, die mit Öl oder Gas betrieben wird. Wärmepumpen sind ohne Frage umweltfreundliche und sehr effiziente Heizungen. Dennoch gibt es je nach Art der Wärmepumpe und des zu beheizenden Gebäudes Vor- und Nachteile.
Kosten, Vor- und Nachteile von Wärmepumpen-Typen im Vergleich.
Bei den Kosten sind zunächst die Anschaffungskosten wichtig, die je nach Typ stark variieren. Wärmepumpen sind im Schnitt deutlich teurer in der Anschaffung als etwa neue Gasheizungen. In Deutschland sind sie nochmal teurer als in anderen EU-Ländern. Mit staatlicher Förderung und Zuschüssen wird die Anschaffung für dich aber deutlich günstiger. So kannst du über die Heizungsförderung der KfW-Bank bis zu 70 % der förderfähigen Investitionskosten erstattet bekommen, maximal Kosten in einer Höhe bis zu 30.000 bei einem Einfamilienhaus.
Tabelle: Wärmepumpen-Typen im Vergleich.
| Gesamtkosten* | Vorteile | Nachteile | Typische JAZ** | |
|---|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 25.000 - 35.000 € | Einfache Installation, geringe Kosten, platzsparend | geringere, aber gute Effizienz | 3,4 |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdkollektoren) | 40.000 - 70.000 € | Hohe Effizeinz | ggf. teure Bohrungen, Verlegung von Kollektoren, viel Platz nötig | 3,6 bis 5,4 |
| Grundwasser-Wärmepumpe | 50.000 - 80.000 € | Sehr hohe Effizienz | hohe Kosten, bauliche Maßnahmen & genehmigungspfl. Bohrung nötig | 3,6 bis 5,4 |
Quellen: Fraunhofer ISE, dein-heizungsbauer.de, energieheld.de
*Kosten Anschaffung inkl. Einbau, ohne KfW-Förderung bis zu 70 %
**JAZ-Werte des Fraunhofer ISE für Wärmepumpen in Bestandsgebäuden (Stand: November 2025).
❗Gut zu wissen: Wenn die Jahresarbeitszahl größer ist als 3, ist eine Wärmepumpe laut Verbraucherzentrale eine sinnvolle Alternative zu anderen Heizungen.
Das Wichtigste zu Wärmepumpen-Kosten:
- Wichtige Kostenfaktoren: Anschaffungs-, Installations- und Betriebskosten bestimmen den Gesamtpreis von Wärmepumpen.
- Typabhängige Preise: Erdwärme- und Wasser-Wärmepumpen sind teurer, Luft-Wärmepumpen günstiger in der Anschaffung und Installation.
- Grobe Preisspanne: Wärmepumpen inkl. Einbau kosten ca. 25.000 bis 80.000 Euro. Hier ist aber noch keine Förderung eingerechnet.
Kostenvergleich neue Gasheizung vs. Wärmepumpe: Wann es sich rechnet.
Ein Kostenvergleich ist schwierig und sehr individuell vom Wärmepumpen-System, dem Zustand des Gebäudes und einigen anderen Faktoren abhängig. Dazu kommen politische Unwägbarkeiten, wie etwa die Änderungen und der Aufschub beim Europäischen Emissionshandel ETS 2 und somit bei der CO2-Bepreisung oder bei der Förderpolitik. All das macht Zukunftsprognosen immer etwas unsicher. Die Verbraucherzentrale (PDF) hat auf Grundlage der Erdgas- und Strompreise von Mitte 2025 aber in einer beispielhaften Kostengegenüberstellung errechnet, dass eine Wärmepumpe unter Umständen schon nach 7 Jahren günstiger und rentabler als eine Gasheizung sein kann.
- Angenommen wurden Heizkosten im ersten Jahr nach Einbau von 2.300 Euro (Gasheizung) und 1.700 Euro (Wärmepumpe).
- Die Investitionskosten lagen bei 16.000 Euro für die Gasheizung vs. 20.000 Euro (55 % Förderung abgezogen) für die Wärmepumpe.
- Das Szenario ist eher optimistisch, meist gehen Experten von rund 10 Jahren aus, bis sich die Pumpe im Vergleich zu einer neuen Gasheizung amortisiert.
Wärmepumpe: Am meisten Sparpotenzial mit zwei Zählern.
Eine aktuelle Analyse von Januar 2026 zeigt, dass sich bei den Energiekosten mit Wärmepumpe pro Jahr im Idealfall 490 Euro im Vergleich zur Gasheizung sparen lassen. Auf zehn Jahre gerechnet kommst du schnell auf mehrere Tausend Euro Ersparnis. Voraussetzung für den Idealfall ist, dass deine Wärmepumpe über einen zweiten, separaten Zähler läuft und als steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber gemeldet ist. Und natürlich senkt auch eine PV-Anlage die Kosten enorm. Mehr zur Kostenanalyse erfährst du hier:
Kostenvergleich Wärmepumpe vs. ErdgasSteigende Gasnetzentgelte machen Gasheizung zur Kostenfalle und Wärmepumpe attraktiver.
Für 2026 haben die Netzbetreiber im Durchschnitt bereits eine Erhöhung der Netzgebühren um 10 % angekündigt. Eine Studie des Fraunhofer IFAM zeigt, dass diese Entwicklung bis 2045 massiv an Fahrt aufnehmen wird. Ein typischer 3-Personen-Haushalt müsse demnach in den letzten Jahren, in denen noch mit Gas geheizt werden darf, mit Netzentgelten von 3.300 bis 4.300 Euro rechnen, was einer Verzehnfachung der Netzkosten entspricht.
Dein Tarif für WärmepumpenstromWie sich der Stromverbrauch ändert und wie du die Betriebskosten senkst.
Dein Stromverbrauch wird sich mit einer Wärmepumpe erhöhen, aber dafür fallen auch die laufenden Kosten für Erdgas oder Heizöl weg. Das unabhängige Portal CO2online rechnet beispielsweise für ein Einfamilienhaus mit 110 Quadratmetern Wohnfläche folgenden Stromverbrauch: In einem Neubau, der als sehr gut gedämmtes Effizienzhaus 40 errichtet wurde, kann eine effiziente Wärmepumpe durchaus nur 1.000 Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen. Das ist aber eher die Ausnahme. In einem unsanierten Altbau kann der Stromverbrauch mit schlechtem Wirkungsgrad und Jahresarbeitszahl auch 6.500 Kilowattstunden und mehr pro Jahr betragen – eine Wärmepumpe ist daher hier ohne energetische Sanierung nicht sinnvoll. In der Regel kannst du im Schnitt mit einem Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr rechnen, wie Studien zeigen.
Generell sind die Betriebskosten niedrig, weswegen sich die Anschaffung je nach Haushaltsausstattung (PV-Anlage, Speicher, separater WP-Zähler) amortisiert. Das hat neben der hohen Effizienz der Wärmepumpe an sich noch weitere Gründe, mit denen man die Kosten senken kann:
1) Wärmepumpen-Vorteilstarif und Vergütung (§14a EnWG) nutzen.
Wärmepumpen sollten nur mit einem Vorteilstarif betrieben werden und auch an einem separaten Stromzähler hängen. Nur dann sind deine Stromkosten mit Wärmepumpe deutlich günstiger, als wenn sie über den normalen Haushaltsstromtarif läuft. Nutze also einen Vorteilstarif wie Wirklich Wärmepumpenstrom von Polarstern, um Kosten zu sparen.
Auch wichtig, um die Betriebs- und Stromkosten zu senken: Die Wärmepumpe sollte wie erwähnt über einen separaten Zähler laufen UND als steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber gemeldet sein. So kommst du in den Genuss weiterer Vergünstigungen, etwa über das Modul 2 nach §14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), bei dem du von einer dauerhaften Netzentgelt-Reduzierung in Höhe von 60 % profitierst. Welches Modul (mehr Infos in unserem FAQ) du möchtest, kannst du entscheiden und beim Netzbetreiber anmelden.
Vorteilstarif für Wärmepumpenstrom berechnen.
Umlagen-Befreiung vergünstigt Strompreis nochmal.
Nochmal günstiger wird’s ab 2026 dank der Umlage-Befreiung für Wärmepumpen. Ab 2026 entfallen beim Stromverbrauch die KWKG-Umlage sowie die Offshore-Netzumlage. Diese sogenannte Privilegierung ist im Energiefinanzierungsgesetz (EnFG) §22 geregelt. Diese Ermäßigungen konnten zwar schon in den Vorjahren geltend gemacht werden, standen jedoch unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Genehmigung der EU-Kommission – dieser Vorbehalt ist nun weggefallen. Dadurch sinkt der Wärmepumpen-Strompreis im Jahr 2026 laut Bundesverband Wärmepumpe um rund 1,65 Cent pro Kilowattstunde.
Wie viel Ersparnis ist mit der Umlagen-Befreiung beim Strompreis drin?
Bei einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh entspricht die Umlagen-Entlastung einer Ersparnis von knapp 100 Euro pro Jahr. Wir bei Polarstern geben die Umlagen-Entlastung nach §22 EnFG direkt an dich weiter. Um von den Umlagen befreit zu sein, musst du nur ein paar kleine Voraussetzungen erfüllen.
Umlage-Befreiung: Voraussetzungen2) Kombination mit PV-Anlage und Speicher.
Nochmal günstiger und wirtschaftlicher wird das Heizen mit Wärmepumpe, wenn du das System mit einer Photovoltaikanlage und ggf. auch noch mit einem Batteriespeicher kombinierst. So nutzt du klimafreundlichen und richtig günstigen PV-Strom vom eigenen Dach für die Pumpe. Gleichzeitig wirst du mit PV-Anlage und Speicher autarker und erhöhst so den Eigenverbrauch deines erzeugten PV-Stroms. Win win also!
Eine 100-prozentige Unabhängigkeit vom Stromnetz ist freilich nicht möglich, unter anderem wegen der wenigen Sonnenstunden im Winter; aber Autarkiegrade von bis zu 70 % lassen sich bei cleverem Energieverbrauch und mit einem Heimspeicher durchaus erreichen, wie eine Studie der HTW Berlin gezeigt hat.
Übrigens: Bei Polarstern kannst du ganz einfach eine Kaskadenmessung für deine Wärmepumpe einrichten und bestellen. Ab sofort ist die Buchung einer Kaskade für Wärmepumpen mit PV-Anlage noch einfacher! Informiere dich hier:
Alles zur Kaskadenmessung (PDF)3) Kein CO2-Preis beim Heizen mit Wärmepumpe.
Der CO2-Preis beeinflusst die Betriebskosten deiner Wärmepumpe nur indirekt. Denn natürlich fällt beim Heizen mit einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe keine CO2-Abgabe an. Wohl aber für Gas- und Ölheizungen. 2026 liegt der CO2-Preis bei 55 bis 65 Euro pro Tonne, 2024 waren es noch 45 Euro. Wenn du also von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umsteigst, wirkt sich der Effekt der sinkenden Betriebskosten spürbar auf deinen Geldbeutel aus (insbesondere ab 2028 und in den Folgejahren). Für Erdgas und Heizöl wird sich die bereits gestiegene CO2-Abgabe in den kommenden Jahren weiter erhöhen, so viel ist sicher. Wer dann mit einer klimafreundlichen Wärmepumpe heizt, profitiert von günstigeren Betriebskosten aufgrund der CO2-Preis-Befreiung.
4) Technische Einstellungen für mehr Effizienz im Betrieb.
Um die Betriebskosten möglichst gering zu halten, kommt es natürlich auch auf die richtigen technischen Einstellungen deiner Wärmepumpe und des ganzen Heizsystems an. Die passende Vorlauftemperatur ist hier eine der wichtigsten Stellschrauben, genauso wie die Wahl des Heizsystems an sich (Flächenheizungen sind besser). Mehr Tipps gibts beim Klick auf den Button.
Wärmepumpen-Strombedarf optimierenWann und für wen lohnt sich die Umrüstung auf Wärmepumpe?
Kurze Antwort: Eine Wärmepumpe lohnt sich in Neubauten und jüngeren Häusern und/oder wenn du in einem gut sanierten und gedämmten Bestandsgebäude wohnst. Voraussetzung in Altbauten sind also energetische Maßnahmen, damit sich eine Wärmepumpe lohnt und wirtschaftlich ist. Aber wie sieht’s mit der Rentabilität auf lange Sicht aus?
Auf lange Sicht spart man auf jeden Fall Geld, trotz hoher Anschaffungskosten. Eine Studie der RWTH Aachen hat gezeigt: Im schlechten Fall kann es bis zu 16 Jahre dauern, bis sich die Wärmepumpe im Vergleich zu einer neuen Gasheizung lohnt. Hast du einen alten Gaskessel, lohnt sich die Wärmepumpe schon schneller. Spätestens dann gleichen die niedrigeren Betriebskosten die höhere Anfangsinvestition aber aus, so die Studie. Wird die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, beschleunigt das die Rentabilität und der Break Even wird schon nach 11 Jahren erreicht. Es lohnt sich also vor allem auch für Eigenheimbesitzer:innen, die eine PV-Anlage haben oder installieren können.
Gut zu wissen: Wegen der steigenden Kosten für Erdgas und Öl – zum einen durch die CO2-Bepreisung aber auch wegen stark steigender Gasnetzentgelte – dürften sich Wärmepumpen künftig noch schneller lohnen. Eine Gasheizung auf eine Wärmepumpe umzurüsten, macht also Sinn und kann auf lange Sicht (20 Jahre) tausende Euro an Heizkosten einsparen.
Kurz & knapp: Wann es sich lohnt – und wann nicht.
Unter welchen Voraussetzungen es sich lohnt:
- Im Neubau und jüngeren Häusern de facto immer
- In Kombination mit einer PV-Anlage und optional Batteriespeicher
- Im Altbau nach erfolgten Sanierungsmaßnahmen (Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 nötig)
- Wenn die Wärmepumpe eine sehr alte Heizung ersetzt, lohnt es sich noch mehr.
- Auch eine Kaskadenschaltung kann die Wirtschaftlichkeit steigern.
Wann es sich nicht lohnt:
- In einem ungedämmten Altbau mit sehr hohem Wärmebedarf arbeitet eine Wärmepumpe unwirtschaftlich, weil der Strombedarf sehr hoch ist. Hier sind erst begleitende Sanierungen (z. B. Dämmung) sinnvoll, bevor eine Wärmepumpe eingebaut wird.
- Wenn die Wärmepumpe nur über einen einzigen Stromzähler läuft und du keinen Wärmepumpenstrom-Tarif hast. Dann sind die Stromkosten in der Regel zu hoch und es lohnt sich nicht.
Wo und wie stelle ich eine Wärmepumpe am besten auf?
Womit eine Wärmepumpe betrieben wird, bestimmt maßgeblich auch ihren Aufstellort. Um effizient arbeiten zu können, sollte eine Wärmepumpe am besten sehr nah bei der genutzten Wärmequelle (Luft, Grundwasser) aufgestellt werden. Es gilt:
👉 Luft-Wasser-Wärmepumpen müssen direkten Zugang zur Außenluft haben.
👉 Sole-Wasser-Wärmepumpen sollten nur unweit der Erdsonde bzw. der Erdkollektoren stehen, während
👉 eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe am besten in der Nähe des Saugbrunnens installiert wird.
👉 Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden überwiegend im Heizungskeller, also innen aufgestellt. Dabei sollten die Bohrungen so nah wie möglich sein, um Wärmeverluste durch lange Leitungen zu vermeiden.
Allgemein gilt beim Standort: Der Abstand der Wärmepumpe zu Wänden, Gehwegen, Terrassen usw. sollte mindestens 3 Meter betragen.
Wichtige Begriffe rund um die Wärmepumpe.
Was sonst noch wichtig ist.
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