

E-Auto laden zuhause: So berechnest du Kosten, kWh pro Ladung und mehr.
Kurz tanken und weiterfahren? Beim E‑Auto läuft's anders. Das Laden dauert länger, dafür geht's zu Hause günstig und komfortabel – ganz nebenbei während du parkst. Erfahre, wie lange das Laden je nach E-Auto-Modell dauert und was es kostet.
So berechnest du die Ladedauer deines E-Autos.
Beim Ladethema sind Erwachsene wie Kinder beim Autofahren: Wie lange dauert’s noch? Die Antwort damals wie heute: nicht mehr lang. Wie lange das Laden eines E‑Autos zu Hause dauert, hängt entscheidend von der Batteriekapazität, der maximalen Ladeleistung des Elektroautos und der Ladeleistung der Wallbox ab. Mit den Angaben zur Batteriekapazität und der Ladeleistung kannst du grob die Ladezeit berechnen. Die Faustformel dafür lautet:
Batteriekapazität (kWh) / Ladeleistung (kW) der Ladestation = Ladedauer in Stunden.
So lange dauert das Laden zuhause an der Wallbox.
Beispiel: Ein Škoda Enyaq 85 mit einer Netto-Batteriekapazität von 77 kWh lädt an einer Wallbox mit 11 kW nach der Faustformel grob rund 7 Stunden. In der Praxis dauert’s oft etwas länger. Laut ADAC dauert das Laden des Enyaq 85 auf 100 % an einer 11-kW-Wallbox circa 8 Stunden.
Ladeverluste: Mehr Zeit einplanen.
Dass die echte Ladezeit über die theoretische hinausschießt, liegt an Ladeverlusten, die etwa durch Batteriemanagement und Temperierung entstehen. So wird zum Beispiel die Leistung zum Schutz der Batterie reduziert, je voller der Akku wird. Ebenso lädt die Batterie bei zu kalten oder warmen Temperaturen langsamer.
Prinzip des schwächsten Glieds.
Geht das Laden an einer Wallbox mit 22 kW dann doppelt so schnell? Nicht unbedingt. Mehr Wallbox-Power bringt nur dann auch mehr Tempo, wenn das E-Auto die Leistung aufnehmen kann. Der Enyaq 85 lädt maximal mit 11 kW. Das bedeutet, dass er an einer 22-kW-Wallbox genauso schnell lädt, weil er beim AC-Laden nicht mehr Leistung als 11 kW aufnehmen kann. Die maximale Ladegeschwindigkeit wird immer von der langsamsten Komponente im gesamten System bestimmt – bestehend aus Netz, Ladestation, Kabel und Fahrzeug.
Ladedauer: 80 % reichen für die Batterie.
Was man bei den Ladezeiten zusätzlich berücksichtigen muss: Im Alltag ist eine Ladung auf 100 % meistens nicht nötig – und auch gar nicht so sinnvoll. Wird die Batterie voll aufgeladen und komplett entladen, strengt es die Batterie eher an. Kleine Ladezyklen von 20 % auf 80 % oder 40 % auf 60 % sorgen für eine längere Leistungsfähigkeit der Batterien.Für das Laden an der Wallbox bedeutet das: Mach dir keine Sorgen, ob das E-Auto vollgeladen ist – vor allem wenn die nächste Wegstrecke sowieso kurz ist.
Die letzte Ladephase dauert am längsten.
Außerdem dauert die letzte Ladephase immer am längsten. Bis 80 % geht's recht zügig, aber die letzten Prozent bis 100 schleppen sich dahin. Kennt man vom Handy. Kurz vor den 100 % gibt es keinen Spannungsanstieg mehr, und die Stromstärke nimmt ab, damit der Akku geschont wird. Diesen Puffer solltest du bei der Einschätzung der Ladezeit mit einplanen. Er ist auch einer der Gründe, warum die Angaben zu Ladezeiten bei Modellen mitunter unterschiedlich ausfallen.
Tipp: Für unterwegs, etwa wenn du bei Freund:innen zu Besuch bist, gibt es mobile Wallboxen. Der ADAC hat sieben Modelle der mobilen Charger für E-Autos getestet und ein überwiegend positives Fazit gezogen.
9 Tipps: So lädst du effizientBeliebte E-Autos und ihre Ladezeiten an Wallbox und Steckdose.
Natürlich unterscheiden sich Elektroautomodelle in ihrer Batteriekapazität (kWh) und Ladeleistung (kW). Entsprechend unterschiedlich fallen die Ladezeiten aus. Schauen wir uns beliebte Modelle an.
| Modell | Netto-Batterie | Max. AC-Ladeleistung | Ladedauer an 11-kW-Wallbox (0–100%) | Ladedauer Steckdose (2,3 kW) |
|---|---|---|---|---|
| VW ID.7 Pro | 77 kWh | 11 kW | 7 h | 33:29 h |
| VW ID.3 Pro (MOVE) | 58 kWh | 11 kW | 5:16 h | 25:13 h |
| Škoda Elroq 85 | 77 kWh | 11 kW | 7 h | 33:29 h |
| Škoda Enyaq 85 | 77 kWh | 11 kW | 7 h | 33:29 h |
| BMW iX1 xDrive30 | 64,8 kWh | 11 (opt. 22) kW | 5:53 h | 28:10 h |
| Cupra Born (58 kWh) | 58 kWh | 11 kW | 5:16 h | 25:13 h |
| Mini Cooper SE | 49,2 kWh | 11 kW | 4:28 h h | 21:23 h |
| Cupra Tavascan Endurance | 77 kWh | 11 kW | 7 h | 33:29 h |
| Audi A6 e-tron performance | 94,9 kWh | 7,4 kW | 8:38 h | 41:16 h |
Die Angaben zu den Ladezeiten sind trotz Berechnung nur Richtwerte. Hersteller machen meist optimistischere Angaben als die tatsächliche Ladedauer in der Realität ist. Dass die Ladeleistung bei E‑Autos schwankt, ist völlig normal – und technisch sogar gewollt. Denn eine Batterie lädt nur in ihrer „Wohlfühltemperatur“ am effizientesten. Wird sie zu heiß oder ist sie noch zu kalt, etwa im Winter, reduziert das Batteriemanagementsystem automatisch die Leistung. Damit schützt es die empfindlichen Zellen vor Überlastung und verhindert langfristige Schäden. Ohne diese Regelung würde der Akku schneller altern und an Lebensdauer einbüßen.
Kann man das E-Auto an der Steckdose laden?
Natürlich kannst du dein E-Auto auch an der Steckdose laden. Aber eher als Notlösung. Erstens dauert das Laden an der Steckdose ewig, zweitens sind Haushaltsteckdosen – sogenannte Schutzkontakt- oder kurz Schuko-Steckdosen – nicht dafür gemacht, die hohen Leistungen von E-Autos über Stunden auszuhalten, auch wenn sie eine Leistung von bis zu 3 kW abgeben können.
- Die Ladeleistung einer normalen Steckdose ist sehr niedrig und beträgt in der Regel nur etwa 2,6 kW.
- Der Ladevorgang auf 100 % kann bei einem E-Auto mit einer Batteriekapazität von beispielsweise 77 kWh fast 30 Stunden dauern.
Für solch eine Starkstromlast sind die Leitungen auf Dauer nicht gemacht. Wenn du Pech hast, fliegt nur die Sicherung raus, wenn du richtig Pech hast, schmort sie und verursacht einen Kabelbrand. Das kann gefährlich werden. Wer nicht um das Laden an der "Schuko"-Steckdose herumkommt, sollte lieber nur kurz laden. Am besten lädst du zuhause aber mit einer Wallbox, das ist sicher und effizient.
Zum Vergleich: Warum geht das Laden an der Schnellladesäule so viel schneller?
An einer Schnellladesäule fließt viel mehr Leistung über die Wallbox als zu Hause. Während heimisches Laden eben auf 11 bis 22 kW begrenzt ist, arbeiten Schnelllader mit 50 kW bis weit über 150 kW. Dadurch können große Energiemengen in kurzer Zeit in die Batterie gepumpt werden. Außerdem nutzt die Säule Gleichstrom (DC), der direkt in die Batterie geht – das Auto muss ihn nicht erst umwandeln wie beim Laden mit Wechselstrom (AC) zu Hause. Das spart Zeit und ermöglicht die deutlich höheren Ladegeschwindigkeiten.
Elektrische Dienstwagen zuhause laden
Das kostet eine Ladung Strom fürs Elektroauto zu Hause.
Die andere große Frage zum Laden zu Hause dreht sich um die Ladekosten. Die Kosten kannst du im Voraus grob einschätzen, indem du den Preis für eine Kilowattstunde Strom mit dem Energieverbrauch des E-Autos pro 100 Kilometer multiplizierst. Die Tabelle zeigt, wie viel dich das Laden für eine Auswahl beliebter E-Autos kostet.
Beliebte Elektroautos und ihre Ladekosten zu Hause.
| Model | Verbrauch | Stromkosten* auf 100 km |
|---|---|---|
| VW ID.7 Pro | 14,0 kWh / 100 km | ca. 4,43 € |
| VW ID.3 Pro S | 14,9 kWh / 100 km | ca. 4,71 € |
| VW ID.4 Pro | 16,0 kWh / 100 km | ca. 5,06 € |
| Škoda Elroq 85 | 15,2 kWh / 100 km | ca. 4,81 € |
| Škoda Enyaq 85 | 15,0 kWh / 100 km | ca. 4,75 € |
| BMW iX1 xDrive30 | 17,1 kWh / 100 km | ca. 5,41 € |
| Cupra Born (58 kWh) | 15,5 kWh / 100 km | ca. 4,90 € |
| Mini Cooper SE | 14,1 kWh / 100 km | ca. 4,46 € |
| Cupra Tavascan Endurance | 15,9 kWh / 100 km | ca. 5,03 € |
| Audi A6 Avant e-tron performance | 14,9 kWh / 100 km | ca. 4,71 € |
* Bei einem Strompreis von 31,64 Cent/kWh. Den Betrag gab das Vergleichsportal Verivox als durchschnittlichen Strompreis für Bestandskund:innen im Januar 2026 an.
Laden ist günstiger als Tanken.
Zwar haben E-Autos in der Praxis meist einen höheren Verbrauch als unter "Laborbedingungen", wie sie die Hersteller angeben – trotzdem ist das Laden von E-Autos so gut wie immer günstiger als Tanken. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) veröffentlicht dazu jedes Quartal den Energiekostenvergleich für Pkw. Bei der Gegenüberstellung der Kosten pro 100 Fahrkilometer siehst du, wie niedrig die Antriebskosten von E-Autos im Vergleich zu Verbrennern sind.
E-Golf vs. Benzin-Golf.
Vergleichen wir einen E-Golf mit einem Golf 1.0 TSI. Der Benziner-Golf verbraucht auf 100 Kilometer (nach WLTP mittel) 5,3 Liter Benzin. Beim durchschnittlichen Preis für Super E10 von 1,75 Euro (Stand: 8. Februar 2026), würde dich das 9,27 Euro kosten – 9,59 Euro mit Super E5 bei einem durchschnittlichen Preis von 1,81 Euro pro Liter (Stand: 8. Februar 2026). Ein E-Golf dagegen mit einem Verbrauch von 15,8 kWh kostet dich bei einem durchschnittlichen Kilowattstundenpreis von 31,64 Cent nur rund 5 Euro. Richtig günstig wird's, wenn das E-Auto mit Strom aus der PV-Anlage geladen wird.
CO2-Steuer verteuert Tanken zusätzlich.
Das Fahren mit Diesel und Benzin verteuert sich zusätzlich, weil fossile Kraftstoffe seit 2021 mit einer CO2-Bepreisung belegt sind. Seit Januar 2026 kostet eine Tonne CO2 55 bis 65 Euro. Laut ADAC-Berechnungen entfallen damit 2026 zwischen 15,7 bis 18,6 Cent des Benzinpreises pro Liter auf die CO₂-Steuer. Bei Diesel sind es 17,3 bis 20,5 Cent. Noch teurer könnten Benzin und Diesel ab 2028 werden. Dann wird der CO2-Preis über den freien Markt reguliert.
Günstiger laden mit Autostromtarifen.
Bei der groben Ladekosten-Kalkulation ist eine Sache noch gar nicht berücksichtigt: Mit einem Vorteilstarif kannst du die Stromkosten fürs Laden senken. Bei Polarstern findest du den Autostrom-Tarif für dein Bedürfnis. Mit oder ohne Laufzeit. Mit festem oder flexiblem Arbeitspreis. Ist dein Stromzähler für den Haushalt oder dein Extra-Zähler für die Wallbox beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinheit nach §14a EnWG angemeldet, profitierst du je nach Abrechnungsmodell und Zählersituation von einem günstigen Strompreis oder erhältst eine pauschale Vergütung. On top gibt's einen Gutschein für Ladezubehör von uns dazu.
Finde deinen Autostrom-TarifZwei Wege, um von einem Autostrom-Tarif zu profitieren.
Voraussetzung, um einen Spezialtarif bestellen zu können ist, dass dein Stromzähler für den Haushalt oder dein separater Stromzähler für die Ladestation beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinrichtung §14a EnWG angemeldet ist. Je nach Zählersituation kannst du ein bestimmtes Abrechnungsmodul wählen.
Noch mehr sparen mit der Kaskadenmessung.
Haushalte, die eine PV-Anlage nutzen, haben eine besonders attraktive Möglichkeit der Energieversorgung: Sie können ihr Auto mit eigenem PV-Strom und einem Autostrom-Spezialtarif laden. Voraussetzung dafür sind zwei Stromzähler, die "hintereinander" geschaltet werden – die sogenannte Kaskadenmessung. Der erforderliche Zwei-Richtungszähler wird am Hausanschluss verbaut und ein zweiter Stromzähler wird ihm nachgeschaltet. Für diese spezielle Stromversorgung müssen der Haushaltsstrom und der Autostromtarif vom gleichen Energieversorger bezogen werden. Und die Umstellung auf die Stromversorgung einer Kaskadenmessung dauert aufgrund der Abstimmung mit dem Netzbetreiber manchmal etwas länger als ein klassischer Stromwechsel.
Alles über KaskadenschaltungAutostrom über einen HT/NT-Zähler abrechnen und Geld sparen.
Für Haushalte, die mit einem HT/NT-Zähler ausgestattet sind, kann auch ein HT/NT-Tarif interessant sein, sobald ein Elektroauto genutzt wird, dass vor allem nachts (oder anderen Nebenzeiten) geladen wird. Denn auch bei einem HT/NT-Tarif sind die Strompreiskomponenten Netzentgelt und Konzessionsabgabe etwas günstiger. HT/NT-Zähler sind oft in Haushalten eingebaut, die eine Nachtspeicherheizung nutzen. Weil diese sehr viel Strom verbrauchen, wird der Strom zu Nebenzeiten im Niedertarif (NT) in den Geräten gespeichert. Beim Niedertarif ist der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde günstiger.
Du hast einen HT/NT-Zähler und lädst dein E-Auto fast immer nachts zwischen 22 Uhr und 7 Uhr? Dann kann sich ein HT/NT-Tarif für dich lohnen. Rechne aus, was es dich kosten würde.
Fahren und verändern.
Egal welcher Tarif für dich am besten ist: Bei Polarstern trägst du immer zur weltweiten Energiewende bei. Mit unseren Ökostrom-Tarifen beziehst du 100 % erneuerbare Energie, förderst den Ausbau von neuen Ökokraftwerken und sorgst sogar dafür, dass Familien in Kambodscha und Madagaskar ebenfalls saubere Energie nutzen können.

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