Ladestation IONITY

Wer sein Elektroauto an öffentlichen Ladestationen lädt, den interessiert vor allem, wo es Lademöglichkeiten gibt, was das kostet und wie lange das Laden dauert. Worauf du beim Laden deines Elektroautos unterwegs achten solltest, welche Ladekarten es gibt und wie du beim Laden unterwegs Kosten sparst, haben wir für dich unter die Lupe genommen.

von Tabatha

 

So findest du öffentliche Ladestationen für dein Elektroauto.

Unterwegs dein Elektroauto laden – das funktioniert heute einfacher denn je. In den letzten sechs Jahren hat sich die Anzahl der Ladestationen verachtfacht. Im ersten Quartal 2021 gab es laut Bundesnetzagentur 41.751 öffentliche Ladepunkte in Deutschland. Zugang zu ihnen bekommst du meist in Form von Ladekarten; immer öfter kannst du aber auch mit Kreditkarte zahlen. Finden kannst du öffentliche Ladestationen über Apps, wie Plugsurfing und Chargemap. Mehr zum Laden an öffentlichen Ladestationen findest du hier.

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Öffentliche Ladestationen in Deutschland
Öffentliche Ladestationen in Deutschland (Stand April 2021)

So findest du unterwegs Ladestationen für dein Elektroauto.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, unterwegs Ladestationen für dein Elektroauto zu finden. Die Bundesnetzagentur stellt auf ihrer Webseite eine Ladekarte bereit, auf der öffentlich zugängliche Ladestationen zu finden sind. Darauf kannst du auch spezifisch nach Schnellladesäulen filtern. Die Karte zeigt nur Ladestationen, deren Betreiber der Veröffentlichung zugestimmt haben.

Eine weitere Möglichkeit bei der Suche nach Lademöglichkeiten für dein Elektroauto sind Apps, wie Plugsurfing. Sie helfen bei der bequemen Suche nach Ladestationen in der Nähe und zeigen Ladestationen verschiedener Anbieter an. Du kannst unterwegs sehen, wo es Lademöglichkeiten in deiner Nähe gibt und nach Kosten, Ladegeschwindigkeit und Steckern filtern. Aber auch bei Google Maps sind viele Ladestationen verzeichnet.

Das Elektroauto laden auf dem Firmenparkplatz.

Du sitzt im Büro und gleichzeitig lädt dein Elektroauto an der firmeneigenen Ladestation. Dieses Szenario ist keine Zukunftsvision mehr. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen nutzen zunehmend Elektroautos in ihren Flotten. Und je mehr sich Elektroautos verbreiten, umso mehr steigt das Interesse der Mitarbeiter an Ladestationen bei der Arbeit.

>>> Mehr zum Thema Elektroauto-Flotte.

Auch als Kunde kann man schon bei einigen Unternehmen Ladestationen nutzen. Polarstern versorgt unter anderem die Ladestation auf dem Kundenparkplatz der Sparda-Bank München und dem Fitnessstudio CrossFit eo mit 100 % Ökostrom. Mit der BKK ProVita haben wir zudem bereits Ladestationen für die Mitarbeiter errichtet.

Das Elektroauto laden während des Einkaufs.

Noch ein Szenario: Während du im Supermarkt bist oder im Einkaufszentrum schlenderst, lädt dein Elektroauto auf dem Parkplatz an der Ladestation. Davon gibt es inzwischen eine Menge: IKEA, Kaufland und ALDI Süd bieten dir inzwischen die Möglichkeit, dein Elektroauto kostenlos zu laden. Und du bist während des Ladevorgangs ja sowieso einkaufen – praktischer geht´s kaum.

Das Elektroauto an Schnelladestationen laden.

An Schnellladestationen kannst du – wie der Name schon sagt – mit besonders kurzen Ladezeiten rechnen. Inzwischen gibt es immer mehr davon. Für sie gilt gewöhnlich auch ein etwas anderer Tarif als bei “normalen” Ladesäulen. Unser Partner IONITY plant die Errichtung von 400 Ladeparks mit Schnelladesäulen in Europa – 100 davon in Deutschland. Der Clou: In Deutschland tankst du an diesen Ladeparks Wirklich Ökostrom von Polarstern. So kann auch unterwegs 100 % nachhaltige Energie „getankt“ werden.Doch wie weit bringt dich dieses „zwischendurch laden“ nun?

 

So lange dauert das Laden deines Elektroautos.

Genauso wenig wie du immer einen komplett vollen Tank hast, brauchst du für jede Fahrt mit dem Elektroauto eine komplett volle Batterie. Vollladen ist sogar schlecht für die Batterie, bestenfalls liegt der Akkustand immer zwischen 20 und 80 %. Gerade bei Alltagsfahrten ins Büro oder zum Einkaufen kannst du die gefahrenen Kilometer unterwegs schnell nachladen.

Die genaue Ladedauer ist nicht nur abhängig von der Leistung der Ladestation, sondern auch der Ladeleistung deiner Batterie. Die Faustformel ist:

Ladekapazität der Batterie (kWh) : Ladeleistung der Ladestation (kw) = Ladezeit (h)

Öffentliche Ladestationen bieten unterschiedliche Ladeleistungen:

  • Normale Ladesäule: 11 kW bis 22 kW
  • Schnellladesäule: 44 kW bis 135 kW (Schnelladesäulen von IONITY)
  • Tesla Supercharger: 150 kW

Bei Schnelladestationen dauert der Ladevorgang meist nur 20-30 Minuten, um deine Batterie bis zu 80 % vollzuladen – eine entsprechende Batterieleistung deines Autos vorausgesetzt. Der durchschnittliche deutsche Autofahrer legt am Tag etwa 38 km zurück. Je nach Ladezeit und Ladestation machst du mit dem Aufladen während des Supermarktbesuches an einer Ladestation mit 22 kW also schon wieder die Fahrt nach Hause wett.

So funktioniert das Laden an der Ladestation.

Um dein Elektroauto an einer Ladesäule zu laden, musst du erst einmal checken, welches Ladekabel du brauchst. In Deutschland hat sich der CCS-Stecker (Combined Charging System) durchgesetzt. Du kannst auch vorher über die entsprechende App wie Plusurfing herausfinden, welchen Stecker es an einer Ladestation gibt.

>>> Infos rund um verschiedene Ladestationen und die Ladeinfrastruktur gibt´s hier.

 

 

Ladekarten & Co. – so sparst du Ladekosten.

Wichtig ist, dass du dir die Preisbestandteile vor dem Laden deines Elektroautos genau ansiehst. Dann erwartet dich keine böse Überraschung.

Zur Bezahlung an den Ladestationen gibt es verschiedene Modelle: Manche Anbieter rechnen nach Ladezeit ab, andere bieten Pauschalen an und wiederum andere rechnen nach den geladenen Kilowattstunden pro Ladevorgang ab (Lademenge).

Ladekosten sollen durch Eichrecht transparenter werden.

Bisher war es als Fahrer eines Elektroautos nicht immer klar, wie sich der Preis für das Laden an einer öffentlichen Ladesäule genau zusammensetzt und wie viel Kilowattstunden genau geladen wurden. Seit April 2019 gilt auch in Deutschland die Pflicht zu eichrechtskonformen Ladestationen. Seither müssen neue Ladesäulen nach dem Eichrecht abrechnen. Für bestehende Ladestationen muss der Anbieter einen Umrüstplan vorlegen. Eichrechtskonformität bedeutet, dass bei Ladestationen nach den Vorgaben des Eichrechts abgerechnet wird, d.h. genau erkennbar ist, wie viel Kilowattstunden geladen wurden.

>>> 6 Tipps zum effizienten Laden.

Teilweise werden vom Anbieter auch Grundgebühren erhoben. Abgerechnet wird entweder direkt mit dem Betreiber, oder über einen sogenannten Roamingdienst. Bei manchen Stationen brauchst du eine Ladekarte. Immer öfter kannst du aber auch direkt mit deiner Kreditkarte bezahlen – allerdings meistens nur nach Anmeldung. Auch die Bezahlung per App ist teilweise möglich. Die gute Nachricht ist: Meistens gibt es an der Ladestation mehrere Möglichkeiten zu zahlen.

„Eine Bezahlung des Stroms mit einer EC- oder Kreditkarte ist an manchen Ladestationen möglich, jedoch müssen Sie sich als Nutzer an den meisten Säulen authentifizieren oder anmelden. Eine einfache Bezahlung ohne Anmeldung wie beispielsweise an einem Parkautomaten ist nur selten möglich.“ – EFAHRER

Je nachdem, wie du dein Elektroauto nutzt, können unterschiedliche Bezahlmodelle für dich in Frage kommen. Auch regional gibt es Unterschiede bei den Ladestationen und Kosten – abhängig vom Anbieter. Wer also viel überregional fährt, sollte sich eine E-Roaming-Ladekarte zulegen. Die funktioniert deutschlandweit und oftmals sogar in anderen europäischen Ländern.

Was für Ladekarten es gibt – eine Auswahl.*

Anbieter der Ladekarte Preis DC-Ladung (Schnellladen) Preis AC-Ladung (normales Laden) Netzwerk
ADAC e-Charge** 39 ct/Min. 29 ct/Min. Mehr als 100.000 Ladepunkte, 90% Abdeckung der DACH-Region
BMW + MINI (ChargeNow)

Active-Tarif: 38 ct/kWh + 19 ct/Min. nach 120 Min.

Flex-Tarif: 48 ct/kWh + 19 ct/Min. nach 120 Min.

Active-Tarif: 28 ct/kWh + 6 ct/Min. nach 120 Min

. Flex-Tarif: 38 ct/kWh + 6 ct/Min. nach 120 Min.

Nur für BMW/MINI-Fahrer
Bosch abhängig vom Betreiber abhängig vom Betreiber Über 150.000 Ladepunkte europaweit
Chargemap abhängig vom Betreiber abhängig vom Betreiber europaweites Netzwerk mit Ökostrom
EnBW 38-48 ct/kWh (tarifabhängig) 28-38 ct/kWh (tarifabhängig) Über 100.000 Ladepunkte in Europa
Enspire Energie abhängig vom Betreiber abhängig vom Betreiber 30.000 Ladepunkte in Europa
ENTEGA 36 ct/kWh an ENTEGA Stromtankstellen, sonst abhängig vom Betreiber 36 ct/kWh an ENTEGA Stromtankstellen, sonst abhängig vom Betreiber 90.000 Ladepunkte in Europa
EWE Go 47, 76 ct/kWh 38,92 ct/kWh Über 16.000 Ladepunkte deutschlandweit und 30.000 Ladepunkte europaweit.
Ladenetz.de abhängig vom Betreiber abhängig vom Betreiber Netzwerk von Stadtwerken + Roaming-Partner
Leipziger Stadtwerke kostenlos kostenlos Nach Registrierung kostenloses Laden möglich; erneuerbare Energie
Maingau Energie 47 Cent / kWh + 10 ct / Minute (ab 60 Minuten laden) – günstiger für Kunden 37 Cent / kWh + 10 ct / Minute (ab 120 Minuten laden) – günstiger für Kunden Über 90.000 Ladepunkte in Europa, 29.000 davon in Deutschland
NATURSTROM*** 13,90 pro Ladung 9,90 pro Ladung Über 100.000 Ladestationen in Europa
NewMotion**** abhängig vom Betreiber abhängig vom Betreiber Über 165.000 Ladestationen in Europa
Plugsurfing abhängig vom Betreiber abhängig vom Betreiber Über 200.000 Ladestationen in Europa
Telekom 39 ct/kWh an bevorzugten Ladestellen, sonst 89 ct/kWh 29 ct/kWh an bevorzugten Ladestellen, sonst 89 ct/kWh Über 56.000 Ladestationen in Deutschland und Europa
Vattenfall 58 ct/kWh 38 ct/kWh Über 85.000 Ladepunkte europaweit, davon 25.000 in Deutschland
VW abhängig vom Betreiber abhängig vom Betreiber Über 150.000 Ladepunkte in Europa

*Stand September 2020.

**dahinter versteckt sich EnBW.

***nutzen das Roaming-Netzwerk von NewMotion.

****New Motion gehört inzwischen zu Shell.

Neben den hier aufgezählten Anbietern gibt es natürlich weitere, meist regionale Anbieter. Gerade kostenlose Ladekarten sind oft an bestimmte Regionen gebunden. Außerdem gibt es Ladekarten für bestimmte Automodelle, wie etwa von BMW oder MINI. Große Anbieter wie Plugsurfing verleihen dir hingegen Zugang zu einem nationalen und oft auch europaweiten Ladenetzwerk. Natürlich kann es auch Sinn machen, mehrere Ladekarten zu haben. So bist du auf der sicheren Seite.

Checklist – so sparst du Ladekosten:

  1. Checke immer vor dem Laden, welche Bezahlmodelle dich an der Ladestation erwarten.
  2. Nutze kostenlose Ladestationen etwa auf Parkplätzen beim Einkaufen.
  3. Um die benötigte Ladezeit zu berechnen, gibt es eine Faustformel: Ladekapazität der Batterie (kWh) : Ladeleistung der Ladestation (kW) = Ladezeit.
  4. Je voller dein Akku ist, umso langsamer lädt er. Wenn du also nur ca. auf 80 % lädst, sparst du Zeit.
  5. In der Regel lädst du zuhause meist günstigster, als an jeder Ladesäule.  
     

Laden zuhause ist oft kostengünstiger.

Letztendlich laden die meisten Elektroautofahrer größtenteils bei sich zuhause. Dort steht das E-Auto ja auch die meiste Zeit. Dabei kann theoretisch an jeder Schuko-Steckdose geladen werden. Sicherer, gerade wenn man öfter und länger zuhause lädt und schneller ist ein Starkstromkabel oder das Laden mit einer Wallbox.

>>> Mehr über das Laden des Elektroautos zuhause.

Und auch beim Laden zuhause kannst du Kosten sparen: Abhängig davon, welchen Stromzähler du hast und wie oft bzw. wie viel Strom du lädst, ist Wirklich Autostrom oder Wirklich Autostrom der passende Spezialtarif für dich. Beide Tarife basieren auf 100 % Ökostrom, was den Umweltnutzen deines Elektroautos enorm steigert. Und bei beiden bekommst du eine Ladekarte mit Startguthaben sowie einen Gutschein für Ladezubehör dazu.

>>> Alles rund um unsere Autostromtarife.

Polarstern ist zudem Partner für Immobilienbesitzer, die in ihren Gebäuden Ladelösungen integrieren wollen. Siehe dazu Mieterstrom-Lösungen.

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