Meereswellen

Am Meer ist es am schönsten. Eigentlich. Denn tatsächlich versauern und vermüllen die Ozeane. Laut McKinsey landen jährlich 8 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren. Eine LKW-Ladung pro Minute. Allein in der Nordsee liegen mehr als 600.000 Kubikmeter Meter Müll – das entspricht etwa 1,5 Mal dem Kölner Dom. Hier sind 9 einfache Tipps, wie du das Meer auch von zu Hause aus schützen kannst. 

von Michael

 

Tipp 1. Reduziere deinen CO2-Abdruck.

Durch die hohe CO2-Konzentration in der Atmosphäre wird das Meer saurer und wärmer. Für die Tiere ist es eine Belastung, für manche sogar eine existenzielle. Es zieht sie in kältere Gefilde, wo es weniger Nahrung gib. Saures Wasser belastet vor allem Schalentiere. Der einfachste und schnellste Weg CO2 zu reduzieren, ist der Wechsel zu Ökostrom und Ökogas. Jeder Haushalt spart so mehrere Tonnen CO2 im Jahr und kann seinen CO2-Fußabdruck um ein Fünftel reduzieren.

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Fahr außerdem mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen, fliege kaum und wenn doch, kompensiere das CO2 für einen Flug über Atmosfair. Kauf regional, iss weniger Fleisch und Milchprodukte, und wenn du mal Fisch kaufen möchtest, nur mit Ratgeber. Organisationen wie Greenpeace geben gute Broschüren für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Einkauf heraus.

 

Tipp 2. Vermeide Plastikmüll.

Plastiktüten, eingepacktes Gemüse, Einweggeschirr, Plastikflaschen – jeder kommt ohne aus. Die Umstellung auf mitgebrachte Glasflaschen, Thermosbecher oder Stoffbeutel ist wirklich nicht schwer. Außerdem gibt es über 70 verpackungsfreie Supermärkte in Deutschland. Auch ausgeklügelte Pfandsysteme für ein Coffe-to-go-Erlebnis ohne Pappbecherverschmutzung setzen sich Schritt für Schritt durch.

>>> Take Away: Warum Mehrwegboxen so wichtig sind. 

 

Tipp 3. Nimm nicht nur deinen Müll mit.

Wie Menschen in Badehosen wohl auf Fische wirken? Bestimmt wie eklige Aliens. Wir sind Gäste in dieser Welt, benehmen wir uns so! Das heißt: Nichts ins Wasser werfen, nichts am Strand oder an den Flussufern liegen lassen, und überhaupt nie wieder irgendwo etwas liegen lassen. Wer cool ist, nimmt auch Müll von anderen mit und gewöhnt sich die Gehört-mir-nicht-interessiert-mich-nicht-Attitüde ab.

>>> Nachhaltige Tipps gibt´s alle zwei Monate auch im Polarstern-Newsletter.

 

Tipp 4. Mach bei Beach Clean Ups mit.

Es gibt immer mehr Events, bei denen Gruppen Müll an Flussufern oder Stränden sammeln. Als Happening. Clean Ups machen Spaß und sind gleichzeitig große Statements. Strand- oder Flussbesucher sehen zu, wie andere Müll aufräumen. Vielleicht sogar ihren eigenen. Das bleibt hängen. Wir von Polarstern veranstalten auch regelmäßig Clean Ups in München. Mit vielen großartigen Partnern wie Sea Shepherd, Patagonia, Viva con Agua, Surfrider Foundation und viele mehr. Check unsere Website zum Event! 2019 haben wir dabei über 750 Kilogramm Müll gesammelt.

Dieses Jahr fällt unser jährliches Isar Clean Up aufgrund der Corona-Krise leider aus. Aber deshalb könnt ihr dennoch etwas tun: schnappt euch Personen aus höchstens zwei Haushalten und geht selbstständig zu den (Fluss-)Stränden. Sammelt gemeinsam Müll auf und macht, neben einem geselligen Treffen auf Abstand, auch noch etwas Gutes.

 >>> Alle Infos zum Polarstern Isar Clean Up gibt es hier. 

 

Tipp 5. Trenne deinen Müll.

Laut Heinrich-Böll-Stiftung und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) werden nur 16 % des Plastikmülls in Deutschland recycelt. Das Übrige wird verbrannt oder verschifft. Deutschland ist sogar der drittgrößte Exporteur von Plastikmüll. Hauptgrund: Die Produktion von Neukunsstoff ist häufig günstiger als das Sortieren und Aufarbeiten des gebrauchten Materials. Das ist bitter. Privat sollte man sich davon nicht beirren lassen. Nur getrennter Müll kann sinnvoll recycelt werden. Und an dir soll die geringe Recycling-Ausbeute nicht liegen. 

 

Tipp 6. Unterstütze Organisationen für Meeresschutz.

Unterstütze Meeresschutzorganisationen. Zum Beispiel unseren Partner Sea Shepherd. Die T-Shirts mit Totenkopf und Harpunen hast du sicherlich schon mal gesehen. Seit 40 Jahren kämpft die Organisation gegen Wilderei und Umweltverbrechen auf den Meeren. Bis heute hat die Organisation zum Beispiel tausenden Walen das Leben gerettet. Seit Polarstern-Anfängen ist Sea Shepherd ein Partner. Gemeinsam veranstalten wir Events, und wir unterstützen die Meereshirten mit Spenden. Wenn du unter dem Aktionscode "Sea Shepherd" zu Wirklich Ökostrom oder Wirklich Ökogas von Polarstern wechselst, gehen automatisch 30 Euro von uns an die Organisation. 

Du wechselst hier – wir spenden an Sea Shepherd

 

Tipp 7. Erzähl vom Meer.

Die Meinung von Freunden ist wichtig. Sie hat vielleicht schon dem einen das Rauchen abgewöhnt, einem anderen das Rasen mit dem Auto. Unterhalte dich mit deinen Freunden über das Meer. Poste Petitionen und interessante Artikel. Erzähle von Facts, die du über die Meere gelesen hast. Von schwindenden Fischbeständen, Wasserverschmutzung, Artensterben. Bestimmt bleibt etwas hängen, und der nächste drückt seine Zigarette nie wieder im Sand aus. Mit erhobenen Zeigefingern haben wir allerdings schlechte Erfahrungen gemacht. Da fliegt die Kippe manchmal aus Trotz erst recht in den Sand. 

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Tipp 8. Kauf Produkte aus Meeresmüll.

Immerhin ziehen einige Unternehmen den Abfall wieder aus dem Wasser und machen etwas Neues daraus. Aus Meeresmüll gibt es bereits Turnschuhe, Schwimmsachen, Verpackungen und vieles mehr. Einfach mal googeln, ob es etwas gibt, das dich anspricht.

 

Tipp 9. Behalte dein Interesse.

Das Meer ist das Beste! Mindestens einmal im Jahr möchte jeder hin. Unter den Schaumkronen der Wellen gibt es eine Welt, die größer ist als unsere an Land. Es gibt so viel zu entdecken. Lies Bücher, schau Filme – Interesse halten ist wichtig. Es sorgt dafür, nicht nur einmal kurz engagiert zu sein, sondern: für immer. 

Warum Ökostrom das Meer schützt

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