9 Tipps, wie du das Meer schützen kannst

Am Meer ist es am schönsten. Eigentlich. Denn tatsächlich vermüllen die Ozeane. An die 10 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich in die salzigen Gewässer. Das kannst du dagegen tun.

No bags, please. Da sagst du's einmal nicht dazu. Ein einziges Mal. Und alle Früchte kommen in jeweils eine Plastiktüte. In diese fiesen kleinen, die knistern und rascheln und dünn sind. Die beim ersten Windstoß abheben und wieder runterknallen wie Kites. Die sich aufblasen und wegrollen wie Steppenläufer im Western, ins Gebüsch fliegen, in den Baum, in den Fluss und schließlich ins Meer. Zusammen mit Strohhalmen, Bechern, Zahnbürsten, einfach allem.

Unsere Meere: Müllhalde der Landbewohner

10 Millionen Tonnen Plastikmüll landen nach Schätzung von Experten jährlich in den Meeren. Auch der Müll von Menschen, die weit weg vom Meer leben. Die Tiere ersticken daran. Die Bilder von Vögeln mit Feuerzeugen und Kippen im Magen, von Walen mit ganzem Hausrat im Bauch, sind keine Fakes. Und viele Plastikstoffe bauen sich erst nach Jahrhunderten ab. Klar braucht es bessere internationale Regeln und Kontrollen von Häfen, Industrie und Tourismus. Aber tatsächlich beginnt der Meeresschutz bei jedem einzelnen von uns. Hier ist das Starter-Kit.

 

9 Tipps, wie du das Meer schützt

 

Tipp 1: Reduziere deinen CO2-Abdruck 

CO2 versauert das Meer. Viele Meereslebewesen können dadurch immer schwerer ihre Skelette oder Schalen entwickeln. Der einfachste und schnellste Weg CO2 zu reduzieren, ist der Wechsel zu Ökostrom und Ökogas. Jeder Haushalt spart so mehrere Tonnen CO2 im Jahr. 

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Fahre außerdem mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen, fliege kaum und wenn doch, kompensiere das CO2 für einen Flug über Atmosfair. Kauf regional, iss weniger Fleisch und Milchprodukte, und wenn du mal Fisch kaufen möchtest, nur mit Ratgeber. Organisationen wie Greenpeace geben gute Broschüren für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Einkauf heraus.

Tipp 2. Vermeide Plastikmüll

Plastiktüten, eingepacktes Gemüse, Einweggeschirr, Plastikflaschen – jeder kommt ohne aus. Die Umstellung auf mitgebrachte Glasflaschen, Thermosbecher oder Stoffbeutel ist wirklich nicht schwer. Außerdem gibt es über 70 verpackungsfreie Supermärkte in Deutschland. Auch ausgeklügelte Pfandsysteme für ein Coffe-to-go-Erlebnis ohne Pappbecherverschmutzung setzen sich Schritt für Schritt durch.

Tipp 3. Nimm nicht nur deinen Müll mit

Wie Menschen in Badehosen wohl auf Fische wirken? Bestimmt wie eklige Aliens. Wir sind Gäste in dieser Welt, benehmen wir uns so! Das heißt: Nichts ins Wasser werfen, nichts am Strand oder an den Flussufern liegen lassen, und überhaupt nie wieder irgendwo etwas liegen lassen. Wer cool ist, nimmt auch Müll von anderen mit und gewöhnt sich die Gehört-mir-nicht-interessiert-mich-nicht-Attitüde ab.

Tipp 4. Mach bei Beach Clean Ups mit

Es gibt immer mehr Events, bei denen Gruppen Müll an Flussufern oder Stränden sammeln. Als Happening. Clean Ups machen Spaß und sind gleichzeitig große Statements. Strand- oder Flussbesucher sehen zu, wie andere Müll aufräumen. Vielleicht sogar ihren eigenen. Das bleibt hängen. Wir von Polarstern veranstalten auch dieses Jahr wieder einen Clean Up an der Isar in München. Mit vielen großartigen Partnern wie Sea Shepherd, Patagonia, Viva con Agua, Surfrider Foundation und viele mehr. Check unsere Website zum Event und komm vorbei: 

Alle Infos zum Polarstern Clean Up gibt es hier

Tipp 5. Trenne deinen Müll

Nur getrennt kann Abfall sinnvoll recycelt werden. 

Tipp 6. Unterstütze Organisationen für Meeresschutz

Unterstütze Meeresschutzorganisationen. Zum Beispiel unseren Partner Sea Shepherd. Die T-Shirts mit Totenkopf und Harpunen hast du sicherlich schon mal gesehen. Seit 40 Jahren kämpft die Organisation gegen Wilderei und Umweltverbrechen auf den Meeren. Bis heute hat die Organisation zum Beispiel tausenden Walen das Leben gerettet. Seit Polarstern-Anfängen ist Sea Shepherd ein Partner. Gemeinsam veranstalten wir Events, und wir unterstützen die Meereshirten mit Spenden. Wenn du unter dem Aktionscode "Sea Shepherd" zu Wirklich Ökostrom oder Wirklich Ökogas von Polarstern wechselst, gehen automatisch 30 Euro von uns an die Organisation. 

Du wechselst hier – wir spenden an Sea Shepherd

Tipp 7. Erzähl vom Meer

Die Meinung von Freunden ist wichtig. Sie hat vielleicht schon dem einen das Rauchen abgewöhnt, einem anderen das Rasen mit dem Auto. Unterhalte dich mit deinen Freunden über das Meer. Poste Petitionen und interessante Artikel. Erzähle von Facts, die du über die Meere gelesen hast. Von schwindenden Fischbeständen, Wasserverschmutzung, Artensterben. Bestimmt bleibt etwas hängen, und der nächste drückt seine Zigarette nie wieder im Sand aus. Mit erhobenen Zeigefingern haben wir allerdings schlechte Erfahrungen gemacht. Da fliegt die Kippe manchmal aus Trotz erst recht in den Sand. 

Tipp 8. Kauf Produkte aus Meeresmüll

Immerhin ziehen einige Unternehmen den Abfall wieder aus dem Wasser und machen etwas Neues daraus. Aus Meeresmüll gibt es bereits Turnschuhe, Schwimmsachen, Verpackungen und vieles mehr. Einfach mal googeln, ob es etwas gibt, das dich anspricht.

Tipp 9. Behalte dein Interesse

Das Meer ist das Beste! Mindestens einmal im Jahr möchte jeder hin. Unter den Schaumkronen der Wellen gibt es eine Welt, die größer ist als unsere an Land. Es gibt so viel zu entdecken. Lies Bücher, schau Filme – Interesse halten ist wichtig. Es sorgt dafür, nicht nur einmal kurz engagiert zu sein, sondern: für immer. 

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