Elektroautos aufladen: ganz bequem mit der eigenen Ladestation zu Hause dank selbst erzeugtem Solarstrom. Worauf es dabei ankommt.

Der Markt für Elektroautos hat dieses Jahr einen großen Sprung nach vorne gemacht: die Bandbreite an Elektroautos für alle Lebenssituationen ist so gut wie gedeckt. Rund 100 neue Modelle werden die deutschen Hersteller in den nächsten drei Jahren zusätzlich ins Rennen schicken, so der Verband der Automobilindustrie. Neben einer größeren Auswahl an Elektroautos und konkurrenzfähigen Preisen geht es bei der Verbreitung von Elektromobilität aber vor allem um Themen rund um die Infrastruktur, das heißt: Elektroauto-Ladestationen. Für viele Autofahrer ist die Ladeinfrastruktur im Bezug auf Elektromobilität noch eine große Hürde. 

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Ladestationen zu Hause gewinnen an Bedeutung.

Neben einem flächendeckenden Angebot an Ladestationen im öffentlichen Raum gewinnt die Installation einer Ladestation zu Hause an Bedeutung. Denn dort steht das Auto am häufigsten. Allerdings treibt das Laden zu Hause die Stromkosten in neue Höhen. Im Schnitt verdoppelt ein Elektroauto den Strombedarf eines Familienhaushalts. Das bedeutet nicht nur höhere Stromkosten, sondern auch höhere CO2-Emissionen, sofern man nicht Ökostrom bzw. grüne Stromtarife für Elektroautos bezieht. Für Haushalte mit E-Auto lohnt sich daher einmal mehr die eigene Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher. Zusätzlich kann Wirklich Eigenstrom von Polarstern dazu gebucht werden, um den restlichen benötigten Strom ebenfalls aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

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Warum Ladestationen besser sind als Steckdosen.

Theoretisch kann jedes E-Auto und Hybrid-Auto an einer typischen Haushaltssteckdose geladen werden. Nur dauert es mindestens eine ganze Nacht, bis das Elektrofahrzeug komplett geladen ist. Schneller geht es mit einer eigenen Elektroauto-Ladestation. Ein Elektriker stimmt die Ladestation auf die Ladeleistung der Hausinstallation ab, sodass das Elektroauto schneller vollgeladen ist. Inzwischen gibt es einige Anbieter, die Ladestationen für den heimischen Gebrauch aufbauen oder einen Installateur aus der Region vermitteln.

 

Die perfekte Elektroauto-Ladestation zu Hause.

Möglichst viel eigener Solarstrom fließt dann in das E-Auto, wenn die E-Ladestelle mit einer Solaranlage und einem Stromspeicher verknüpft ist. Um beispielsweise einen BMW i3 94 Ah mit einer Brutto-Kapazität von 33,2 Kilowattstunden (kWh) möglichst viel mit eigenem Solarstrom zu laden, muss die Solaranlage dazu eine Leistung von ca. 11 Kilowatt Peak (kWp) und der Speicher 10 kWh haben. Wichtig ist, dass dabei die Entladeleistung des installierten Speichers mindestens der Ladeleistung des Elektroautos entspricht, um das Elektroauto zu jeder Zeit und schnellstmöglich mit 100 % zu laden.

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Akku aufladen über Nacht – maximal ein Drittel eigener Solarstrom.

Aber selbst im Falle einer perfekten Abstimmung von Solaranlage, Speicher und Elektroauto kann das Auto nachts nicht komplett mit eigener Solarenergie geladen werden. Dazu bräuchte es je nach Batteriekapazität mindestens 30 kWh. Ein haushaltstypischer Solarspeicher der neuesten Generation hat jedoch „nur“ ca. 10 kWh nutzbare Speicherkapazität. Hinzu kommt, dass in der Realität nachts auch andere Elektrogeräte im Haushalt laufen und ebenfalls den gespeicherten Solarstrom nutzen. Im Schnitt kann ein E-Auto also mit einem komplett vollen 10 kWh-Stromspeicher daheim bis zu maximal rund ein Drittel mit vor Ort erzeugter Solarenergie geladen werden. Den restlichen Strombedarf beziehst du aus dem öffentlichen Netz, zum Beispiel mit Wirklich Eigenstrom von Polarstern.

 

Installation: Tipps fürs schnelle Aufladen des Elektroautos.

Die Installation einer Elektroauto-Ladestation zu Hause stellt besondere Anforderungen an die Energieversorgung. Um genug Strom zur Verfügung zu stellen und innerhalb weniger Stunden sein Auto laden zu können, braucht es einen Starkstromanschluss. Am Ende entscheidet die genaue Ladeleistung am Anschluss, wie lange es dauert, bis der Speicher gefüllt ist. Dabei muss stets die volle Anschlussleistung erbracht werden, das heißt der Gleichzeitigkeitsfaktor liegt bei 1,0. Das muss unbedingt bei der Planung berücksichtigt werden. Denn diese vorgehaltene Leistung fließt in die Berechnung des Hausanschlusses ein und verursacht so schnell unerwartete Kosten für den Bauträger beziehungsweise  Eigentümer. Typischerweise haben lokale Ladestationen zwischen 3,7 und 22 Kilowatt, wobei ab einer Ladeleistung von 12 Kilowatt mit dem Netzbetreiber die Installation geklärt werden muss. Schnellladestationen, zum Beispiel von Ionity, die wir mit Wirklich Ökostrom beliefern, haben übrigens bis zu 350 Kilowatt.

 

Absprachen zur Installation von Ladestation, PV-Anlage und Stromspeicher.

Bei der Installation einer E-Ladestation in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher lohnt es sich, von Anfang an das Gespräch mit seinem Energieversorger und dem lokalen Verteilnetzbetreiber suchen. Denn oft gibt es noch keinen Standardvorgang bei der Anmeldung entsprechender Messkonzepte. Hinzu kommt, dass die Nutzung von HT/NT-Zählern und entsprechende Stromlieferverträge nur unter besonderer Absprache mit dem Verteilnetzbetreiber für diese Anlagenkombination möglich sind. Aber der Aufwand lohnt sich, schließlich kann so das E-Auto auch nachts bzw. im Niedertarif vergünstigt geladen werden. Der Eigentümer des E-Autos kann die Ladesituation seines E-Autos damit durch selbst produzierten Strom und intelligente zeitliche Nutzung des Netzbezugs optimieren. So macht das Fahren eines E-Autos noch mehr Spaß.

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Effizienter: selbst erzeugter Strom.

Das E-Auto mit selbst erzeugten Strom zu laden, ist wirtschaftlich und ökologisch wirklich sinnvoll. Auch ist es sehr energieeffizient, weil kaum Verluste für den Transport und die Umwandlung anfallen. Der Strom bleibt in der „untersten“ Netzebene, dem Niederspannungsnetz, und muss nicht auf Mittel- oder Hochspannung umgewandelt und transportiert werden.

 

Ausblick: Zusatzeinnahmen mit Elektroauto.

Der Ladeprozess der Batterie eines E-Autos funktioniert übrigens auch umgekehrt, d. h. das E-Auto dient dann als Speicher. Diese bidirektionale Lademöglichkeit eröffnet E-Autofahrern künftig ein neues Geschäftsmodell, bezeichnet als vehicle2grid. Auf diese Weise können Autobesitzer mit ihrem Fahrzeug durch sogenannte Netzdienstleistungen zusätzliche Einnahmen erwirtschaften.

Schließlich hilft die Batterie des Autos, das Stromnetz zu stabilisieren, was durch den Übertragungsnetzbetreiber (Stichwort: Regelenergie) vergütet wird.

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