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Auto bei Sonnenuntergang
Auto bei Sonnenuntergang

Solarstrom vs. Netzstrom laden: So groß ist der Preisunterschied.

Wenn sich Menschen mal wieder mit Händen und Füßen gegen den technischen Fortschritt wehren, hilft es, die wirtschaftlichen Vorteile des Fortschritts ins Spiel zu bringen. Die Ladekosten von E-Autos sind dafür ein gutes Beispiel. So ist das Laden zu Hause so gut wie immer günstiger als Tanken. Und mit Strom aus der PV-Anlage wird's noch mal günstiger als Strom aus der Steckdose.

PV-Strom bis zu 80 % günstiger als Netzstrom.

So kostet eine Kilowattstunde Strom aus einer PV-Anlage bis 30 kWp laut der jüngsten Auswertung von Fraunhofer ISE

  • zwischen 5,7 Cent und 8,8 Cent in Süddeutschland und
  • zwischen 7,8 Cent und 12 Cent in Norddeutschland.

Das ist also im besten Fall bis zu 80 % günstiger als das, was man aus dem Netz zieht. Denn laut Vergleichsportal Verivox lag der durchschnittliche Strompreis für Bestandskund:innen im März 2026 bei 31,1 Cent. Die Ladekosten mit Solarstrom bleiben somit erheblich niedriger.

Solarstrom: So viel sparst du beim Laden im Vergleich zu Netzstrom.

ModelVerbrauch/
100 km
Kosten mit Solarstrom (5,7 ct/kWh*)Kosten mit Solarstrom (12 ct/kWh**)Kosten mit Netzstrom (31,1 ct/kWh ***)
VW ID.316,5 kWh0,94 €1,98 €5,13 €
Hyundai Kona Elektro14,7 kWh0,84 €1,76 €4,57 €
Tesla Model 314 kWh0,80 €1,68 €4,35 €
Dacia Spring13,9 kWh0,79 €1,67 €4,32 €
Skoda Enyaq iV17,2 kWh0,98 €2,06 €5,35 €
Fiat 500e14,8 kWh 0,84 €1,78 €4,60 €

* Günstigster Preis. ** Höchster Preis. Quelle: Fraunhofer ISE.

*** 31,1 Cent/kWh – durchschnittlicher Netzstrompreis für Bestandskund:innen im März 2026 laut Strom-Report.

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So lädst du noch mehr Solarstrom – und senkst Kosten.

Wenn PV-Strom so viel günstiger ist, möchte man natürlich sein Elektroauto vorzugsweise damit laden – und möglichst wenig Strom aus dem Netz beziehen. Wie geht das besser?

1. PV-Anlage fürs E-Auto dimensionieren: Welche Größe ist sinnvoll?

Ganz entscheidend ist natürlich die passende Größe der PV-Anlage. Denn das direkte Laden aus der PV-Anlage funktioniert erst ab einem Überschuss von ca. 1,4 kW (einphasig) beziehungsweise 4,2 kW (dreiphasig). Die PV-Anlage sollte also mehr Strom produzieren können, als der Haushalt verbraucht. Denn ohne Energiemanagementsystem (dazu kommen wir noch) bedienen sich zuerst die Geräte im Haushalt an dem selbstgemachten Strom – erst dann kommt die Wallbox zum Zug.

Wie groß muss die PV-Anlage dimensioniert sein?

Wie groß muss die PV-Anlage also dimensioniert sein? Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) sollte man für den Jahresverbrauch von Haushalten und Elektroauto mindestens 1 Kilowatt Peak Leistung (kWp) pro 1.000 Kilowattstunden Jahresstrombedarf einplanen.

Den Verbrauch für das Elektroauto muss man also zum Jahresstromverbrauch des Haushalts dazu rechnen und davon ausgehen, dass in erster Linie zu Hause geladen wird.

Welche Aussage zu E-Autos trifft auf dich zu?

Beispiel, wie groß die PV-Anlage sein muss, um E-Auto mit PV-Strom zu laden.

Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von rund 4.500 Kilowattstunden und einem Elektroauto, das überwiegend zu Hause geladen wird, benötigt insgesamt deutlich mehr Energie als ein Haushalt ohne E‑Auto. Verbraucht das E-Auto 15 Kilowattstunden auf 100 Kilometer, liegt der Ladebedarf pro Jahr bei rund 1.800 Kilowattstunden, wenn man von einer Jahresfahrleistung von 12.000 Kilometern ausgeht. Rechnet man diesen Wert zum Haushaltsverbrauch hinzu, ergibt sich ein Gesamtstrombedarf von etwa 6.300 Kilowattstunden pro Jahr.

PV-Anlage: 1 kWp für 1.000 kWh.

Eine einfache Faustformel lautet: Pro 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch sollte die Photovoltaikanlage etwa 1 Kilowattpeak (kWp) leisten können. Damit liegt die Mindestgröße der PV‑Anlage für diesen Fall bei rund 6 bis 7 kWp. Wenn du jetzt schon weißt, dass dein Stromverbrauch in Zukunft steigen könnte, etwa weil du planst, eine Wärmepumpe zu kaufen, solltest du dies bei der PV-Anlagen-Größe berücksichtigen.

Annahme/VerbrauchErgebnis
Verbrauch E-Auto15 kWh/100 km x 12.000 km/Jahr1.800 kWh/Jahr
Hauhaltsstrom (4 Personen)4.500 kWh/Jahr4.500 kWh/Jahr
Gesamtstrombedarf1.800 kWh + 4.500 kWh6.300 kWh/Jahr
Faustformel1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauchca. 6 bis 7 kWp Mindestleistung
Empfohlene PV-LeistungPrognose Zukunft/steigender Stromverbrauchca. 8 bis 10 kWp

☝️ Praxis-Tipp: Mit Tools planen.

Wenn du ungefähr weißt, wie viele Kilometer du im Jahr mit dem Auto zurücklegst, kannst du auch Tools nutzen, um herauszufinden, wie viele Kilowattstunden Ökostrom dafür zum Laden brauchst – zum Beispiel das Solarstromer-Tool der HTW Berlin. So kannst du die Größe deiner Photovoltaik-Anlage besser einschätzen. Je größer die PV-Anlage ist, desto mehr Ökostrom springt dabei auch fürs Auto raus. Wirtschaftlich wird es jedoch erst, wenn du so gut wie immer zu Hause und tagsüber lädst.

2. Stromspeicher fürs E-Auto: Wann lohnt er sich?

Viele Haushalte mit PV-Anlage teilen das, Problem: Tagsüber produziert die Anlage viel Strom, aber niemand ist zu Hause – das E‑Auto steht erst abends in der Einfahrt. Ein Stromspeicher hilft dabei, den tagsüber erzeugten Solarstrom bis in die Abendstunden zu speichern. So kann das Auto auch dann noch mit Sonnenenergie laden, wenn die Sonne nicht mehr scheint.

Wie groß muss der Stromspeicher fürs E-Auto sein?

Die Faustregel für Haushalte ohne aktives Lastmanagement, die ihre Stromverbrauch nicht aktiv in die Zeiten der Stromerzeugung legen können, lautet: Pro 1.000 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch benötigt man etwa 1 kWh bis 1,5 kWh nutzbare Speicherkapazität. Für einen Gesamtverbrauch von 6.000 Kilowattstunden im Jahr benötigt man also etwa 6 bis 9 Kilowattstunden Speicherkapazität.

☝️ Verluste beachten.

Speicher haben einen Wirkungsgrad von ca. 90 %. Beim Laden des Autos kommen weitere 10 bis 15 % Ladeverluste hinzu. Wer wirklich viel PV-Strom nutzen will, sollte daher entweder die PV-Anlage etwas größer wählen oder einen größeren Speicher einplanen.

Wie groß der Speicher sein sollte, hängt auch davon ab, zu welcher Uhrzeit das Auto vorzugsweise lädt. Steht es oft tagsüber zu Hause, kann es direkt „live“ mit Sonnenstrom tanken. Dann darf es auch eine kleinere Speichergröße sein. Das Gute ist, dass Speicher wesentlich günstiger geworden sind. Inzwischen gibt's eine Kilowattstunde Speicherkapazität schon für rund 400 Euro. Vor wenigen Jahren zahlte man noch rund 1.000 Euro für eine kWh Speicherkapazität.

3. Energiemanagement und Smart Charging: Laden optimieren (ohne ständig dran zu denken).

Ein Energiemanagementsystem hilft dir dabei, möglichst viel Solarstrom direkt ins Elektroauto zu laden. Das ist besonders sinnvoll, wenn du noch keinen Batteriespeicher hast. Das System erkennt über den Wechselrichter oder ein Smart Meter, wann ausreichend PV-Strom verfügbar ist, und startet den Ladevorgang automatisch. So wird dein Auto bevorzugt dann geladen, wenn die Sonne scheint.

Ladevorgänge clever definieren.

Du kannst festlegen, ab welcher Strommenge das Laden beginnt. Für kurze Strecken reicht oft schon eine geringe Ladeleistung, das System startet dann auch bei wenig PV-Ertrag. Umgekehrt lässt sich das Laden pausieren, wenn die Solarleistung unter eine definierte Grenze fällt. Ist der Akku des Autos voll, wird überschüssiger Strom entweder in den Speicher geladen oder ins öffentliche Netz eingespeist.

Direktladung oder Überschussladung: Was ist der Unterschied – und was passt besser?

Bei neueren Wallboxen kannst du bestimmen, ob immer das E-Auto oder der Haushalt zuerst versorgt werden soll. Wird der PV-Strom zuerst ins E-Auto geleitet, spricht man von Direktladung. Dadurch erreichst du den höchsten Eigenverbrauch. Bei der Überschussladung wird dagegen zuerst der Haushalt versorgt, danach das E-Auto. Wenn der Haushalt viel Strom verbraucht, bleibt allerdings nur noch wenig fürs E-Auto übrig. Bei neueren Ladestationen kannst du die Mindest- und Maximalleistung für den Haushalt definieren.

Schnellladen – wenn’s mal eilig ist.

Wenn du's eilig hast: Eine Schnellladeoption gibt es auch. Dann muss die Ladestation jedoch jede Menge zusätzlichen Strom aus dem Netz ziehen, weil die PV-Anlage auf die Schnelle gar nicht so viel erzeugen kann. Das heißt: weniger Solarstrom im Auto.

Manuelles Laden ohne Energiemanagement.

Ohne Energiemanagementsystem laden zuerst die Haushaltsgeräte, was übrig bleibt geht ins Auto. Willst du trotzdem möglichst viel PV-Strom nutzen, musst du selbst aktiv werden: Du startest oder stoppst den Ladevorgang manuell per App oder direkt an der Ladestation und passt die Ladeleistung an. Beispiel: Du siehst, dass deine PV-Anlage gerade viel Strom erzeugt – also startest du den Ladevorgang gezielt in diesem Moment.

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4. Wallbox fürs PV-Überschussladen: Warum niedrige Ladeleistung oft besser ist.

Die Ladeleistung der Wallbox entscheidet, wie viel Solarstrom wirklich im Auto landet. Zwar werden Wallboxen oft mit 11 kW installiert – manchmal auch mit 22 kW - aber fürs Überschussladen ist eine niedrige, fein regelbare Ladeleistung meist sinnvoller. Denn eine PV-Anlage liefert 11 kW – und erst recht 22 kW – nur selten dauerhaft. Fordert die Wallbox mehr, als die PV-Anlage gerade hergibt, kommt je nach Einstellung Netzstrom dazu oder das Laden wird gedrosselt oder pausiert.

Wichtig ist deshalb, wie weit du runterregeln kannst. Ein E-Auto kann nämlich nicht beliebig langsam laden:

  • einphasig braucht es eine Mindestleistung von etwa 1,4 kW.
  • dreiphasig braucht eine Mindestleistung von etwa 4,2 kW.

Für richtig gutes Überschussladen bei wenig Sonne hilft es, wenn die Wallbox und das Auto zwischen drei Phasen und einer Phase umschalten können. Dann kann das Auto auch bei kleinem PV-Überschuss noch laden – statt sofort zu pausieren oder Netzstrom zu ziehen.

5. Schnittstellen und Kompatibilität: Damit PV, Speicher und Wallbox zusammenarbeiten.

Eine Voraussetzung für das optimale Laden mit PV-Strom, ist, dass die einzelnen Komponenten miteinander kompatibel sind. Wenn du gerade erst in der Planung für die eigene Stromversorgung bist, plane die Elektromobilität mit ein, sogar wenn du jetzt noch kein Interesse hast – wer weiß, wie’s in ein paar Jahren aussieht. Umgekehrt sollte man beim Einbau der Ladestation eine spätere Installation einer PV-Anlage mit einkalkulieren. Entscheidend ist, dass Wechselrichter, Speicher, Wallbox und Smart Meter über passende Schnittstellen miteinander kommunizieren können. Das geschieht meist über Protokolle wie Modbus, EEBUS oder OCPP und läuft später über ein zentrales Energiemanagementsystem (EMS) zusammen. Dafür müssen früh die richtigen Geräte und Kommunikationswege vorgesehen werden. Damit alles reibungslos zusammenspielt, lohnt sich eine frühzeitige Planung mit einer spezialisierten Elektrofachkraft oder einer Energieberatung. So stellst du sicher, dass dein Energiesystem auch in Zukunft erweiterbar bleibt.

6. PV-Strom und Autostromtarif: Doppelt sparen mit Kaskadenschaltung.

Wer eine PV‑Anlage besitzt und ein Elektroauto zu Hause lädt, kann mit einer Kaskadenmessung gleich doppelt sparen. Das Prinzip: Du nutzt zuerst deinen eigenen, günstigen Solarstrom – und wenn kein PV‑Überschuss mehr vorhanden ist, lädst du automatisch mit einem günstigeren Autostromtarif weiter. Dieser Tarif ist in der Regel deutlich preiswerter als klassischer Haushaltsstrom, weil du ein reduziertes Netzentgelt zahlst. Mit einer Kaskadenschaltung lassen sich daher selbst dann die Ladekosten reduzieren, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Was ist eine Kaskadenschaltung oder -messung?

Bei der Kaskadenmessung werden zwei Stromzähler hintereinander geschaltet:

  1. Der erste Zähler ist ein Zwei‑Richtungszähler am Hausanschluss, der – den Bezug und die Einspeisung misst.
  2. Der zweite Zähler ist ein separater Zähler für die Wallbox beziehungsweisen den Autostromtarif.

Der Autostromzähler zählt nur den Netzstrom, der wirklich ins Auto fließt. PV‑Strom wird vorher “abgezweigt” und gilt damit nicht als bezogener Strom – du lädst ihn kostenfrei. Die Voraussetzung, um den Spezialtarif bestellen zu können, ist, dass die Ladestaton beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG angemeldet ist. Viele Netzbetreiber verlangen außerdem, dass alle Tarife – also der Haushaltsstrom und der Autostromtarif – vom gleichen Stromanbieter kommen.

So funktioniert die Kaskadenmessung im Alltag.

☀️ Sonne scheint → PV-Strom lädt vorrangig das Auto: Der Wechselrichter erkennt den Überschuss, und der Strom fließt direkt ins E‑Auto – ohne Zählerdurchlauf.

⛅️ Wenig oder kein PV-Strom → Umschalten auf Autostromtarif: Der zweite Zähler erfasst nur den restlichen Strombedarf fürs Auto.

🏠 Haushalt und Auto bleiben sauber getrennt: Du zahlst für Haushaltsstrom deinen normalen Tarif – und fürs Auto den günstigeren Autostromtarif.

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Eine Frau lädt ein Elektroauto an der Wallbox. Ein Aufkleber am E-Auto zeigt das Logo von Polarstern Energie.

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Portrait von Michael.

Michael. | Team Wirklich

E‑Mail:  michael@polarstern-energie.de

Michael ist ein alter Hase im Marketing-Team und schon seit 2012 dabei. Als Online-Redakteur stammen viele Texte auf unserer Seite und im Polarstern Magazin aus seiner unverwechselbaren Feder.