Nach Jahrzehnten der Nutzung von fossilen Energieträgern machen immer mehr Menschen eine Entdeckung: Energie fällt vom Himmel. Mit Solaranlagen lässt sie sich einfangen und Strom und Wärme erzeugen. Jede:r kann mitmachen. Deshalb ist Solarenergie praktisch die Energiewende von unten. Erfahre, welche Möglichkeiten es gibt, was es bringt und wo du beginnst. 

von Michael

Energie von oben, Energiewende von unten.

Schon 2030 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bei 65 % liegen. Das ist ein gutes Ziel, nur: Wo soll der ganze Ökostrom herkommen? Gerade wo wir doch immer mehr davon brauchen, zum Beispiel für Elektroautos oder Wärmepumpen

Die Antwort darauf, liegt zum Teil auf unseren Dächern. Da scheint nämlich selbst in Deutschland so oft die Sonne drauf, dass es an Energieverschwendung grenzt, keine Solaranlage dazwischen zu legen. Sonnenenergie fällt praktisch vom Himmel, das macht sie zur weltweit günstigsten Energiequelle. Mittels Photovoltaik (PV) kann man sie für die Stromversorgung, mit Solarthermie für die Wärmeversorgung nutzen. 

1. Strom erzeugen: Photovoltaikanlagen.

Wann sich Photovoltaikanlagen lohnen. 

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Haushalte können den Strom direkt zuhause für sich nutzen. Sie können ihn aber auch ins öffentliche Stromnetz einspeisen und dafür eine Einspeisevergütung erhalten. Im Juni 2021 gab es für Anlagen mit einer Leistung bis 10 kWp nur noch 7,58 Cent pro Kilowattstunde. 15 Jahre vorher waren es noch 57,40 Cent. Immerhin ist auch jetzt noch die Einspeisevergütung für die nächsten 20 Jahre fix. Damit sich eine Photovoltaikanlage für dich rechnet, solltest du den selbst erzeugten Strom – und zwar möglichst viel davon – auch selbst nutzt. Während eine selbst erzeugte Stunde Solarstrom dich – wenn man die Investitionen, den Betrieb etc. berücksichtigt – rund 10 Cent je Kilowattstunde kostet, sind es bei einer Kilowattstunde aus dem öffentlichen Netz rund 31 Cent. Also dreimal mehr. Alles klar, oder?

Das macht Photovoltaik so wirtschaftlich.

Grob gerechnet wirst du mit einer Photovoltaikanlage etwa 30 % deines Stromverbrauchs selbst erzeugen. Das spart ordentlich Stromkosten. Beispiel: ein typischer Einfamilienhaushalt, der rund 4.000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbraucht und jetzt 30 % dieses Bedarfs selbst erzeugt, gibt beim aktuellen Strompreis nur noch 988 Euro statt 1.240 Euro im Jahr aus. Das ist eine Ersparnis von 252 Euro pro Jahr. Und da ist auch noch die Vergütung für den ins Netz eingespeisten Strom. 

Hinzu kommt, dass PV-Anlagen immer günstiger werden. In den letzten fünf Jahren sind die Preise sogar um 46 % gefallen. Und das bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Technik. Ein paar Wolken, ein bisschen Schatten – neue Anlagen können mit diesen Hindernissen viel besser umgehen. Das heißt, trotz Wolken erntest du immer mehr Solarstrom. 

Die typischen Fragen zur Photovoltaik. 

Die typischen Fragen vor dem Kauf einer PV-Anlage lauten: Wie teuer ist das, lohnt es sich und was brauche ich? Am besten lässt du dich von einem:r Installateur:in beraten. Von deiner Dachgröße (und deinem Budget) hängt ab, wie viel Leistung in Kilowatt (kW) auf deinem Dach Platz hat. Die Leistung in Kilowatt ist die Größe für die Stromausbeute. Pro kW Leistung kannst du in etwa 1.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen – und musst dafür etwa 1.200 bis 1.600 Euro investieren. Vor rund 20 Jahren hättest du pro kW noch rund 8.000 bis 9.000 Euro hinblättern müssen. Dafür bekam man aber eine wesentlich höhere Einspeisevergütung. 

Ausschlaggebende Währung sollte aber nicht nur der Euro sein, sondern auch das CO2. Laut Umweltbundesamt hat die Photovoltaik einen Vermeidungsfaktor von 614 g CO2-Äquivalente/kWhel. Eine Familie, die 30 % ihres Stromverbrauchs von 4.000 Kilowattstunden selbst erzeugt, vermeidet so etwa 736 Kilogramm CO2 im Jahr – aus eigener Kraft.

2. Noch mehr Strom nutzen: Photovoltaikanlage und Speicher.

Lithium Ionen Akkus speichern Sonnenstrom
Batteriespeicher wie dieser Lithium Ionen Akku speichern den Strom aus Sonnenenergie: so kann Eigenstrom auch dann genutzt werden, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Dann lohnt sich ein Speicher. 

Ohne Speicher kann ein PV-Haushalt etwa 30 % seines Strombedarfs decken. Wenn der Haushalt weniger Strom benötigt, als die Anlage erzeugt, geht der ganze schöne Strom ins Netz. Und dies bei einer sinkenden Einspeisevergütung. Mit einem Speicher kannst du dagegen deine Sonnenenergie nutzen, wann du willst. Auch für die Abendstunden oder zur Versorgung eines größeren Stromverbrauchers wie etwa einer Wärmepumpe oder einem Elektroauto. Mit der Kombination aus Speicher und PV-Anlage nutzen Haushalte im Schnitt zu 60 % ihren eigenen Strom und beziehen die restlichen 40 % aus dem Netz. Unterm Jahr wird es auch Tage geben, an denen du zu 100 % nur deinen eigenen Strom nutzt. Zum Beispiel an Sommertagen, die zu Hause verbringst. 

Was du davon hast. 

Angenommen du lebst in einem 2-Personen-Haushalt mit einem Standardverbrauch von 2.400 Kilowattstunden im Jahr, ist ein Speicher möglicherweise zu viel des Guten. Anders sieht die Sache aus, wenn ein großer Stromverbraucher wie etwa eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto genutzt wird. Dann steigt der Verbrauch locker auf 8.000 kWh bis 10.000 kWh im Jahr. Im letzteren Fall gibst du bei pro Jahr rund 3.100 Euro für Strom aus. Nach einer wirklich groben Faustformel kannst du mit einer PV-Anlage 1.000 Euro abziehen, mit einem Speicher weitere 1.000 Euro.

Was das kostet.

Was nun Photovoltaikanlage und Speicher in der Kombination kosten, lässt sich kaum verallgemeinern. Im Schnitt geben aber Haushalte für eine Photovoltaikanlage mit 6 Kilowatt-Peak inklusive Installation rund 8.000 bis 9.000 Euro aus und für den Stromspeicher zwischen 7.000 und 12.000 Euro.

3. Eigenen Strom zum Wärmen nutzen: Solarthermie.

Solarthermie: Mit der Solarkraft kannst du sogar heizen. 

Die Energiewende wird meistens mit der Strombrille gesehen. Dabei fällt der größere Teil unseres Energieverbrauchs beim Heizen und der Nutzung von Warmwasser an – in den Privathaushalten etwa zu 85 %. Deshalb macht gerade in diesem Bereich die Nutzung von günstiger Sonnenenergie besonders Sinn. Nicht nur, weil die Solarthermie Kosten senkt, sondern weil im Wärmesektor die fossilen Energieträger immer noch vorherrschend sind, und diese Dominanz dringend gebrochen werden muss. Mit einer Solarthermieanlage lässt du die fossilen Energieträger beim Heizen hinter dir und gestaltest aktiv die Wärmewende mit.

Das bringen Solarthermieanlagen.

Solarthermieanlagen können die Heizungsanlage oder auch die Warmwasseraufbereitung unterstützen. Anders als bei der PV-Anlage ist die Solarthermieanlage nicht mit Solarzellen, sondern mit Solarkollektoren ausgerüstet, die die Wärme der Sonne einsammeln. In den Rohren der Kollektoren ist eine Flüssigkeit, die von der Sonne erwärmt wird und zum Heizsystem gepumpt wird. Die Solarthermieanlage ist mit einem Solarspeicher verknüpft, wo die Wärme auf das Heizungs- oder Trinkwasser übertragen wird. Dank des Speichers kannst du die Wärme abrufen, wann du willst. Sonst könnten ja alle nur heiß duschen, wenn die Sonne scheint. Insgesamt kannst du mit einer Solarthermieanlage laut co2online rund 60 % deines Warmwasserverbrauchs und 20 bis 30 % deines Heizbedarfs decken. Letztlich kommt es aber darauf an, wie groß die Kollektorfläche ist und wie gut das Haus bereits gedämmt ist. Damit sich die Solarthermie lohnt, sollten mindestens drei Personen im Haushalt leben.

Und wenn du mehr Wärme brauchst?

Weil eine Solarthermieanlage den Wärmebedarf nicht alleine decken kann, ist sie immer mit einer herkömmlichen Heizung verknüpft. Die springt automatisch ein, wenn die Sonnenenergie verbraucht ist. Das Gute ist, dass sich die Solarthermieanlagen praktisch mit allen Wärmeerzeugern verknüpfen lassen, so auch mit den effizienten Wärmepumpen. Hier kannst du dann sogar noch vom Spezialtarif für Wärmepumpen profitieren und so günstigen und grünen Wärmepumpenstrom beziehen.

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Auch eine Pelletheizung ist lässt sich mit Solarthermie kombinieren, genauso wie ein Gasbrennwertkessel. Bei einer Gasheizung haben wir Wirklich Ökogas für dich. So heizt du auch mit Gasheizung wirklich klimafreundlich.

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Im Unterschied zu einer Photovoltaikanlage kannst du Energie, die nicht benötigt wird, bei Solarthermieanlagen aber nicht (!) ins Netz einspeisen. Deshalb muss die Anlagengröße gut geplant sein. Hier helfen dir auch Energieberater. 

Förderungen für Solarthermieanlagen.

Das Gute ist: Die Integration von erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung wird gefördert, etwa durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – und das nicht zu knapp. Schau dir unbedingt die Förderoptionen an. Wenn du etwa deine bestehende Heizung mit einer Solarthermieanlage nachrüstest, erhältst du einen Zuschuss von 30 % der förderfähigen Kosten. Tauschst du einen alten Ölkessel gegen eine Kombi aus Gas und Solartechnik gibt es einen Zuschuss von 40 %. Und wenn du ein neues Haus baust und bis zu 55 % deines Wärme- und Kältebedarfs mit erneuerbaren Energien deckst, gibt’s ordentliche Kredite und Tilgungszuschüsse. Der Bundesverband der Solarwirtschaft hat die Förderungen in einer Grafik zusammengefasst. 

Strom- und Wärmeproduktion mit PV im Winter möglich. 

Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch zu sein, Wärme mit der Sonne zu erzeugen, wenn sie sich am seltensten blicken lässt: im Winter. Aber entscheidend ist das Licht, nicht die Hitze. Im Winter scheint die Sonne zwar kurz, dafür hell. Das macht auch die Strom- und Wärmeproduktion an einem kalten Januartag möglich. Der Wirkungsgrad einer PV-Anlage sinkt bei großer Hitze sogar. Im Sommer reißen es eben viel Sonnenstunden und lange Tage wieder raus. Auch insgesamt ist Licht ein gutes Argument für den Kauf von Solaranlagen. Denn tatsächlich wird es heller auf der Erde.

4. Solarstrom-Kombis, die richtig viel bringen: Wärmepumpen und Elektroautos.

Die Nutzung von Photovoltaik ist immer dann besonders sinnvoll, wenn große Stromverbraucher wie E-Autos und Wärmepumpen in den Haushalt kommen. Das betrifft immer mehr Haushalte. Doch beide Techniken verdoppeln schnell den Stromverbrauch eines Haushalts. Und ohne spezielle Tarife oder den eigenen Solarstrom schießen auch die Stromkosten in die Höhe.  

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Gibt's auch: PV-Strom und Spezialtarif in einem.

Wer eine Wärmepumpe oder ein E-Auto mit PV-Strom versorgt, kann sogar noch mehr Geld sparen. Es ist möglich, diese Stromverbraucher mit einem Spezialtarif zu versorgen, wenn die PV-Anlage gerade nicht genügend Strom hergibt. Voraussetzung ist das richtige Zähler-Set-Up: die Kaskadenschaltung. Dazu muss der Haushalt mit zwei Zählern ausgerüstet sein. Einer misst den Haushaltsstrom, der andere den Strom fürs Elektroauto oder die Wärmepumpe. Bei der Kaskadenmessung werden diese Zähler hintereinandergeschaltet. Die Wärmepumpe oder die Ladestation müssen dazu beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinrichtung angemeldet sein. Die Kaskadenschaltung ist vor allem für Haushalte interessant, die viel Strom verbrauchen und bereits über einen separaten Zähler verfügen. In unserer Broschüre erfährst du mehr darüber. 

Zur Broschüre

Feier, dass du die Fossilen hinter dich gelassen hast. 

Von den hohen Stromverbräuchen von E-Autos und Wärmepumpen solltest du Respekt haben, dich aber nicht abschrecken lassen. Denn die Nutzung von Benzin oder Diesel, Heizöl oder Erdgas hast du hinter dir gelassen – und damit auch die Kosten für diese Brennstoffe, die deutlich steigen, etwa durch die CO2-Bepreisung. Mit Solarenergie gibst du also weder Geld für sie aus, noch verschleuderst du dein CO2 Budget. Und das solltest du einfach feiern. 

5. Solarstrom clever nutzen durch smarte Technik. 

Sobald du eine Solaranlage hast, vielleicht auch in Verbindung mit einem Stromspeicher, wirst du stets daran arbeiten, möglichst unabhängig vom Netz zu sein. Dafür ist es wichtig, die großen Stromverbraucher genau dann zu nutzen, wenn deine Photovoltaikanlage gerade viel Strom produziert – oder der Stromspeicher gut gefüllt ist. Smarte Technik hilft dir dabei. So schaltet sie zum Beispiel ein bestimmtes Gerät genau dann ein, wenn die PV-Leistung hoch genug ist. 

Energiemanager optimiert deinen Eigenverbrauch. 

Damit das klappt, brauchst du ein Energiemanagementsystem oder kurz: Energiemanager. Der Energiemanager beliefert deine Geräte automatisch mit Solarstrom, wenn die PV-Leistung hoch ist, oder er füllt den Speicher auf, wenn die Geräte bereits versorgt sind. Das System arbeitet immer so, dass du möglichst wenig Strom aus dem Netz beziehen musst. 

Andersrum speist der Energiemanager deinen Strom ins Netz ein, wenn der Haushalt bereits mit Strom versorgt ist und dein Stromspeicher auch schon geladen ist. Das Energiemanagementsystem visualisiert die Stromverteilung im Haus und bietet meist viele smarte Features. So achten viele dieser Systeme auch auf Wetterprognosen. Wenn in einer Stunde pralle Sonne angesagt ist, weiß das System, dass es dann den Strom etwa zur Waschmaschine schicken wird. Wenn du die Startvorgänge selbst bestimmen möchtest, kannst du jederzeit eingreifen. Eine smarte Verknüpfung von Geräten mit der PV-Anlage eignet sich besonders bei Waschmaschinen, Geschirrspülern und Trocknern, vor allem aber für Großverbraucher wie Wärmepumpen, Klimaanlagen und Ladestationen.

Optimierung ohne smarte Technik. 

Auch ohne smarte Technik kannst du mit einfachen Mitteln deinen Eigenverbrauch steigern. Ein typisches Beispiel ist, mit dem Waschen bis zum nächsten Tag zu warten, wenn der Wetterbericht besser ist. Wenn du bislang nur eine PV-Anlage nutzt, kannst du Geräte auf die Mittagszeit oder ebenso analog zum Wetterbericht vorprogrammieren. 

6. Solarstrom für Mieter:innen. 

Mieterstrom. 

Klar, bei der Unterstützung der dezentralen Energiewende sind Mieter:innen nicht ganz so frei in der Entscheidung wie Eigenheimbesitzer:innen. Doch auch im Mietmarkt ist die Solarenergie im Kommen. Mieterstrom heißt das Konzept, bei dem auf Dächern von Mehrparteiengebäuden Photovoltaikanlagen installiert werden, damit die Mieter:innen den lokal produzierten Ökostrom nutzen können. Manchmal übernehmen oder unterstützen auch Blockheizkraftwerke (BHKW) die Stromerzeugung. Wie Eigenheimbesitzer:innen profitieren hier Mieter:innen von günstigen Strompreisen. In den meisten Projekten ist auch die Elektromobilität bereits integriert. Dann kann der Solarstrom von Dach direkt zum Laden genutzt werden. Wir bei Polarstern versorgen bundesweit bereits mehrere hundert Gebäude mit lokal erzeugtem Strom. Vielleicht ja auch bald dein Gebäude.

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Balkonmodule. 

Eine Möglichkeit, wie Mieter:innen die Solarisierung des Strommarktes aktiv mitgestalten können, sind kleine PV-Anlagen für den Balkon. Die Balkonmodule mit einer Leistung bis 600 Watt steckt man einfach in die Steckdose, und sobald die Sonne genügend Energie liefert, speist der Wechselrichter des Moduls den Sonnenstrom in das Wohnungsnetz ein. Die Geräte im Haushalt bedienen sich dann solange an dem Ökostrom, bis er verbraucht ist. Natürlich sind Stromausbeute und die Bedeutung für den Eigenverbrauch nicht mit einer Dachanlage vergleichbar. Trotzdem sind die Steckermodule für den Balkon eine gute Unterstützung, um Stromkosten zu sparen. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) schätzt, dass Haushalte mit einem Stecker-Solargerät bis zu 10 % ihres Strombedarfs selbst erzeugen können. So wenig ist das auch wieder nicht.

Laut Verbraucherzentrale kann ein Standardsolarmodul mit 300 Watt in guter Südlage bis zu 200 kWh Strom im Jahr produzieren. Bei einem durchschnittlichen Kilowattstundenpreis von 31,89 Cent sparst du so immerhin 63,78 Euro – wenn du den erzeugten Strom auch immer nutzen kannst. Weil Energiewende-Bremser gerne mal Sicherheitsbedenken äußern: Laut DGS ist es in jedem Haushalt mit Sicherungsautomaten in Ordnung, bis zu 2,6 Ampere ins Wohnungsnetz einzuspeisen, was in etwa 630 Wattpeak (Wp) entspricht. Allerdings muss ein Steckermodul beim Netzbetreiber angemeldet werden. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie hat dafür einen Musterbrief aufgesetzt. Auf der Seite der DGS findest du auch ein Merkblatt mit allen Dingen, auf die du achten musst, um ein Balkonmodul sicher nutzen zu können. Aber auch hier gilt: Überlege gut, wie viel Solarstrom du ohne Speicher wirklich nutzen kannst – denn ein Speicher macht für Balkonmodule keinen Sinn und damit sich die Anlagen rechnen, muss du in der Wohnung möglichst viel Solarstrom auch nutzen.

PV: Diese Optionen gibt es für Mieter:innen

Reststrom von Polarstern. 

Ganz unabhängig vom Stromnetz wird man mit einer Solaranlage nicht. Man braucht Unterstützung. Und die gibt es von uns, Polarstern. Wenn dein Solarstrom oder deine Solarthermie aufgebraucht ist, versorgen wir dich mit Wirklich Ökostrom und Wirklich Ökogas. So ist deine Energieversorgung rund um die Uhr aus erneuerbaren Energien. Unseren Strom gibt es auch als Spezialtarife für E-Autos, Wärmepumpen und andere Heiztechniken. Vor allem haben wir mit Wirklich Eigenstrom einen Tarif, der speziell für Nutzer:innen von Photovoltaikanlagen konzipiert ist. Er ist mit allen Photovoltaikanlagen und Stromspeichern kompatibel, kommt ohne Grundgebühr und ist jederzeit kündbar. 

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Egal welchen Polarstern-Tarif du nutzt. Du sorgst dafür, dass die Solarkraft noch mehr ausgebaut wird. Für jede Kilowattstunde Wirklich Ökostrom, die du verbrauchst, investieren wir 1 Cent in den Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa. In Madagaskar bauen wir zusätzlich gemeinsam mit unserem Partner Africa Greentec eine solare Stromversorgung für ganze Dörfer auf. Warum? Weil die Energiewende eine weltweite Aufgabe ist. Dabei? 

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