Auf der Welt ist vieles besser geworden. Wirklich. Allein der Anteil der Weltbevölkerung, der mit Strom versorgt ist, liegt bei knapp 90 %. Social Businesses weltweit unterstützen diese positive Entwicklung. Oft verbinden sie dazu Verbraucher und Unternehmen in Industrieländern mit den Entwicklungsländern. Sie denken und handeln also grenzüberschreitend. Wir stellen dir Social-Business-Beispiele mit ihrem Impact vor.

von Michael

 

Social Businesses fördern die nachhaltige Entwicklung der Welt.

Früher war alles besser? Garantiert nicht. In den letzten 20 Jahren ist allein der Anteil der Weltbevölkerung, der in extremer Armut lebt, laut UN von 29 % auf 9 % gesunken. Fast 90 % der Menschen haben heute Zugang zu Bildung und fast ebenso viele zu sauberem Wasser und Elektrizität. Die Menschen schlagen sich eben nicht nur gegenseitig die Köpfe ein, sie arbeiten auch zusammen, um die Welt zu einem lebenswerteren Ort zu machen. Auch Social Businesses wirken an der nachhaltigen Entwicklung auf der Welt mit. Sie bieten Produkte und Dienstleistungen mit einer sozialen und ökologischen Wirkung. Dies nicht nur im Heimatland, sondern genauso in den Entwicklungsländern. Dahinter steht die Einsicht, dass globale Aufgaben wie etwa der Klimaschutz auch nur global gelöst werden können. 

 

Alle Polarstern-Kunden fördern die Energiewende weltweit. 

Bei Polarstern sorgt zum Beispiel jede Bestellung von Wirklich Ökostrom und Wirklich Ökogas dafür, dass sich Familien in Kambodscha und Mali eine eigene Biogasanlage leisten können. In der Summe konnten so schon mehrere tausend Menschen mit sauberer Energie versorgt werden. 

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Was ein Social Business will und leistet. 

Social Businesses wirtschaften zwar wie klassische Unternehmen, aber es treibt sie nicht der Gewinn an, sondern die Lösung für eine gesellschaftliche Herausforderung wie Armut, Klimawandel oder Gesundheit. Gewinne werden dazu genutzt, den Impact weiter auszubauen. Vor diesem Hintergrund werden Social Businesses immer wichtiger. Sie sind nicht auf Spenden angewiesen und sparen dem Staat eine Menge an Sozialausgaben – laut Unternehmensberatung McKinsey sogar in Milliardenhöhe jährlich. Und das nur in Deutschland. Weltweit ist das Potenzial entsprechend größer. Wir stellen Bereiche vor, wo das Potenzial von Social Businesses besonders sichtbar wird.

 

4 Bereiche, wo deine Entscheidung für ein Social Business weltweit etwas verändert.

Mann bedient eine Mikrobiogasanlage.
So sehen die Biogasanlagen aus, die wir gemeinsam mit unseren Kunden in Kambodscha förden.

 

Beispiel Energie.

Energie ist eine der Grundvoraussetzungen für ein gutes Leben. Ohne sie läuft nichts. Kein Haushalt, keine Maschine, keine Wirtschaft. Aber während die Weltbevölkerung wächst, steigt auch der Energiebedarf und damit das Risiko, dass wir immer mehr CO2 auszustoßen. 

Die größte Herausforderung in der Klimakrise ist es daher, diesen wachsenden Energiebedarf mit sauberer Energie zu decken. Deshalb haben wir auch Polarstern gegründet – um die Energiewende weltweit voranzutreiben, nicht nur in Europa. Bei unserem Social-Business-Modell investieren wir für jeden Kunden jedes Jahr 20 Euro in den Bau von Biogasanlagen für Familien in Kambodscha. 

 

So funktionieren die Biogasanlagen.

So erzeugen und nutzen Familien in Kambodscha Biogas
So geht’s: Über einen Einfülltank (1) werden Mist und Wasser in die Biogasanlage befördert. Das Gemisch vergärt zu Gas (3), das direkt in Haus geleitet wird. So kann zum Beispiel ein Gasherd genutzt werden, ebenso Gaslampen (7). Das Gas drückt in der Anlage die vergorenen Reststoffe nach draußen (6). Mit diesen düngen die Bauern ihre Felder. Mit Erfolg. Der natürliche Dünger bringt bis zu 30 % höhere Erträge.

 

Eine Maßnahme, mehrfache Wirkung.

Ist so eine Biogasanlage erst einmal gebaut, löst sie gleich mehrere Probleme auf einmal. Sie deckt nicht nur den täglichen Energiebedarf von Familien, sondern befreit sie auch aus ihrer Abhängigkeit von Feuerholz. Durch den Verzicht auf Holz, sind die Menschen erstens beim Kochen nicht mehr dem Feuerrauch ausgesetzt, der nach Einschätzung der WHO zu den größten Gesundheitsrisiken weltweit zählt. Zweitens muss das Holz nicht mehr gesammelt werden. Kinder, die diese Arbeit am häufigsten verrichten müssen, können stattdessen zur Schule gehen. Wurde das Holz zugekauft, sparen sich die Familien eine Menge Geld. Mehr noch: Sie verdienen etwas dazu. Denn die Gärreste aus der Anlage nutzen die Familien als natürlichen Dünger für die Felder. Und der bringt bis zu 30 % höhere Erträge. So fördern die Biogasanlagen auch die lokale Wirtschaft in Kambodscha. Am Ende schont die Biogasanlage die Gesundheit, die Wälder und die Haushaltskasse. 

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Beispiel Kühlung.

Neben der Energieversorgung gehört die Kühlung von Lebensmitteln und Medikamenten zu den akutesten Herausforderungen in Gebieten mit einer instabilen Stromversorgung. Oft verdirbt ein Großteil der Ernten aufgrund fehlender Kühlmöglichkeiten. Doch es gibt Lösungen.

 

ColdHubs.

So entwickelt etwa die Firma ColdHubs aus Nigeria mobile Kühlräume, die mit Solarenergie betrieben werden. Die Kühlräume kommen direkt auf den Märkten zum Einsatz, wo die Bauern die Lagermöglichkeiten tageweise buchen können. Lebensmittel halten so bis zu 21 Tage länger, und die Bauern stehen nicht unter dem Druck, die Ware sofort verkaufen zu müssen. Ohne die Ausfälle steigern die Bauern ihr jährliches Einkommen um rund ein Viertel.

 

Coolar.

In eine ähnliche Richtung geht Coolar. Die Firma aus Berlin entwickelt Kühlschränke, die mit Solarenergie betrieben werden. In den Entwicklungsländern sollen sie vor allem zur Kühlung von Medikamenten genutzt werden. Die Coolar-Schränke sind nicht nur klimafreundlich, weil sie ohne Strom betrieben werden, sondern auch weil keine klimaschädlichen Schmier- und Kältemittel zum Einsatz kommen. Da sich der Kühlschrank selbst mit Sonne versorgt, kann man sich Batterien sparen, ebenso den Diesel für Generatoren. Insgesamt sind die CO2-Emissionen rund zehnmal niedriger als bei herkömmlichen Kühlschränken.   

 

Beispiel Wissen.

Zu den großen Ungerechtigkeiten der globalen Wirtschaft gehört, dass die Menschen, die unsere Konsumgüter erzeugen, oft gar nicht davon leben können. Deshalb investiert etwa Coffee Circle aus Berlin seit dem ersten Tag für jedes verkaufte Kilo Kaffee einen Euro für seine Kaffeeproduzenten in Äthiopien, Kongo und Kenia. Neben dem Aufbau einer Trinkwasser- und Sanitärversorgung investiert Coffee Circle zum Beispiel in Ausbildung und Qualitätstrainings. Die Bauern steigern so die Qualität ihres Produktes und langfristig auch ihre Einnahmen. Auf seiner Homepage informiert der Hersteller über die Projekte. So können alle Kunden nachvollziehen, was mit ihrem Euro konkret passiert.  

 

Beispiel Gesundheit.

Mehr Verein als Business ist das Unternehmen EinDollarBrille und trotzdem ein tolles Beispiel, wie man langfristige ökonomische Strukturen schafft. Gründer Martin Aufmuth hat eine Brille entwickelt, die in ihrer Herstellung nicht mehr als ein Dollar und im Verkauf nicht mehr als fünf Dollar kostet. Für Millionen von Menschen weltweit ist ihre Kurzsichtigkeit ein existenzielles Problem. Wer schlecht sieht, kann nicht lesen, nicht schreiben und nur mühsam seinen Lebensunterhalt verdienen. Mit der erschwinglichen und robusten Brille haben diese Menschen nicht nur eine Möglichkeit, ihre Sehschwäche zu beheben, sondern die Aussicht auf einen Arbeitsplatz und Perspektiven. Denn wo die EinDollarBrille verkauft wird, werden die Menschen auch in der Herstellung der Brille geschult und zu Optikern ausgebildet. Allein in Burkina Faso leben inzwischen 45 Menschen von der Produktion und dem Vertrieb der Brillen. 

Landkarte: Mehr Social Businesses finden

 

Wie viel wir schon erreicht haben – und wie du uns unterstützt.

Dass Social Entrepreneure oftmals fern der eigenen Heimat aktiv werden, hängt übrigens nicht nur mit der persönlichen Verbindung zu einem bestimmten Land zusammen. Oft ist es auch ihrer Haltung zur konventionellen Wirtschaft geschuldet. Missstände und Ungerechtigkeiten haben immer viele Ursachen. Aber wirtschaftliches Handeln im klassischen Sinne ist mit Sicherheit eine davon. Denn Profitmaximierung bedeutet häufig die Profitminimierung von anderen. Und dies meistens dort, wo es die eigenen Kunden nicht sehen: in den Entwicklungsländern. Rückwirkend werden dann Schäden punktuell und notdürftig mit Spenden und Entwicklungsprojekten geflickt, ohne dass sie die Situation langfristig verbessern. Social Entrepreneure haben ein anderes Wirtschaftsverständnis. Sie wollen langfristige Strukturen schaffen, die Menschen aus ökonomischen Abhängigkeiten befreien und Gewinne dazu nutzen, ihren Impact weiter auszubauen. 

Und das klappt auch. So haben wir etwa mit unseren Kunden den Bau so vieler Biogasanlagen in Kambodscha angestoßen, dass wir rund 40.000 Menschen das Leben verbessern konnten. Du kannst uns dabei helfen, dass unsere Wirkung immer weitere Kreise zieht. Mit einer einfachen Bestellung von Wirklich Ökostrom oder Wirklich Ökogas. Was es alles bewirkt, kannst du sogar berechnen – mit unserem Impactrechner. Dein Einfluss auf die Zukunft ist größer, als du denkst.  

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Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

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