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Wie ist es, in einem Social Business zu arbeiten?

Immer mehr Menschen suchen eine Arbeit mit Sinn. Aber was bedeutet das eigentlich? Werfen wir einen Blick in ein Social Business – und wie dort gearbeitet wird. Besser?

von Michael. - Lesezeit: 4 Minuten

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Millennials suchen einen Job mit Sinn.

Man muss es so hart sagen: Viele Menschen hassen ihren Job. Sie sind unter- oder überfordert, verdienen zu wenig und wenn sie gut genug verdienen, fehlt ihnen oft trotzdem etwas: der Sinn des Ganzen. Gerade unter den jüngeren Arbeitnehmer:innen ist dieser Sinn des Ganzen aber die wichtigste Währung. So ergab eine Studie des Zukunftsinstituts 2019, dass 87 % der Millenials einen Job wollen, der nicht nur aufs Konto einzahlt, sondern auch einer höheren Sache dient – etwa die Armut bekämpft oder den Klimawandel. Die Jugend von heute ist eben so verkorkst, dass sie die Welt retten will. Doch die Wirtschaft kann ihr diesen Wunsch gar nicht erfüllen. Sie ist gar nicht erst so gebaut, einen höheren Sinn zu ergeben. Sie ist darauf ausgerichtet, Gewinne zu erzielen. Geld halt. Wo das Geld dann herkommt, wissen manchmal nicht mal Finanzexpert:innen. Dafür spürt man, dass Geld plötzlich woanders fehlt: nämlich im sozialen und ökologischen Bereich. Also dem Bereich, der das Leben eigentlich erst lebenswert macht.

Das macht ein Social Business (anders).

Social Businesses wirtschaften so, dass ihre Gewinne auch diesen Bereichen zugute kommen. Ihre Produkte und Dienstleistungen sind immer eine Lösung für gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen. Zum Beispiel, um Diskriminierung, Umweltzerstörung oder Armut zu bekämpfen. Diese 2-in-1-Produkte sparen dem Staat laut Unternehmensberatung McKinsey jährlich Sozialausgaben in Milliardenhöhe. Aber wie kann man sich diesen gesellschaftlichen oder ökologischen Mehrwert dieser Produkte vorstellen? Zum Beispiel an Polarstern.

Mit Energie die Welt verändern.

Bei Polarstern bestellst du Ökostrom, du unterstützt aber auch immer die Energiewende weltweit. Du stößt den Bau von Biogasanlagen für Familien in Kambodscha an und förderst den Aufbau einer Solarstromversorgung für Dörfer in Madagaskar. Weil Energie auch immer der Schlüssel für eine bessere Wirtschaft ist, bekämpft sie nicht nur den Klimawandel, sondern auch Armut und Chancenungleichheit.

Mehr über die weltweite Energiewende erfahren

So lässt sich's arbeiten ­– im Social Business.

Nach außen klingt das schon mal ganz toll. Aber wie sieht das intern aus? Ist ein Job im Social Business auch im Alltag sinnstiftend? Nur weil man an einer höheren Sache mitarbeitet, heißt das ja noch lange nicht, dass diese Arbeit auch Spaß macht, oder? Werfen wir dazu einen Blick in unser Inneres. Wir zeigen, warum Social Businesses zumindest das Potenzial haben, die Wirtschaft auf eine Weise zu verändern, dass man wirklich eine gute Zeit haben kann.

Was ist Erfolg?

Jeder Job ist irgendwann anstrengend. Und in einem Social Business ist das natürlich nicht anders. Schon gar nicht wenn man sich einen unbesiegbaren Gegner wie etwa den Klimawandel rauspickt. Trotzdem: Weil der Erfolg eines Unternehmens nicht allein am finanziellen Erfolg gemessen wird, fällt für Mitarbeiter:innen eine wichtige Druckstelle raus. Du wirst ebenso nicht allein daran gemessen, welchen ökonomischen Wert du heute oder in diesem Quartal erbracht hast, sondern, ob du langfristig an der gesellschaftlichen Aufgabe mitgewirkt hast. Dieser Erfolg ist nicht allein in Euro und Cent darstellbar. Stattdessen kannst du in einem Social Business sehen, welche Gewinne das Unternehmen sonst noch so abwirft. Das ist eine ganz andere Form der Motivation.

Team Wirklich.

Mittlerweile bewirbt so gut wie jedes Unternehmen die Belegschaft als Community. Allerdings soll dabei gerade in vielen großen Unternehmen gar keine Gemeinschaft entstehen. Bei einem Social Business ist der Community-Gedanke real, weil sich Mitarbeiter:innen und Kund:innen nicht allein über das Produkt definieren, sondern über den Wunsch, etwas zu verändern.

Gemeinsam 220.000 Tonnen CO2 verhindert.

Dass dabei zumindest eine unsichtbare Gemeinschaft entsteht, ist wichtig zu betonen. Denn Veränderung scheitert oftmals daran, dass Menschen ihren Einfluss aufs Geschehen als zu gering einschätzen – und dann ihre Chancen nicht nutzen. In einer Gemeinschaft kann der Impact jedoch riesig sein. Wer sich zum Beispiel für Ökoenergie entscheidet, verhindert ja nicht alleine CO2 – sondern im Verbund mit Menschen, die sich genauso entschieden haben. Und da kommt richtig was zusammen. So haben etwa die Polarstern-Kund:innen gemeinsam schon 220.000 Tonnen CO2 verhindert.

Wie viel schaffst du?

Wertebasierte Geschäftsbeziehungen.

Der Gemeinschaftsgedanke geht noch weiter. Er steht auch hinter Unternehmenskooperationen. Social Businesses kooperieren mehr aufgrund von Werten und weniger aus ökonomischen Gründen. Ein gutes Beispiel ist unsere Kooperation mit der Sparda-Bank München. Es ist die erste Bank, die eine Gemeinwohlbilanz erstellt hat. Das ist eine Unternehmensbilanz, die finanzielle Umsätze und Gewinne außer Acht lässt und sich stattdessen darauf fokussiert, welchen positiven (und negativen) Einfluss das Unternehmen auf die Gesellschaft und die Umwelt nimmt. Externe Auditor:innen messen diesen Nutzen anhand von Werten wie Transparenz, Menschenwürde und Mitbestimmung und vergeben in allen Kategorien Punkte.

Flexibilität, weil sie wichtig ist.

Flexible Arbeitsmodelle sind für Social Businesses besonders wichtig. Nicht um irgendwo mit Laptop und Sonnenhut auf einer Piazza sitzen zu können, weil‘s halt gerade schön ist. Sondern um den ganzen anderen Kram des Lebens so auf die Reihe zu kriegen, dass man wieder konzentriert arbeiten kann. Abseits vom Job müssen Regale aufgebaut, Kinder verarztet und Herzen repariert werden. Mit etwas mehr räumlicher und zeitlicher Flexibilität erledigt man diese Dinge besser und hat die Kraft seinen Job gescheit zu machen – und mehr zu verändern.

Zeit für die wichtigen Sachen nehmen.

Wer nachhaltig wirtschaften will, kann nicht jede Entscheidung übers Knie brechen. Für viele Dinge nehmen wir uns wirklich Zeit. Ein gutes Beispiel ist unser Einkauf. Wir suchen Produkte, die nachhaltig erzeugt und fair gehandelt werden und von Unternehmen stammen, die sich ebenso für eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft einsetzen.

10 Umwelttipps fürs Büro.

  1. Mehrwegboxen fürs Lunch mitnehmen.
  2. Firmenfahrräder statt Autos nutzen.
  3. Gebrauchte Laptops kaufen.
  4. Kalt die Hände waschen.
  5. Mülleimer zur Trennung kennzeichnen.
  6. Buchhaltung digitalisieren.
  7. Bio und fair einkaufen.
  8. Einen Smart Meter installieren.
  9. Zeitschaltuhren für die Stromversorgung nutzen.
  10. Ökostrom nutzen, eh klar.

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Gesundheit!

Behauptung: Wo der Erfolg eines Unternehmens nicht allein an seinem ökonomischen Wert gemessen wird, geht es gesünder zu, weil Mitarbeiter:innen weniger von Algorithmen (wie etwa bei Lieferdiensten) und Renditeerwartungen getrieben sind, sondern dem Willen zur Veränderung. Weil man langfristig etwas verändern will, ist das Thema Gesundheitsförderung in Social Businesses sehr wichtig.

Die größte Herausforderung: Erwartungen.

Auch ein Social Business kann nicht alle Arbeitssuchenden glücklich machen. Unzufriedenheit entsteht oft aufgrund einer Erwartungshaltung, die geprägt ist von Missverständnissen. Selbst ein Moderator und Journalist, der eigentlich dafür bekannt ist, Missstände der Wirtschaft anzuprangern, forderte schon, die Entrepreneurs, sollten ihre superwoken Social StartUps dicht machen und sich ohne Gewinnmaximierungsantrieb engagieren, wenn es ihnen wirklich um Umwelt, Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit geht.

Der Tweet von einst, zeigt dass an Social Businnesses dieselben Ansprüche gestellt werden wie an Non-Profit-Unternehmen. Wenn du schon was Gutes machst, dann mach’s auch umsonst. Vom Ehrenamt alleine kann aber niemand leben – und die Wirtschaft verändert sich auch nicht. Social Businesses wollen dagegen, dass alle Menschen gut von ihren Jobs leben können. Aber ohne sich dem Prinzip der Gewinnmaximierung unterwerfen zu müssen.

Wirklich bessere Energie von Polarstern.

Und daran arbeiten wir jetzt schon seit 12 Jahren. Mit immer mehr neuen tollen Leuten. Unsere Aufgabe ist gleich geblieben: Mit Energie die Welt verändern. Du kannst mitmachen: Jede Kilowattstunde, die du bei Polarstern verbrauchst, fördert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Jedes Jahr, das du bei Polarstern bleibst, treibt die Energiewende in Kambodscha und Madagaskar voran. Und CO2 sparst du auch – für immer.

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Portrait von Michael.

Michael. | Team Wirklich

E‑Mail:  michael@polarstern-energie.de

Michael ist ein alter Hase im Marketing-Team und schon seit 2012 dabei. Als Online-Redakteur stammen viele Texte auf unserer Seite und im Polarstern Magazin aus seiner unverwechselbaren Feder.