Körperliche und geistige Fitness gehen Hand in Hand. Unser Polarstern-Kunde CrossFit eo hat unseren Horizont noch mal erweitert: Von der Verbindlichkeit zum Sport kann man auch viel für den Umwelt- und Klimaschutz lernen. Marco Petrik von CrossFit eo erklärt, wie man sich körperlich aufs Müll sammeln vorbereitet, wie man im Job Stress abbaut und warum Füße hochlegen gar nicht mal so schlecht ist. Vorher haben wir ein ordentliches CrossFit-Training bekommen.

von Michael
Marco Petrik ist Personal Trainer und Buchautor. Mit Jessica Dannheimer hat er das Buch Quäl dich – das Workout geschrieben und 2013 mit Niki Kaiser CrossFit eo gegründet. Als eine der ersten CrossFitboxen in Deutschland, hat das eo-Team dazu beigetragen, CrossFit einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Bei CrossFit eo werden zwei Programmstränge gelehrt: CrossFit als sportliche Herausforderung und CrossFit als Gesundheitssport, der für alle zugänglich ist.

 


 

Vor Kurzem war unser Polarstern Isar Clean Up. Da räumen wir immer mit Kunden und Partnern die Isarufer auf. Bücken, Müll einsammeln, aufstehen – das ist auf Dauer ganz schön anstrengend. Wie bereitet man sich körperlich aufs Müllsammeln vor?

MARCO PETRIK Mit Kniebeugen kann man sich gut auf einen Clean Up vorbereiten. Denn beim Müll sammeln, sollte man wirklich in die Knie gehen, statt sich zu bücken. Die Kniebeuge ist eigentlich eine ganz natürliche Haltung. Die Menschen in unserem Kulturkreis haben sie nur verlernt, weil sie die meiste Zeit auf Stühlen sitzen. In anderen Kulturen ist diese Körperhaltung ganz normal. Mit der Folge, dass Menschen in Asien längst nicht die Knie- und Rückenprobleme haben wie Amerikaner und Europäer. Hier läuft es ja meistens so: Acht bis neun Stunden Büroarbeit, und wenn Sport, dann mit dem Auto ins Gym und dort aufs Fitnessbike. Also wieder nur sitzen. Wahrscheinlich läuft nebenbei noch der Fernseher. 

 

Was ist bei CrossFit eo anders?

MARCO PETRIK CrossFit ist kreativer, die Bewegungsabläufe komplexer. Wir arbeiten mit freien Gewichten, Ringen, Klimmzugstangen, Langhanteln, Kurzhanteln, Medizinbällen und vielem mehr. Dadurch können wir den Teilnehmern mehr beibringen, und das macht wiederum zum Coachen mehr Spaß. Bei CrossFit eo bieten wir zwei Programmstränge: eins für die allgemeine Gesundheit und eins für die sportliche Herausforderung. Die Abwechslung der CrossFit-Übungen sorgt dafür, dass du nicht gleich wieder das Interesse verlierst. Bei uns wird jede Einheit von einem Coach betreut, und du musst im Voraus feste Stunden buchen. Dadurch wird der Sport verbindlich, was eine ganz wesentliche Komponente für die Steigerung der Fitness ist. Im klassischen Fitnessstudio kannst du kommen und gehen, wie du willst, da geht die Motivation schnell verloren.

 

In deinem Blog schreibst du über diese Verbindlichkeit. Warum ist sie so wichtig?

MARCO PETRIK In meinen 20 Jahren als Personal Trainer habe ich gelernt, dass sich bei vielen Menschen die Einstellung zum Sport und die Einstellung zum Leben decken. Wer sich beim Sport fordert, nimmt auch in anderen Lebenssituationen Herausforderungen an. Und viele, die verbindlich Sport machen, sind auch in anderen Lebenslagen verbindlicher. Zum Beispiel in Beziehungen oder in ihrem Engagement für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. 

 

 

Polarstern-Mitarbeiter beim CrossFit-Training.

 

Wo lebt ihr Nachhaltigkeit vor?

MARCO PETRIK Unter anderem haben wir alle Produkte abgeschafft, die Palmöl enthalten, das betrifft zum Beispiel die Power Bars. Wenn möglich kommt alles aus der Region, das spart nicht nur Transportwege und Emissionen, sondern schafft auch Transparenz, weil wir genau sagen können, was in den Produkten drin ist. Das Geld, das wir in Werbung stecken könnten, investieren wir lieber in eine Bienenpartnerschaft oder wir spenden an Organisationen wie Plant For Future. Energie sparen gehört auch zu unserer Studiokultur. Vor ein paar Jahren haben wir unsere Beleuchtung auf LED umgestellt, was uns etwa 100 Euro Stromkosten im Monat spart. Den Strom für unsere Cardiomaschinen schenken wir uns komplett. Laufbänder, Rudergeräte und Fitnessbikes – alles wird mit reiner Muskelkraft betrieben.

 

Ist das eine Klimaschutzentscheidung?

MARCO PETRIK Eher zwei Fliegen mit einer Klappe. Bei der Anschaffung der Geräte stand der sportliche Aspekt klar im Vordergrund. Bei einem Laufband, das nicht mit Strom betrieben wird, ist man gezwungen, Muskeln einzusetzen, die chronisch unterfordert werden. Die meisten Menschen haben durch das viele Sitzen verlernt, ihre hintere Kette, so nennt man die rückseitige Muskulatur der Beine, einzusetzen. Bei unseren Bändern ist man gezwungen, diese Muskeln zu nutzen. Du musst das Laufband richtig mit den Beinen nach hinten ziehen, sonst passiert nichts. Das stärkt die Koordination und ist spannender als so ein Fitnessstudiolaufband, bei dem du eigenlich nur noch die Füße heben musst.  

 

Die CrossFit-Bikes machen einen angenehmen Wind.  

MARCO PETRIK Das stimmt. Die Vorderräder unserer Bikes sind wie Ventilatoren, sie erzeugen kühle Luft. Wenn das hier mehrere gleichzeitig machen, können sich die anderen Gäste kurz abkühlen. Unsere Klimaanlage, wenn man so will. Wenn du's kühler willst, musst du halt schneller treten. Simple Energie eben.  

 

Sagst du deinen Kunden: Kommt mit dem Rad?

MARCO PETRIK Das machen die eh. Unsere Kunden sind gesundheitsbewusst und wissen auch, dass sie mit dem Rad schneller hier sind. Autofahren in der Stadt ist der totale Irrsinn. Allerdings können wir als Unternehmen auch nicht ganz auf Autos verzichten. Aber wir nutzen Elektro-Smarts, die wir an der Ladestation ebenfalls mit eurem Wirklich Ökostrom laden. Dadurch sparen wir uns die CO2-Emissionen fürs Fahren und für unseren Stromverbrauch im Studio. 

>>> Preis für Wirklich Ökostrom berechnen.

 

Brauchst du manchmal einen Ausgleich zum Sport und freust dich dann aufs Sitzen bei der Büro-Arbeit?

MARCO PETRIK Ich coache ja nicht die ganze Zeit. Büroarbeit gehört zu meinem Job ganz normal dazu. Wenn ich daheim arbeite, mach ich das oft im Bett. Mit einer gestreckten Hüfte habe ich für die Büroarbeit eine größere Ausdauer als beim Sitzen. 

 

Man soll im Liegen arbeiten?

MARCO PETRIK Gut, wahrscheinlich ist es in den meisten Büros verpönt, sich zurückzulehnen. Aber generell ist jede Position über acht oder neun Stunden schlecht. Stehen und Sitzen sollte man unbedingt abwechseln. Ein Telefonat ist eine gute Gelegenheit, mal aufzustehen und ein bisschen zu gehen. Auch als Taktik, um Stress abzubauen. Durch Bewegung kannst du Stresshormone sehr leicht verbrennen. Im Sitzen dagegen stauen sie sich auf, und irgendwann kriegen die Leute dann einen cholerischen Anfall – irgendwo muss die Energie ja hin. Ein wichtiges Gespräch kann man ganz einfach nach draußen verlegen. Da kann man dann rumlaufen und wunderbar Stress abbauen. 

 

Danke, dass du dir Zeit genommen hast, Marco!

 

 

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