Die Küche ist einer der stromintensivsten Räume. Wir zeigen die besten Möglichkeiten den Stromverbrauch zu senken, erklären, warum smart nicht immer effizient ist und warum die klassischen Stromspartipps in jede gute Küche gehören wie traditionelle Rezepte.

von Michael

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Stromverbrauch: in der Küche am höchsten.

In der Küche sammelt sich viel zu viel Zeug an. Das zehnte Jamie-Oliver-Buch, die hundertste "witzige" Tasse, der 10. hässliche Alessi-Salzstreuer – irgendjemand denkt immer, du sammelst das. Wie kommen die da drauf? Wenn man es mal zusammenzählt, sammelt sich in der Küche auch der höchste Stromverbrauch an. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW fallen in einem durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt rund 11 % des Stromverbrauchs beim Kochen an und ca. 17 % beim Kühlen und Gefrieren. Zusammen also um die 28 %. Und eigentlich ist das auch keine große Überraschung. Denn neben der hohen Dichte an kleinen bis mittelgroßen Elektrogeräten wie Kaffee- und Küchenmaschine, Sandwichmaker und Radio ist die Küche auch Heimat der ganz großen Stromverbraucher. Kühlschrank, Spülmaschine, Herd, und gelegentlich noch die Waschmaschine. Ein guter Koch hat seine Küche im Griff. Auch beim Stromverbrauch. Neben den klassischen Stromspartipps beim Kochen sind mit der steigender Effizienz und Vernetzung ein paar Herausforderungen in der Küche dazugekommen. 

 

Stromspartipps für die moderne Küche.


1. Effizienzklasse A+++ auch richtig nutzen.

Zwar ist beim Neukauf von Geschirrspülern oder Kühlschränken die beste Energieeffizienzklasse A+++ so gut wie Standard, jedoch bleibt ein bewusster Umgang mit den Geräten unerlässlich. Denn die Effizienzklasse bezieht sich in der Regel auf nur auf das Energiesparprogramm. Und was heißt das überhaupt? Es heißt, dass das Gerät mit der Effizienzklasse A+++ ca. 50 % weniger Energie verbraucht als das fiktive Haushaltsgerät, das bei der Einführung der Klassen als Referenzgerät definiert wurde. Die maximale Effizienz lässt sich aber nur mit dem Eco-Programm herausholen. Das dauert zwar etwas länger, verbraucht aber um bis zu 50 % weniger Energie als die Automatikprogramme. Für den Alltag bedeutet dies, dass man zum Beispiel für das Reinigen von Geschirr einfach ein bisschen Zeit einplanen sollte. 

 

2. Realer Stromverbrauch höher als Effizienzklasse.

Auch sollte man im Hinterkopf behalten, dass der reale Stromverbrauch eines Haushaltsgeräts meistens etwas höher liegt, als das Effizienzlabel vermuten ließe. Im Labor werden Geräte oft ungefüllt getestet, wie eine internationale Studie* herausfand. Geräte im Leerlauf verbrauchen aber meistens weniger Strom als im Alltag. Beim Kühlschrank ist dies wiederum ein bisschen anders. Denn Lebensmittel speichern Kälte und geben sie ab.

 

3. Smart vernetzen. Aber wirklich.

Auch in der Küche geht der Trend ganz klar Richtung Smart Home. Noch mag man sich lustig machen über Kühlschränke, die dir deine Netflix-Serie direkt auf die Kühlschranktür streamen, damit man keine wertvolle Glotzzeit beim Brot schmieren verliert. Aber dann muss man sich überlegen, wie schnell und mit welcher Selbstverständlichkeit Alexa angenommen wurde. Die Sache ist die: Die ständige Kommunikation mit dem Internet und der Datenaustausch unter den Geräten hat natürlich seinen Strompreis. Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit rechnet durch die Vernetzung mit einem jährlichen Mehrverbrauch von 9,6 bis 17,5 Kilowattstunden (Standby) im Jahr. Und das gilt nur für kleine Küchengeräte. Für die Vernetzung der großen Küchengeräte – Kühlschrank, Backofen und Geschirrspülmaschine – rechnet das Institut mit einem zusätzlichen Verbrauch von bis zu 70 kWh und 21 € im Jahr. Mal abgesehen von den Stromkosten wird der eigentliche Gedanke der Effizienz, nämlich CO2 zu verhindern, mit zunehmender Vernetzung so ein Schuss in den Ofen. 

 

4. Smarte Stecker nutzen.

Bei der Vernetzung muss man ganz klar Prioritäten setzen. Um was geht's: Spaß oder Effizienz? Am besten natürlich beides. Smarte Stecker sind ein guter Einstieg in eine sinnvolle Vernetzung, die auch ihren Zweck erfüllt: Strom sparen. Smarte Stecker lassen sich per App und Sprachbefehl steuern. Zum Beispiel, um auch von unterwegs zu checken, welche Geräte doch noch im Standby sind – und sie entsprechend auszuschalten. Viele Modelle zeigen auch den genauen Stromverbrauch der Geräte an – und decken damit Stromsparpotenziale in der Küche auf. 

 

 

Stromspartipps für die traditionelle Küche.


Um die Effizienz der neuen Geräte voll auszuschöpfen, sollte man die klassischen Stromspartipps nicht vergessen. Sie sind wie traditionelle Rezepte: oft am besten. Und sie funktionieren mit Geräten und Zubehör aller Altersklassen. 

 

1. Strom sparen mit dem Wasserkocher.

Erhitz immer nur so viel Wasser, wie du auch wirklich brauchst und wähle beim Neukauf ein Modell mit einer Mengenskala an der Seite, das macht die Dosierung leichter. Der Wasserkocher ist vielseitig einsetzbar. Zum Beispiel um Wasser für die Pasta schon mal im Wasserkocher “vorzukochen“. Das spart rund ein Drittel Energie. 

 

2. Energie sparen durch Entkalken.

Apropos, Wasserkocher. Entkalke ihn regelmäßig. Bei starker Verkalkung muss er 30 % mehr Energie aufwenden, um Wasser zum Kochen zu bringen. Entkalken geht fix. Essigessenz und Zitronenspritzer ins Wasser, aufkochen und anschließend gut ausspülen, fertig. Aber bloß keinen Essigreiniger nutzen. Der schäumt beim Aufkochen auf und setzt die halbe Küche unter Wasser. 

 

3. Strom sparen mit dem Topf.

Kochen mit Deckel verbraucht bis zu einem Drittel weniger Energie als ohne. Und es geht schneller. Außerdem sollte der Topf nicht kleiner sein als die Herdplatte, sonst geht Wärme ungenutzt verloren. Nutze den kleinen Topf für kleine Mengen, den Großen für große. Sind Töpfe stark verbeult, sollten sie ausgetauscht werden. Denn auch Verformungen verursachen einen unnötig höheren Verbrauch. 

 

4. Strom sparen beim Kaffee machen. 

Achte beim Kauf einer Kaffeemaschine darauf, dass sie sich nach ein paar Minuten von alleine ausschaltet. Die meiste Energie verbrauchen Kaffeemaschinen nämlich für den Standby-Betrieb und die Warmhaltefunktion. Normale Filtermaschinen, French-Press- und klassische Espressokannen sind energiesparender als Vollautomaten und Kapselmaschinen. 

 

5. Strom sparen mit dem Ofen.

Der Verzicht auf Vorheizen verbraucht im Schnitt 20 % weniger Strom. Auch ist Umluft effizienter als Ober- und Unterhitze, weil sie mit rund 20 °C bis 30 °C weniger Energie auskommt. Diese Tipps funktionieren natürlich nur, wenn es das Rezept erlaubt. Willst du Brötchen aufbacken, mach es mit dem Toaster, wenn er ein Brötchenaufsatz hat. Du sparst bis zu 70 % Energie. Und: Lass die Ofentür zu, wenn es nicht wirklich nötig ist. Bei jedem Öffnen geht bis zu rund 20 % Energie verloren. 

 

6. Strom sparen mit dem Herd.

Ein Glaskeramik- oder Induktionskochfeld ist im Vergleich zu einem Elektroherd etwa 40 % effizienter. Dafür kann man bei einem Elektroherd schon ein paar Minuten vor Ende der Garzeit die Herdplatte komplett ausschalten. Mit Nachwärme wird das Essen auch noch fertig. 

 

7. Strom sparen mit dem Geschirrspüler. 

Der Geschirrspüler sollte wirklich voll sein, wenn du ihn anstellst. Wähle das Eco-Programm und umweltfreundliches Spülmittel, zum Beispiel von Ecover. 

 

8. Strom sparen mit dem Kühlschrank.

Ein voller Kühlschrank spart Strom, denn bereits kühle Lebensmittel sind wie ein Kältespeicher. Sie halten die Temperatur im Kühlschrank konstant und die Stromkosten niedrig. Die empfohlene Temperatur für den Kühlschrank liegt bei 7 °C und -18 °C fürs Gefrierfach. Regelmäßiges Abtauen ist wirklich wichtig. Eine Eisschicht von einem Zentimeter erhöht den Stromverbrauch um 10 % bis 15 %.

>>> Mehr klassische Stromspartipps. 

 

Der richtige Strom zum Kochen.

Die richtige Energie gehört in die Küche wie gute Zutaten. Wer mit Wirklich Ökostrom kocht, verbratet kein CO2. Weder in der Küche noch in einem anderen Raum. Ein 3-Personen-Haushalt ist mit seinem Wechsel zu Wirklich Ökostrom bereits 1,5 Tonnen CO2 im Jahr los!

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