Wandern mal anders: Wie weit reicht meine Energie? | Polarstern
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Wandern mal anders: Wie weit reicht meine Energie?

Am 29. August starteten das Münchner Fitnessstudio MTMT und Polarstern den Limited Resources Hike 2013. Einen Hike von Grainau nach Oberstdorf. 110 Kilometer und über 6.000 Höhenmeter. Bepackt nur mit dem Nötigsten an Ausrüstung, einem begrenzten Energiepaket als Proviant und einem solarbetriebenen Handyakku für Notfälle. Wir wollten am eigenen Körper erfahren, warum ein nachhaltiger Energieverbrauch so existenziell ist. Denn unser Körper funktioniert wie unser Planet: Füttern wir ihn mit Schadstoffen, wird er krank. Gehen wir schonungslos mit seinen Ressourcen um, klappt er irgendwann zusammen. Unsere Energie hat Grenzen... und deshalb muss auch unser Energieverbrauch Grenzen haben. So haben wir es dann auch erlebt: 

Limited Resources Hike

Abenteuer Limited Resource Hike: Tag 1

Frohen Mutes und voller Energie geht’s am Eibsee unterhalb der Zugspitze los. Gut gefrühstückt, Handyakkus aufgeladen. Das wird ein Klacks. Über die Hochthörlehütte geht’s hinab nach Ehrwald und wieder hinauf auf den Daniel. Der Anstieg hat's in sich. Mindestens 1350 Höhenmeter, die das  Kraftwerk „Körper“ auf Hochtouren bringen. Der anfängliche Hunger ist weg, mein Körper scheint zu akzeptieren, dass er jetzt nichts bekommt. Es geht hinab zum Grünen Ups, wo wir einen anderen Teilnehmer treffen, der sich fast übergeben muss. Als es langsam dunkel wird, sammeln wir schnell noch ein paar Pilze, solange wir noch sehen können, welche die Roten mit den weißen Punkten sind. Dann ab ins Notbiwak. Wir sind fast ohne Pause 10 Stunden stramm gelaufen, haben aber die Tagesstrecke gerade mal zu 80 Prozent geschafft. Der Handyakku ist noch halb voll, doch der Körper fühlt sich leer an. Jetzt konnte man den Energieverbrauch des Körpers zum ersten Mal spüren. Nach dem Essen, das aus einer kleinen Portion Reis aus unserem spärlichen Energiepaket besteht, merken wir, dass die Flasche von unserem kleinen Benzinkocher bereits halb leer ist. Mist. Ich male mir aus, wie es sein wird, die nächsten Tage ganz ohne Energie zum Kochen auskommen zu müssen. Quillt Hirse auch ohne warmes Wasser? Hoffentlich. Und Linsen? Das sind die Fragen, die man sich nachts auf 1600 Meter im feucht kalten Biwacksack stellt. 

Hike Abenteuer

Abenteuer Limited Resource Hike: Tag 2

Die Morgensonne weckt uns mit Traumwetter. Blöd, dass wir unsere Biwaks abends zuvor, ausgerechnet auf der Nordseite aufgeschlagen haben. So werden Tee und Haferflocken im kalten Schatten gereicht. Was soll’s. Dann halt ohne Sonne. Zum Aussicht genießen haben wir eh keine Zeit. Erst gegen 11 Uhr erreichen wir Bichlbach, unser ursprüngliches Etappenziel vom Vortag. Wir müssen wohl oder übel einen Gang hoch schalten. Mittags erreichen wir den Wasserfall in Rinnen. Kalter Reis von gestern Abend gibt zumindest ein bisschen Energie. Die Sonne trocknet unsere Schlafsäcke und lädt unsere solarbetriebenen Handyakkus auf. Schade, dass die Sonne nicht auch Menschen auflädt, denn die nächsten Anstiege stehen an. Und die haben’s in sich. Es geht hinauf zur Ehenbichler, wieder runter ins Tal, dann wieder hoch und nochmal runter. Ohne Pause. Denn zu groß ist die Gefahr, wieder oben auf dem Berg biwakieren zu müssen. Dieser düstere Gedanke treibt uns an. Mit den letzten Lichtstreifen am Himmel laufen wir das dunkle Tal entlang Richtung Namlos. Jeder Schritt schmerzt jetzt. Der Akku ist schon lange auf Reserve, unser Energieverbrauch wird uns auch immer bewusster. Aber erstaunlich, wie weit einen der pure Wille dann doch noch trägt. Mit letzter Kraft kochen wir uns wieder Reis. Wie wir, läuft auch der kleine Gaskocher auf Sparflamme. Schlaf ist das einzige, was nach 12 Stunden Strapazen wirklich neue Energie bringt. Als Betthupferl gibt’s noch die Nachricht über’s Handy, dass es morgen Nacht gewittern soll. Na bravo. Biwakieren im Regen.

Abenteuer Körper Energieverbrauch

Abenteuer Limited Resource Hike: Tag 3

Damit wir die letzte Etappe schaffen, klettern wir schon in der Dämmerung aus dem Biwacksack, rein in den Jägersteig. Erst nach einer Stunde sind die Muskeln endlich warm und die Schmerzen in den Beinen betäubt. Der Körper läuft, der Energieverbrauch geht weiter. In Stanznach treffen wir die Entscheidung, doch ein Stück mit dem Auto zu fahren, damit wir abends sicher in Oberstdorf ankommen. In Sturm und Gewitter über den Berg klettern zu müssen, ist einfach zu gefährlich. Ein Teil der Gruppe muss bereits jetzt schon abrechen. Der Körper macht nicht mehr mit. Für die Übrigen geht’s mit Druck von Hinterhornbach aufs Hornbachjoch, der Anstieg nur noch eine einzige Qual. Autopilot. Oben angekommen, ist mein Körper dermaßen überhitzt, dass es nicht mehr gesund sein kann. Zum Glück geht’s jetzt nur noch bergab ins Tal. Nur noch 4 Stunden. Nur noch 3 Stunden. Noch zwei, dann eine...und plötzlich ist es vorbei. Am Ende der Tour hat mein Handy noch Akku, mein Körper nicht. Das Solarladegerät hat seinen Dienst getan. Zeit, mit Allgäuer Käsespätzle auch meinen Körper wieder aufzuladen.

Limited Resources Hike

Warum tut man seinem Körper ein Limited Resource Hike an?

Weil man etwas für seinen Energieverbrauch lernen kann. Gehen wir schonungslos mit unserem Körper um, macht er schnell schlapp. Führt man (auch nur wenig) neue Energie zu, ist er ein hocheffizientes Kraftwerk, das Großes leisten kann. Wenn es der Kopf will :) Aber wussten wir das nicht schon vor der Tour? Vielleicht. Vielleicht haben wir es geahnt. Aber am eigenen Körper erfahren, wie weit man wirklich gehen kann, ist eine ganz besondere Erfahrung. Man lernt die eigene Energie besser einzuschätzen und nimmt bewusster Energie zu sich. Jeder Bissen bedeutet Energie – und ermöglicht mir in Zukunft noch häufiger auf den Lift zu verzichten und stattdessen die Treppe zu nehmen...

 

Übrigens: Den Limited Ressource Hike wird’s auch im nächsten Jahr wieder geben. Wer dabei sein und rechtzeitig persönlich informiert werden will, kann eine kurze E-Mail an info@polarstern-energie.de schicken.

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