Stop digging! | Polarstern
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Stop digging!

Der Klimawandel findet statt. Und wir sind seine Verursacher. Tatsache. Und jetzt? „It is a good thing to follow the first law of holes; if you are in one, stop digging.“ riet einst Denis Healey. Um unsere Welt nicht noch mehr zu zerstören, müssen wir also unser Verhalten ändern. Und Wege aus dem Loch finden. Der Wechsel zu Wirklich Ökostrom und Wirklich Ökogas von Polarstern ist so ein Weg. Denn nicht zuletzt durch das Bohren nach Erdöl und Erdgas entstehen Löcher. Löcher, die wir uns eigentlich längst nicht mehr leisten können. Wir müssen und dürfen nicht länger von fossilen Energieträgern abhängig sein. Bekanntlich geraten die Dinge ja gern außer Kontrolle, fängt man erst einmal an zu graben...

Erdgas Erdöl Methan Klimawandel

Am 20. November 1990 hat die britische Mobil Oil (heute Exxon) auf der Suche nach Erdöl aus Versehen auf der Bohrinsel eine Erdgasblase angebohrt. Das passiert recht leicht. Denn die Entstehung von Erdöl und Erdgas ist ähnlich und tritt daher häufig gemeinsam auf. So auch in der Tiefe der Nordsee, 140 Kilometer vor der Küste Schottlands. Da Erdgas unter ungeheurem Druck im Erdinneren gelagert ist, führte die Erdöl-Bohrung zu einem Blow-Out, einem unkontrollierten Ausbruch. Die Bohrinsel wurde fast völlig zerstört, die Erdöl-Bohrungen umgehend eingestellt, aus dem Bohrloch strömt Erdgas. Seit 21 Jahren bis heute. Ungefähr 1000 Liter pro Sekunde. Die Meeresbewohner können haben sich arrangiert. Allerdings verringert das Erdgas dort, wo es austritt, die Dichte des Wassers. Über die Unfallstelle schippernden Tankern fehlt so ganz plötzlich der Auftrieb und sie sinken. Entsprechend wurde das Methan-Loch auf Seekarten mit Warnhinweisen versehen. Das Erdgas blubbert munter weiter. Für die Schließung des Lochs, die ähnlich wie bei der Katastrophe der Bohrinsel im Golf von Mexiko mit größtem Aufwand verbunden wäre, fühlt sich keiner zuständig. Dabei gelangt etwa ein Drittel des Erdgases bis zur Oberfläche und von dort in unsere Atmosphäre. Das Problem: Erdgas besteht bis zu 95% aus Methan. Das ist 20- bis 30-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid (CO?). Aber in den 1990ern war Klimaschutz halt noch kein Thema.

Heute schon. Notgedrungen. Denn der Klimawandel schreitet voran. Die Folgen des Klimawandels sind mittlerweile bekannt: steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, Verschiebung von Klimazonen, Vegetationszonen und Lebensräumen, verändertes Auftreten von Niederschlägen, stärkere oder häufigere Wetterextreme wie Überschwemmungen und Dürren, Ausbreitung von Parasiten und tropischen Krankheiten sowie mehr Umweltflüchtlinge. Und konkret hier in Deutschland spüren wir auch schon was vom Klimawandel: Der Frühling beginnt deutschlandweit fast zwei Wochen früher, was auch das Wanderverhalten von Zugvögeln beeinflusst. In Zukunft werden unsere Winter und Nächte allmählich wärmer. Die Bäume blühen früher, die Jahreszeiten verschieben sich. Hitzeperioden werden häufiger und stärker. Im Sommer wird es weniger regnen dafür im Winter mehr. So kommt es zu häufigen Dürren im Sommer und Hochwasser statt Schnee in den Wintermonaten. Der Meeresspiegel wird bis Ende des 21. Jahrhunderts um ca. 10 cm ansteigen. Nord- und Ostseeinseln sind in Gefahr. Fakt: Das sind alles Folgen des Klimawandels. 

Trotzdem kümmert sich nun keiner um das Methan-Loch in der Nordsee. Warum nicht? Jährlich gelangen schließlich etwa 100.000 Tonnen Methan aus diesem Loch in die Atmosphäre. Berücksichtigt man die hohe Treibhauswirksamkeit von Methan, entspricht das 2,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid oder 0,4 Prozent der gesamten britischen Emissionsbilanz. Müsste die britische Regierung dafür Verschmutzungszertifikate zum angenommenen Preis von 30 Euro kaufen, ergäben sich allein über die fünf Jahre der Kyoto-Periode (2008-2012) Kosten von etwa 400 Millionen Euro. Klar, dass es dann heißt: Drücke sich, wer kann! Bereits 1998 haben Exxon Mobil und die britische Regierung die Untersuchung des Gaslecks eingestellt.

Dachtest du eigentlich, Erdgas ist grün? Dachtest du, Ökostrom gut und schön, aber Ökogas, na, übertreibt’s mal nicht? Es lohnt sich aber, sich mit dem eigenen Verbrauch auseinanderzusetzen. Und zwar mit der gesamten Produktionskette: vom Ausgangsprodukt bis zum Endverbrauch. Wo sind die Risiken von Erdgas? Was sind die Kollateralschäden? Energie ist ein extrem wichtiges Thema. Und geht uns alle an. Also ist es, finde ich, besonders bei der eigenen Energieversorgung wichtig, zu wissen, was genau man da verbraucht – und sich zum Beispiel die Zeit zu nehmen, Erdgas mit Ökogas zu vergleichen. Dann wird vielleicht auch klar, warum Polarstern ausschließlich Ökogas aus Reststoffen anbietet. Oder was meinst du? Kennst du andere Alternativen, die du gerne fördern würdest? Was ist die Technologie der Zukunft?

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