Katze auf Heizung

Immer mehr Menschen arbeiten von zuhause und verbringen – nicht zuletzt wegen Corona – auch viel Freizeit in den eigenen vier Wänden. Zeit, sich Gedanken über das richtige Heizen im Winter zu machen, schließlich fällt beim Heizen ein Großteil des eigenen Energieverbrauchs an. 70 bis 80 Prozent sind es sogar! Wir zeigen dir, wie du günstig, klimafreundlich und komfortabel heizt – und es daheim so richtig gemütlich hast.

von Tabatha

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wir sind mehr zuhause = wir heizen mehr.
  2. Heizung einstellen: Die richtige Temperatur.
  3. So geht richtiges Lüften.
  4. Trockene Heizungsluft – so vermeidest du Hautprobleme.
  5. Weitere Tipps gegen kalte Füße und hohe Heizkosten.
  6. Heizungsprobleme angehen.
  7. Nachhaltig Heizen lohnt sich.

Im Büro kümmert sich dein Arbeitgeber um das Thema Heizen und darum, dass die Richtwerte bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit eingehalten werden. Zuhause übernimmt das keiner für dich. Aber keine Sorge: Wir haben ein paar super einfache Hinweise, auf was du im Homeoffice und generell beim Heizen im Winter achten solltest. 

 

Wir sind mehr zuhause = wir heizen mehr.

Laut Verivox steigen die Heizkosten nach 120 Tagen im Homeoffice durchschnittlich um 4 Prozent. Wer mit Gas heizt, hat Mehrkosten von 45 Euro, bei einer Öl-Heizung fallen durchschnittlich 33 Euro zusätzlich an. Hinzu kommt bei fossilen Brennstoffen seit Anfang 2021 auch die neue CO2-Bepreisung, die sich in teureren Gaspreisen niederschlägt. Wie sie sich auch in Zukunft auf deine Heizkosten auswirkt, liest du hier.

>>> Natürlich ändert sich auch dein Stromverbrauch im Homeoffice.

Dein Verbrauch steigt nochmal mehr, wenn du auch in deiner Freizeit mehr zuhause bist. Du willst ja nicht auf der Couch sitzen und frieren – logisch.

Ab wann solltest du überhaupt heizen? Normalerweise geht die sogenannte Heizperiode – also der Winterbetrieb deiner Heizung – etwa von Oktober bis April. Damit du in dieser Zeit keine unnötigen Heizkosten hast und es trotzdem „muckelig warm“ ist, haben wir ein paar Anregungen zum Heizen im Winter gesammelt. Los geht´s.

 

Heizung einstellen: Die richtige Temperatur.

Oftmals heizen wir zu viel. Wirklich. Scheint tagsüber die Sonne durch dein Fenster, kannst du die Heizung ruhig etwas herunterdrehen. Wenn es nachmittags im Winter schon dunkel wird, dann mach einfach die Rollladen runter oder die Vorhänge zu, um die Wärme besser im Raum zu halten.

Gehst du aus dem Haus, solltest du die Heizung runterdrehen. Das ist weniger energieintensiv als durchzuheizen. Achte allerdings darauf, dass die Temperatur nicht unter 15 Grad (etwa Stufe 2) sinkt, sonst droht Schimmel. Nachts solltest du grundsätzlich die Temperatur senken – für einen guten Schlaf.

Die ideale Raumtemperatur ist natürlich zu einem gewissen Grad Ansichtssache. Experten empfehlen dennoch aus Erfahrung verschiedene Temperaturen für verschiedene Räume: So sollte die Wohnzimmertemperatur in etwa bei 20 Grad liegen (das ist Stufe 3 auf deinem Thermostat), im Schlafzimmer reichen auch um die 18 Grad. Übrigens bedeutet jede Stufe einen Temperaturunterschied von 4 Grad.

Hast du gewusst, dass du mit jedem Grad weniger ca. 6 Prozent Energie einsparst? Das bedeutet natürlich nicht, dass du frieren sollst. Wie gesagt, droht dann schnell Schimmel, weil die Feuchtigkeit an den kalten Wänden kondensiert. Auch gut zu wissen: Stufe 5 heizt nicht schneller auf als Stufe 3. Und programmierbare Thermostate geben dir nochmal mehr Komfort.

>>> So stellst du dein Thermostat richtig ein.

Und wie sieht's im Homeoffice mit der richtigen Temperatur aus? Das Arbeitsschutzgesetz legt für‘s Büro eine Minimum-Temperatur von 20 Grad beim Sitzen fest. Daran kannst du dich in deinem Arbeitszimmer beim Heizen orientieren. Du kannst dir vielleicht nicht vorstellen, dass die Temperatur beim Homeoffice einen Unterschied macht, doch tatsächlich wurde erwiesen, dass zu warme Räume über 26 Grad die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit beeinflussen können. Bei 28 Grad sinkt deine Leistungsfähigkeit um ein Drittel, bei 33 Grad sogar um die Hälfte. Auch Kopfschmerzen, Allergien und Müdigkeit können von zu hoher Temperatur am Arbeitsplatz kommen.

 

So geht richtiges Lüften.

Ganz wichtig ist auch im Winter das Lüften. Dabei solltest du grundsätzlich die Heizung ausschalten, sonst heizt du bares Geld quasi direkt „zum Fenster hinaus“.

Auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie empfiehlt das Umweltbundesamt regelmäßiges Lüften. Schon 5 Minuten helfen im Winter, um die Virenlast in einem Raum zu reduzieren. Am besten ist Stoß- und Querlüften. Zuhause bist du zwar vermutlich alleine bzw. nur mit deinem Haushalt, doch trotzdem ist Lüften gesund und wichtig. Mach die Fenster dabei ganz auf – gekippte Fenster reichen nicht aus und sorgen bloß für hohe Heizkosten und Schimmelbildung.

Apropos Schimmel: Gelangt die feuchte Luft im Raum nicht nach draußen, kann sich Schimmel bilden. Das kennst du vielleicht von Badezimmern, in denen es keinen Luftzug gibt. Also noch ein Grund für regelmäßiges Lüften.

Außerdem reduzierst du mit dem Lüften den Kohlenstoffdioxidgehalt im Raum. Und das ist wichtig, denn ein hoher Anteil von Kohlenstoffdioxid in der Luft kann zu Müdigkeit, schlechterer Konzentration, sinkender Leistung und Kopfschmerzen führen. Also: Fenster auf!

 

Trockene Heizungsluft – so vermeidest du Hautprobleme.

Natürlich sollte die Luft nicht zu trocken sein. Das führt schnell zu trockener Haut und juckenden Augen. Die Luftfeuchtigkeit kannst du mit einem Gerät namens Hygrometer (gibt es schon ab ca. 7 Euro) checken. Ist sie zu niedrig, kannst du einfach eine Schale mit Wasser auf dem Heizkörper stellen, wenn du dir nicht extra einen Luftbefeuchter anschaffen möchtest. Experten raten zu 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Unter 30 Prozent sollte die Luftfeuchtigkeit generell nicht fallen.

Hast du im Winter dank Heizungsluft mit trockener Haut zu kämpfen, achte auf hydrierende Hautpflege (etwa Produkte mit Hyaluron und Glycerin) ohne austrocknende Inhaltsstoffe. Im Winter braucht unsere Haut nämlich deutlich mehr Feuchtigkeit. Trinke außerdem genügend Wasser. Und auch hier ist natürlich wieder regelmäßiges Lüften angesagt.

Eine Schale mit Wasser auf der Heizung erhöht die Luftfeuchtigkeit.
Eine Schale mit Wasser auf der Heizung erhöht die Luftfeuchtigkeit.

 

Weitere Tipps gegen kalte Füße und hohe Heizkosten.

Es gibt ein paar Dinge, auf die du generell beim Heizen achten solltest: Denk daran, deine Heizung je Raumgröße einzustellen, Türen zu schließen, wenn der Raum aufheizt und natürlich, deinen Arbeitsplatz so auswählen, dass man gut und komfortabel längere Zeit dort sitzen kann. Direkt vor dem Heizkörper oder am kalten Fenster ist beides nicht ideal. Und wenn du den ganzen Tag im Wohnzimmer Homeoffice machst, brauchst du die Heizung im Schlafzimmer natürlich nicht durchlaufen lassen.

Wenn du bestimmte Zimmer kurz und schnell erwärmen willst (etwa das Bad am Morgen) kann dafür ein Heizlüfter oder Heizstrahler eine Möglichkeit sein. Allerdings eben nur für solche speziellen Aufgaben, denn sie sind sehr stromintensiv und kosten dich somit eine Menge Energie. Du hast zwischendurch kalte Füße? Mach dir eine Wärmflasche – und dreh nicht gleich die Heizung auf 5. Und wenn es dir beim Schlafengehen zu frisch ist, kann eine Heizdecke das richtige Gadget für dich sein.

Wenn du deine Heizkosten herunterfahren willst, können sich auch Zugluftstopper und Wärmevorhänge lohnen, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Stell keine Möbel vor deine Heizkörper, das stört die Wärmeverteilung im Raum. Weitere Tipps für sparsames Heizen gibt’s hier:

>>> Zu unseren Heizspartipps.

 

Heizungsprobleme angehen.

Wenn du akute Heizungsprobleme hast, ist es jetzt umso wichtiger, sie schnell zu lösen, gerade weil du derzeit mehr zuhause bist als sonst. Schau mal bei unserem Heizungs-Check vorbei und finde Lösungen für gängige Heizungsprobleme, wie Geräusche und Tropfen. Dort verraten wir dir auch, wie du sie eigenhändig lösen kannst – und wo du lieber einen Profi ranlässt:

>>> Zum Heizungs-Check.

Ganz wichtig ist auch die Dämmung. Sonst heizt du das Geld buchstäblich zum Fenster hinaus, wenn der Heizkörper den ganzen Tag auf Stufe 5 steht und du dennoch frierst. Dann entweicht vermutlich viel Wärme nach draußen. Eine gute Dämmung ist auch für die Wände hinter den Heizkörpern wichtig. Hier kann schon eine einfache Reflexionsfolie (um die 10 Euro) helfen.

>>> So viel Wärme kannst du mir der richtigen Dämmung sparen.

 

Nachhaltig Heizen lohnt sich.

Jetzt, wo du noch mehr heizt, ist Ökoenergie wichtiger denn je. Nicht nur für das Klima, sondern auch als Entlastung für deinen Geldbeutel. Ab 2021 fällt der CO2-Preis auf Heizöl und Erdgas an – und verteuert das Heizen mit fossiler Energie.

>>> Wie teuer es wird? Das erfährst du hier.

Bei Polarstern haben wir Ökogas- und Heizstrom-Tarife, mit denen du dem Klimawandel den Kampf ansagst. Der Wechsel geht super schnell und einfach online. Falls du Interesse an grünem Heizen hast, probiere einfach mal unseren Tarifrechner aus:

Zum Polarstern-Tarifrechner

Und wenn du nicht wechseln kannst? Dann ist es natürlich umso wichtiger, effizient mit deiner Heizung umzugehen und unsere Heiztipps umzusetzen. So sparst du Energie und Heizkosten und entlastest die Umwelt gleich dazu.

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